Ich höre gerade … Jazz!

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  • #11800625  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

    Registriert seit: 02.12.2013

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    gypsy-tail-wind Ziemlicher Monolog hier gerade  ….

    You never walk alone 😎 ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
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    #11800637  | PERMALINK

    lotterlotta
    Schaffnerlos

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    soulpope

    gypsy-tail-wind Ziemlicher Monolog hier gerade ….

    You never walk alone 😎 ….

    indeed, von den ganzen gitanes-Alben, vor allem von Abbey Lincoln wünschte ich mir ein paar mehr Vinyl-Reissues…🤷‍♂️

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    Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!  
    #11800645  | PERMALINK

    vorgarten

    Registriert seit: 07.10.2007

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    thelonica
    Bei Love What You Doin‘ phrasiert sie ähnlich wie Jimmy Scott (mag mich da täuschen), jedenfalls klingt das für mich so, als hätte sie ihn sehr genau studiert.

    das ist mir jetzt auch noch mal aufgefallen – wichtig ist der text, aber auch der charakter der stimme, nicht die verzierungen, nicht die imitation von instrumenten. geht natürlich bei beiden auf billie holiday zurück. aber ich bin mir auch ziemlich sicher, dass scott ein vorbild für lincoln war.

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    #11800653  | PERMALINK

    thelonica

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    Beiträge: 3,509

    Ja, Gesang ist echt eine Wissenschaft. Ich habe die Ausgabe der Mojo „100 Greatest Singers…“, wo sehr unterschiedliche Leute aus vielen Genres andere Sänger*innen beschreiben, kommentieren oder loben. Oft geht’s da um Emotionen, Impact und einzelne Songs etc. Da wurde dann deutlicher, dass andere Sänger*innen teilweise noch sehr viel genauer hinhören. Jimmy Scott fehlte da in dem Heft, nicht überraschend waren allerdings seine zahlreichen bekannten Fans (Madonna, Lou Reed, Nancy Wilson u.v.a.).

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    #11800665  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 61,827

    soulpope

    gypsy-tail-wind Ziemlicher Monolog hier gerade ….

    You never walk alone 😎 ….

    :good:

    Danke nochmal fürs Insistieren, was Michele Rosewoman angeht – von null auf drei Alben in den letzten Wochen, zwei mit Quintessence liefen schon (das mit Coleman/Osby war mir aber zu nervös an dem Tag), ein Trio ist auch noch hier :-)

    Vorhin:

    Ahmad Jamal – Chicago Revisited. Live at Joe Segal’s Jazz Showcase | Mein einziges Jamal-Album aus den 90ern (null aus den 80ern, je 1 aus den 00ern und 10ern) – und das erinnert generell recht stark an das Konzert mit George Coleman, das ich 2001 hörte. Sehr tight alles, äusserst kraftvoll, manchmal fast wuchtig (die tänzerische Eleganz der jungen Jahre hatte er ja schon zwei Jahrzehnte früher abgelegt). Das ist jedenfalls ein richtig toller Live-Mitschnitt!

    Jetzt:

    Randy Weston – Earth Birth | Das nächste aus Westons phantastischer Gitanes-Reihe, wieder mit Melba Liston, die auch auf dem Cover schon zu finden ist. Fand’s damals eine leise Enttäuschung, heute gefällt sie mir besser und ich bin jedenfalls froh, sie im Regal zu haben – tippe so auf 1999/2000 herum gekauft. Erschienen ist die CD 1997, aufgenommen wurde sie am 4. Juli 1995 in Montréal – wenn ich das im Booklet richtig verstehe bei Proben am Nachmittag und dann beim Konzert am Jazz Festival von Montréal, die Nachmittagsaufnahmen zum Zweck, allfällige Fehler auszubügeln zu können. Christian McBride ist am Bass dabei, am Schlagzeug gastiert wieder Billy Higgins – also nicht Westons Workingband sondern zwei Gaststars (ich denke, das darf man 1995 für McBride schon knapp sagen, jedenfalls war er da bestimmt schon in aller Munde). Dazu 24 Streicher, dirigiert von Paul West, der auch als Bassist ein paar erstklassige Credits zu verbuchen hat. Die Arrangements von Melba Liston sind in den besten Momenten richtig toll, in „Little Niles“ türmen die düstere Klangkaskaden auf – und das Trio lässt sich darauf wunderbar ein: der Moment, in dem die Streicher aussetzen, Weston einen Ton wiederholt und McBride quasi am Bass übernimmt. McBride klingt überhaupt wahnsinnig gut hier, und das zeichnet ihn unter den Junglöwen schon irgendwie aus – er mag altmodischer unterwegs sein als andere (Moffett, Hurst, Revis, Rogers), aber sein Wumms, sein resonanter Ton haben eine Qualität, die bei den meisten anderen in der Zeit nicht so schön zum Ausdruck kommt – ich tippe auf unterschiedliche Prioritäten und Einflüsse). Anderswo klingen die Streicher manchmal auch etwas nach Wohlfühlkulisse, aber Weston sich lässt auch dann nicht beirren und spielt sehr viel Klavier. Er tut das auf seine eigene Art, oft mit reduziertem Material, mit kleinen Figuren und Versatzstücken (bei „Saga“ musste ich mal wieder an Monk denken, hier etwas weniger, aber die Parallelen sind schon da), mit Trillern, Tremoli, einem Insistieren auf dem einen Ton, wie man es auch von Mal Waldron kennt …

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #133: Revivals in den 90ern und eine Neuheit aus der Romandie - 14.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
    #11800701  | PERMALINK

    vorgarten

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    bill henderson, s/t (1961)

    endlich eine original-ausgabe gefunden, die auch tatsächlich nur ganz leicht atmosphärisch knistert. einer der allergrößten sänger für mich, sehr interessant im vergleich zu andy bey, die stylischen arrangements sind von sid mccoy und manchmal durchaus überraschend, obwohl sie klar ein begleitmusik fürs date sein wollen. hier ist auch die erste vokalversion von „old country“ zu finden.

    --

    #11800703  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

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    gypsy-tail-wind

    soulpope

    gypsy-tail-wind Ziemlicher Monolog hier gerade ….

    You never walk alone 😎 ….

    …. Jetzt: Randy Weston – Earth Birth | …. Weston sich lässt auch dann nicht beirren und spielt sehr viel Klavier. Er tut das auf seine eigene Art, oft mit reduziertem Material, mit kleinen Figuren und Versatzstücken (bei „Saga“ musste ich mal wieder an Monk denken, hier etwas weniger, aber die Parallelen sind schon da), mit Trillern, Tremoli, einem Insistieren auf dem einen Ton, wie man es auch von Mal Waldron kennt …

    Den Konnex zwischen den drei genannten Pianisten höre ich deutlich und die Beschreibung „Insistieren auf den/m einen Ton“ ist spot on ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #11800711  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Ich bleibe in den Neunzigerjahren … neben der Jamal-CD von oben standen zwei meiner drei CDs von Jacky Terrasson (ich war beim Duo mit Wilson raus, das sprach mich damals nicht an und was Terrasson sonst noch machte, verfolgte ich nicht mehr, hörte ihn aber 2000 oder 2001 noch live, allerdings war Ugonna Okegwo da schon weg und Leon Parker hatte vom Mini-Kit auf ein relativ normales – immer noch sparsames – Kit umgestellt). Ich kann die damalige Faszination für dieses Trio schon sehr gut nachvollziehen … vieles fängt sehr sparsam und leise an, dann entwickelt sich das mit einer Steigerungsdynamik, für die mier als erster Vergleich The Necks in den Sinn kommen – aber hier natürlich in Songformen und Spielzeiten von 3-7 Minuten.

    Ist jetzt vielleicht ironisch, wenn ich ausgerechnet „My Funny Valentine“ hier als Beispiel platziere:

    Jedenfalls passiert hier schon was sehr anderes als bei den Lions sowohl der Achtziger wie der Neunzigerjahre, dass Terrasson als frischer Wind wahrgenommen wurde, vielleicht auch als eine spielerische und nicht alles überdenkende Alternative zu Mehldau, kann ich wie gesagt nach wie vor gut nachvollziehen.

    Die dritte CD war dann „Alive“, die ich neulich schon mal wiederhörte – und statt zu den anderen beiden zurückzulegen irgendwo verlegte … nunja, irgendwann kommt sie wieder zu Vorschein.

    Auf „Valentine“ folgt übrigens direkt diese kleine Hommage an Lili Boulanger (nachdem das Album schon mit „I Love Paris“ öffnete, Cole Porter, aber der Bezug zur Seine-Stadt ist bei ihm eh klar: Vater Franzose, Mutter Afro-Amerikanerin aus Georgia, geboren in Berlin vor 56 Jahren. Vielleicht muss ich sein Album mit Jimmy Scott mal noch nachholen? (Bei Barney Wilen gibt es ihn ja auch, auf „Paris Moods“ und auf dem neuen Live-Mitschnitt, der im jüngsten Reissue von „La Note Bleue“ dabei war … und auf dem Blue Note Debut von Stefano di Battista ist er auch dabei, das kam aber erst Anfang der Nullerjahre heraus.)

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    #11800763  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    Joel Ross – Who are you?

    ich glaub ich bleib dabei, dass das neue Album eine Nuance staerker ist, aber das hier ist schon auch sehr gut… da beweist das Blue Note der Gegenwart, dass es sich vor den Blue Notes der 70er, 80er, 90er, 00er Jahre eigentlich nicht verstecken braucht…

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    #11800827  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    Rick Beato (danke an atom fuer den tip!!) spricht mit Ted Gioia… (es gibt auch eine neue Folge mit Bernard Purdie… Beato redet zu Anfang drueber wie seine Interessen sich magisch mit denen von Gioia ueberschneiden, obwohl es auch echte Unterschiede gibt… geht mir bei beiden so…)

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    #11800871  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    Motian in Motion (nicht alles Gold, aber Gary Peacocks Kommentare sind zB super edit: Larry Grenadier, Arlo Guthrie und sein Bassist auch, Osby eher nicht, aber… must see editedit: der Deutsche aka „Manfred“ taucht auf um Minute 30… must see)

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    #11800887  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Mingus Big Band – Que Viva Mingus! | Bei mir vorhin noch dieses Party-Album der Mingus Big Band – sehr, sehr gut! John Stubblefield ist als Solist mehrmals zu hören, Randy Brecker, Ryan Kisor (der auch bei der Carnegie Hall Jazz Band ein paar Solos kriegt), Steve Turre, Alex Sipiagin, Steve Slagle, Chris Potter, Seamus Blake oder Mark Shim kriegen auch ihre Momente im Rampenlicht. Und David Kikoski ist am Klavier sehr gut (ich kenne ihn nur aus dieser Band, finde ihn da immer super), John Benitez/Adam Cruz sind fast immer die Rhythmusgruppe, auf drei Tracks übernehmen Andy McKee/Gene Jackson (und das sind auch die drei Tracks, bei denen viele Bläser anders besetzt sind, was die vielen Saxophon-Solisten erklärt).

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #133: Revivals in den 90ern und eine Neuheit aus der Romandie - 14.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
    #11800891  | PERMALINK

    thelonica

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    Ted Gioia unterschätzt da vielleicht was in Sachen „Maple Leaf Rag“ – das Stück hat heute immerhin über 9 Millionen Klicks auf YouTube. Es würde mich nicht wundern, wenn das damals schon mehr als eine Million Menschen geübt hatten, spielen konnten, vielleicht auch mit Variationen. Ansonsten ist das ein schon ein interessantes Gespräch.

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    #11800947  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Gestern zur Nacht – eher eine EP als ein Album mit nicht einmal ganz 30 Minuten Spielzeit. Sara Serpa war ja zunächst eine stimme, mit der ich überhaupt nicht klargekommen bin. Das klappte über den Umweg von Tzadik (die zwei Alben von Mycale) und inzwischen schätze ich das Duo mit Ran Blake sehr, weshalb auch dieses Album jetzt hier ist.

    PS: Ist Inner Circle das eigentlich das Label von Greg Osby? Sieht schwer danach aus (das Design gab’s schon auf seinem gleichnamigen Blue Note-Album), steht aber auf der Website nicht. Serpa bedankt sich jedenfalls bei ihm (und ist auch auf einem seiner Alben zu hören).

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #133: Revivals in den 90ern und eine Neuheit aus der Romandie - 14.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
    #11801021  | PERMALINK

    thelonica

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    ABBEY LINCOLN – Abbey Sings Abbey

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