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Deftones – „Deftones“
(Maverick/WEA)
Unabhängig davon, wie man zum so genannten „Alternative-Rock“ steht, einer Journalistenerfindung, die spätestens durch Ziegenbärtchen und professionell missgelaunte Schmerzensmänner wie Creed oder Nickelback zum Schimpfwort verkam, bleibt festzuhalten, dass Bands wie Korn (anfangs) und die Deftones (noch immer) Maßstäbe für eine ganz neue Mixtur aus Punk, Rock und Hardcore gesetzt haben. Während sich unter den Nachahmern Schrott-Combos wie 4Lyn redlich abmühen, sind die Deftones mit der selbstbetitelten, vierten Platte schon wieder einen Schritt weiter: Etwas so Brachiales wie „Hexagram“, zudem als Einstieg, hat man in der letzten Zeit selten vernommen. Als Kontrast dazu gibt es mit „Lucky You“ und „Anniversary Of An Uninteresting Event“ ungewohnt verhaltenes und leidlich beunruhigendes Material, das andeutet, welche Richtung das Quintett in der nächsten Zeit einschlagen könnte. Fürs Erste ist „Deftones“ ein kurzweiliger Zwischenstopp.
Jan Wigger
http://www.spiegel.deManchmal möchte ich fast vermuten die Deftones sind der Fluchtpunkt all der Nu Metal Fans, die nie verwunden haben das Korn & Co. allenorts die Charts stürmten. Die Integrität der Band steht in Presse und bei Fans weit im Vordergrund. Sie sind mehr oder weniger das genaue Gegenteil von Linkin Park´scher Eingängigkeit. Es dreht sich alles eher um Stimmungen als um präzise Konturen und allein an Chino´s (in der falschen Stimmunglage schon etwas nervendem) Gesang ist es ein Leichtes die Band aus etlichen anderen herauszufiltern. Sogenannte Hits lassen sich eigentlich erst nach mehrmaligem Hören entdecken. Das gar nicht mal sooo heftige Hexagramm könnte einer sein. Ansonsten, eben nach nur 2maligem Durchlauf wohlgemerkt, bewegt sich das Album aber nur selten aus dem Schatten von White Pony heraus, kann aber mit Zeit noch reifen.
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