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Thema: Bob Dylan

  1. #4726
    Coffee Bar Cat Avatar von Clau
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    Ja, gut, für die ist Dylan eben, was für mich die Fab Four sind.
    How does it feel to be one of the beautiful people?

  2. #4727
    bring me my boots and shoes
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    Ich höre nun wirklich nicht alles was Dylan herausgab oder später als Bootleg Series verkaufte. Die Whitmarkdemos z.B. habe ich genau einmal aufgelegt. Brauche ich z.B. nicht.

    Macht jeder wie er will. Ich lese Greil Marcus`tolles "Basement Blues" nochmal und lasse mich auf die kompletten Tapes ein.

    ("Basement Blues" gibt´s übrigens noch bei zweitausendeins in einer ganz schönen Ausgabe für 14,90€)

  3. #4728
    From Desolation Row Avatar von Stormy Monday
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    @ notdarkyet: Danke! Wusste gar nicht, dass 2001 sauber durch den Schlamassel gekommen ist. Der Laden hier fehlt mir schon. Wenn man Amazon boykottiert, ist es manchmal nicht einfach, an interessante Bücher und Musik zu kommen.
    Because something is happening here but you don`t know what it is

  4. #4729
    bring me my boots and shoes
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    Zitat Zitat von Stormy Monday Beitrag anzeigen
    @ notdarkyet: Danke! Wusste gar nicht, dass 2001 sauber durch den Schlamassel gekommen ist. Der Laden hier fehlt mir schon. Wenn man Amazon boykottiert, ist es manchmal nicht einfach, an interessante Bücher und Musik zu kommen.
    Der Zweitausendeins-Laden in München ist leider auch Geschichte. Sie haben aber noch 10+ Läden und ein weiterhin gutes Programm. Auch die Onlinebestellungen klappen bei mir bisher immer ganz wunderbar. Gerade auch für Dylanliebhaber ist das ja immer interessant.

  5. #4730
    Hilft der Sonne beim Untergehen Avatar von captain kidd
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    Zitat Zitat von notdarkyet Beitrag anzeigen
    Ich lese Greil Marcus`tolles "Basement Blues" nochmal und lasse mich auf die kompletten Tapes ein.
    Bin ja überhaupt kein Fan von Greil Marcus. Er hat in meinen Augen einfach einen enormen Hang zur Schwafelei.
    "Wenn jemand fragt, wofür du stehst, sag für AMORE!"

  6. #4731
    Umsehen postet ja nichts, gelle?
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    Ja aber es ist oft hochinteressante und vor allem kurzweilige Schwafelei. Nicht nur in Bezug auf Dylan.
    Als Elvis Fan habe ich z.B. Dead Elvis mit echter Begeisterung gelesen.

  7. #4732
    onetimetwotimesthreetimes fourtimes
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    Hm. Mystery Train ist toll und gar nicht sehr verschwafelt. Lipstick Traces hat auch was, vor allem methodisch. Ich finde dennoch, Kidds Kritik ist berechtigt.

    Das Basement-Buch ist durchaus faszinierend und erhellend – aber im Gegensatz zu Mystery Train habe ich da beim Lesen immer wieder gedacht: Kann er das nicht konkreter fassen und klarer ausdrücken oder will er nicht? Schon seeehr, sehr raunend. "Hochinteressant"? Teilweise schon. "Kurzweilig"? Na, ich weiß nicht.

    Ähnlich ging es mir bei dem Buch über „Like A Rolling Stone“, wenngleich die Zündfunken, die er da hin und her fliegen lässt, immer noch manch erkenntnisstiftendes Feuerchen aufflammen lassen – LARS mit „Go West“ in der Version der Pet Shop Boys kurzzuschließen, das hat schon was. Das Van-Morrison-Buch empfand ich dann als ziemliche Enttäuschung, genau wie das dicke Dylan-Ding mit gesammelten Aufsätzen.

    Nein, ich bin auch kein Fan – obwohl ich grade feststelle, dass ich ganz schön viel von ihm gelesen und es auch nicht bereut habe.

  8. #4733
    bring me my boots and shoes
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    Zitat Zitat von bullschuetz Beitrag anzeigen

    Das Basement-Buch ist durchaus faszinierend und erhellend – aber im Gegensatz zu Mystery Train habe ich da beim Lesen immer wieder gedacht: Kann er das nicht konkreter fassen und klarer ausdrücken oder will er nicht? Schon seeehr, sehr raunend. "Hochinteressant"? Teilweise schon. "Kurzweilig"? Na, ich weiß nicht.
    Da habe ich schon eine ganz ähnliche Einschätzung. Gerade in den USA, dort v.a. natürlich in NYC, ist Marcus ja wegen seiner „Schwafelei“ zu Teilen schwer in der Kritik. Da wird ihm vor allem fehlende Recherche und zeitweise blühende Phantasie vorgeworfen…

    Sein „Invisible Republic“ aber ist nicht zu ersetzen. Zum Einen, weil es das einzige umfassende Buch zu den Basement Tapes ist. Zum Anderen, und das finde ich bemerkenswerter, weil Marcus` Wissen und Fundus zur Geschichte amerikanischer Folkmusik in der Tat sehr umfassend ist.

    Die z.T. sehr scharfe und auch persönliche Kritik an seiner Arbeit mag wohl auch an seiner streitbaren Rolle in der us-amerikanischen (Dylan)Kritikerszene liegen. Er gehört ja selbst zu den schärfsten Kritikern seiner Kollegen. Seine immer wieder geäußerte Haltung, er hielte nichts von Interpretationen und Auslassungen über Dylans Privatleben, hat so einige seiner Kollegen getroffen.
    Ich mag seinen Ansatz eigentlich, auch wenn er ihm oft selbst nicht gerecht wird. Zuletzt las ich sein Interview in der Zeit (in dem er in für ihn typischer Manier auch kein gutes Haar am Film der Coen Brüder lässt…) mit dieser Stelle:

    „ZEIT ONLINE: Bob Dylan hat sich und sein Image auch sehr bewusst inszeniert.
    Marcus: Ja, aber er hat es geschafft, seine Privatsphäre zu schützen und so den Fokus der Öffentlichkeit auf seine Musik zu legen. Toll an seiner Autobiografie, den Chronicles, war doch, wie er – an nur zwei Stellen – "meine Frau" erwähnt. Es geht nicht darum, dass da jeweils eine andere Frau gemeint ist, es geht nicht darum, wie sie war und warum sie sich scheiden ließen. Er beschreibt lediglich eine Situation bei sich zu Hause: Ich sitze rum, ich rede mit meiner Frau und aufgrund dieses Gesprächs kam ich auf diese oder jene Idee. Das ist wohl auch der Grund, warum beim Erscheinen eines neuen Dylan-Albums vor allem über die Musik geschrieben wird. Ist sie gut? Was passiert mit diesem Pastiche eines alten Bluessongs, den er sich zu eigen macht? Ist das ein emotionales Statement, durch das wir uns lebendiger fühlen, wenn wir es hören? Über Dylan als Person zu reden lohnt sich nicht, weil man über ihn nichts weiß.“

    Will sagen: Marcus`“Invisible Republic“, verbunden z.B. mit Robert Sheltons Informationen zu den Basement Tape Sessions, macht Spaß. Wenn ich mir dazu noch die komplette Musik in guter Audioqualität vorstelle, könnten das nette Winterabende werden…

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