1. A piece of light (*** 1/2)
2. Walk alone (*****)
3. Dear god 2.0 (**** 1/2)
4. Radio daze (**** 1/2)
5. Now or never (****)
6. How I got over (**** 1/2)
7. DillaTude: The flight of Titus (-)
8. The day (*****)
9. Right on (**** 1/2)
10. Doin' it again (*****)
11. The fire (*****)
12. Tunnel vision (-)
13. Web 20/20 (***)
14. Hustla (** 1/2)
„Out on the streets / Where I grew up / First thing they teach us: Not to give a fuck. That type of thinking can’t get you nowhere / Someone has to care.“ ("How I got over")
Wie mans auch wendet: Ein fantastisches Album. Das liegt zum einen am Sound selbst: Transparent, organisch, direkt, jeder Ton sitzt am richtigen Fleck, die Percussionelemente und Schlagzeugsounds füttern jeden Winkel aus, hier stimmen die Gäste (u.a. Monsters of Folk, Dirty projectors, John Legend, Blu & Dice Raw) und auch die Chemie innerhalb der Band. "How I got over" ist ein klangliches Ereignis, unvergleichlich. Das neunte The Roots Werk lebt von seiner Pluralität in jedem Bereich - mir steht diese Melange, die stark von Soul-und Pop lastigen Melodien durchzogen ist näher, als das noch stark von stampfenden Rockrhythmen geprägte "The tipping point", das ich als erstes kennenlernte. Hier überwiegen die Feinheiten: Mit schwerem Hall erklingen die Harfen von Joanna Newsoms "The book of right-on"; "We should shine a light on, a light on/And the book of right-on is right on" ertönt gemächlich, aber klagend, mahnend - "How I got over" verpasst jedem geneigten Hörer auch volle Hände Dasein. Der Kampf mit der Welt, mit sich und der jedem eigenen Suche nach Gott. "Telling me to stop burning the candle at both ends" - dem Ringen um Vernunft, aus den Zungen von Bürgerrechtsbewegungen bis zum Jahr 2009, über das lange Warten und Wege, die man immer allein gehen muss. Und das Feuer, das dabei immer bleibt. The next movement. Let it burn.



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