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  1. #46
    Keine Angst vor Musik! Avatar von Friedrich
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    In einer vor kurzem erschienenen Ausgabe des MUSIKEXPRESS darf James Murphy alias LCD Soundsystem das zweite Album von Suicide als seine geheime persönliche Lieblingsplatte vorstellen. Schade nur, dass der ME dazu das Cover des ersten Albums abbildet. Etwas ungeschickt! Zum Glück kann man sich in diesem Thread eines Besseren belehren lassen.

    Nach SATURN STRIP und dem wohl sowohl künstlerischen als auch kommerziellen Flop von JUST ONE MILLION DREAMS wird das Werk von Alan Vega sehr unbeständig: ständig wechselnde Partner und Labels, Platten von offenbar zweifelhafter Qualität und zwischen 1990 und 1995 überhaupt keine Aufnahmen unter eigenem Namen mehr. 1988 hatte es immerhin eine Re-Union mit Martin Rev gegeben. So richtig toll scheint die aber auch nicht eingeschlagen zu haben. Ich habe da mal reingehört, fühlte mich aber nicht motiviert, eins der Comeback-Alben käuflich zu erwerben. Das erste (1977) und das zweite Album (1980) von Suicide bleiben für mich Klassiker, die einerseits sehr in ihrer Entstehungszeit verwurzelt sind und gleichzeitig eine überzeitliche Qualität besitzen, die nicht zu einem anderen Zeitpunkt wiederholt werden kann. Muss aber auch nicht sein.

    Erst letztes Jahr fiel mir dann ein Album in die Hände, das mich wieder für Alan Vega begeistern konnte.



    Alan Vega - Alex Chilton - Ben Vaughn – CUBIST BLUES (1996)

    Alan Vega: vocals, Alex Chilton: instruments, Ben Vaughn: instruments

    Alan Vega scheint ein Künstler zu sein, der auf die Mitarbeit der richtigen Partner angewiesen ist, aber nicht immer ein glückliches Händchen dafür hat. Mit Martin Rev hat er sich kongenial ergänzt und Ric Ocasek hat als Produzent auch das Beste aus ihm herausgeholt. Dieses einmalige Treffen von Alan Vega, Alex Chilton und Ben Vaughn auf CUBIST BLUES darf man in dieser Hinsicht als einen Glücksfall betrachten! Alex Chilton: ehemaliger Sänger der Box Tops, die mit THE LETTER in den 60ern einen Hit landeten, und in den 70ern Mitglied von Big Star, die jedoch mehr Kultstatus als kommerziellen Erfolg genossen, danach eine nicht zuletzt durch reichlich Alkoholkonsum beinträchtigte und entsprechend chaotische Solokarriere. Ben Vaughn: Ein unbelehrbarer Nostalgiker, der bis zum Hals in Americana der 50er und 60er Jahre steckt und dessen eigene Alben so klingen als würden Gene Vincent, Link Ray und Lee Hazlewood sich im Studio die Klinke in die Hand geben. Auf seinem - sehr empfehlenswerten - ausschließlich Covers enthaltenden Album MONO USA spielt er u.a. Alan Vegas MAGDALENA.

    Hier haben sich also drei Musiker gefunden, die sich mit Glanz und Elend des Rock'n'Roll bestens auskennen. An nur zwei Tagen hat das Trio in einem New Yorker Studio 12 Stücke aufgenommen, die klingen als wäre R'n'R so richtig unter die Räder gekommen, würde sich aber wieder aufrappeln und an den eigenen Haaren aus dem Dreck ziehen. Ein paar Narben und die eine oder andere Zahnlücke bleiben zwar, aber das hält ihn nicht zurück es nochmal zu versuchen. Vega/Chilton/Vaughn spielen auf CUBIST BLUES einen über weite Strecken improvisierten, bis auf die Knochen reduzierten R'n'R, der meist nur aus einem gnadenlos durchgehaltenen drumbeat, ein paar darübergelegten Gitarrenriffs oder Keyboardakkorden und Alan Vegas trademark Murmeln, Heulen und Fauchen besteht. Das klingt ebenso verschlissen wie trotzig. Man fühlt sich nicht nur an Elvis und Lou Reed/VU erinnert, bei FAT CITY meint man auch L.A. WOMAN vor dem geistigen Ohr mitzuhören und wenn man sich etwas weiter herauslehnt kommt sogar Neil Youngs TONIGHT'S THE NIGHT ins Gedächtnis, wenngleich CUBIST BLUES erheblich dichter gestrickt ist.

    Eine tolle Platte, die die alten Mythen des R'n'R von Jugend, Spaß, Sex und Drogen erneut auftischt, aber sich nicht scheut, den Verschleiß, den diese Glücksversprechen über die Jahrzehnte ausgesetzt waren, offen zu zeigen. R'n'R Revisited, sozusagen.

    CUBIST BLUES ist später in einer erweiterten Version mit einem zusätzlichen Live-Set als CUBIST BLUES REDUX wiederveröffentlicht worden. Trotz des scheußlichen Covers, dass aussieht wie der letzte Ramsch, sehr zu empfehlen. Den Titel CUBIST BLUES finde ich eigentlich auch etwas doof, irgendwie irreführend, zumal die Musik ja nun eigentlich nichts mit Kubismus zu tun hat. Dabei gibt es auf der Platte doch mit FAT CITY einen Song, der sich so schön als Titelstück geeignet hätte …

    http://www.youtube.com/watch?v=WYhPoLONqZg

    Das ist alles von Alan Vega, das ich so gut kenne, dass ich darüber schreiben und urteilen könnte. Es gibt noch einiges an anderem Zeug in verschiedenen Besetzungen auf verschiedenen Labels. Zu viel, zu unübersichtlich und - soweit ich es erkennen kann – von zu unbeständiger Qualität, als dass ich mich aufraffen könnte, mich damit zu beschäftigen. Interessant könnte vielleicht noch die Zusammenarbeit Alan Vegas mit den beiden Finnen Mika Vainio und Ilpo Väisänen (= das Electronica-Duo Pan Sonic) sein. Aber vielleicht kann sich jemand anderes motivieren darüber etwas zu schreiben.

    Was bleibt?

    Zwei klassische Alben von Suicide, die meines Erachtens immer noch nicht die Anerkennung bekommen, die sie verdient haben. Ein durchwachsenes Solo-Oeuvre von Alan Vega, das mit einigen Stücken seiner ersten beiden Alben und SATURN STRIP und CUBIST BLUES aber auch ein paar Höhepunkte hat. Die Solo-Platten von Martin Rev habe ich hier gar nicht betrachtet. Ich kenne sie schlicht überhaupt nicht.

    Ein kleines Gedankenspiel: Wenn Lou Reed und Iggy Pop nicht das Glück gehabt hätten, dass David Bowie sie aus der Gosse gezogen und einige ihrer frühen Alben produziert hätte, was wäre aus denen geworden? Wahrscheinlich wären sie ein für alle mal armselig versumpft und kaum jemand hätte sich später noch an sie erinnert. 1977, als Suicide ihr Debut aufnahmen, war Bowie aber nicht in New York sondern in Berlin und 1980, als sie ihr zweites Album einspielten, schon wieder in London. Anfang 1980 verpassten Bowie und Suicide sich in den New Yorker Power Station Studios allerdings nur knapp bei den Aufnahmen des zweiten Suicide Albums bzw. Bowies SCARY MONSTERS. Vielleicht war Bowie musikalisch damals aber auch schon wieder woanders. Aber 1977 und die darauffolgenden Jahre hatte er sich für Elektro-Pop begeistert (Bowie 1978 über The Human League "I have seen the future of pop music.") Und auch wenn Bruce Springsteen erklärter Suicide-Fan ist, hätte er, der sich musikalisch auf einem ganz anderen Gebiet bewegte, Suicide wohl kaum helfend unter die Arme greifen können. Ich glaube er hat sogar mal gesagt, dass er gerne solche Musik wie Suicide machen würde, sein Fans ihm das aber nie verzeihen würden. Ric Ocasek hat als Produzent des zweiten Albums und Alan Vegas SATURN STRIP zwar sehr gute Arbeit geleistet, aber sein Name hat sicher nicht die gleiche Zugkraft wie der von David Bowie. Außerdem ist die Schnittmenge zwischen den Fans von The Cars mit ihrem doch eher gefälligen Pop einerseits und denen von Suicide mit deren desillisionierten Variante von R'n'R wohl eher klein. Geld verdienen konnte man damals mit Suicide wohl nicht und so verschwanden sie in der Obskurität. Ein paar Jahre später hatten andere mit dem, was man dann Elektro Pop oder Synth Pop nannte, Erfolg in den Hitparaden. Aber diese Geschichte hatten wir schon.

    Schade aber toll!
    Geändert von Friedrich (07.01.2013 um 21:03 Uhr)

  2. #47
    Just another pretty face Avatar von latho
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    In der Dezember-Ausgabe von Uncut ist ein ganz guter Bericht über Frankie Teardrop - alle Beteiligten klingen halbwegs entspannt aber das kann natürlich täuschen.
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  3. #48
    'How Bizzare' Avatar von Catch-22
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    @Friedrich: danke für die Beiträge, interessant und informativ.


    Zitat Zitat von Friedrich Beitrag anzeigen

    Ein kleines Gedankenspiel: Wenn Lou Reed und Iggy Pop nicht das Glück gehabt hätten, dass David Bowie sie aus der Gosse gezogen und einige ihrer frühen Alben produziert hätte, was wäre aus denen geworden? Wahrscheinlich wären sie ein für alle mal armselig versumpft und kaum jemand hätte sich später noch an sie erinnert.
    Das Trio Infernale, ich denke, da hat man sich gegenseitig inspiriert und alle haben davon profitiert. Nicht jeder Junkie krepiert letztendlich an den Folgen seiner Abhängigkeit, und ein Bowie reicht selten aus, um eine suchtkranke Persönlichkeit zu stabilisieren, oder gar "zu retten".

    Reed und Pop hatten dann anscheinend doch zuviel Selbstwert um sich zu killen, und konnten zudem mit dem Pfund Kreativität wuchern. Aber klar, kommerziell hat es sich für die beiden Hasardeure ausgezahlt.

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  4. #49
    Keine Angst vor Musik! Avatar von Friedrich
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    Zitat Zitat von latho Beitrag anzeigen
    In der Dezember-Ausgabe von Uncut ist ein ganz guter Bericht über Frankie Teardrop - alle Beteiligten klingen halbwegs entspannt aber das kann natürlich täuschen.
    Ein Bericht über ein einziges Stück? Und wer erzählt was dazu? Und was?

    Zitat Zitat von Catch-22 Beitrag anzeigen
    Das Trio Infernale, ich denke, da hat man sich gegenseitig inspiriert und alle haben davon profitiert. Nicht jeder Junkie krepiert letztendlich an den Folgen seiner Abhängigkeit, und ein Bowie reicht selten aus, um eine suchtkranke Persönlichkeit zu stabilisieren, oder gar "zu retten".

    Reed und Pop hatten dann anscheinend doch zuviel Selbstwert um sich zu killen, und konnten zudem mit dem Pfund Kreativität wuchern. Aber klar, kommerziell hat es sich für die beiden Hasardeure ausgezahlt.
    Ja, die haben sich gegenseitig inspiriert. Bowie war großer Fan von Lou Reed und Iggy Pop. Der Name seines selbst geschaffenen Alter Egos Ziggy Stardust ist ja auch nicht ganz zufällig gewählt.

    Natürlich hatten Lou und Iggy viel an kreativem Potential zu bieten. Gerade Reed hat ja so viele tolle Songs geschrieben, von denen er auch nach seiner Zeit mit VU noch zehrte. Er war aber offenbar alleine nicht in der Lage, die mit einer Band in Form zu gießen und aufzunehmen. Dazu benötigte er starke Mitarbeiter. Bei VU hatte er die, vielleicht hatte er da auch “nur” eine gut eingespielte Band, aber auf sich gestellt hat er danach zunächst nicht viel auf die Beine gestellt. Sein Solo-Debut ist verglichen mit VU eher schwach, selbst seine Version des alten VU-Stücks I CAN'T STAND IT fällt gegenüber dem Original ab. Das Bowie-produzierte TRANSFORMER ist dann ein ganz anderer Schnack, weil Bowie wohl eine feste Vorstellung davon hatte, wie das Album klingen sollte, die Sache in die Hand genommen hat und den Songs von Reed damit Gestalt geben konnte. Klingt ja sogar mehr nach Bowie als nach Reed, und mit Iggys THE IDIOT ist es nicht viel anders. Wäre TRANSFORMER nicht gewesen, was hätte RCA mit Lou Reed gemacht? Vor die Tür gesetzt? TRANSFORMER hat ihn gerettet, aber danach ging es mit der sehr schwankenden Form von Lou Reed und entsprechenden Alben gleich wieder los … Mit Iggy ist es ähnlich, der wäre wahrscheinlich sogar in der Psychatrie gelandet oder auf dem Friedhof.

    Drogen sind noch einmal ein anderes Thema, auch wenn das da mit reinspielt. Das paradoxe ist, dass diese Typen auf Drogen so cool wirkten, Drogen aber alles andere als cool sind.

    Aber das war ja auch nur ein Gedankenspiel von mir. Sowohl Lou als auch Iggy waren vor ihrer Begegnung mit Bowie obskure Undergroundgestalten, die man zumindest in kommerzieller Hinsicht als gescheitert betrachten muss. Nach Bowie waren sie als Stars in der Hitparade.

    Das Foto des Trios Infernale ist herrlich!

  5. #50
    'How Bizzare' Avatar von Catch-22
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    Zitat Zitat von Friedrich Beitrag anzeigen
    und mit Iggys THE IDIOT ist es nicht viel anders. Wäre TRANSFORMER nicht gewesen, was hätte RCA mit Lou Reed gemacht? Vor die Tür gesetzt? TRANSFORMER hat ihn gerettet, aber danach ging es mit der sehr schwankenden Form von Lou Reed und entsprechenden Alben gleich wieder los … Mit Iggy ist es ähnlich, der wäre wahrscheinlich sogar in der Psychatrie gelandet oder auf dem Friedhof.
    Mit Metal Machine Music geht Reed kompromisslos und bewußt auf maximale Distanz zu Bowie und Publikum, darüber wurde auch im Forum schon einiges geschrieben.

    1977 wird das Pop/Williamson Album Kill City veröffentlicht, für das sich zuvor 2 Jahre lang kein Label interessierte. Dies ist dem Erfolg von The Idiot und Lust for Life zu verdanken, eine direkte und positive Auswirkung.

    Ich möchte deine Gedankenspiele weder stören noch wiederlegen, denke da eben anders, was das aus der Gosse ziehen betrifft.
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  6. #51
    Keine Angst vor Musik! Avatar von Friedrich
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    Zitat Zitat von Catch-22 Beitrag anzeigen
    1977 wird das Pop/Williamson Album Kill City veröffentlicht, für das sich zuvor 2 Jahre lang kein Label interessierte. Dies ist dem Erfolg von The Idiot und Lust for Life zu verdanken, eine direkte und positive Auswirkung.
    Und KILL CITY ist eine tolle Platte!

    Zitat Zitat von Catch-22 Beitrag anzeigen
    Ich möchte deine Gedankenspiele weder stören noch wiederlegen, denke da eben anders, was das aus der Gosse ziehen betrifft.
    Wie gesagt: Das sind nur Gedankenspiele und es ist für mich reizvoll, mir damit alternative Wirklichkeiten auszumalen. Was wäre gewesen, wenn ...? Die wirklich wirkliche Wirklichkeit ist dann noch mal was ganz anderes.
    Geändert von Friedrich (23.01.2013 um 16:19 Uhr)

  7. #52
    'How Bizzare' Avatar von Catch-22
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    Zitat Zitat von Friedrich Beitrag anzeigen
    Und KILL CITY ist eine tolle Platte!


    Ja, finde ich auch.
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  8. #53
    Just another pretty face Avatar von latho
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    Zitat Zitat von Friedrich Beitrag anzeigen
    Ein Bericht über ein einziges Stück? Und wer erzählt was dazu? Und was?
    [...]
    Ja, Uncut hat da eine Rubrik, in der es um ein Stück/eine Single geht. Befragt wurden Vega, Rev und die Produzenten Thau und Leon. Es geht aber in den zusammenmontierten Interviewausschnitten nicht nur um das Stück an sich, sondern auch um Suicide und wie Leon und Thau auf sie aufmerksam wurden. Und dann natürlich, wie das Stück aufgenommen wurde (im selben Studio wie Springsteen), dass Rev udn Vega glücklich waren, endlich Musik aufnehmen zu können udn das Frankie live eine besondere Rolle spielte.
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  9. #54
    Keine Angst vor Musik! Avatar von Friedrich
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    Zitat Zitat von latho Beitrag anzeigen
    Ja, Uncut hat da eine Rubrik, in der es um ein Stück/eine Single geht. Befragt wurden Vega, Rev und die Produzenten Thau und Leon. Es geht aber in den zusammenmontierten Interviewausschnitten nicht nur um das Stück an sich, sondern auch um Suicide und wie Leon und Thau auf sie aufmerksam wurden. Und dann natürlich, wie das Stück aufgenommen wurde (im selben Studio wie Springsteen), dass Rev udn Vega glücklich waren, endlich Musik aufnehmen zu können udn das Frankie live eine besondere Rolle spielte.
    Danke für den Artikel!

    Marty Thau, auf dessen RED STAR-Label das erste Suicide-Album veröffentlicht wurde, beschreibt darin Suicide als "Little Richard meets Iggy Pop meets Mick Jagger in a dark alleyway"
    Der Produzent Craig Leon nennt als Vorbild für seine Aufnahme "Can's MONSTER MOVIE (...) plus Jamaican dub, plus rockabilly echo".

    Man staunt!

  10. #55
    Just another pretty face Avatar von latho
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    Zitat Zitat von Friedrich Beitrag anzeigen
    [...]

    Man staunt!
    Ja, den Can-Verweis fand ich auch erstaunlich.
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  11. #56
    Hilft der Sonne beim Untergehen
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    Zitat Zitat von Friedrich Beitrag anzeigen
    Der Produzent Craig Leon nennt als Vorbild für seine Aufnahme "Can's MONSTER MOVIE (...) plus Jamaican dub, plus rockabilly echo".
    Für mich ist das sehr einfach nachvollziehbar. Wobei mich Alan Vegas Gesang immer auch an Elvis erinnert.

  12. #57
    Keine Angst vor Musik! Avatar von Friedrich
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    Zitat Zitat von optimist Beitrag anzeigen
    Für mich ist das sehr einfach nachvollziehbar. Wobei mich Alan Vegas Gesang immer auch an Elvis erinnert.
    Auf Can wäre ich selbst nicht gekommen, gestehe ich. Dass die in GB kultisch verehrt wurden, ist mir bekannt, aber ich hätte nicht gedacht, dass sie in den USA bedeutenden Einfluss hatten.

    Der Gesang - wenn man das so nennen möchte - von Alan Vega ist unverkennbar von Elvis geprägt. Das hatte ich weiter oben schon ausführlich beschrieben. Elvis war ein frühes Idol von Alan Vega. Darüberhinaus verkörpert Elvis auch Glanz und Elend des american dream wie kaum ein anderer - ein Thema, das bei Suicide ganz wichtig ist.

  13. #58
    Hilft der Sonne beim Untergehen
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    @Friedrich
    Deine Abhandlungen zu Lou Reed und Iggy Pop, und themengerecht zu Suicide/Alan Vega sind aufschlussreich und von mir gern gelesen.

    Der Elvis-Einwand ist da natürlich berechtigt.

    Zu kurz kommt das dritte Suicide Studioalbum "A Way Of Life" von 1988. Auch hier überzeugen mich die hypnotischen Minimalbeats von Martin Rev auf Titeln wie "Wild In Blue, "Rain Of Ruin", "Suffering In Vain" oder auch "Heat Beat".
    Und Alan Vega schmachtet selten dringlicher als auf "Surrender" (den Frauenchor hätten sie wieder löschen sollen). Für mich eine 4 Sterne-Album.

  14. #59
    Keine Angst vor Musik! Avatar von Friedrich
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    Zitat Zitat von optimist Beitrag anzeigen
    @Friedrich
    Deine Abhandlungen zu Lou Reed und Iggy Pop, und themengerecht zu Suicide/Alan Vega sind aufschlussreich und von mir gern gelesen.
    Thx!

    Zitat Zitat von optimist Beitrag anzeigen
    Der Elvis-Einwand ist da natürlich berechtigt.
    Das ist ja gar kein Einwand von mir, sondern eine Bestätigung: Der R'n'R / Rockabilly-Einfluss ist vor allem auf der ersten Suicide unverkennbar. Das ist für mich nicht nur rein musikalisch interessant, es ist auch interessant, dass der naive jugendliche Optimismus des R'n'R, dieser Sturm und Drang, bei Suicide eine ganz andere Note bekommt: Die von Krise, Dekadenz, aber auch von Trotz. Und noch so manch anderem.

    Zitat Zitat von optimist Beitrag anzeigen
    Zu kurz kommt das dritte Suicide Studioalbum "A Way Of Life" von 1988. (...) Für mich eine 4 Sterne-Album.
    Das kenne ich nicht. Es fehlt mit an Zeit, Geduld und Geld, mir das alles zu besorgen, anzuhören und darüber zu schreiben. Es gibt ja sooo vieles zu entdecken. Ich schreibe zwar sehr gerne über das, was ich kenne, ich bin aber auch neugierig auf die Kommentare anderer und Schilderungen von Sachen, die ich selbst eben nicht kenne.

    Erzähl doch mal was dazu!

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