Die WELT
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Thema: Bob Dylan - Sommertour 2012

  1. #31
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    Zitat Zitat von nikodemus Beitrag anzeigen
    Die Location auf dem Kunst!Rasen mit all den Bäumen, Ständen und dem Rhein ist ja sehr toll
    Ich hatte mir vom Ambiente ehrlich gesagt mehr versprochen, vom Rhein hat man gar nichts gesehen oder gehört, da waren nur Zaun, Dixi-Toiletten und Imbissbuden. Aber nunja ...

    Einzig die Unfähigkeiten beim Einlass
    Ja, die Aktion war hochgradig albern, da haben sich alle Beteiligten nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Flatterband war noch nie geeignet, Menschen wirkungsvoll aufzuhalten. Wie man auf die Idee kommen kann, mit zwei Ordnern die FoS-Bändchen in der Menge zu verteilen, ohne so etwas auszulösen, verstehe ich nicht. Selbst wenn man versucht hat, sich dem Herdentrieb zu widersetzen, ließ sich das nicht lange aufrecht erhalten. Dass diejenigen, die seit Stunden ganz vorne warten, nicht begeistert sind, wenn sie auf einmal Dutzende Menschen aufgrund einer durch die Ordner losgelösten Unruhe vor sich habe, kann ich verstehen. Das hat mich auch geärgert. Ich war gegen 15:30 da und habe mich brav angestellt, schlussendlich waren aber etliche Leute, die weit nach mir kamen, vor mir auf dem Gelände.

    der merkwürdige Halbring vor der Bühne, der die Zuschauer trotz identischer Karten (?) in Kunden erster und zweiter Klasse kategorisierte
    FoS-Tickets wurden von Anfang an zum gleichen Preis wie die restlichen Stehplätze verkauft, das fand ich okay. Wenn man dadurch ein Gedränge unmittelbar vor der Bühne vermeiden kann, wieso nicht?

    und der umwickelte Schweinwerfer, der zu einer halbstündigen Verzögerung führte
    Fand ich halb so schlimm, das kann passieren. Generell wunderte ich mich über die ungeduldigen bis verständnislosen Reaktionen vieler Zuschauer bei den Verzögerungen (auch in Bad Mergentheim). Okay, man ist aus den letzten Jahren von Dylan anderes gewohnt, aber es wurde zumindest in Bonn frühzeitig angekündigt, dass sich Einlass und Beginn um 1h verzögern. Einlass war dann aber erst gegen 1830, wenn ich mich recht erinnere (angekündigt 1700), Beginn war aber trotz der Scheinwerfergeschichte relativ pünktlich um 2000, oder? Diese Verspätungen sind für Konzerte doch fast üblich.

    Darüberhinaus war Dylan gut zu verstehen, wer auch immer raten musste, um welchen Song es sich handelte, kann Dylan nicht kennen. * * * * *
    Danke, dieses in Kritiken oft gebrachte Argument habe ich nie verstanden. Ich bin sicher nicht der Überfan, aber die meisten Lieder erkenne ich schon vorm Gesang, spätestens nach den ersten Worten ist es aber klar. An der Verständlichkeit kann es also nicht liegen.

  2. #32
    Ruraler Dialektiker Bauernschädel i.w.S. Avatar von B.B. Grunt
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    Gestern hat der Pianist der Golden Chords in Salzburg gastiert. Dessen Vorbild war ja früher Little Richard, aber das ist schon lange her. Jetzt klingt er eher nach Thelonious Monk, naja vielleicht nicht ganz zur virtuos, aber die Synkopen und das Gespür dafür, dass die weggelassenen Töne oft wichtiger sind, als die gespielten, erinnern an die Bebop Größe. Auch die restliche Band ist nicht zu verachten. Straight wie immer und diesmal vor allem Donnie Herron auf allen Instrumenten begeisternd, nur der Mix war nicht nur zu laut sondern manchmal einfach grottenschlecht*. Seltsamerweise spielten sie nur Nummern von Bob Dylan, aber die Songauswahl war toll und der Gesang viel besser als beim Bob Dylan der letzten Jahre. Wunderschönes Konzert, in einer leider viel zu großen Halle. Der Gig hätte in eine Club oder noch besser in einen Tanzsaal gehört, wo es ein bisschen legerer zugeht, dann gäbe es auch weniger Stress mit den (zu Recht) saurem Kulturpublikum, dass gerade viele Euros dafür ausgegeben hatte, dass ihm jemand vor (respektive auf) der Nase herumtanzte.

    * z.B. beim wunderbaren Ballad of Hollis Brown, wo das Banjo viel zu leise und die Gitarren viel zu dominant waren.
    If you dance, you might understand the words better.
    David Byrne

  3. #33
    bring me my boots and shoes
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    Zitat Zitat von Etienne Leonard Beitrag anzeigen
    Welcher Teufel reitet Harry Nutt zu schreiben, das die Ansagen vom Band kommen/kamen?



    Soweit ich das beobachte und erfragte, kamen die Ansagen nie vom Band, sondern vom langbärtigen Stagemanager Al Santos live gesprochen. Erst nach der diesjährigen Südamerikatour gibt es diese Ansagen von Al Santos nicht mehr. Man müsste ihn fragen warum? Er scheint etwas Gewicht abgenommen zu haben, vielleicht gibt es gesundheitliche Probleme mit dem Stimmbändern etc?

    http://en.wikipedia.org/wiki/Never_Ending_Tour
    Du sprichst mir aus dem Herzen. Jeder zweite Dylan-Psychologisierende Artikel behauptet solchen Unsinn. Dann kommt meist noch das "Hundebellen" und der Hinweis auf Dylan`s angebliche Sucht, seine Lieder zu zerstören. Egal.

    Al Santo`s Liveansage, ja ähnlich launisch vorgetragen wie Bob and Band`s Vortrag oft, findet nicht statt, weil der Tourmanager seit Anfang 2012 nicht on the road ist. Warum nicht, geht mich nichts an. Aber: aus eigener Erfahrung weis ich, dass der grummelig erscheinende Riese ein sehr freundlicher, empathischer und humorvoller Zeitgenosse ist. Wie alle anderen im geübten Dylanteam kann er nur aufdringliches Nachfragen nach dem "Meister" und distanzlose Anwanzereien offensichtlich nicht ab. (Na, und filmende und fotografierende Leute bellt er gerne an...).
    Die Rolling Thunder Procession verspätet sich ja seit seiner Abwesenheit auch auffällig oft... (Das war jetzt Dylan-Küchenpsychologie von mir...)

    Ich hoffe sehr, dass er zurückkehrt. Wenn nicht, bleibt sein Platz, that`s Dylan, unbesetzt.

  4. #34
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    Zitat Zitat von notdarkyet Beitrag anzeigen
    Al Santo`s Liveansage, ja ähnlich launisch vorgetragen wie Bob and Band`s Vortrag oft, findet nicht statt, weil der Tourmanager seit Anfang 2012 nicht on the road ist. Warum nicht, geht mich nichts an.
    In Bonn tauchte er zwischenzeitlich am linken Bühnenrand auf, er sah aber für mein Empfinden ziemlich krank aus. :(

    Aber so ist das Leben, Umstände ändern sich, die Ansage ist (war?) lieb gewonnene Gewohnheit, aber es wird auch ohne gehen.

  5. #35
    bring me my boots and shoes
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    @LaRue
    Oh, das tut mir sehr Leid zu hören.
    Schön ist, dass Mr. Santos dann wohl doch, zumindest zeitweise, mitfährt.
    Wer hätte auch sonst die Autorität und Chuzpe "traditional food and drinks" vom Konzertpublikum bringen zu lassen...

  6. #36
    ... rocks the Kasper! Avatar von AnnaMax
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    Dylan tanzt?!

    Zitat Zitat von KANAAN Beitrag anzeigen
    2007 hab ich Dylan in Mannheim erlebt und fand das Konzert nicht so gut.
    Heute konnte ich mich im Schloss Bad Mergentheim davon Überzeugen, dass ich damals einen falschen Eindruck von Dylans Livequalitäten erhielt. Kurz: es war ein grandioser Abend und eine brillante Setlist.
    Dylan wirkte erstaunlich aufgeschlossen und bot einen magischen Vortrag.
    Die Akustik war einwandfrei, die Atmosphäre auf dem Schlossplatz grandios und Dylans Band ist ebenfalls klasse!
    Mindestens: ****1/2
    Sieh mal einer an ... Ulrich Rüdenhauer von der Südwestpresse war offensichtlich auf dem gleichen Konzert:
    Er tanzt!

    Bad Mergentheim. Selten hat man ihn mit so viel Spaß bei der Sache gesehen: Bob Dylan spielt, singt und ja, er tanzt, bei "Lieder im Schloss" in Bad Mergentheim. Eine Glanzstunde in der unendlichen Dylan-Erzählung.

    Es gibt manchmal jenen einen Moment, der die Magie eines Abends zu bündeln vermag. Es dämmert bereits an diesem Freitagabend über dem Schlosshof in Bad Mergentheim, ein sanftes Licht wie in einer Idylle aus dem 19. Jahrhundert. Bob Dylan spielt den Song "Sugar Baby", und die Zeile "Happiness comes suddenly" zelebriert er förmlich. Er dehnt das Wort "Happiness" ins Endlose, reißt die Vokale so weit auf, dass die Buchstaben selbst lauthals zu lachen scheinen, und der pokerfacehafte Jokerman Dylan strahlt mit diesem hübschen Wort um die Wette.

    Sehen wir einmal großzügig darüber hinweg, dass die Zeile noch weiter geht und der Meister uns im nächsten Halbsatz darauf hinweist, dass das Glück eine flüchtige Sache sei, so bleibt doch dieses in den Nachthimmel hineinjubilierte "Happiness". Und tatsächlich: Selten hat man Bob Dylan so entspannt gesehen, selten seinen Zuhörern so zugewandt, selten so erpicht darauf, Spaß zu haben am eigenen Tun. Mit seinem schwarzen Jackett, den weißen Hosen und Schuhen wirkt er ein bisschen wie ein millionenschwerer Yachtbesitzer auf Landgang, der dem Publikum gleich mit dem ersten Stück "Leopard-Skin Pill-Box Hat" signalisieren will, dass hier und heute noch eine Party zu feiern wäre.

    Vor 21 Jahren machte Dylan schon einmal auf seiner "Never Ending Tour" Station in Bad Mergentheim. Für den Autor dieser Zeilen erschien das damals wie etwas ganz Unwirkliches. Dylan war diese mythische Gestalt, die aus einem fernen Jahrzehnt kommend das brave Kinderzimmer in eine bohemistische Höhle verwandelt hatte. Wenn sich "Blonde on Blonde" auf dem Plattenteller drehte, war das wie ein Versprechen auf ein Leben jenseits von Einfamilienhäusern und Schulhof-Langweilern. Für den 14-Jährigen, der gerade Dylan entdeckt hatte, ergab das Leben nun einen Sinn, weil das Unverständliche sich nie mehr auflösen musste, sondern einfach besungen werden konnte.

    Und nun kam Dylan also leibhaftig in die eigene Kleinstadt, und dieser grummelige, betrunkene, rücksichtslose, wild den eigenen Werkkatalog dekonstruierende Sänger hinterließ damals ein hoffnungslos verstörtes Publikum. Es war grandios! Wütende Leserbriefe in der Lokalpresse zeugten davon. Manche der damaligen Besucher haben sich bis heute noch nicht davon erholt. Jetzt ist er wieder da, und die Stadt wird erneut heimgesucht von Dylan-Aficionados aus der halben Republik. Und wie schön das ist: Die fast schon schwebende Atmosphäre auf der Bühne überträgt sich auf den gefüllten Schlosshof; Dylan stößt heute keinen vor den Kopf.

    Etwas Neues ist auch zu erleben. Nachdem er in den letzten Jahren vornehmlich hinter seiner Miniorgel einen Georgie Fame auf Speed gegeben hatte, verbringt Dylan nun den Großteil des Abends hinter einem Flügel und macht uns den Little Richard. Zwischendurch tritt er, die Mundharmonika in der Linken, die Rechte lässig in die Hüften gestemmt, ans Mikrofon und wird zum Entertainer. Dylan, man muss sich das einmal vorstellen, Dylan tanzt - im Rahmen seiner Möglichkeiten zwar, aber durchaus mit einer Hingabe, die vergessen lässt, dass hier ein 71-jähriger Bluessänger auf der Bühne steht.

    Seine Working Band um Charlie Sexton und Tony Garnier ist inzwischen so eingespielt, sie swingt und groovt und rockt mit solcher Eleganz und zugleich Wucht, dass Dylan das wunderbarste Fundament zur Deklamation seiner Stücke gelegt bekommt. An diesem Abend sind das 17 Songs, darunter eine hinreißend schaukelnde Version von "Tangled Up In Blue", eine wütend diabolische von "Ballad Of A Thin Man", eine schier ewig dahinrollende von "The Levees Gonna Break", eine herzzerreißend schwärmerische von "Make You Feel My Love", eine spielerisch leichtfüßige von "Desolation Row". "The Circus is in town" singt er da - und tatsächlich ist das Konzert eine Mischung aus Kirmes und Rock"n"Roll-Zirkus.

    Dylan hustet seinen Texten ja inzwischen eher was - ein Caruso war er, unter uns gesagt, noch nie. Er fällt punktgenau mit den Silben in den Song, wütet durchs imposante Oeuvre, singt, als würde er den Staub aller Straßen dieser Welt geschluckt haben und nun wieder loswerden wollen. Die Biographie lässt sich bei Dylan an der Stimme ablesen. Seine Phrasierung und sein Rhythmus sind ein Kunstwerk für sich; das Hinweggleiten über manche Zeilen und das Herausbrummen einzelner Wörter gehen weit darüber hinaus, semantische Signale im Bedeutungsfluss des Liedes zu setzen - die Stimme selbst erzählt die Geschichten, die in den Texten schlummern.

    Jeder Abend ist bei Dylan neu, jeder Abend wie ein weiteres Kapitel einer nie endenden Erzählung. Weshalb man natürlich kein einziges Dylan-Konzert verpassen sollte. Oder zumindest solche Glanzstunden wie in Bad Mergentheim erleben müsste - denn: "Happiness comes suddenly".
    http://www.swp.de/ulm/nachrichten/ku...rt4308,1534335
    I'm pretty good with the past. It's the present I can't understand.

  7. #37
    Merci Avatar von Etienne Leonard
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    Zitat Zitat von AnnaMax Beitrag anzeigen
    Sieh mal einer an ... Ulrich Rüdenhauer von der Südwestpresse war offensichtlich auf dem gleichen Konzert:

    http://www.swp.de/ulm/nachrichten/ku...rt4308,1534335
    Ja, gut geschrieben. Er wirkte jünger als in den Jahren vorher, was hat man nicht alles schon zu hören bekommen, beim Warten vor dem Konzert.

    Eine seltsame zusammengeschriebe Kritik:
    http://www.mainpost.de/ueberregional...rt3809,6886832

    - Millionen und Abermillionen von Schallplatten verkaufte,
    - mal weniger melodisch Satzfetzen durchs Mikrofon nuschelt, knarzt und grunzt.
    - dass die traditionelle Konzertansage vom Band mit Verweis auf die globale pophistorische Bedeutung ausfallen würde?
    Dylan grunzt nicht und die Ansagen kamen nie vom Band. Und Millionen und Abermillionen ist so genau wie die Angabe von Sandkörnern und Sternen.
    Man braucht nur ein klein bisschen Glück,
    dann beginnt alles wieder von vorn.

  8. #38
    Ja, ja, ja
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    Zitat Zitat von AnnaMax Beitrag anzeigen
    Sieh mal einer an ... Ulrich Rüdenhauer von der Südwestpresse war offensichtlich auf dem gleichen Konzert:

    http://www.swp.de/ulm/nachrichten/ku...rt4308,1534335
    Danke, bewegende und treffsichere Rezension. Sehr schade, dass ich nicht zum Konzert in die eigene Kleinstadt gehen konnte. Wie oft war ich schon im Schloßpark Mergentheim. Und diesmal wäre sogar Dylan dagewesen. Und er tanzte!

    Er heißt übrigens Rüdenauer, ohne h.
    ...falling faintly through the universe...

  9. #39
    Nightswimmer Avatar von nail75
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    Interessant, dass "jeder" Rezensent auf einmal Dylans Phrasierung lobt.
    Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.

  10. #40
    bricoleur Avatar von gypsy tail wind
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    Die Rezensenten haben zumeist eh einen Knall. In der NZZ stand heute zu Montreux, dass man Dylan in einer solchen Spiellaune seit vielen Jahren nicht mehr hätte erleben können - wer das schreibt, hat die Sommertour letztes Jahr bestimmt nicht gesehen. Ist ja kein Problem, aber dann soll man eben keine allgemeinen Wahrheiten formulieren, sondern die Spiellaune loben ohne dabei Vergleiche zu ziehen.
    Tornate, o cari baci, / a ritornarmi in vita, / baci al mio cor digiun esca gradita!
    Voi di quel dolce amaro / per cui languir m’è caro, / di quel dolce non meno / nettare che veleno
    pascete i miei famelici desiri, / luci in cui dolci provo anco i sospiri!

  11. #41
    he's in the alley Avatar von Roseblood
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    Dann schaut mal, was zb. in Österreich geschrieben wird: Die Zeit macht Wurst

    Salzburg - Es gibt Leute, die Bob Dylan schon einige Jahrzehnte live verfolgen. Zumindest bei seinen Österreichkonzerten sitzen immer dieselben vier, fünf, fünfzehn Leute in der ersten Reihe Mitte. Diese naturgemäß guten Menschen bezeichnet man als Dylanologen. Sie können gar nicht böse sein, weil die vielen schönen Lieder Bob Dylans der Dummheit und Schlechtigkeit auf der Welt erheblichen Schaden zufügen. Das bedeutet, dass Leute, die viel Bob Dylan hören, weniger hartherzig, verstockt, verbittert oder schlichtweg fetzendeppert sind als Menschen, die das nicht tun. Nur jetzt mal so als Idee. Vielleicht würde Bob Dylan gerne einmal andere oder jüngere Leute oder auch Frauen vorne in der ersten Reihe sehen. Aber er ist ja nicht nur zu seinem Vergnügen hier. [...]
    I drink to remember, I smoke to forget.

  12. #42
    Merci Avatar von Etienne Leonard
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    Zitat Zitat von notdarkyet Beitrag anzeigen
    ...
    Al Santo`s Liveansage, ja ähnlich launisch vorgetragen wie Bob and Band`s Vortrag oft, findet nicht statt, weil der Tourmanager seit Anfang 2012 nicht on the road ist.
    Ich hoffe sehr, dass er zurückkehrt. Wenn nicht, bleibt sein Platz, that`s Dylan, unbesetzt.
    In Bad Mergentheim war er auch da, nur eben etwas dünner...
    Man braucht nur ein klein bisschen Glück,
    dann beginnt alles wieder von vorn.

  13. #43
    Merci Avatar von Etienne Leonard
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    Zitat Zitat von Roseblood Beitrag anzeigen
    Dann schaut mal, was zb. in Österreich geschrieben wird: Die Zeit macht Wurst
    Das ist doch lustig und tatsächlich wurde auch schon mal was unternommen, mit willkürlich verteilten Bändchen an die heißen Mädchen. Auch andere Aktionen gabs schon diesbezüglich. Aber Dylan probiert alles, in D diesmal jeweils etwas zu spät zu beginnen. Noch ist es schwerer mit Dylan zu sprechen als mit dem Papst, vielleicht ändert sich auch das noch.
    Stu Kimball waren eine Wucht. Stu stellte sein Bein so lässig im rechten Winkel und spielte in aller Lässigkeit mit Charlie Sexton eine grandiose Tonfolge nach der anderen - fantastisch auch Donnie und Bob.
    Man braucht nur ein klein bisschen Glück,
    dann beginnt alles wieder von vorn.

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