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  1. #31
    Berät den Eels-Sänger in Bartfragen
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  2. #32
    Schreibt DVD auch mal rückwärts richtig Avatar von LarkCGN
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    Ich bin ja beeindruckt und begeistert von deiner Fachkundigkeit! Und dass du weiter fleißig postest, obwohl keiner reagiert (warum eigentlich nicht?!) Da wärst du in anderen Foren schon längst gesperrt worden. Von daher

    Und unfassbar, wer erinnert sich schon an Alecia Elliott und Co. Die habe ich auch im Regal stehen!!! Fand die Single klasse! Und Faith Hill natürlich auch... überhaupt diese große Welle an starken Frauen im Country jener Jahre! Deine Erkenntnisse kann ich zum großen Teil unterschreiben. Ich war übrigens ab 2004 immer weniger an Country interessiert, vor allen Dingen als Frauen teilweise nicht mal mehr in den Top-10 vorkamen. Durch die neuen Mädels wie Carrie Underwood kam ich zwar teilweise zurück, aber nie mehr so stark wie zwischen 1996-2004.

    [QUOTE=ricochet;3080830]Wer soll sich an all die Namen erinnern, die zu Beginn des Jahrtausends auf den Promo-CDs prangten?

    Alecia Elliott - I'm Diggin' It

    Das Country-Sternchen war damals sogar zu Gast bei Jay Leno.

    Der weiblich geprägte, schmusige Country-Pop war eine der Hauptströmungen zwischen 1998 und 2004, auf der die großen Radiostationen zumindest mitschwammen. In diesen Jahren herrschte bei den Nashville-Dependancen der Plattenmultis stilistische Unentschlossenheit über die musikalische Ausrichtung, es gab jede Menge Mischexperimente (Neotrad-Pop, Hochglanz-Gitarrenpop, Rockballaden, Neotrad-Rock, Blues-orientierter Rock mit poppigen Arrangements etc.). Es gab zudem ein Überangebot an "poppiger", femininer und balladenhafter Musik, ein Tend, der auch das Management arrivierter Interpreten erfasste:

    Faith Hill - The Secret of Life

    Der Musikstil schleifte sich in den Folgejahren immer mehr ab und näherte sich dem damals eher verschlafenen aber von Frauen jenseits der 25 gern gehörten AC-Format, das mangels Nachwuchs mehr und mehr austrocknete. Ein Problem, das das demographisch ausgewogene Country-Format nie hatte. Die ganze Musikindustrie war zu jener Zeit im Aufruhr, man sah sich angesichts der MP3-Tauschwelle im Internet schon am Rande des Abgrunds und so versuchte man zunächst große Stimmen mit austauschbaren und stilistisch unebenen Kompositionen formatübergreifend zu positionieren. Die Hörer goutierten diese Praxis aber gar nicht und anders als heute war der Hörer noch wichtiger als der Käufer, der die Musik letztendlich in den Schrank stellen sollte.

  3. #33
    Berät den Eels-Sänger in Bartfragen
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    John Anderson Collection (inklusive Classics)

    Playlist mit 35 Titeln

  4. #34
    Berät den Eels-Sänger in Bartfragen
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    Country Radio Juni 2014

    (ca.45 Titel)

    mit jeder Menge Bro-Country, der Lieblingsmusik der 18-35-jährigen Amerikaner

  5. #35
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    Multiplatinum-Star und Hitserienlieferant Clint Black hat zweifellos eine der besten und geschmeidigsten Stimmen Amerikas. In den 90er-Jahren gehörte er zu den bedeutendsten Trademarks des nordamerikanischen Country-Radios und zu den kommerziell erfolgreichsten Künstlern des Kontinents. Vom Rocker bis zur souligen Ballade, vom Blues über den Swing bis hin zum immer wieder neu auflebenden Country-Pop hat er alle Musikrichtungen gekonnt durchexerziert, darüber hinaus hat er sich einen Namen als kreativer Songwriter gemacht. Im folgenden eine durchgängig abspielbare Playlist mit rund 50 Titeln:


    Clint Black Playlist

  6. #36
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    Justin Moore mit einer interessanten Rockballade, Slash mit seinem neuesten Geniestreich und die Casting-erprobten Swon Brothers mit ihrer ersten Radio-Single.

    Justin Moore - Home sweet Home

    Slash - World on Fire

    Swon Brothers - Later On

  7. #37
    Berät den Eels-Sänger in Bartfragen
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    Noch ein Newcomer:

    Chase Bryant - Take It On Back (Link für Deutschland)

    Chase Bryant - Take It On Back (Youtube-Link für andere Länder)[/QUOTE]

  8. #38
    Berät den Eels-Sänger in Bartfragen
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    Nicht nur die exemplarische Discographie Jason Aldeans erklärt warum Country bis vor kurzem die meisten jungen Hörer mit dem modernen Rockformat teilte (mehr als 50% aller Modern-Rock-Hörer sind zugleich Countryfans), gefolgt von Hot-AC-Country-Wechselhörern. U.a. bedingt durch demographische Trends tendiert die Musik neuerdings zu groovigen Sounds. Mit dem Bros-Country-Phänomen, das vor allem dank der kommerziellen Erfolge von Interpreten wie Luke Bryan oder Chase Rice vermehrt um sich griff, aber auch von Radiolieblingen wie Blake Shelton mitbedient wurde, kann sich das Format nicht nur in der wichtigen Millennium-Gruppe der 18-34 Jährigen hervorragend behaupten, sondern auch immer stärker bei den Teens punkten, bei denen es nach "Top 40" bereits auf Platz 2 der Beliebtheitsskala liegt. Mit Hip-Hop-Anleihen, geglätteten Gitarren, Disco-Rhythmen und Reimen, die um Taillights, Fun, Party, Girls und Drinks kreisen, hat das Bros-Country-Lager zuletzt gewaltig abgeräumt und die Country-Rock-Fraktion zu Stilkorrekturen gezwungen.

    Jason Aldean, der dank massiver Gitarrenwucht vor allem bei Rockfans hoch im Kurs steht und mit seinen Alben unglaubliche Verkaufserfolge erzielt, experimentiert schon länger mit Rap-Einlagen ("Dirt Road Anthem") und ist jetzt offenbar voll auf den Bros-Country-Zug aufgesprungen, der von den meisten Interpreten zumindest teilweise frequentiert wird. Während NeoTrad, Hochglanz-Pop-Effekte, Dixie-Rock und Grass-Folk als Ingredienzien schon lange eine Rolle spielen ist das Rapping nun auch Country-Mainstream-tauglich. Was die Masse der Hörer betrifft hätte das Format den Schwenk nicht nötig, da das Radio aber zunehmend zur Promotionsplattform für Downloads wird und die Rockdominanz im Countryformat zeitweise stark überhand nahm, ist die neue Gegenbewegung sicher von Vorteil.

    Immer wieder beeindruckend zu sehen wie wandlungsfähig dieses Format ist.

    Jason Aldean - Burnin' It Down (Link für Deutschland)

    Jason Aldean - Burnin' It Down (Youtube-Link für andere Länder)

    Die Bewegung selbst wird intern überwiegend Bro-County (Einzahl) genannt; dabei handelt es sich um keinen offiziellen Begriff sondern um eine vor allem von Jody Rosen in Umlauf gebrachte Behelfsbezeichnung, die unter Musikjournalisten, Redakteuren und Insidern gebräuchlich ist und sich auf die "kumpelhaften" und partygängigen Reime bezieht. Ein anderes Beispiel für das soundtechnisch leicht zuordenbare aber stilistisch vielschichtige Phänomen:

    Thomas Rhett - Make Me Wanna (Link für Deutschland)

    Thomas Rhett - Make Me Wanna (Youtube-Link für andere Länder)

    Mehr Country aus den 90ern von zwei erfolgreichen Interpreten, die das NeoTrad-Movement mitgebrägt haben:

    Tracy Lawrence Collection

    Sammy Kershaw Collection

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