Die WELT
Ergebnis 1 bis 4 von 4

Thema: Azure Ray in Berlin (22.10.03)

  1. #1
    Hat Morrissey im UK schlecht gemacht (angeblich) Avatar von urban
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    Es war irgendwie ein besonderer Abend. Nachdem ich den ganzen trüben langen Tag nur ruhige Musik (meistens von Azure Ray) gehört hatte, war ich wohl perfekt eingestimmt auf dieses Konzert. Also fuhr ich mit einen ganz besonders guten Freund auf in die Hauptstadt, um uns von den beiden Damen Orenda Fink und Maria Taylor überraschen zu lassen.
    Um ca. 21.45 Uhr kam dann auch schließlich Eric Bachmann (Produzent von Azure Ray und selbst Musiker (Crooked Fingers)) mit den beiden schüchternen Damen auf die Bühne und stellte sich höflich vor und erklärte, dass er nur ein paar Songs spielen werde, wobei ihm Azure Ray etwas helfen würden und er nach einer kurzen Umbaupause (es wurde überhaupt nichts umgebaut, sie verschwanden nur kurz von der Bühne um noch mehr Wein zu holen) den beiden dann am Klavier etwas aushelfen werde. Gesagt, getan. Bachmann redete, sang, spielte Klavier, Gitarre und wurde von Orenda und Maria an Trompete, Percussion und Gitarre unterstützt. Er spielte ein sehr schönes Set, das einen schon auf die Klänge von Azure Ray einstimmte. Größtenteils ruhig, nachdenklich und schön einlullend warm (metaphorisch gesprochen). Im vorletzten Song rief er sogar dazu auf, ihn, wenn man denn ein Instrument beherrsche, zu unterstützen und mitten im Song wagte sich auch ein Mutiger nach Vorne und griff zur E-Gitarre. Nach 25 Minuten verließ er schließlich für besagte "Umbaupause" die Bühne und tauchte dann erneut mit Orenda und Maria auf.

    Von der Azure Ray's Setlist kann ich nun nicht allzu viel wiedergeben, da ich einige Songs noch nicht kannte, von anderen die Namen nicht mehr weiß (sicher weiß ich nur, dass sie am Ende des regulären Sets den Song November spielten). Auf jeden Fall wurde ich in den 45 Minuten die sie spielten irgendwie kurze Zeit an einen anderen Ort entführt. Der wunderschöne, harmonische Gesang der beiden, das extrem ruhige Gitarrenspiel (begleitet teilweise durch Klavier oder ein paar Loops) und die Songs an sich, all das bezauberte einen sofort und driftete zum Glück nie ins elegische ab.

    Die Beigsterung der Publikums brachte die beiden dann nochmal auf die Bühne. Nach dem ersten Song fingen sie an zu diskutieren, was sie nun spielen sollten und es wurde uns kurz erklärt, dass sie nun das reguläre Set geübt hatten und eigentlich keine weiteren Songs mehr spielen könnten, brachten dann aber doch noch einen weiteren Song zu Stande.

    Als wir uns nach dem Konzert ein wenig am Merchandise-Tisch bedient hatten kam mir, noch völlig bezaubert vom Konzert, die Idee, mich noch bei den beiden zu bedanken und mir die gekaufte 7" signieren zu lassen. Nach einigen hin und her gingen wir tatsächlich hinter die Bühne und nach dem mir Ms. Fink lächelnd beteuerte, dass es nicht lächerlich sei, unterschrieben beide die Single, bedankten sich und wünschten uns beiden noch einen schönen Abend.

    Auf dem Heimweg fühlte ich mich wie schon seit einiger Zeit nicht mehr: für einen kurzen Moment reingewaschen von allen Zynismus, ein wenig verzaubert und nur glücklich. Auch wenn das alles ein wenig kitschig klingen mag, fühlte es sich wirklich so an. Ein besonderer Abend ebend.

    Danke Azure Ray.
    Die meisten Männer können nur nicht so perfekt unterdrücken, wie die Frauen es gerne hätten.

  2. #2
    HC Bird Avatar von Dominick Birdsey
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    es klingt überhaupt nicht kitschig. eher bezaubernd. und weil ich azure ray sehr gern höre (auch die neue), beneide ich dich darum, den abend nicht miterlebt haben zu dürfen. schade.

  3. #3
    Hat Morrissey im UK schlecht gemacht (angeblich) Avatar von urban
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    Ja - bezaubernd ist das richtige Wort. Und das sie nach der Show noch soo nett waren ... tolle Frauen. Und von Crooked Fingers werde ich mir vielleicht auch mal was besorgen.

    Hoffentlich kommen sie bald mal wieder.
    Die meisten Männer können nur nicht so perfekt unterdrücken, wie die Frauen es gerne hätten.

  4. #4
    Berät den Eels-Sänger in Bartfragen
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    Endlich mal: Danke Daniel und natürlich Danke Azure Ray
    Danke, dass wir in Berlin (Magnet) so einen wahnsinnig schönen Abend, mit Maria Taylor und Orenda Fink (sprich Azure Ray) verbracht haben. Viel mehr außer ihrem Namen und ein paar Bildern kannte ich ja vor diesem tollen Abend leider net. Jetzt sitze ich hier, schwelge mal wieder in Erinnerungen an diesen tollen Abend und habe grad ihre neue Scheibe Hold On Love auf dem Plattenteller.
    Als Vorgruppe an diesem, besonderen Abend (wie Du schon sagtest), wurde uns ca. 30 Minuten lang ihr Manager Eric Bachmann, mit eigener Band beschert, der zum Teil von Orenda und Maria mit Gitarre, Trompete u.s.w. begleitet wurde. In einem seiner letzten Stücke bat er dann auch noch um Hilfe bei einem mutigen Musiker, aus unseren Reihen. Nach kurzer Zeit wagte sich dann jemand auf die Bühne und begleitete Crooked Fingers (Bachmanns Band) mit Akkorden auf der Gitarre, während Orenda Fotos, aus dem Publikum, von den beiden machte.
    Nun war es endlich soweit, die Beiden hauchten, sangen und spielten ca. 45 Minuten lang und verzauberten uns mit ihren teils minimalistisch anmutenden sowie harmonisch schönen und vor allem Emotionen versprühenden Songs. Wirklich hinreißend war die Schüchternheit der beiden Sängerinnen, denn während sich Maria einen
    Fixpunkt an der Decke gesucht hatte hob Orenda nur selten ihren Blick und “versteckte“ sich teilweise hinter ihren, das halbe Gesicht bedeckenden glatten Haaren. Nach dem Konzert waren Daniel und ich aber die Schüchternen, denn nachdem wir uns noch mit T-Shirts und Platten von Azure Ray eingedeckt hatten, gingen wir, nach einigem hin und her, hinter die Bühne und ließen uns jeweils eine Platte signieren... was ich wahrscheinlich auch Daniel zu verdanken habe, da ich beim Anblick der Beiden ehrlich gesagt, so recht kein Wort heraus bekam.
    Nun lasse ich mich, immer mal wieder, von den auch melancholischen Songs einfangen und festhalten, wenn ich ihre Platte auflege.
    Danke Daniel
    there is only a little moment between to early and to late

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