Anm.d.Mod.: Eine "Auskopplung" aus dem "1982 Singles-Top30"-Thread
Waren 1980 noch Punk/Postpunk zu spüren, nimmt der Popanteil 1981/82 immer mehr zu. Für mich sind die 80s die Hochzeit der Popkultur. Kennzeichnend ein hoher Anteil an homosexuellen Sängern. Das Orginal Video von "Tainted Love" wäre heute so gar nicht mehr denkbar. Später ist die Gay Community in die House Szene abgedriftet und ist ab einem bestimmten Punkt musikhistorisch obsolet geworden. Gleichzeitig emanzipiert sich die Frau nochmals stark in den 80ern und springt auf den Individualisierungstrend auf. Eine Laurie Anderson, einen Adam Ant etc. wird man so nie wieder in den oberen Rängen der Charts finden. Je individueller der Künstler, desto mehr Chancen hatte er auf Erfolg. Heutzutage bei DSDS: Je trendiger gekleidet, geschickter im Tanzvermögen und anbiedernd an vermeintliche Größen (Dieter Bohlen), desto mehr Chancen auf Erfolg. Mit Musik, kompositorischen Qualitäten etc. hat das wenig zu tun. Das Indiduum als Massenprodukt in Form eines Kaugummis mit der gleichen Haltbarkeit.


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