Klar, sich vor ein Hardcore-Punk-Publikum zu stellen und Songs àla "Teddybär" zu trällern, gehört nach wie vor zu den Großtaten dieser Band.
Die politische Message ist in der Tat etwas, was mich bei den Ärzte eher stört, vor allem, wenn es so grauenhaft platt geschieht, wie in "Deine Schuld"... da schüttelt es mich, wenn ich nur daran denke. Dennoch finde ich, dass die Ärzte-Alben bis zum Split bereits nach "Debil" im Songwriting qualitativ immer weiter runter gingen, der erwähnte Anarcho-Fun-Pop-Charme der Anfangstage war recht schnell verflogen. Man höre sich zum Vergleich mal "Debil" und danach "Das ist nicht die ganze Wahrheit" an, dann ist diese Entwicklung ganz gut nachvollziehbar. Der Split war zu dem Zeitpunkt wohl eine ganz gute Entscheidung.
Das allerdings kann ich gar nicht nachvollziehen. "Wie ein Kind" halte ich für einen schlechten Versuch, sowas wie eine "Identitätskrisen-Ballade" zu schreiben. Wenn schon Sahnie, dann lieber "Kamelralley"
Rod Gonzalez ist m.E. für die wenigen brauchbaren Songs des "Geräusch"-Albums verantwortlich. "Dinge von denen" etwa ist m.E. ein klasse Pop-Song und im Gegensatz dazu steht das ebenso großartige "Anti-Zombie", richtig guter Punkrock mit einem sehr guten Riff. Textlich kommt das natürlich nicht an den Urlaub'schen Wortwitz ran, aber musikalisch machte Rod die Band doch um einiges interessanter.
Und @Marc74: Danke, endlich mal wieder ein Ärzte-Gönner am Werk, ich fühlte mich hier schon recht einsam![]()



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