Dank an Dominick Birdsey für den Tipp, daß am Montag, 28.Juli eine neue Cracker-Scheibe erscheint. Hab mal auf die Schnelle die ersten Rezensionen von amazon kopiert.
Aus der Amazon.de-Redaktion
Cracker goes Country -- gar nicht mal so überraschend für David Lowery und seine Band. Man erinnere sich nur an Songs wie "Cowboys From Hollywood" oder "Yanqui Go Home", die er mit den legendären Camper Van Beethoven in den 80er-Jahren aufnahm, oder an Cracker-Songs wie "Euro Trash Girl". An der Song-Auswahl für die acht Coverversionen auf Countrysides ist auch nicht zu mäkeln. Merle Haggard, Dwight Yoakam, Hank Williams Jr. und Bruce Springsteen wurden ausgewählt.
Leider bleibt aber alles ein wenig an der Oberfläche -- die Songs sind im Original bewegender und scheinen für Cracker eher eine unterhaltsame Fingerübung, die aber das vermissen lassen, wofür man Cracker liebt: Melodie und große Gefühle kombiniert mit Roots-Rock und ein wenig rotziger Punk-Attitüde. Highlights vom Format früherer Cracker-Hits wie "Kerosene Hat", "Crackersoul" oder "Big Dipper" sucht man vergebens.
Es ist dann auch der einzige von Lowery selbst geschriebene Song, der wirklich begeistert: "Ain't Gonna Suck Itself", das mit einer unwiderstehlichen, beschwingten Melodie daherkommt und Crackers frühere Plattenfirma Virgin durch den Kakao zieht. --Hanno Güntsch
Kulturnews
Okay, her mit dem Stetson, sattelt den Schimmel, ich will zum Saloon, mir Fusel reinpfeifen und dann die Nacht ausklingen lassen mit wilden Señoritas - Cracker goes Country, und wie! Mit den Songs und gnadenlos auf die Spitze getriebenen Stilmitteln der Alten (Haggard, Hubbard, Williams Jr.) und weniger Alten (Springsteen, Yoakam). Nach dem Motto "Ganz oder gar nicht" raut Band-Chef David Lowery die E-Gitarre auf bis an den Rand des Cowpunk, lässt die Drums poltern wie leere Whisky-Fässer über die Mainstreet und singt das Ganze mit jenem Anflug von Hysterie, der die hochachtungsvolle Persiflage verrät. Erprobt hat die Band ihre grinsende Graswurzelforschung letztes Jahr unter falschem Namen bei einer riskanten Tour durch die Redneck-Provinz - und stellte fest, dass die Spurensuche durch den 11. 9. plötzlich viel zu tun hatte mit aktuellsten nationalen Gefühlen. Reflektiver Country-Core ist das hier nur auf den ersten Blick, auf den zweiten hat der Spiegel viele Sprünge. Am Ende rechnet Lowery - im einzigen Originalsong - noch mit seiner alten Plattenfirma Virgin ab, und mal ehrlich: Der Song "Ain't gonna suck itself" ist das spöttischste Nachtreten der Popgeschichte. Ja, ich kenne "EMI" von den Sex Pistols! (mw)


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