Warum ich dieses Album so schlecht ( **1/2) bewertet habe:
Propaganda – A Secret Wish (1985)
1.) Dream within a dream
Viel zu langatmig und stupide! Die penetranten (immhin 9min!) Marimbas rauben mir den Nerv, was selbst die schöne Trompete nicht raushauen kann. Ich mag sowieso keine Stücke, die sich auf nur 2 Akkorde beschränken.
2.) The murder of love
Gesampelter Slap-Bass. Schön, aber das kann Thomas Dolby echt viel besser. Insgesamt ein nettes Stück, mehr aber nicht. Positiv hebt sich da nur der Jazzpart heraus. Langt aber nicht, um gegen das Gestampfe der Rhythmusgruppe Eindruck zu schinden.
3.) Jewel
Tja, was ist das nur für ein schlimme (Punk meets Drumcomputer & Sampler) Version auf der CD? – Da gab’s damals aber was schöneres zu hören. Oder spielt mir hier die Plattenfirma einen Streich? Einfach nur schrecklich!
4.) Duel
Das geht. Schöner Pop, nette Melodie – aber auch hier wieder der Anfänger-Samplebass. Dafür hat das Arpeggiatorsolo was. ;)
5.) Frozen Faces
Erinnert mich zu sehr an meine ersten Farfisa+Synthie Aufnahmen, die ich aus guten Gründen nicht weiter ausgearbeitet habe. Das Stück hat kaum Substanz, hört sich für mich an wie eine Aneinanderreihung von Ideen, die übrig waren.
6.) P-Machinery
Endlich ein Song mit Struktur, Abwechslung, Dramaturgie & tollen Sounds. Ohne den würde ich das Album praktisch gar nicht mehr in den Player legen. Ein Rhythmus der treibt und nicht nervt. Toll!
7.) Sorry for laughing
Wieder eine Art Elektropunk. Das ist einfach nicht mein Ding, das Gewechsel auf zwei Tönchen.
8.) The Chase
Irgendwas fehlt mir hier. Tolle Sounds sind nicht alles. Rhythmus nervt mich schon wieder mal...
9.) Dr. Mabuse
Nur dieser Track kann neben P-Machinery bestehen. Das Münzintro hat einfach was und der Rest ist einfach die Summe geiler Ideen. Sowohl im Sound, als auch in der Komposition.
Leider wurde ab 4’55’’ wieder nur mit technischen Möglichkeiten herumgespielt. Schade um das ansonsten schöne Stück.
Das ganze Album leidet leider unter der Sampler-Spielsucht. Viel Rumgefrickel, viel Effekthascherei, wenig Musik. Was mir außerdem an zu vielen Stellen aufstößt, ist die etwas eigenartige englische Aussprache. Da hätten sich die Damen und Herren besser gleich für durchgehend deutsche Texte entscheiden sollen.
Das Edgar Allen Poe Zitat hat Herr Parsons für meine Begriffe angemessener eingebettet, mir paßt das nicht auf die Propaganda Platte.
Obwohl ich selbst Synthesizer-, Elektronik- sowie Produktionsfreak bin, holt mich das gesamte Album nicht so recht aus dem Sessel. Vielleicht hab’ ich aber einfach nur eine versaubeutelte CD-Version erwischt. Es steht aber nichts davon drauf. ;)
Grüße, Dirk.



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