Von vielen wird das Album als schlechtestes Album der Band abgetan weil es wahrscheinlich am schwersten zugänglich ist. Diese Songs sind in meinen augen soviel mehr als der Hymnen_Rock der Vorgänger. Vorallem sind sie oft vielschichtiger als alles was davor und vieles was danach von der band kam.
Sometimes ist ein "zärtlicher" Opener der schon den trend fürs Album setzt....hört sich erst recht simpel an und doch entfaltet er wie fast alle anderen Songs auf No Code eine tiefe die manche der überproduzierten TEN-Songs nicht haben.
Hail Hail erschrekt einen schon fast mit ener Härte die man nach Sometimes nicht erwartet hätte. Dieses ganze lauter Song><leiser Song zieht sich durch die gesamte platte.
Dann kommt Who You Are...schon wieder so ein einfacher Song der mit jedem hören neue Dimensionen gewinnt aber nie wirklich eingängig ist. Für mich eines der ganz großen Pearl Jam Lieder, genauso wie In my Tree.
Smile ist der beste neil Young Song den er nie geschrieben hat und Off he Goes eine textlixh fabelhafte Ballade in der Vedder eine geschichte erzählt wie es heute nicht mehr viele Songwriter können.
Break...habit! Rockt gut verschrekt wieder etwas ist aber ein stimmiger Rocksong der ohne schnörkel in den Fuß geht.
Red Mosquito hat ein geniales Rock Riff und die Melodie schlägt einige haken die man nicht erwartet. Es folgt der härteste PJ-Song überhaupt. Lukin=eine minute Vollgas. :gitarre:
Present Tense ist dagegen wieder eine wunderschöne Balade mit sehr gutem text...mehr gibts zu diesem Song nicht zu sagen. Er spricht für sich selbst.
Aber auch dieses Album hat seine Schwächen..Mankind gesungen von Stone. Eine zu schwache Stimme um diesen ansich guten Rocksong zu tragen. Schade...aber immernoch gut
I´m open ist anders...Textlich auf hohem niveau ist es eher ein vor sich hin brabbeln Ed´s. Trotzdem interresant weil ungewohnt.
Around the bend...ein schöner liebessong und der perfekte Closer. Aber da hatten PJ ja schon immer ein händchen für.
Fazit:
Ein klasse Album. Es hat Pearl Jam nach dem eher schwachen Vitalogy wieder in die richtige Richtung gelenkt. Es war ein wichtiger Schritt zur weiterentwicklung mit dem sich die band wieder selbst gefunden hat. Das Album war nicht bewusst am Trend vorbeigeschrieben es war einfach die Musik die jeder in der Band machen wollte. Jedes Mitglied hat mindestens einen Song geschrieben und die Gesamtdichte des Album zeigt das sich in pearl jam verdammt gute musiker gefunden haben. Mehr als dies der Stadion-Rock a la TEN tut , den viele Bands kopieren und doch nie erreichen werden. Alben wie No Code oder die anderen Spätwerke zeigen das PJ mehr sind als Bands wie Creed und co. Stone, Jeff, Jack und Ed haben mit No Code ein Album geschaffen das sowohl grandiose Songs als auch verkopfte Bruchstücke zu bieten hat. Im zusammenhang wirkt das aber alles verdammt stark und es zeigt vorallem das PJ eine der wenigen bands aus den 90igern sein wird von denen auch in jahrzehnten noch geredet wird. Und ich bin mir fast sicher das dann weniger von Alive und jeremy als von present Tense und in my tree gesprochen wird. Nicht viele bands hatten "die Eier" ein so mutiges Album herraus zu bringen. Kommerziell wars ein Reinfall, künstlerisch aber wars der wendepunkt und gleichzeitig das erwachsenwerden einer Band die man bestimmt nicht mögen muß, aber die eine Aufrichtigkeit besitzt die man durchaus respektieren kann.
Also so seh ich das jedenfalls.


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