Da sind sie wieder die Frankokanadier mit dem alten Sänger Denis Belanger aka Snake an Board sowie äußerst promineten Neuzugang Jason Newsted. Natürlich sind die Erwartungen nicht gerade niedrig angesetzt und so ist der erste Durchlauf von Voivod eine einzige Enttäuschung. Klingt wie ein Mittelding aus Outer limits und Dimension Hätröss, nur viel dröger. So die voreilige Einschätzung. Die größte Kritik manifestiert sich an Snakes Gesang, der dieses mal völlig ohne Effekte aufgenommen wurde und anfangs unglaublich leblos und müde erscheint, jedenfalls im Vergleich zu seinen letzten Alben.
Man will das Album schon als Enttäuschung des Jahres verbuchen, da merkt man das Nr.2 Facing up Voivodhitcharakter hat. Der flotte Opener Gasmask revival fast an Fix my heart erinnert und auch die übrigen 11 Songs alles andere als schwach sind. Zu leicht vergißt man nach so langer Zeit, das die geliebten Vorgänger ebenfalls ihre Zeit benötigten. Der druckvolle und transparente Sound tut ein übriges dazu, das Voivod, im Vergleich zu Nothingface beispielsweise, verdammt straight und heavy ausfällt. Ob der Name Newsted ausreicht um neue Hörerkreise zu erschließen wird sich zeigen. Ihre alten Fans könnten Voivod mit dieser Scheibe durchaus wieder mobilisieren.
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