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Geändert von nite flights (29.08.2010 um 12:30 Uhr)
Stan Ridgway ist in der Tat leider nie über den Geheimtipp hinausgekommen, trotz eines Hits!
Ich kenne nur zwei Platten The Big Heat und Partyball. Letztere ließ mich seinerzeit recht kalt, während The Big Heat wirklich klasse war!
Welches ist unter Kennern die Beliebteste???
Geändert von 23,07 (04.02.2007 um 12:26 Uhr)
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Geändert von nite flights (29.08.2010 um 12:30 Uhr)
naja "The Big Heat" enthielt mit "Camouflage" ja DEN Hit, viel mehr ist mir von dem Album auch nicht in Erinnerung, muß es mal wieder rauskramen
Texas Forever!
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Geändert von Herbert (11.10.2010 um 16:49 Uhr)
Stan Ridgway hat in den 80ern vier reguläre Alben veröffentlicht, erst als Sänger von Wall Of Voodoo (Elektropop mit Mundharmonika und Western-Gitarre), danach solo.
Wall Of Voodoo - Dark Continent (1981) ****1/2
Wall Of Voodoo - Call Of The West (1982) ****
Stan Ridgway - The Big Heat (1986) *****
Stan Ridgway - Mosquitos (1989) ***
Seine Alben in den 90ern gefielen mir weniger, lediglich als Sänger von Drywall lieferte er 1995 mit "Work The Dumb Oracle" noch ein sehr gutes Album ab (****). Sein jüngstes Solo-Werk (ca. drei Jahre her) war schwach (**), allerdings gab es vor ca. einem Jahr ein weiteres Album von Drywall, das ich jedoch nicht komplett kenne.
Als Einstieg würde ich tatsächlich Ridgway's Outputs zusammen mit Wall Of Voodoo empfehlen. Das für die amerikanische Ausgabe des "New Wave"-Genres doch recht auffällige und vielschichtige Album "Call Of The West" bietet sich hervorragend an. Dort findet man auch den grössten "Hit" der Band, das getrost als "New-Wave-Klassiker" zu bezeichnende "Mexican Radio" (wer kennt es nicht...?). Aber auch "Call Of The West", "On Interstate 15", "Tomorrow", "Factory" und "Lost Weekend" sind echte Highlights. Der Sound der Band gestaltet sich auf "Dark Continent" noch etwas kantiger, bzw. minimalistischer. Ganz zu schweigen von der kargen Atmosphäre der Debut-EP von 1980, die mit einem frühen Livekonzert erweitert auf der CD "The Index Masters" zu finden ist. Darauf gibt's auch eine erstaunliche "Ring of Fire"-Coverversion, die zwischen abgehalfterter Wild West-"Romantik" und industriellem Minimalismus hin und her schwankt. Wem dies auf Anhieb zuviel sein sollte, der kann zur "Grandma's House"-Compilation greifen. Darauf ist wirklich die Essenz von Wall Of Voodoo enthalten.
Das Aufsehenerregende an Wall Of Voodoo war deren Sound und die Stimmung die dadurch vermittelt wurde: Minimalistischer, elektronischer New Wave mit Ennio Morricone-artiger Wildwestgitarre, Drumbox und Ridgways spröder Stimme. Immer irgendwo zwischen "Once upon a time in the west"/"The good, the bad and the ugly" und Johnny Cash auf der einen Seite und Devo, Alan Vega, einer Prise frühen Sisters Of Mercy und Minimalelectropop auf der anderen.
I mean, being a robot's great - but we don't have emotions and sometimes that makes me very sad
Sehr ärgerlich, dass "Dark Continent" nicht wiederveröffentlicht wurde, dürfte das doch am ehesten mein Album sein - "The Big Heat" klingt für mich viel zu glatt und radiotauglich, "Call Of The West" tendenziell sehr interessant, wobei es Songs wie "Mexican Radio" auch nicht unbedingt braucht.
"Mexican Radio" braucht es auf jeden Fall. Ich würde folgende Wertungen vorschlagen:
Call of the West ****
The Big Heat ***1/2
... und zwar nicht nur wegen "Camouflage", sondern vor allem auch wegen "Salesman".
I'm pretty good with the past. It's the present I can't understand.
Hier kann man das komplette Album "Dark Continent" anhören.
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