Guten Tag,
heute wird es offiziell.
Um ein Webradio betreiben zu können, braucht man nicht nur Musik, Ideen und DJs, sondern auch eine Menge Geld. Durch die neuesten Tarifänderungen der GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) und der GvL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten) kommen auf StoneFM Kosten zu, die nicht mehr nur vom Betreiber des Webradios allein getragen werden können. Außerdem möchte der Streamhoster (der den Server und die Verbindungen bereit stellt) auch entlohnt werden.
Dirk und ich haben in den letzten zwei Wochen über viele Dinge nachgedacht und überlegt, wie es gerecht wäre und was man tun kann.
Es handelt sich bei Stone.FM um einen nicht kommerziellen Sender (es darf keine Werbung im Programm betrieben werden und es dürfen keine Gewinne erzielt werden) und muss sich durch freiwillige Beiträge finanzieren. An dieser Stelle sind jetzt die Studiobetreiber, DJs und Hörer gefragt. Wer den Sender unterstützt, trägt dazu bei, ihn am Leben zu halten.
Zu den technischen Dingen. Wir wollen und können keine Freischaltcodes verwenden, die erst nach Zahlung eines Betrages den Zugang eröffnen. Das ist nicht im Sinn von Ingo, Dirk und mir und auch nicht im Sinne von Webradio. Es kann nur auf freiwilliger Basis funktionieren. Wer sich in Zukunft gut unterhalten fühlen möchte, sollte sich überlegen, was ihm die Sache wert ist. Wir können niemanden zwingen.
Ich habe ein Treuhänderkonto für StoneFM eröffnet, auf dem in Zukunft alle finanziellen Transaktionen laufen. Treuhänderkonto bedeutet u.a. auch, dass es von meiner Person getrennt ist. Die Daten erscheinen weiter unten.
Lizensierung bei der GEMA (Quelle www.gema.de)
Die GEMA verlangt für die Art Webradio, wie es bei Stone.FM betrieben wird eine Lizenzgebühr von 30,- (zzgl. 7% MwSt.) pro Monat.An dieser Stelle der Hinweis, dass wir derzeit darüber nachdenken, ob wir die beschriebene Art der Vervielfältigung tatsächlich so umsetzen, da wir ja grundsätzlich von Tonträgern senden.Tarif der GvL (Quelle: www.gvl.de)
Der Normaltarif beträgt für nichtkommerzielle Veranstalter € 0,0005 pro Titel und Hörer oder alternativ € 0,00015 pro Minute und Hörer bei Abrufen aus Deutschland. Die pauschale Mindestvergütung beträgt € 500,-- pro Jahr und Kanal.
Neben der Pauschale (oder der Vergütung pro Titel und Hörer) sieht der Tarif eine Vervielfältigungsvergütung vor. Um Webcasts mit Musik anbieten zu können, ist die Vervielfältigung (das Kopieren) der zur Verwendung bestimmten Songtitel in eine Datenbank (auf die Festplatte des PCs oder des Servers) erforderlich. Diese Vervielfältigung ist nur mit Zustimmung der Rechteinhaber erlaubt, und die Rechteinhaber erlauben dies dann, wenn hierfür eine Vergütung gezahlt wird. Sie beträgt für nicht-kommerzielle Webcaster EURO 0.125 pro Titel und Jahr. Hat also der oben genannte Webcaster 1000 verschiedene Songtitel für Webcast-Zwecke kopiert, beträgt die Vergütung pro Jahr EURO 125. Die Höhe dieses Betrages ist also dadurch beeinflussbar, indem jeweils nur die Songtitel kopiert werden, die tatsächlich für Webcasts Verwendung finden sollen. Die GVL misst die Zahl der kopierten Titel an mehreren Stichtagen im Jahr, zu denen der Webcaster die Anzahl dieser Titel angeben muss.
Global Streaming (www.global-streaming.de)
Für die Bereitstellung des Servers, von dem aus das Programm abgerufen werden kann, werden monatlich 19,95 € (inkl. MwSt.) fällig.Sollten sich im Laufe der Zeit die Tarife weiter erhöhen, werden wir das selbstverständlich hier veröffentlichen.Kontoführung
Die Kontoführung ist mit 3,- € + 0,25 € pro Buchung fast schon zu vernachlässigen (ich setze 5,- € pro Monat an).
Wer möchte, kann zum Monatsende einen aktuellen Kontoauszug bei mir anfordern (nur sollte derjenige ein berechtigtes Interesse daran haben).
Zusammenfassung:
GEMA: 385,20 €
GvL: 625,00 €
Global Streaming: 239,40 €
Kto.-Führung: 60,00 €
Summe: 1309,60 €
Daraus ergibt sich folgende Rechenidee:
Wenn sich 13 Hörer mit je 100 € jährlich beteiligen, ist es bereits machbar (per Stand heute). Das ist aber nur ein Beispiel. Wenn jemand meint, als Ab-und-zu-Hörer einen anderen Betrag spenden zu wollen, so ist das auch völlig in Ordnung. Wir grenzen beim Hören ebenso wenig jemanden aus, wie beim Spenden.
Kontodaten:
(...)
siehe
http://www.radiostonefm.de/component...f-oktober-2010
Die einzige Bereicherung, die mit dem Sender und dem Geld erreicht werden soll ist die Musik. D. h. Überschüsse werden nicht verteilt, sondern sichern die Zukunft des Senders. Wer dazu noch weitere Fragen oder Anregungen hat, kann sich gern per PN bei Dirk oder mir melden.
Mit freundlichen Grüße
Die (kommissarischen) Sendebetreiber


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