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  1. #271
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    THE BELLFURIES - Bad Seed Sown [7"; Eastern Recording Company, 2014]

    The Bellfuries aus Austin klingen wie eine Mischung aus Mink de Ville und Roy Orbison. Der Sound ist staubtrocken, der Bass haut auf den Putz, der Sänger kräht und macht auf dicke Backe. Die Gitarren spielen einen leichtfüßigen Western-Latin-Billy-Groove, die Lead-Guitar wagt sich vorsichtig aus der Deckung und bleibt seltsam beherrscht, um im letzten Moment nochmal kurz zu twangen.

    Cool, calm & collected! * * * *

  2. #272
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    PEACE - Money [7"; Columbia Records, 2014]

    Die Moral von der Geschichte: Geld verdirbt den Charakter, Geld rettet Dich nicht vor Deinem täglich nahenden Tod. Und jetzt sollen wir zu dieser missmutigen Message auch noch tanzen! Aber gerne! Die englische Band bedient sich dabei ausgiebig in den Nineties, bei U2 und Primal Scream: es groovt kunterbunt, ist catchy wie die Hölle. Und geht auch noch unter die Haut, wenn Sänger Harrison Koisser zwischendurch kurz murmelt.

    * * * *

  3. #273
    Juontaja (Moderator) Avatar von Mikko
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    The Flintettes – Open Your Eyes / What Was One / It Could’ve Been Love (7”, La-Ti-Da Records)

    Ein Power Pop Trio aus Vancouver beatet uns hier seine Debütsingle. Drei Tracks, alle drei uptempo Pop Hymnen mit Ohrwurm Qualität. Der Sound erinnert an die Siebziger, frühe wie späte, Raspberries wie Rubinoos. ***1/2



    Graham Day & The Forefathers – Love Me Lies / 30-60-90
    (7“, State Records)

    Graham Day recycled hier einen alten Prisoners Song. Und diese neue Version ist sogar rauer und zupackender als das Original vom Prisoners Album „Thewisermiserdemelza“. The Forefathers sind neben Graham Day Allan Crockford am Bass und Wolf Howard an den Drums, also eine weitere Inkarnation der wohl besten britischen Garage und Mod Band der letzten drei Dekaden. Auf der Flipside der Single ein Cover eines Instrumentals von Memphis Soul Legende Willie Mitchell. Fetzig! ****



    Miriam Linna – My Love Has Gone / There Goes My Babe (7“, Norton Records)

    Bei den A-Bones sitzt sie hinterm Drumkit, sie ist die eine Hälfte von Norton Records, und nun erscheint bald ihr erstes eigenes Album. Hier schon mal eine ganz formidable Single. „My Love Has Gone“ stammt aus Del Shannons 1967er London Sessions. Ein großartiger Song aus der Feder von Ross Watson. „There Goes My Babe“ ist ein obskurer Neil Young Song, der noch in Kanada Mitte der 60er entstand. Miriams Gesang und Sam Elwitts Produktion orientieren sich auf das Schönste an Sixties Girl Group Sounds. Ganz große Klasse! ****1/2
    Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing!
    Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Mittwoch, 22. Oktober 2014 von 15-16 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 88,4 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Platten aus meinem Fundus!

    Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 21. Oktober 2014 von 20-21 Uhr mit den Singles des Jahres 1968, Teil 4!

  4. #274
    Juontaja (Moderator) Avatar von Mikko
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    Palm Springs – Seal My Fate / The Ebb Tide (7“, Random Acts Of Vinyl)

    Neues von Palm Springs aus Brighton ist immer willkommen. Und die Band um Davey Cane und Jon Russo hat auch noch niemals enttäuscht. „Seal My Fate“ ist gewohnt melodischer Pop Stuff, eingängig und absolut hörenswert. „The Ebb Tide“ ist etwas verhaltener und dunkler, aber ebenfalls atmosphärisch schön. ****



    J.C. Satan – Italian Summer / I Don’t Feel Like Dancing
    (7“, Trouble In Mind)

    J.C. Satan ist in Bordeaux zuhause. Aber sein leicht psychedelisierter Garage Punk klingt zum Glück wenig französisch. Tatsächlich könnte diese Single auch aus den Staaten von Down Under oder aus Berlin kommen. „Italian Summer“ wird von einem Fuzzgitarrenriff getrieben. Eine Mischung aus Jacco Gardner und Ty Wagner. „I Don’t Feel Like Dancing“ erinnert entfernt an Captain Beefheart und hat aber auch so etwas Hypnotisches, das an frühe Eighties und Synth Pop denken lässt. Schräg. ***1/2



    Smoke Fairies – We’ve Seen Birds / Monochrome Days (7“, Full Time Hobby)

    Auch die Smoke Fairies sind ein Garant für phantastische Songs, Atmosphäre und betörende Sounds. „We’ve Seen Birds“ ist feiner Dreampop und hat zugleich so etwas dräuend Velvet Underground artiges. „Monochrome Days“ geht noch weiter in Richtung dieser Mischung aus Schönklang und Entrückung. Tolle Single! ****
    Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing!
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    Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 21. Oktober 2014 von 20-21 Uhr mit den Singles des Jahres 1968, Teil 4!

  5. #275
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    Miriams Single werde ich mir bestimmt zulegen, die Palm Springs-45 ist schon bestellt. Danke für den tollen Service, Mikko! Keep it going!

  6. #276
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    Zitat Zitat von Mikko Beitrag anzeigen
    Miriam Linna – My Love Has Gone / There Goes My Babe (7“, Norton Records)
    Eine richtig entzückende, süchtigmachende Perle. Vor allem das kleine "Drive My Car"-Zitat und das Glockenspiel sind wunderbar verspielt. Ich glaube * * * * 1/2 sind tatsächlich angemessen. Super, Mikko! Vermutlich hätte ich die Single beim hhv-Stöbern leichtfertig übersehen.

  7. #277
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    HOWLING BELLS - Slowburn [7"; Birthday Records, 2014]

    Gut, die Single ist nicht mehr ganz neu und es gibt derweil auch schon eine weitere, titels "Your Love".

    Aber schön, dass es wieder eine packende 7" der Howling Bells gibt, die zum letzten Album, "The Loudest Engine" (2011), offensichtlich gar keine veröffentlicht zu haben scheinen. "Slowburn" ist glamouröser Rock-Noir. Ein Stolper-Beat ruft ins Geisterschloss, das Gitarrensolo sprudelt aus der Twilight-Zone herüber:

    "Keep dreaming, keep dreaming/You say/
    Nothing's gonna happen/If you see it that way"


    Spooky. * * * *

  8. #278
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    Kennt jmd. die Singles von Royal Blood? Es gibt offensichtlich schon eine handvoll, aber im Forum hat es sich wohl noch nicht herumgesprochen.

  9. #279
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    FEHLFARBEN - Platz Da!!! [7"; Tapete Records, 2014]

    Bei "Platz Da!!!" handelt es sich um einen Track aus dem aktuellen Fehlfarben-Album, "Xenophonie" (2012). Warum dieser bereits im Dezember 2011 aufgenommene Song erst jetzt als 7" veröffentlicht wird entzieht sich meiner Kenntnis.

    Aber nachdem die Nadel erst einmal auf die Platte gesetzt wurde, spielt das auch keine Rolle mehr. "Platz Da!!!" platzt vor lauter Empörung aus allen Nähten. Der steady 4/4-Beat und eine knallharte Kuhglocke packen den Hörer umgehend am Kragen. Peter Hein singt spürbar gereizt, er entwirft das Psychogramm einer stereotypisch-arroganten Band:

    "Wir sind die Speerspitze der Kulturindustrie/
    Wir fliegen viel - doch verirren uns nie"


    Und wenn der Superstar-Status erst einmal gesichert ist, wird mit Selbstkritik natürlich gespart - über der Band selbst befindet sich allenfalls noch der Himmel!

    "Wir haben alles und das auch wirklich verdient/
    Wir werden beim Bäcker stets als erste bedient"


    Besonders erwähnenswert ist die anschwellende Synthesizer-Sequenz nach dem zweiten Refrain, außerdem röchelt ein Saxophon unermüdlich, aber stets mit allerletzter Kraft.

    "Wir haben zu allem und jedem was zu sagen/
    Wenn's sonst keiner tut/Stellen wir auch noch die Fragen!"


    Große Klasse! * * * *

  10. #280
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    GET HOT - Party / Drugs [7"; Lucky Number Music, 2014] * * * 1/2

    Get Hot ist ein Projekt zweier Electronic-Music-Produzenten: FTSE und Jakwob. Beide taten sich spontan zusammen, um der Inspiration freien Lauf zu lassen. Das Label verrät:

    "Within an hour of meeting they were in Jakwob’s live room, feeding keyboards through amps like guitars, Jakwob letting loose behind the kit, and FTSE screaming his heart out. The results a fully-charged love letter to their lineage."

    Beide Tracks der Doppel-A-Seiten-Single "Party" c/w "Drugs" bieten so kruden wie rüden, aber dennoch erstaunlich eingängigen Bastard-Pop, der elektronisch generierten Punk, Nu-Metal-Anleihen und repetitive Vocal-Loops vermengt. Achtung: limitiert auf 300 Exemplare!

    Macht neugierig auf mehr! * * * 1/2 / * * * *

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