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Thema: New Faves on 45

  1. #346
    Juontaja (Moderator) Avatar von Mikko
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    The Insomniacs – Today’s The Way / Mr. Yesterday (7“, Hidden Volume)

    Diese Band aus New Jersey gibt es nun auch schon fast ein Vierteljahrhundert. Wunderbaren Sixties infizierten Power Pop spielt das Trio der Brüder Wojciechowski. Die erste neue Veröffentlichung seit zehn Jahren ist diese Single. Und wieder hören wir hier zuverlässig zwei tolle Tracks, die Mod Attitüde, Pop Sensibilität und scharfen Garage Beat auf das Schönste vereinen. ****



    Miriam – The Hand Don’t Fit The Glove / Take Me For A Little While (7“, Norton Records)

    Die Zeit bis zu ihrem zweiten Soloalbum, das dieser Tage erscheint, verkürzt uns Miriam Linna auf das Vortrefflichste mit dieser Single, die wieder zwei nicht so bekannte Perlen aus den Sixties in neuer Interpretation offeriert. „The Hand Don’t Fit The Glove“ war 1967 die Debütsingle von Terry Reid, der mit 16 bei Peter Jay’s Jaywalkers als Leadsänger einstieg. „Take Me For A Little While“ stammt im Original von dem US Sänger und Songschreiber Trade Martin. Der Song wurde aber schon häufiger gecovert, von Evie Sands über Dusty Springfield bis Vanilla Fudge. Miriams Aufnahmen sind soundmäßig natürlich wieder dem typischen Sixties Girl Pop verpflichtet. Arrangement und alle Instrumente wurden auch diesmal von Sam Elwitt beigesteuert. ****



    Paul Orwell – Never Be The Man / Lindsay Murray – 23rd Century Man (7“, Downtown Sound)

    Von dieser Splitsingle gibt es nur 99 Stück. Und die wurden ausschließlich über die Facebook Präsenz von Paul Orwells Manager vorab verkauft. Wer sich rechtzeitig dort gemeldet hatte, bekam die Chance zum Erwerb des Vinyls. Über derart Veröffentlichungspolitik kann man trefflich streiten. Wie auch immer, ich war einer der Glücklichen. Orwell ist, so hört man, Fan des jüngeren Ritchie Blackmore. Und „Never Be The Man“ erinnert tatsächlich an eine Freakbeat Version von Deep Purples „Into The Fire“. Keine Ahnung wer Lindsay Murray ist, aber sein „23rd Century Man“ ist auch nicht von schlechten Eltern. Von einem hypnotischen Basslauf geführt erinnert der Track entfernt an Big Boy Petes „Cold Turkey“. Gefällt mir! ****1/2
    Geändert von Mikko (18.09.2015 um 14:29 Uhr) Grund: Wort ergänzt
    Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing!
    Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Mittwoch, 01. Juni 2016 von 15-16 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 88,4 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Platten aus aller Welt!

    Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 24. Mai 2016 von 20 - 21 Uhr mit den Singles des Jahres 1979, Teil 2!

  2. #347
    Juontaja (Moderator) Avatar von Mikko
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    Squire – Eight Miles High / Rain (7“, Hi Lo Records)

    Mit dieser Single unternahm Anthony Meynell, Kopf der britischen Mod und Power Pop Gruppe Squire, ein Experiment. Er wollte mit dem originalen Vintage Equipment, das den Byrds damals zur Verfügung stand, und unter gleichen Studiobedingungen vollkommen analog ihren Hit „Eight Miles High“ nachspielen. Diese akribische Tüftelarbeit ist perfekt gelungen. Die Aufnahme von Squire unterscheidet sich vom Original nur in kleinsten Nuancen. Auf der Flipside hat sich Meynell dann die Beatles und ihre beste B-Seite vorgenommen. Hier ist das Ergebnis weit weniger gelungen. Die neue Aufnahme klingt im Vergleich fast schon anämisch. Der Bass ist viel zu dünn und der fabelhafte Groove des Originals fehlt leider auch. Schade. Ich weiß gar nicht, wie man diese Single bewerten soll. Für die Fleißarbeit kann man aber drei Sterne geben. Die Songs sind eh phantastisch!



    The Trance – Magic Sphere / Why Me? (7“, Dornbach Records)

    Noch eine arg limitierte Single. Auch hier gibt es nur 99 Stück, aber noch sind diese nicht völlig vergriffen, glaube ich. Das liegt schlicht daran, dass The Trance leider ziemlich unbekannt sind und nicht aus London stammen sondern aus Wien. Dafür ist diese Single absolut großartig! Wäre sie wirklich ganz neu, sie könnte Single des Jahres sein. Die Aufnahmen sind jedoch schon 18 Jahre alt. Und die A-Seite „Magic Sphere“ erschien bereits auf dem einzigen Album von The Trance im Jahr 1997, allerdings nur auf CD. Die Band existierte von 1995 – 98 und spielte Psych Pop, Freakbeat und Mod Pop auf höchstem Niveau. Mich erinnert das sehr stark an The Vogue aus Wien, die schon 17 Jahre früher ähnlich überzeugend musizierten. Diese Single hier ist schon jetzt ein Klassiker, nicht weniger. Gitarrist und Sänger Norb Payr spielte u.a. bei The Jaybirds und The Subcandies. „Magic Sphere“ hat alles, was eine psychedelische Mod Pop Nummer braucht. Auch nach hunderten von Plays wird sie einem nicht über. Und „Why Me?“ steht dem kaum nach. Diese Single ist umwerfend und absolut makellos. Schnell zugreifen, es gibt nur 99 Exemplare! *****



    The Wrong Society – To Be Free / She’s The Girl (7“, Hammer Kirche Vinyl)

    Auch The Wrong Society aus Hamburg musizieren ganz im Geiste anderer Hamburger Jungs von The Rivets über The Chocolate Factory bis zu The Daisy Chain. Auch diese Single klingt ganz so, als wäre sie bereits vor rund 50 Jahren entstanden. Schöne Orgel- und Gitarrensounds und zwei recht eingängige Songs, die bis hin zu den Texten die begeisterte Hingabe und zugleich Naivität des deutschen Sixties Beat widerspiegeln. ****
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  3. #348
    Nur noch 77 und der Rest vom Mai... Avatar von August Ramone
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    Tolle Beschreibungen Mikko! Da brauche ich wohl so einiges von deinen Neuvorstellungen.

  4. #349
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    Zitat Zitat von Ragged Glory Beitrag anzeigen
    Diese Single wird Mikko entzücken, glaube ich.
    ...hatte ich recht, Mikko?

  5. #350
    Juontaja (Moderator) Avatar von Mikko
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    Zitat Zitat von Ragged Glory Beitrag anzeigen
    ...hatte ich recht, Mikko?
    Entzücken ist vielleicht etwas übertrieben, aber sie gefällt mir ziemlich gut!
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  6. #351
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    Ein ergänzendes Review von Dir, wie bei der The Teamsters-EP, wäre natürlich die Krönung gewesen. Du vergibst also * * * * an "Aeons"?

  7. #352
    Just another pretty face Avatar von latho
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    Danke für die Texte, Mikko. Ich denke, die Miriam-45 lege ich mir zu.
    If you talk bad about country music, it's like saying bad things about my momma. Them's fightin' words.

  8. #353
    Juontaja (Moderator) Avatar von Mikko
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    Zitat Zitat von Ragged Glory Beitrag anzeigen
    Ein ergänzendes Review von Dir, wie bei der The Teamsters-EP, wäre natürlich die Krönung gewesen. Du vergibst also * * * * an "Aeons"?
    Ja.

    Und "You're welcome, latho!"
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  9. #354
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    Ich tendiere zur Höchstwertung, so sehr imponiert mir, wie zielstrebig und mächtig das Gitarren-Feuerwerk gezündet wird!

  10. #355
    Just another pretty face Avatar von latho
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    Zitat Zitat von Mikko Beitrag anzeigen
    [...]

    Und "You're welcome, latho!"
    Ist bereits bestellt!
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  11. #356
    Nur noch 77 und der Rest vom Mai... Avatar von August Ramone
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    Zitat Zitat von Mikko Beitrag anzeigen



    The Trance – Magic Sphere / Why Me? (7“, Dornbach Records)

    Noch eine arg limitierte Single. Auch hier gibt es nur 99 Stück, aber noch sind diese nicht völlig vergriffen, glaube ich. Das liegt schlicht daran, dass The Trance leider ziemlich unbekannt sind und nicht aus London stammen sondern aus Wien. Dafür ist diese Single absolut großartig! Wäre sie wirklich ganz neu, sie könnte Single des Jahres sein. Die Aufnahmen sind jedoch schon 18 Jahre alt. Und die A-Seite „Magic Sphere“ erschien bereits auf dem einzigen Album von The Trance im Jahr 1997, allerdings nur auf CD. Die Band existierte von 1995 – 98 und spielte Psych Pop, Freakbeat und Mod Pop auf höchstem Niveau. Mich erinnert das sehr stark an The Vogue aus Wien, die schon 17 Jahre früher ähnlich überzeugend musizierten. Diese Single hier ist schon jetzt ein Klassiker, nicht weniger. Gitarrist und Sänger Norb Payr spielte u.a. bei The Jaybirds und The Subcandies. „Magic Sphere“ hat alles, was eine psychedelische Mod Pop Nummer braucht. Auch nach hunderten von Plays wird sie einem nicht über. Und „Why Me?“ steht dem kaum nach. Diese Single ist umwerfend und absolut makellos. Schnell zugreifen, es gibt nur 99 Exemplare! *****
    Klasse Vorstellung, toller Tipp Mikko! Danke! Die 7" ist heute bei mir eingetroffen! Yeah! Grosse Klasse!

  12. #357
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    TERRY - Talk About Terry [7"; Upset! The Rhythm, 2015] * * * * *

    Caution: addictive listening!

    Terry, liebe Foris, sind zwei Boys und zwei Girls aus Melbourne, die sich offenkundig als Fans der frühen Pavement sehen...denn...

    ...diese kleine Lo-Fi-Melodie, die mit ihrer Niedlichkeit das Herz höher schlagen lässt. Der 4/4-Beat, der mit der motorischen, jedoch herrlich blassen Gleichmäßigkeit einer Rhythmusmaschine gespielt wird. Dieses Gesangspaar, das mit schluffigen Harmonien die Knie weichen werden lässt. Das tapfere Selbstbewusstsein des Song-Protagonisten, der sich Mut zuspricht: "I'm not a bad choice!"

    Und natürlich - die Gitarren: nicely out of tune, softly strummed and adorable.

    Isn't that pop-heaven on 45?

  13. #358
    Juontaja (Moderator) Avatar von Mikko
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    Any Dirty Party – You Hate Me, I Kiss You EP (12“, Off Label Records)

    Ein Rock Duo aus Rom. Einer, Renato, spielt Gitarre und singt. Der andere, Alessio, trommelt. Beide haben schon früh damit begonnen, Musik zu machen. Erst jeder für sich, dann in verschiedenen Rock, Blues und Punk Bands. Und nun seit Anfang 2014 zu zweit. Ok, die Konstellation ist spätestens seit den White Stripes nicht besonders neu oder originell. Die fünf Stücke auf dieser EP sind flott gespielt, rau und kraftvoll. Der Gesang klingt manchmal wie über ein Megaphon aufgenommen. Die Gitarrenriffs sind mehr Rock als Garage Beat. Dennoch hat die Musik nichts Breitbeiniges. Minimalistisch, druckvoll, nicht richtig Punk, aber auch nur wenig Pop. Fünf Tracks wie Schlagzeilen. ***



    The Baron Four – Walking Out / Can’t Find My Way (7“, State Records)

    Eine ziemlich typische englische R&B und Beat Band. Eine Handvoll Platten sind bereits erschienen. Jede bei einem anderen einschlägigen Label. Ziemlich clever, finde ich. Diese hier klingt ganz nach den Sixties, genauer Mitte der Sixties. Und sie könnte auch aus Deutschland oder Skandinavien stammen. Dort klangen Bands damals ganz ähnlich. Die A-Seite ein R&B Stomper, auf der Flipside eine Beat Ballade mit Harmonika. ***



    The Get Go – Typically English / Two Time Loser (7“, Crocodile)

    Ebenfalls typisch für die Mitte der Sixties klingt dieses Trio aus dem Süden Londons. Und doch haben sie deutlich mehr Punch als vergleichbare Combos. Schneidende Gitarrenriffs wechseln mit verzerrten Soli. Dazu ein treibender Bass und intelligente Drum Fills und Rolls. Scharfe Bläsersätze vervollständigen das Bild. Schon die A-Seite zeigt einen Hang zum Spätsechziger Rock. Doch die B-Seite ist dann astreiner Rock, der stark an Free erinnert. ****
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  14. #359
    Juontaja (Moderator) Avatar von Mikko
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    The Hanging Stars – The House On The Hill / Endlessly Aimless / Mother Of Earth (7“, The Great Pop Supplement)

    Die zweite Single von Richard Olsons neuer Band knüpft im Prinzip beim Vorgänger an. Schöner melodischer Gitarrenpop ohne allzu viele Schnörkel oder Verspultheiten. Der dritte Track „Mother Of Earth“ ist dann allerdings schon mehr Country Rock als Britpop. Insgesamt eine angenehme, sehr gefällige Single. „The House On The Hill“ ist eindeutig der stärkste und eingängigste Track. ****



    Kingston Wall – I Feel Love / She’s So Fine (7“, Svart)

    Ok, das ist keine neue 7“ 45, sondern ein Re-issue einer CD Single aus dem Jahr 1993. Die Band Kingston Wall war eine finnische Rock Band zwischen traditionellem Hard Rock und Acid Rock bzw. Neo Prog. Die Band war im Prinzip das Baby des Bandgründers, Gitarristen und Sängers Petri Walli. Er schrieb die Songs, die Arrangements, produzierte die Platten im eigenen Studio und brachte sie auf eigenem Label raus. Vom Ansatz her ähnlich wie Stephen Wilson. Eine Album Trilogie sowie eine Reihe Singles und EPs erschienen zwischen 1992 und 94. Ende 1994 löste sich die Band auf und ein halbes Jahr später nahm sich Walli, der an Depressionen litt, das Leben. Kingston Wall werden bis heute in Finnland kultig verehrt und die Platten wurden mehrfach wiederveröffentlicht. Auf dieser Single hier hört man „I Feel Love“ (Giorgio Moroder / Donna Summer) in einer sehr gelungenen Rockversion und „She’s So Fine“ (Noel Redding) in einer etwas heftigeren Fassung als das Original vom Album „Axis Bold As Love“. ****



    The Moccascene – Disappointments / Back In 1969 (7“, no label)

    Michell Gutiérrez Gómez ist Bassist der Band Más Shake und er spielte oder spielt auch noch in weiteren meist Cover Bands der Berliner Soul und Beat Szene. The Moccascene ist sein eigenes Band Projekt, das er nun auch schon seit vielen Jahren betreibt. Diese Single hier ist meines Wissens die erste Veröffentlichung der Moccascene, und sie ist sehr stark limitiert. Ganze 50 Stück wurden gepresst. Man bekommt sie wohl nur direkt von Michell oder bei Gigs von Más Shake. Beide Songs hat Michell selbst geschrieben. Er orientiert sich dabei stark an britischen Vorbildern von Paul Weller bis Noel Gallagher, wobei auch Paul McCartney nicht spurlos an dieser Produktion vorübergegangen ist. Beide Tracks Midtempo mit klarer Gitarre, sattem Bass, schleppenden Drums und schönen Keyboardklängen. ***1/2
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  15. #360
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    Paul Orwell – Fangz (extended cut) / Hypnotize (7“, Heavy Soul)

    Pünktlich zu Halloween kam die wieder streng limitierte und natürlich sehr schnell ausverkaufte dritte 7“ 45 unseres neuen Freakbeat Helden heraus. Zählt man die Splitsingle vom Sommer mit, ist es gar schon die vierte. In Splattervinyl wahlweise rot/schwarz oder rot/weiß konnte man die Single bestellen. „Fangz“ ist soundmäßig etwas aufgemotzt und auch länger als der LP Cut des Tracks. Mit stark verhalltem Gesang und außerirdischen Orgelsounds erinnert das stark an Joe Meek Produktionen der Sixties, wäre da nicht die fette verzerrte Gitarre. Auf jeden Fall eine Single prädestiniert für die Disco und jeden Sixties Garage Beat oder Mod Allnighter. Auf der Flipside wird weiter auf der Gitarre gesägt, die Orgel malträtiert, und die Drums scheppern dazu. Auch hier stark verhallter Gesang und Soundeffekte bis zum Abwinken. Der Song hypnotisiert. ****1/2



    Kelley Stoltz – 4 New Cuts (2x7“, Stroll On)

    Diese Doppel-Single ist das neueste Lebenszeichen des Musikers aus San Francisco. Kelley Stoltz ist im Umfeld der Fresh & Onlys und Ty Segalls aktiv. Von ihm sind seit 1999 acht LPs und eine ganze Reihe Singles und EPs erschienen. Kein unbeschriebenes Blatt also. Seine Musik changiert zwischen Singer / Songwritertum und Power Pop, zwischen Garage Rock und modernem Alternative Rock. Die vier Tracks hier leben von klarem Gitarrensound, eingängigen Melodien und einer sympathischen Lo Fi Attitüde. Mich erinnert das an Jonathan Richman einerseits, an Lou Reed, ja sogar an Leonard Cohen andererseits. Mein Favorit ist „Put That In Your Pipe And Smoke It“. ***1/2



    The What…For! – Compiled! (10“EP, Screaming Apple)

    “A collection of rarities and compilation tracks 1989 – 2000”, so heißt diese EP im Untertitel. Und genau das ist sie. Sechs Tracks sind hier zusammengetragen worden. Es geht los mit „Chicago“, einem Song, den Achim Reichel für die norddeutsche Beat Band The Phantom Brothers 1966 schrieb. Die Version der What…For! unterscheidet sich nur wenig vom Original. Sie ist vielleicht etwas punkiger und gehetzter. Es folgt „If You Don’t Treat Me Right“, im Original von den holländischen Outsiders. Auch hier ist die Aufnahme der Berliner deutlich schneller gespielt als das Original, bis hin zu dem in atemberaubendem Tempo runter geschrubbten Schweinesolo auf der Gitarre. Der dritte Track ist „I Ain’t Got You“. Ein Glanzlicht eines jeden What…For! Gigs. Der Song stammt von Calvin Carter und ist ein Blues Klassiker. The What…For! dürften ihn durch die Yardbirds kennen gelernt haben. Die Aufnahme stammt aus den Sessions zur einzigen What…For! LP und ist bislang unveröffentlicht. „Buzz The Jerk“ ist ein Pretty Things Song. The What…For! spielen ihn noch ungeschliffener und roher als es die Pretties damals taten. „Love At First Feel“ ist ein AC/DC Song aus der Bon Scott Ära. Und The What…For! machen daraus eine wilde ungehobelte Beatnummer mit Mundharmonika. Schließlich „Bad News Travels Fast“ von The Fuzztones, das hier weit mehr nach Beat und Garage klingt als das Original. Eine runde Sache diese Scheibe! ****
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