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Thema: Der letzte Film, den ich gesehen habe (Vol. II)

  1. #44941
    Zaghaft durchs Gebüsch gebrochen Avatar von pinch
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    Zitat Zitat von motörwolf Beitrag anzeigen
    Ich mag seine Besprechungen jedenfalls, auch wenn ich nicht immer seiner Meinung bin.
    Ich dachte bisher immer, das sei Comedy oder zumindest als Parodie auf Filmkritiker angelegt. Habe nie länger als 2 Minuten durchgehalten. So ein Schwafler.

  2. #44942
    Here, There and Everywhere Avatar von misch
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    Mad Max: Fury Road

    Fuck, yeah! Der beste Actioner seit Dredd. Bin geflasht.
    In an ocean of noise,
    I first heard your voice.
    Now who here among us
    Still believes in choice? - Not I!

  3. #44943
    Just another pretty face Avatar von latho
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    Zitat Zitat von motörwolf Beitrag anzeigen
    [...]
    Zur letzten zitierten Zeile: ganz falsch ist das nicht, aber auch nicht die ganze Wahrheit. Er läßt nämlich außer acht, daß es durchaus Unterschiede im Niveau gibt. [...]
    Das hatte ich ja gar nicht ausgeschlossen. Ein Film, der zu 100 % unterhaltsam ist, ist eben ein Fünfsterner. Ein Film, der zu 100 % langweilt, ist für mich keine Kunst, sondern eben langweilig.
    I went to LA to get a new knee and I got a new lover!

  4. #44944
    dreaming of spring Avatar von motörwolf
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    Zitat Zitat von latho Beitrag anzeigen
    Das hatte ich ja gar nicht ausgeschlossen. Ein Film, der zu 100 % unterhaltsam ist, ist eben ein Fünfsterner. Ein Film, der zu 100 % langweilt, ist für mich keine Kunst, sondern eben langweilig.
    Damit wird der Kunstbegriff so subjektiv, daß er letztlich wertlos ist.
    And all the pigeons adore me and peck at my feet
    Oh the fame, the fame, the fame

  5. #44945
    Moderatorina Avatar von tina toledo
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    Daredevil (Mark Steven Johnson, 2003) * *

    Steht wirklich symbolisch für so ziemlich alles, was bei einer Superhelden-Verfilmung daneben laufen kann. (Ein halber Stern Bonus für Colin Farrell als Bullseye!)

  6. #44946
    Flying Burrito Brother Avatar von GrievousAngel
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    Fuefukigawa (Keisuke Kinoshita, 1960)
    www.musicmaniac.at
    I think I've got a feeling I've lost inside..

  7. #44947
    Psych-With-It Avatar von Harry Rag
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    God Told Me To
    (Regie: Larry Cohen - USA, 1976)

    In New York kommt es zu mehreren schrecklichen Anschlagserien, Sniperszenarien oder Amokläufen von scheinbar unbescholtenen Bürgern, die, nach dem Grund ihrer Gewalttaten gefragt, alle äußern, Gott habe es ihnen befohlen. Für den ermittelnden Polizeilieutenant Nicholas eine verzwickte Situation, ist er doch selbst gläubiger Katholik, was ihn davon abhält, sich scheiden zu lassen, obwohl er seit einiger Zeit ein Verhältnis hat. Doch je weiter er in dem Fall ermittelt und forscht, um so mehr gerät sein Weltbild ins Wanken, denn alles scheint mit einem gewissen Bernard Philips zusammen zu hängen, der von seinen Anhängern als Gottes Sohn gesehen, als Frucht einer unbefleckten Empfängnis. Doch das ist noch nicht das Ende von Nicholas Entdeckungen...
    Ich sah Regisseur Larry Cohen, der unter Horrorfans vor allem für die "It's Alive"-Reihe (die in Deutschland unter den Titeln "Die Wiege des Bösen", "Die Wiege des Satans" und "Die Wiege des Schreckens" vertrieben wurde) bekannt und beliebt ist, zuletzt in einem Interview mit einem Kulturmagazin des Senders 3sat, in dem er stolz und vergnügt davon erzählte, wie ihm seine Arbeit an dem kleinen Blaxploitation-Klassiker "Black Caesar" zu einigen Bekanntschaften mit lokalen Gangstergrößen verhalf. Unter deren Schutz konnte er ohne Drehgenehmigung operieren und hatte zu einem Teil New Yorks Zugang, den Hollywoods Filmemacher meistens meiden mussten.
    Diese nonkonforme Art zu filmen, griff er auch in "God Told Me To" wieder auf, wo er das Attentat eines Polizisten während des St. Patrick's Day inszenierte - innerhalb der gerade stattfindenden Parade der irisch-stämmigen Bevölkerung New Yorks! Nebenbei wäre vielleicht noch zu erwähnen, dass der legendäre Komiker Andy Kaufman hier seine erste Filmrolle als schießwütiger Cop hatte, die nicht ganz ohne Zwischenfälle ablief. Kaufmans provozierende Art brachte die Zuschauermenge in Rage und Teile der Crew mussten ihm zur Hilfe eilen, so dass er nicht verprügelt wurde.
    In "God Told Me To" nutzt Larry Cohen geschickt die sattsam bekannte Ausgangssituation des Kriminalfilms bzw. Cop-Thrillers, um durch leichte Verschiebungen Irritationen zu erzeugen, die in einem farbgewaltigen Finale eskalieren, das einen bitterbösen Kommentar zur Existenz eines Gottes bereithält. Es ist eigentlich nur ein kleiner Schritt vom snipernden Serienkiller auf dem Dach eines der New Yorker Wassertürme (hier gleichzeitig lebenspendendes Reservoir der Hochhaus-Metropole und todbringender Hort des Killers) bis zum ohrfeigenscheppernden Ende des Heilands, der Verderbnis und Leid über die Menschheit bringt.
    Darin sind die drei großen monotheistischen Religionen seit Jahrtausenden ungeschlagen; deshalb ist unter anderem die Bibel ein so reichhaltiger Fundus, wenn es um Gründe, Symbole, Inspirationen und Geschichten für Horrorfilme geht.
    "God Told Me To" ist jedoch kein reinrassiger Horrorfilm und über weite Strecken auch sehr nüchtern inszeniert. Die schillernden, verschrobenen Sci-Fi-Anteile, die mit Marias Empfängnis aus der Bibel verbunden werden, lassen Cohens exploitatives Werk erstmals den Boden der "Realität" verlassen (nicht verlieren!), den er aber immer wieder aufs Neue kreiert, gerne auch unter Zuhilfenahme von Blaxploitation-Elementen. (Diese sind eine wichtige Kontinuität und Zutat in Cohens Werk und tauchen immer wieder auf, zuletzt in "Original Gangstas" von 1996.)
    Das furiose und farbenprächtige Finale konfrontiert Hauptfigur Peter Nicholas, gespielt von Tony LoBianco ("The Honeymoon Killers"), endgültig mit seiner Vorstellung von Glaube und der Leidenschaft, die dahintersteht. Er erkennt seinen Ursprung, ist davon so abgestoßen wie fasziniert und lehnt im letzten Moment die "Einswerdung" (ja, Drehbuchautor Cohen hatte sicher vorher mal Kontakt mit LSD) ab, die ihm die Christusfigur im Keller mit seiner Vulva-ähnlich pulsierenden Speerwunde anbietet.
    Im Abspann widmet Larry Cohen (hier Produzent, Autor und Regisseur in Personalunion) seinen Film Bernard Herrmann, dem weltberühmten Komponisten (z.B. "Psycho" und eben auch "It's Alive"), der eigentlich die Musik für "God Told Me To" komponieren sollte, aber (nur einen Tag nachdem er die Aufgabe übernommen hatte) starb. Besagten "Psycho" greift man dann auch auf und filmt eine Szene, die den Tod von Milton Arbogast in Hitchcocks Gräuelklassiker zitiert; Hermanns kreischende Geigen kommen ebenfalls zum Einsatz.
    "God Told Me To" ist nicht nur ein weiterer B-Film aus den 70ern, er ist ein abgefahrenes und bissiges "midnight movie" mit Haltung und einer klaren Aussage: Religiöser Fanatismus wird niemals sterben. Aber du wirst es.

    Trailer
    Bored with sorcery.

  8. #44948
    Moderator Avatar von atom
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    Mad Max: Fury Road (Miller)
    Fabelhaft. Sehr konsequent. Selbst das 3D schadet in keinster Weise.
    read it in a book or write it in a letter

  9. #44949
    Alle Barbiepuppen-Bohèmes ab in die Themse! Avatar von Krautathaus
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    Zitat Zitat von atom Beitrag anzeigen
    Mad Max: Fury Road (Miller)
    Fabelhaft. Sehr konsequent. Selbst das 3D schadet in keinster Weise.
    Hier auch, allerdings zum zweiten Mal und nicht in 3D. Vieleicht bild' ich mir das nur ein, aber ich glaube den Action Sequenzen ohne 3D Effekt besser folgen zu können.

    Das Bild war sensationell, die Farben bestechend. Was mir während der Vehikeljagd auch positiv auffiel, waren die Schnitte auf die Gesichter in Großaufnahme. Überhaupt waren die Choreographie, Schnitt und Kamera sensationell.

    Zitat Zitat von genosse schulz Beitrag anzeigen
    "Mad Max: Fury Road", Miller, 2015, ***
    Wirklich knapp an der Enttäuschung vorbeigeschrammt. Null neue Ideen im MM-Universum, stattdessen pure Effekthascherei: wir blähen die letzte halbe Stunde Road Warrior mit overdressed Setdesign und Action Overkill so richtig auf. Ermüdend. Eklig auch die vielen Glatzen. Ich wollte Mohawks. Und schwule Rocker.
    Mohawks und schwule Rocker hatte ich schon in den ersten beiden Teilen, warum sollte man das wiederholen? Und Ideen gab' es doch einige: von der schrulligen Gläubigkeit (Das Spray!) der Warboys, die Blutbeutel, die Nachtaufnahmen, dem Sandsturm, bis zu den sehr augeklügelten Gefährten...übrigens, als Max die Schönheiten mit dem Wasserschlauch hantieren sieht, war das ein großer Lacher im Publikum.

  10. #44950
    Stopfte einen Apfel in eine sowieso schon gestopfte Trompete Avatar von Nick Longhetti
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    Zitat Zitat von Nick Longhetti Beitrag anzeigen
    Deutsche Western nach Friedrich Gerstäcker zum Zweiten:
    Und zum Dritten:


    Die schwarzen Adler von Santa Fe (Ernst Hofbauer, 1965)

    Hofbauers Film ist erwartungsgemäß der Höhepunkt dieser Reihe und sogar noch deutlich schöner, als ich ihn mir in meinen kühnsten Träumen ausgemalt hatte:
    Präzise und lässig, mit astreiner Fotografie von Hans Jura, endlich tollen Frauenfiguren und meinen Edgar Wallace-Faves Werner Peters und Pinkas Braun als Schmierlappen. Und dann ist da noch dieser großartige und für die Narrative eigentlich vollkommen wertlose Subplot um zwei, im Grunde genommen ganz charmante, Banditen, die niemals irgendwo wirklich ankommen können. Unglaublich.
    We are all failures, at least the best of us are.

  11. #44951
    modérateur aquoiboniste Avatar von gypsy tail wind
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    Vorhin im Kino: Der verborgene Stern (Meghe dhaka tara) (Ritwik Ghatak, Indien 1960) - holy holy! Die zweite cineastische Epiphanie nach "Subarnarekha" - das ist fast zuviel in so kurzer Zeit! Verdammt grossartiger Film!
    une groupe de Suisses précédé de Bacchus entre d'abord


    gypsy goes jazz - jeden ersten donnerstag im monat um 22 uhr und mehr auf Radio StoneFM - die nächsten sendungen:
    4. juni (22-23 uhr): Story of Jazz: Goin' West - Cool Innovations: Los Angeles, early fifties
    23. juni (22-23 uhr): Story of Jazz: Goin' West - Blue Sands: Los Angeles, mid-fifties

  12. #44952
    Zeuge Jay Hovas Avatar von Shanks
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    Zitat Zitat von candycolouredclown Beitrag anzeigen
    Stand für mich immer im Schatten der großen Nasen-Filme. Sollte ich aber mal wieder austesten, glaube, dass ich mich da revidieren muss.
    Auf jeden. Für mich der (einzige) Höhepunkt der Nasen-Reihe. Diese wunderbare Unbeschwertheit, die der Film ausstrahlt, macht den Unterschied. Die ist zwar auch noch in "Die Supernasen" vorhanden, aber das Dauerfeuer an Dummgeschwätz ging mir relativ schnell auf den Zeiger. Über "2 Nasen tanken Super" hüllt man besser den Mantel des Schweigens. "Die Einsteiger" steht bei mir allerdings noch aus, an den erinnere ich mich auch kaum.
    Tanned, Rested & Ready.

  13. #44953
    Stopfte einen Apfel in eine sowieso schon gestopfte Trompete Avatar von Nick Longhetti
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    Zitat Zitat von Shanks Beitrag anzeigen
    "Die Einsteiger" steht bei mir allerdings noch aus, an den erinnere ich mich auch kaum.
    Das wäre dann mein Lieblingsfilm der Reihe, eigentlich einer der schönsten Filme über die Liebe zum Kino überhaupt.


    Gestern gesehen:


    Les démons (Jesús Franco, 1973)

    Beim Sehen der französischen Originalfassung hat es jetzt plötzlich Klick gemacht:
    Franco erzählt eine zärtliche Geschichte über menschliche Sehnsüchte, die harsch mit den Zutaten eines handelsüblichen Nunsploitations-Films kontrastiert. Hinreißend.
    We are all failures, at least the best of us are.

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