Wer kennt ihn, wer mag ihn? Hab bisher etwa 4-5 Krimis von ihm gelesen. In der Hauptrolle immer der charmante Privatdetektiv Nestor Burma aus Paris. Die Krimis spielen im Paris der 40er Jahre (wobei sich jeder der krimis in einem anderen viertel von paris abspielt) und wurden später auch mal in Farbe verfilmt. (Leider noch keinen der Filme gesehen, wobei Michael Serrault die Rolle des Nestor Burma spielte) 2 Bücher, die ich von Léo Malet, vom Père de roman noir francais speziell empfehlen kann, sind "Cent vingt, rue de la Gare" und "5. Arrondissement: Micmac moche au Boul´ Mich´"
Zu Malet
"Léo Malet wurde am 7. März 1909 in Montpellier geboren. Er machte eine Lehre zum Bankangestellten und ging 1925 als Waise nach Paris unter der Obhut des Redakteurs André Colomer, der ihm die Familie ersetzte und ihn entscheidend mit prägte. Dort war er Clochard und schlug sich unter dem Einfluß der Surrealisten als Chansonnier im Kabarett Vache Enragée durch. Danach begann er mit dem Schreiben und arbeitete als Büroangestellter, Filmstatist, Journalist, Herausgeber einer Modezeitschrift oder Ghostwriter eines analphabetischen Erpressers.
Als Poet trat er von 1930 an in der Groupe Surréaliste in Erscheinung. In den 40er Jahren begann Malet Krimis zu schreiben. 1942 erschien sein Roman "120, Rue de la Gare", der Beginn seiner Reihe um den Pariser Privatdetektiv Nestor Burma, an der er die nächsten 30 Jahre schrieb. Das Besondere an Nestor Burma sind jene 15 Romane, die den Zyklus "Die neuen Geheimnisse von Paris" bilden. Jeder Roman spielt in einem anderen Pariser Arrondissement.
Besonders reizvoll sind die Auflagen des Elster-Verlags (leider nicht mehr lieferbar), da sie mit farbigen Stadtteilplänen verziert sind und jeweils in einem Nachwort die Schauplätze der Romane vorgestellt werden. Diese Informationen findet man aber auch in der neueren rororo-Reihe, allerdings nicht in so schöner Aufmachung." (Quelle: Krimi-Couch.de)
1948 erhält Malet den "Grand Prix du club des détectives" und 1958 den "Grossen Preis des schwarzen Humors"
Malet starb am 3. März 1996. Er wurde begraben an seinem Wohnsitz Chatillon-sous-Bagneux (Hauts-de-Seine).



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