Welche Eurer Musik mochten Eure Eltern?

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  • #993569  | PERMALINK

    irrlicht
    Nihil

    Registriert seit: 08.07.2007

    Beiträge: 30,779

    Hal CrovesHä? Niemand hier hat um Rettung gebeten. Insoweit ich mich von Deinem Beitrag angesprochen fühle (also ein bisschen), kann ich nur feststellen, dass ich die wirklichen Umstände geschildert habe, mit denen ich konfrontiert war, nicht mehr und nicht weniger.

    Nicht böse sein, das bezog sich nicht speziell auf Dich (ich fand Deine Kommentare sehr ehrlich und nachvollziehbar), sondern war eher ein generelles Statement, da ich das im Freundeskreis auch oft so wahrnehme: Musik, die die Alten mögen, ist unhörbar und vice versa.

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    Hold on Magnolia to that great highway moon
    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #993571  | PERMALINK

    percy-thrillington
    "If you don't feel it, don't play it"

    Registriert seit: 04.02.2008

    Beiträge: 2,017

    Meinen Vater würde ich als „unmusikalisch“ oder „nicht an Musik interessiert“ bezeichnen … Meine Mutter (Jahrgang 1939) tanzt heute noch durch die Küche, wenn im Radio „Rock Around The Clock“ läuft :-) … Meine Musik hat sie immer toleriert – nur in puncto Lautstärke gab’s hin und wieder Protest … Richtig gut fand sie eigentlich nur die „Pogues“, gar nicht ok fand sie die blutrünstigen Kiss-Poster an der Wand meines Jugendzimmers ;-)

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    #993573  | PERMALINK

    hal-croves
    אור

    Registriert seit: 05.09.2012

    Beiträge: 4,617

    Hal CrovesIch will hier nicht gegen den Grundsatz de mortuis nihil nisi bene verstoßen,

    weswegen ich folgende Einschränkung des bisher Gesagten zur Ehrenrettung meiner Mutter hinzufügen muss: Während mein Vater tatsächlich Null Toleranz besaß gegenüber Dingen, die er nicht mochte (sein Lieblingskommentar zu allem und jedem lautete: „Eisenstange aufn Kopp!“), war meine Mutter da schon etwas anders gestrickt; sie bemühte sich zumindest darum. So schaffte ich es z.B. einmal, ihr den Namen Ian McCulloch beizubringen; das führte zwar nicht dazu, dass sie die Musik von Echo & The Bunnymen mochte, aber immerhin – wenn ich sie fragte, wie der Sänger dieser Band heißt, gab sie die richtige Antwort. ;-)

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    "Edle, freie Unbefangenheit bei Allem. ... Alle übrigen Vollkommenheiten sind der Schmuck unsrer Natur; sie aber ist der der Vollkommenheiten selbst. ... Sie ist mehr als Leichtigkeit, sie geht bis zur Kühnheit: sie setzt Ungezwungenheit voraus und fügt Vollkommenheit hinzu. Ohne sie ist alle Schönheit todt, alle Grazie ungeschickt: sie ist überschwenglich, geht über Tapferkeit, über Klugheit, über Vorsicht, ja über Majestät." (Baltasar Gracián) =>mehr<=
    #993575  | PERMALINK

    mick67

    Registriert seit: 15.10.2003

    Beiträge: 76,902

    MikkoDas hat aber auch nicht unbedingt mit dem Alter zu tun. Meine Eltern waren schon ziemlich als, als ich geboren wurde. Möglicherweise waren sie gerade deshalb sehr tolerant.

    Jein, im Allgemeinen sagt das Alter der Eltern schon etwas über die musikalischen Vorlieben – wenn da überhaupt welche waren – aus.
    Wenn ich lese, daß irrlichts Eltern in meinem Alter sind, ist die Wahrscheinlichkeit wesentlich höher, daß sie – wie ich ;-) – coole Sachen hören und schätzen. Bei Eltern mit Jg. 1940 und älter sieht das wohl eher anders aus. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
    Meine Eltern (Jg. 44/47) haben sich nicht so sehr für Musik interessiert. Der eine oder andere Song wurde mal auf 7″ gekauft, ansonsten beherrschten Udo Jürgens, Les Humphries Singers, Insterburg & Co., The Archies, Pussycat oder div. 3×9/Der Große Preis/K’Tel/Arcade Sampler den Plattenschrank. Ach ja, einen holländischen Beatles Sampler gab es auch.
    Als meine Stones Leidenschaft begann, nötigte das meinen Vater zu der Aussage, daß er die Beatles immer besser fand. Das war es dann aber auch.

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    #993577  | PERMALINK

    august-ramone
    Ich habe fertig!

    Registriert seit: 19.08.2005

    Beiträge: 57,937

    Mick67…..
    Als meine Stones Leidenschaft begann, nötigte das meinen Vater zu der Aussage, daß er die Beatles immer besser fand. Das waren es dann aber auch.

    ;-)

    --

    http://www.radiostonefm.de/ Wenn es um Menschenleben geht, ist es zweitrangig, dass der Dax einbricht und das Bruttoinlandsprodukt schrumpft.
    #993579  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,399

    Mick67Jein, im Allgemeinen sagt das Alter der Eltern schon etwas über die musikalischen Vorlieben – wenn da überhaupt welche waren – aus.

    Das hab ich ja gar nicht bestritten. Ich schrieb ja auch schon ein, zwei Seiten zuvor über die Vorlieben meiner Eltern, die genau in dieses Schema passen. Mir ging es mehr um die Toleranz und Offenheit Neuem und Unbekanntem gegenüber. Diese Toleranz ist natürlich auch nicht nur altersabhängig. Eigene Sozialisation und Herkunft spielt sicher auch eine Rolle.

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    Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 19. September 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 17. September 2019 von 20 - 21 Uhr mit US Garage & Psychedelic Sounds der Sixties!
    #993581  | PERMALINK

    cleetus

    Registriert seit: 29.06.2006

    Beiträge: 16,417

    Mein Vater (’52) ist in einem von der Außenwelt relativ abgeschnittenen Gebirgstal aufgewachsen, da war erst mal nix mit Musik außer dem Holzhacker, wenn im Sommer Busladungen mit Luis Trenker-geilen Touristen den „originalen Heimatabend mit alpinem Unterhaltungsprogramm“ besucht haben. Meine früheste Erinnerung an Musik in Verbindung mit meinem Vater war, dass ich immer aus dem Dachfenster vom Jeep schauen durfte, wenn wir auf die Hütte gefahren sind und er dabei relativ laut den Radetzky-Marsch im Kassettendeck laufen ließ. Mit ca. 8 oder 9 wurden meine LIeblingskassetten dann auf Dangerous von MJ und Neppomuk’s Rache von der EAV erweitert. Ersteres haben er und mein Opa als „Nägamuse“ deklariert aber laufen lassen. Inzwischen hört er nur noch Klassik und da am liebsten barockes Cembalo-Geklimper oder englische Kammermusik aus dem Mittelalter. Somit ergeben sich null Überschneidungen.
    Meine Mutter ist da ein anderes Thema (’59). Aus der pfälzischen Zivilisation stammend und von Army Bases umgeben, hat sie sich musikalisch hauptsächlich mit dem auseinandergesetzt was man heutzutage auf Samplern wie „Die 100 besten Songs über den Vietnam-Krieg“ findet bzw deren Interpreten (inklusive selber singen mit Akustikgitarre, guten Gesprächen und Jugendtreff). Joan Baez war gut zum Einschlafen, CCR, Bob Dylan und die Doors sind bis heute geblieben. Eine Kassette fand ich schon als 7-jähriger schlecht:

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    Don't be fooled by the rocks that I got - I'm still, I'm still Jenny from the block
    #993583  | PERMALINK

    whole-lotta-pete

    Registriert seit: 19.05.2003

    Beiträge: 17,435

    Barclay James Harvest, GENAU diese Kassette….damit hat mich meine Schwester in jungen Jahren gefoltert aus dem Zimmer nebenan. Geht absolut gar nicht.

    --

    RadioStoneFm.de[/URL][/SIZE][/COLOR][/SIZE]
    #993585  | PERMALINK

    jester-d-2

    Registriert seit: 26.02.2011

    Beiträge: 2,045

    Ich hab ein bisschen überlegen müssen, aber das war definitiv die erste Platte, die ich bei meinen Eltern oft mitgehört habe und die mir eigenartigerweise nie missfallen hat. Im Gegenteil.

    --

    Pink Floyd? I didn't know she got a last name.
    #993587  | PERMALINK

    hello_skinny

    Registriert seit: 11.12.2010

    Beiträge: 2,306

    Vor langer langer Zeit in einem unbekannten Land teilte ich mit meinem Vater eine Vorliebe für AC/DC, was sich aber nach ein paar Jahren gegessen hat. Als Kiddie Punk war Hard Rock ja dann total uncool. Das schwarze Album von Metallica (Einfluss von meiner Seite) war ebenfalls ein gemeinsamer Nenner. Mein Vater hat mir die CD allerdings auf jeder Autofahrt tot gehört, sodass sich das auch erledigt hat.

    Die Begeisterung meiner Mutter für die Bellamy Brothers konnte bzw. kann ich überhaupt nicht teilen, weshalb es hier so gut wie gar keine Berührungspunkte gibt. Höchstens Johnny Cash, dessen „At San Quentin“ ich ihr in gebrannter Form zukommen habe lassen, aber leider kann sie es aufgrund der sprachlichen Barriere nicht wirklich genießen („Die Musik is ja gonz schee, aber der red so vui und i versteh des net“)

    Begeisterung beider Elternteile fand jedoch „Automatic for the People“, was auch dann gleich für Wohnzimmer und Auto gebrannt wurde. Langsam aber sicher verhält es sich hier leider wie beim schwarzen Album…

    #993589  | PERMALINK

    malibu

    Registriert seit: 12.12.2005

    Beiträge: 3,280

    Ich kann mich an keine größeren Konflikt mit meinen Eltern wegen meiner Musik erinnern, andererseits auch an kein größeres Interesse. Die schlimmsten Sachen habe ich ihnen nie vorgespielt, warum auch?

    Meine Töchter plündern im Augenblick vermehrt meine CDs (an die Schallplatten trauen sie sich glücklicherweise nicht ran) und hören im Augenblick India Arie und Erykah Badu, neben Joy Division… Die letzte Lykke Li war eine ganze Weile Familienkonsensplatte.
    Glücklicherweise schwärmen sie auch von so Sachen wie Carly Rae Jepsens „Here’s My Number“, sonst müsste ich mir wirklich Sorgen machen.

    --

    #993591  | PERMALINK

    sparch
    MaggotBrain

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 34,532

    Malibu
    Glücklicherweise schwärmen sie auch von so Sachen wie Carly Rae Jepsens „Here’s My Number“, sonst müsste ich mir wirklich Sorgen machen.

    sympathische Einstellung

    --

    Totale Zerstörung!
    #993593  | PERMALINK

    stormy-monday
    verdreckter Hilfssheriff

    Registriert seit: 26.12.2007

    Beiträge: 16,279

    Meine Eltern, Jahrgang ’28 und ’29, hörten meist AFN, da aber (leider) UKW. Eigentlich spielten die DJs durchgängig „Easy Listening“, Ray Coniff, Mantovani, ab und zu Nat King Cole oder Sinatra. Meine Mom, mit einer wunderschönen Sopranstimme gesegnet, sang dann bei „How much is that dog in the window“ mit oder brachte uns Volks- und Weihnachtslieder bei. Bin daher noch ziemlich textsicher beim Knaben mit dem Röslein und dem weissen Neger Wumbaba. Mein Vater hörte viel Glenn Miller, was seiner Army- Zeit geschuldet war. Obwohl meine Mutter in Landsberg am Lech aufwuchs und mein Vater einen ähnlichen Job wie Johnny zur gleichen Zeit hatte, war’s nix, null, nada mit Cash. Auch Rock n ‚Roll war quasi tabu. Sonntagmorgens aber dann immer das grosse Konzert, Orgelwerke von Bach oder Beethoven, Mahler, Bruckner.
    Als ich dann mit Pop anfing, war das toleriert bis zu einer gewissen Lautstärke, aber so viel gab der Mono Schaub- Lorenz Casettenrecorder und das Kofferradio eh nicht her.
    Bei einem sonntäglichen Ausflug gab’s mal fett Stress im Auto, hatte ich doch in meinen „progressiven“ Casettenmix auch Dads Nationalhymne in der Hendrix- Version eingepflegt…….

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    Why? Joy to the fishes in the deep blue sea, joy to you and me
    #993595  | PERMALINK

    percy-thrillington
    "If you don't feel it, don't play it"

    Registriert seit: 04.02.2008

    Beiträge: 2,017

    Stormy Monday

    … mein Vater einen ähnlichen Job wie Johnny zur gleichen Zeit hatte, war’s nix, null, nada mit Cash.

    Schöne Geschichte! Kannten sich denn Dein Vater und Johnny Cash zufällig – oder war die US-Kaserne in Landsberg zu groß?

    --

    *** Konsens-Heini der Umfrage "Die 20 besten Tracks der Talking Heads" ***
    #993597  | PERMALINK

    stormy-monday
    verdreckter Hilfssheriff

    Registriert seit: 26.12.2007

    Beiträge: 16,279

    Nein, die kannten sich nicht. Mein Vater war in Freising stationiert. Meine Mom war aus Landsberg. Getroffen haben sie sich im Zug von München nach Frankfurt. Deswegen gibt es mich……

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    Why? Joy to the fishes in the deep blue sea, joy to you and me
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