Villagers ~ Awayland

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  • #8639977  | PERMALINK

    themagneticfield

    Registriert seit: 25.04.2003

    Beiträge: 33,113

    Es ist schon besser geworden, aber richtig berühren, wie auf dem debüt, tut er mich noch immer nicht. Und das liegt nicht an den elektronischen Elementen, eher an einer Eintönigkeit/Lustlosigkeit im Gesang an manchen Stellen. So empfinde ich z.B. den an sich (vom Text) tollen Refrain von „Nothing Arrived“ als völlig verschenkt, weil er in Zeile 3 oder 4 keine Abwechslung reinbringt, ein kleines Brechen der Stimme, ein Höher oder Tiefer gehen, irgendetwas, statt dessen leiert er die vier Zeilen in der völlig gleichen Tonlage herunter. Ich mag das Lied (wie die gesamte erste Seite) dennoch recht gern, es wäre aber viel mehr möglich gewesen. Außerdem stört es mich, dass die beiden Lieder, die ich schon vorher auf Platte hatte, gleichzeitig die besten Songs des Albums bleiben ;-)

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    "Man kann nicht verhindern, dass man verletzt wird, aber man kann mitbestimmen von wem. Was berührt, das bleibt!
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    #8639979  | PERMALINK

    firecracker

    Registriert seit: 18.01.2003

    Beiträge: 10,559

    Als wahnsinnig berührend empfinde ich die Platte auch nicht, die vorige allerdings ebenfalls nicht. Ich höre Villagers aber auch nicht, um berührt zu werden, zumindest nicht im Sinne von „gerührt sein“ oder „emotional überwältigt sein“. Faszinieren und ergreifen tut mich die Musik; auch der Gesang – wie einen der kalt lassen kann, wenn einem der Rest der Musik gefällt, leuchtet mir nicht so recht ein. Eintönigkeit oder Lustlusigkeit höre ich jedoch auch nicht; weder im Gesang noch den Kompositionen, Lyrics oder Arrangements – im Gegenteil; finde ich in ihrem Zusammenspiel sehr reizvoll, gar spannend. Ich kann nicht einmal einen Lieblingssong ausmachen. Oder zwei oder drei.

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    Dirty, dirty feet from the concert in the grass / I wanted to believe that freedom there could last (Willy Mason)
    #8639981  | PERMALINK

    captain-kidd

    Registriert seit: 06.11.2002

    Beiträge: 4,140

    Zündet noch immer nicht und würde da TheMagneticField zustimen: Irgendwie fehlen Abwechslung und Dynamik. „Nothing Arrived“ ist ein tolles Stück – aber er leiert den Refrain einfach so runter: Schade, mit ein wenig mehr Variation oder Dynamik klänge das viel interessanter. Geht mir bei vielen Stücken so. Um das als Stilmittel zu akzeptieren, fehlt mir der Glaube. Dafür ist es dann schon wieder zu abwechslungsreich. Wie bereits vorher gesagt: Man hört irgendwie, wo er hinwollte – aber man hört vor allem auch, dass er es nicht geschafft hat…

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    #8639983  | PERMALINK

    kaesen

    Registriert seit: 17.06.2003

    Beiträge: 4,252

    Empfinde ich anders. Es ist zwar nicht alles rund, aber es passt so, wie es ist.

    --

    Käse ist gesund!
    #8639985  | PERMALINK

    some-velvet-morning

    Registriert seit: 21.01.2008

    Beiträge: 5,119

    Ich kannte die bisher gar nicht, aber der erste Eindruck ist positiv. Danke für den Tipp!

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    #8639987  | PERMALINK

    chocolate-milk

    Registriert seit: 29.01.2006

    Beiträge: 15,397

    firecrackerAls wahnsinnig berührend empfinde ich die Platte auch nicht, die vorige allerdings ebenfalls nicht. Ich höre Villagers aber auch nicht, um berührt zu werden, zumindest nicht im Sinne von „gerührt sein“ oder „emotional überwältigt sein“.

    Glaube berühren wollten die Villagers nicht mit diesem Album, eher verstören, verwirren oder aufrütteln, so etwas in der Art. Es hat was von einem abstrakten, surrealen Bild das voller Informationen steckt – voller in diesem Fall fett unterstrichen. Eintönig oder lustlos ist es auf keinen Fall. Bin mir nur noch nicht so sicher, ob hier nicht weniger mehr gewesen wäre (zumindest sind das in meinen Ohren zu viele Schichten, was die Instrumentierung und die Geräusche angeht.)

    Muse höre ich hier übrigens nicht, die Villagers sind klar und deutlich zu erkennen. „The Waves“ ist mit seinen 4:57 natürlich nicht zu lang, der Track steigert sich vom Anfang bis zum Ende über vier Parts doch bis zum „dicken Knall“ (der Song ist ganz großes Kino.) Aber so gehen Meinungen auseinander.

    Meine aktuellen Faves:

    Earthly Pleasure
    The Waves
    Judgement Call
    The Bell
    Passing a Message
    Grateful Song

    Und, ja, firecracker, meine Sterne sind eventuell zu früh geworfen – da ist noch Luft nach oben!

    --

    #8639989  | PERMALINK

    firecracker

    Registriert seit: 18.01.2003

    Beiträge: 10,559

    chocolate milkUnd, ja, firecracker, meine Sterne sind eventuell zu früh geworfen – da ist noch Luft nach oben!

    Das ist der Satz, den ich lesen wollte! ;-) Nein, auch der Rest ist interessant!

    Zu viele Schichten? Kennst du das Album seiner früheren Band The Immediate? Damit verglichen wirkt Awayland doch sehr entspannt und strukturiert. :-)

    Favoriten habe ich immer noch keine, obwohl viele Songs als Single taugen würden. Das ganze Album ist aber einfach sehr stimmig.

    --

    Dirty, dirty feet from the concert in the grass / I wanted to believe that freedom there could last (Willy Mason)
    #8639991  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    firecrackerDas ist der Satz, den ich lesen wollte! ;-) Nein, auch der Rest ist interessant!

    Zu viele Schichten? Kennst du das Album seiner früheren Band The Immediate? Damit verglichen wirkt Awayland doch sehr entspannt und strukturiert. :-)

    Favoriten habe ich immer noch keine, obwohl viele Songs als Single taugen würden. Das ganze Album ist aber einfach sehr stimmig.

    Große Singles höre ich nicht mehr. Durch die angereicherte Produktion klingt die Platte schon ein wenig beliebiger als der Vorgänger. Dennoch ist sie keine Enttäuschung. Ein weiteres Album würde ich jedoch nicht ungeprüft kaufen.

    --

    #8639993  | PERMALINK

    themagneticfield

    Registriert seit: 25.04.2003

    Beiträge: 33,113

    chocolate milkGlaube berühren wollten die Villagers nicht mit diesem Album, eher verstören, verwirren oder aufrütteln, so etwas in der Art. Es hat was von einem abstrakten, surrealen Bild das voller Informationen steckt – voller in diesem Fall fett unterstrichen. Eintönig oder lustlos ist es auf keinen Fall. Bin mir nur noch nicht so sicher, ob hier nicht weniger mehr gewesen wäre (zumindest sind das in meinen Ohren zu viele Schichten, was die Instrumentierung und die Geräusche angeht.)

    Muse höre ich hier übrigens nicht, die Villagers sind klar und deutlich zu erkennen. „The Waves“ ist mit seinen 4:57 natürlich nicht zu lang, der Track steigert sich vom Anfang bis zum Ende über vier Parts doch bis zum „dicken Knall“ (der Song ist ganz großes Kino.) Aber so gehen Meinungen auseinander.

    Meine aktuellen Faves:

    Earthly Pleasure
    The Waves
    Judgement Call
    The Bell
    Passing a Message
    Grateful Song

    Und, ja, firecracker, meine Sterne sind eventuell zu früh geworfen – da ist noch Luft nach oben!

    Mit Berühren meinte ich jetzt auch nicht zwingend auf eine emotionale melancholische Art, wie beim Vorgänger, sondern eher, dass er irgendeine Saite in mir anschlägt, die eine sofortige Vereinahmung der Lieder bei mir nach sich zieht. Das kann bei einem elektronischen Stück genauso passieren, wie bei Hip Hop oder einem eher die Gefühlsebene ansprechenden Singer/Songwriter. Wie gesagt die beiden Höhepunkte sind für mich mit „Waves“ und „In A Newfound Land We Are Free“ eben die beiden Stücke, die es vorher schon auf Platte gab, daher war ich schon etwas enttäuscht. Mittlerweile würde ich sagen, der Anfang (Lieder 1-5) und das Ende gefallen mir richtig gut, den Part von Track 6-9 finde ich noch etwas beliebig.

    --

    "Man kann nicht verhindern, dass man verletzt wird, aber man kann mitbestimmen von wem. Was berührt, das bleibt!
    #8639995  | PERMALINK

    chocolate-milk

    Registriert seit: 29.01.2006

    Beiträge: 15,397

    firecracker
    Zu viele Schichten? Kennst du das Album seiner früheren Band The Immediate? Damit verglichen wirkt Awayland doch sehr entspannt und strukturiert. :-)

    Favoriten habe ich immer noch keine, obwohl viele Songs als Single taugen würden. Das ganze Album ist aber einfach sehr stimmig.

    The Immediate kenne ich nicht, noch nicht, werde mich da mal informieren und hören wie sie klingen, vielleicht nehme ich die vielen Schichten hier, dann auch gar nicht mehr so extrem wahr.

    Und alle Songs funktionieren gleich gut, ähm, naja, findest du es gibt hier wirklich keinen schwachen Song? Was ist z.B. mit den Tracks ganz am Ende der Platte „In a Newfound Land You Are Free“ und „Rhythm Composer“.

    --

    #8639997  | PERMALINK

    kaesen

    Registriert seit: 17.06.2003

    Beiträge: 4,252

    Ich finde keinen schlechten Track auf dieser Platte, allerdings fehlt auch der überragende. Es ist ein schönes und gutes Album und lässt auf eine rosige Zukunft hoffen.

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    Käse ist gesund!
    #8639999  | PERMALINK

    pipe-bowl
    Moderator
    Cookie Pusher

    Registriert seit: 17.10.2003

    Beiträge: 64,101

    kaesenIch finde keinen schlechten Track auf dieser Platte, allerdings fehlt auch der überragende.

    „Nothing arrived“ höre ich schon als überrragend gegenüber dem restlichen Material des Albums.

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    there's room at the top they are telling you still but first you must learn how to smile as you kill
    #8640001  | PERMALINK

    kaesen

    Registriert seit: 17.06.2003

    Beiträge: 4,252

    Das wäre ein Steit über Nuancen.

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    Käse ist gesund!
    #8640003  | PERMALINK

    firecracker

    Registriert seit: 18.01.2003

    Beiträge: 10,559

    kaesenDas wäre ein Steit über Nuancen.

    Genau. :-)

    Die Kapitel eines Romanes würde man ja auch nicht in Form von Kurzgeschichten lesen. Awayland ist bestimmt nicht die perfekte Ansammlung von Singles (mag sein, dass nur einige der Songs gute Singles wären), aber im Ganzen sehr kohärent.

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    Dirty, dirty feet from the concert in the grass / I wanted to believe that freedom there could last (Willy Mason)
    #8640005  | PERMALINK

    kaesen

    Registriert seit: 17.06.2003

    Beiträge: 4,252

    So isset.

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    Käse ist gesund!
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