Soul Anfänger

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    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out So Much"

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    Mehr aus San Francisco …. :

    Jacqueline Jones „You Make My Life A Sunny Day“ (Loadstone 3949) 1972

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #9081143  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out So Much"

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    Kalifornische Stilvielfalt, welche die aktuellen Soulrichtungen wiederspiegelt …. :

    The Generation „I`m A Good Woman“ (BGP BGPS 022) ursprünglich unveröffentlicht, stammt diese überzeugende Version des Barbara Lynn Songs wohl aus den frühen 70ern ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #9081145  | PERMALINK

    soulpope
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    Und der Song von vorhin (aka Jacqueline Jones) nun in der Sichtweise eines „Deep Soul Sternenhimmels“ :

    Eddie & Ernie „You Make My Life A Sunny Day“ (Eversoul ES-102)

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #9081147  | PERMALINK

    soulpope
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    Ein Leasingdeal zwischen Los Angeles und Atlanta brachte diese Perle ans Licht :

    Delia Gartrell „Would It Break Your Heart“ (Maverick MA-1006) 1969

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #9081149  | PERMALINK

    soulpope
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    Auch via den in Kalifornien domizilierten Venture Records kamen südliche Sonnenstrahlen …. :

    Neal Kimble „I’ve Made A Reservation“ (Venture VE-607) 1968

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #9081151  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out So Much"

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    The Olympics „Girl, You`re My Kind Of People“ (Warner Bros Seven Arts 7369) 1970

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #9081153  | PERMALINK

    soulpope
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    Und der Produzent des obigen Songs mit der „Urfassung“ auf einem kleinen Label @Hollywood :

    Bob Relf „Girl, You’re My Kind Of Wonderful“ (Trans American Records TA-0010) 1968

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #9081155  | PERMALINK

    jean-jacques-rousoul

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    soulpopeKann mich gerade nicht mehr in die Materie vertiefen, aber auf einen ersten flüchtigen Blick waren ja die „Rollen“ des Soul georgraphisch eher in „Nord“ und „Süd“ verteilt …. es gab natürlich auch Soul im/aus dem Westen, dies aber mehr als Resultat aufnahme-/labelbedingter Lokation als einer eigenen Soulrichtung bzw -schule … ich werde mal später nach ein paar Hörstücken graben, vorausgeschickt ein Hinweis auf eine brandaktuelle ACE Kompilation welche sich genau diesem Dich interessierenden Thema widmet :

    Okay, danke für die hilfreiche Antwort und den Tip!! Also war San Francisco bzw. die Westküste zu der Zeit eher durch Psychedelic Rock und durch die Hippiebewegung geprägt?

    --

    #9081157  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out So Much"

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    Jean-Jacques RousoulOkay, danke für die hilfreiche Antwort und den Tip!! Also war San Francisco bzw. die Westküste zu der Zeit eher durch Psychedelic Rock und durch die Hippiebewegung geprägt?

    Wird wohl so sein – aber für diese Materie bin ich (leider) kein Experte ….

    --

      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #9081159  | PERMALINK

    sonic-juice
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    Jean-Jacques RousoulOkay, danke für die hilfreiche Antwort und den Tip!! Also war San Francisco bzw. die Westküste zu der Zeit eher durch Psychedelic Rock und durch die Hippiebewegung geprägt?

    Ich habe mir die Frage von Dir – insbesondere mit Blick auf L.A. – von ein paar Jahren auch mal gestellt und bin dem für einen Artikel nachgegangen. Dabei habe ich ich auch diverse Soul-DJs und Experten um Einschätzungen und Playlists gebeten. In Kürze wäre meine Antwort auf die Frage, warum der West Coast Soul Sound nicht so identifizierbar ist wie der von Detroit, Memphis oder New Orleans, dass L.A. in den 60er Jahren neben New York eines der großen Zentren der Musikindustrie war, Soul insofern nur eines von vielen Genres war und es keine herausstechenden großen Erfolgslabels wie Motown oder Stax gab, die einen charakteristischen wiedererkennbaren Sound produzierten, an dem sich alle anderen orientierten. Bei genauerem Hinhören zeigt sich aber, dass L.A. durchaus auch für Soul ein wichtiger Standort war. Zu den Künstlern, die (zeitweilig) vor Ort lebten und arbeiteten, zählen u.a. B.B. King, Little Richard, Johnny Otis, Ike Turner, Ray Charles, Bobby Womack, Willie Hutch, Barry White, Brenda Holloway, Bettye Swann und nicht zuletzt Sam Cooke. Man profitierte hier natürlich von den exzellenten Aufnahmebedingungen und der Zahl an Profimusikern, die von Jazz über Sinatra, Beach Boys, Rock und Soul alles auf Abruf spielen konnten. Motown verlagerte schon Mitte der 60er einen Teil ihrer Produktionen an die Westküste, bevor sie dann 1972 sogar das Hauptquartier nach L.A. verlegten und das Sub-Label Mowest gründeten. Einzelnes ist umstritten, aber in L.A. entstanden wohl auch viele Backing Tracks für Künstler wie Mary Wells, The Temptations, The Four Tops, The Supremes und Stevie Wonder. Stax zog es in den frühen 70ern ebenfalls nach L.A., sie richteten dort das legendäre WattStax-Festival aus.
    Neben den großen Labels wie Capitol, 20th Century Fox, MGM, United Artists und Warner Bros., die durchaus auch Soul veröffentlichten, gab es hunderte von kleineren Labels, die den Soul-Sound prägten. Am typischsten für L.A. ist wohl der Sound von Mirwwod, der mit seinen luftigen Arrangements (oft mit Vibraphone) recht gut wiedererkennbar ist. Weitere wichtige Label sind Modern/Kent, Liberty, Doré, Renfro, Money, Audio Arts, Loma (gehörte zu Warner Bros.), Tangerine (von Ray Charles) und SAR (von Sam Cooke).
    Wie bekommt man hier den Einstieg? Es gibt von Kent diverse gute Kompilationen für einzelne oben genannte Labels (The Mirwood Soul Story Vol. 1 und 2, The Modern Records Story, Renfro Soul Story, Double Shot of Soul…). Für den Start würde ich persönlich den Kent/Modern-Sampler „Where Soul Begins… For Dancers Only“, die LP „The Duck“ von Jackie Lee, alles von Brenda Holloway und die sehr schönen „Northern Soul of L.A. Vol. 1 & 2“ (Goldmine) empfehlen.

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    #9081161  | PERMALINK

    soulpope
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    Beiträge: 24,172

    Sonic JuiceIch habe mir die Frage von Dir – insbesondere mit Blick auf L.A. – von ein paar Jahren auch mal gestellt und bin dem für einen Artikel nachgegangen. Dabei habe ich ich auch diverse Soul-DJs und Experten um Einschätzungen und Playlists gebeten. In Kürze wäre meine Antwort auf die Frage, warum der West Coast Soul Sound nicht so identifizierbar ist wie der von Detroit, Memphis oder New Orleans, dass L.A. in den 60er Jahren neben New York eine der großen Zentren der Musikindustrie war, Soul insofern nur einer von vielen Genres war und es keine herausstechenden großen Erfolgslabels wie Motown oder Stax gab, die einen charakteristischen wiedererkennbaren Sound produzierten, an dem sich alle anderen orientierten. Bei genauerem Hinhören zeigt sich aber, dass L.A. durchaus auch für Soul ein wichtiger Standort war. Zu den Künstlern, die (zeitweilig) vor Ort lebten und arbeiteten, zählen u.a. B.B. King, Little Richard, Johnny Otis, Ike Turner, Ray Charles, Bobby Womack, Willie Hutch, Barry White, Brenda Holloway, Bettye Swann und nicht zuletzt Sam Cooke. Man profitierte hier natürlich von den exzellenten Aufnahmebedingungen und der Zahl an Profimusikern, die von Jazz über Sinatra, Beach Boys, Rock und Soul alles auf Abruf spielen konnten. Motown verlagerte schon Mitte der 60er einen Teil ihrer Produktionen an die Westküste, bevor sie dann in den 1972 sogar das Hauptquartier nach L.A. verlegten und das Sub-Label Mowest gründeten. Einzelnes ist umstritten, aber in L.A. entstanden wohl auch viele Backing Tracks für Künstler wie Mary Wells, The Temptations, The Four Tops, The Supremes und Stevie Wonder. Stax zog es in den frühen 70ern ebenfalls nach L.A., sie richteten dort das legendäre WattStax-Festival aus.
    Neben den großen Labels wie Capitol, 20th Century Fox, MGM, United Artists und Warner Bros., die durchaus auch Soul veröffentlichten, gab es hunderte von kleineren Labels, die den Soul-Sound prägten. Am typischsten für L.A. ist wohl der Sound von Mirwwod, der mit seinen luftigen Arrangements (oft mit Vibraphone) recht gut wiedererkennbar ist. Weitere wichtige Label sind Modern/Kent, Liberty, Doré, Renfro, Money, Audio Arts, Loma (gehörte zu Warner Bros.), Tangerine (von Ray Charles) und SAR (von Sam Cooke).
    Wie bekommt man hier den Einstieg? Es gibt von Kent diverse gute Kompilationen für einzelne oben genannte Labels (The Mirwood Soul Story Vol. 1 und 2, The Modern Records Story, Renfro Soul Story, Double Shot of Soul…). Für den Start würde ich persönlich den Kent/Modern-Sampler „Where Soul Begins… For Dancers Only“, die LP „The Duck“ von Jackie Lee, alles von Brenda Holloway und die sehr schönen „Northern Soul of L.A. Vol. 1 & 2“ (Goldmine) empfehlen.

    Danke für diese profunde Antwort, welche u.a einige der vor mir eingebrachten 45er Clips in Kontext setzt. Die grossen Labels haben – wie Du korrekt anmerkst – an unterschiedliche Orten Soul Produkte eingekauft bzw „machen lassen“, so segelt so manche Southern Soul Aufnahme unter kalifornischer Flagge. Dies war auch bei manchen der kleineren Labels der Fall (Kent, Liberty, Tangerine um ein paar zu nennen) ….

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    #9081163  | PERMALINK

    jean-jacques-rousoul

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    Sonic JuiceIch habe mir die Frage von Dir – insbesondere mit Blick auf L.A. – von ein paar Jahren auch mal gestellt und bin dem für einen Artikel nachgegangen. Dabei habe ich ich auch diverse Soul-DJs und Experten um Einschätzungen und Playlists gebeten. In Kürze wäre meine Antwort auf die Frage, warum der West Coast Soul Sound nicht so identifizierbar ist wie der von Detroit, Memphis oder New Orleans, dass L.A. in den 60er Jahren neben New York eines der großen Zentren der Musikindustrie war, Soul insofern nur eines von vielen Genres war und es keine herausstechenden großen Erfolgslabels wie Motown oder Stax gab, die einen charakteristischen wiedererkennbaren Sound produzierten, an dem sich alle anderen orientierten. Bei genauerem Hinhören zeigt sich aber, dass L.A. durchaus auch für Soul ein wichtiger Standort war. Zu den Künstlern, die (zeitweilig) vor Ort lebten und arbeiteten, zählen u.a. B.B. King, Little Richard, Johnny Otis, Ike Turner, Ray Charles, Bobby Womack, Willie Hutch, Barry White, Brenda Holloway, Bettye Swann und nicht zuletzt Sam Cooke. Man profitierte hier natürlich von den exzellenten Aufnahmebedingungen und der Zahl an Profimusikern, die von Jazz über Sinatra, Beach Boys, Rock und Soul alles auf Abruf spielen konnten. Motown verlagerte schon Mitte der 60er einen Teil ihrer Produktionen an die Westküste, bevor sie dann 1972 sogar das Hauptquartier nach L.A. verlegten und das Sub-Label Mowest gründeten. Einzelnes ist umstritten, aber in L.A. entstanden wohl auch viele Backing Tracks für Künstler wie Mary Wells, The Temptations, The Four Tops, The Supremes und Stevie Wonder. Stax zog es in den frühen 70ern ebenfalls nach L.A., sie richteten dort das legendäre WattStax-Festival aus.
    Neben den großen Labels wie Capitol, 20th Century Fox, MGM, United Artists und Warner Bros., die durchaus auch Soul veröffentlichten, gab es hunderte von kleineren Labels, die den Soul-Sound prägten. Am typischsten für L.A. ist wohl der Sound von Mirwwod, der mit seinen luftigen Arrangements (oft mit Vibraphone) recht gut wiedererkennbar ist. Weitere wichtige Label sind Modern/Kent, Liberty, Doré, Renfro, Money, Audio Arts, Loma (gehörte zu Warner Bros.), Tangerine (von Ray Charles) und SAR (von Sam Cooke).
    Wie bekommt man hier den Einstieg? Es gibt von Kent diverse gute Kompilationen für einzelne oben genannte Labels (The Mirwood Soul Story Vol. 1 und 2, The Modern Records Story, Renfro Soul Story, Double Shot of Soul…). Für den Start würde ich persönlich den Kent/Modern-Sampler „Where Soul Begins… For Dancers Only“, die LP „The Duck“ von Jackie Lee, alles von Brenda Holloway und die sehr schönen „Northern Soul of L.A. Vol. 1 & 2“ (Goldmine) empfehlen.

    Wow!! :wow: Vielen Dank für deine – wirklich ausführliche und kompetente – Antwort! Und für die Vorschläge!! :lach::lach: Ein paar Dinge sind mir eigentlich auch schon bewusst gewesen, z.B. das WattStax Festival, habe nur in diesem Kontext gar nicht daran gedacht. Kann wohl passieren, wenn man sich im Nachhinein in so eine Zeit zu denken versucht, die man nicht wirklich selbst miterlebt hat. ;-) War nicht im übrigen so eine Band wie Sly & the Family Stone – um mal auf etwas „bekanntere“ Bands zurück zu kommen – nicht ebenfalls durchaus bedeutsam für die Entwicklung des Funk? Die kommen ja auch aus der Ecke…

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