Rory Gallagher

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    zoji

    Registriert seit: 04.10.2017

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    @latho

    Ich bekomme das mit der getrennten Zitierfunktion einfach nicht hin, deswegen so.

    Über Gallagher unterhalten habe ich mich vermutlich erst, als ich ihn dann auch als Bluesrocker entdeckt hatte, insofern mag ich die Klassifizierung als Hardrocker tatsächlich deutschlandweit exklusiv gehabt haben. Den Rest habe ich praktisch so empfunden wie Du, inklusive der Wahrnehmung, dass die begriffliche Abgrenzung erst mit dem Auftreten neuer Stile (oder stilistischer Zweige) konturenschärfer wurde. Aber möglicherweise liegt das auch am eigenen Wissenszuwachs und die älteren waren da schon früher präziser. Das auf dem Schulhof der musiktheoretische Hintergrund noch nicht sehr entwickelt ist liegt ja in der Natur der Sache. (Bei mir vielleicht noch weniger, weil ich statt mit einem mittelfränkischen Gymnasium mit einer Großstadt-Speckgürtel-Realschule vorlieb nehmen musste. Das erklärt vielleicht auch mein Problem mit der Zitierfunktion). Fehlt mir auch heute noch, da ich Musik nicht sehr analytisch, sondern eher emotional aufnehme. Im Grunde versuche ich immer noch autodidaktisch und entsprechend dilettantisch subjektive Wahrnehmungen einzuordnen. Anhand der NWOBHM ist das für mich am interessantesten, weil ich erstens nie wieder so unmittelbar und intensiv an einer Entwicklung teilgenommen habe und es zweitens ein schön überschaubarer Bereich ist, der ja nur zwei oder drei Jahre so richtig blühte. Im übrigen wurde ich auch zu recht nicht ernst genommen, weil ich mir alle möglichen Bandnamen, auch solche, von denen ich nur gelesen hatte und deren Anhänger z.T. in Konflikt miteinander standen, in einer Mischung aus unkritischer Begeisterung und stilistischen und ideologischen Unverständnis, gleichzeitig auf die Jeansjacke schmierte. Hardrock, HM, Punk, New Wave und dann eben auch noch Pink Floyd.

    Bei Deiner Anmerkung zu denen kollidiert meine Vorliebe für sie mit einem Faible für originelle Musikerbeleidigungen. Dummy-Teststrecke für VW gefällt mir prächtig.

    Einen signifikanten Unterschied sehe ich in unserem Verhältnis zu Pop. Zwar weiß ich genau was Du meinst, muss aber längst zugeben, dass ich meine Schwärmerei für ihn nicht nur vor meinen Mitschülern, sondern auch vor mir selbst geschickt verborgen hatte.

    Wayward Child gefällt mir so gut, dass ich es in irgendeinem Forum einst zu meinem Nick erkor.

    --

    Und lieg´ich dereinst auf der Bahre, dann denkt an meine Guitahre, und gebt sie mir mit in mein Grab (Der rührselige Cowboy, D. Duck)
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    #11058855  | PERMALINK

    zoji

    Registriert seit: 04.10.2017

    Beiträge: 3,943

    jesseblueWobei der Begriff New Wave Of British Heavy Metal impliziert, dass es schon vor dieser Wortschöpfung Heavy Metal gegeben haben muss. Da ich jedoch kein Zeitzeuge bin, weiß ich nicht, ob die Musiklandschaft den Terminus Heavy Metal vor 1979 für beispielsweise Black Sabbath, Judas Priest oder Motörhead verwendete, oder erst aus der Retroperspektive diese Musik unter Heavy Metal geführt wird. Und letztendlich ist Judas Priest auch nicht weniger Heavy Metal als Iron Maiden, Tank oder Tygers Of Pan Tang, egal ob mit oder ohne New Wave Of vor der Bezeichnung. Da du den fehlenden Punk-Einfluss bei vielen NWOBHM-Acts vermisst, zoji: Bis auf die ersten beiden Maiden-LPs ist mir bisher auch kein weiteres britisches Album bekannt, welches die Dynamik des Punk mit dem stampfenden Hard Rock kombinierte. Die Single-Landschaft sah jedoch anders aus. Gerade Neat Records veröffentlichte einige tolle 7″, die eine Menge Punk und Garage im Sound hatten und unter dem Label NWOBHM vertrieben wurden. Der Klang schwappte auch auf andere Länder über und die dänische Band Brats brachte 1980 eine tolle LP namens 1980 heraus.

     

    Ich bin gar nicht sicher, ob Zeitzeugen das besser benennen können. Wiki, englisch wie deutsch, nennt jedenfalls eine Reihe von Quellen, wann und in welchen musikalischen Zusammenhängen der Begriff zuerst auftauchte und wie er ausgelegt wurde. Wenn ich das richtig interpretiere etablierte er sich aber erst um 1980 herum im allgemeinen musikalischen Sprachgebrauch.

    Das mir der Punkeinfluss prinzipiell fehlt ist ein Missverständnis. Ich mag White Spirit und die ersten beiden von Def Leppard (die Nachfolger fand ich dann fürchterlich, habe ich aber auch Jahrzehnte nicht gehört). Ich würde das auch nicht in jedem Fall unmittelbar musikalisch verstehen. Eine gewisse DIY-Ästhetik in Sound und Artwork, minderwertige, schepperige, aber auch schön raue Produktion, Anmutung energetischr Spontanität über filigraner Elaboration … so in etwa.
    Das höre ich z. B. in den Debüts der von Dir genannten TOPT, Tank oder eben IM (bei Killers ist das für mich schon verschwunden), aber auch die Erstgeborenen von Girlschool oder Raven fallen mir ein. Musikalisch auch einzelne Titel, Machine Gun von Saxon beispielsweise. Vor kurzem habe ich mir diesen Sampler gekauft, enthält ja auch einige Neat-Records-Acts. 

    Brats kannte ich nicht, aber yep, das ist ein Sound der mich packt. Wandert erst einmal auf die Wunschliste, das könnte was werden mit denen und mir, danke dafür. Mit den aus ihnen offenbar entstandenen Mercyful Fate und King Diamond konnte ich dann aber schon nichts mehr anfangen.

    Wir sind reichlich OT. Sorry Rory.

    --

    Und lieg´ich dereinst auf der Bahre, dann denkt an meine Guitahre, und gebt sie mir mit in mein Grab (Der rührselige Cowboy, D. Duck)
    #11058883  | PERMALINK

    latho
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    Registriert seit: 04.05.2003

    Beiträge: 35,108

    zoji@latho
    Ich bekomme das mit der getrennten Zitierfunktion einfach nicht hin, deswegen so.
    Über Gallagher unterhalten habe ich mich vermutlich erst, als ich ihn dann auch als Bluesrocker entdeckt hatte, insofern mag ich die Klassifizierung als Hardrocker tatsächlich deutschlandweit exklusiv gehabt haben. Den Rest habe ich praktisch so empfunden wie Du, inklusive der Wahrnehmung, dass die begriffliche Abgrenzung erst mit dem Auftreten neuer Stile (oder stilistischer Zweige) konturenschärfer wurde. Aber möglicherweise liegt das auch am eigenen Wissenszuwachs und die älteren waren da schon früher präziser. Das auf dem Schulhof der musiktheoretische Hintergrund noch nicht sehr entwickelt ist liegt ja in der Natur der Sache. (Bei mir vielleicht noch weniger, weil ich statt mit einem mittelfränkischen Gymnasium mit einer Großstadt-Speckgürtel-Realschule vorlieb nehmen musste. Das erklärt vielleicht auch mein Problem mit der Zitierfunktion). Fehlt mir auch heute noch, da ich Musik nicht sehr analytisch, sondern eher emotional aufnehme. Im Grunde versuche ich immer noch autodidaktisch und entsprechend dilettantisch subjektive Wahrnehmungen einzuordnen.

    Ich glaube schon, dass man Musik nie anders hört. Ob sie einem gefällt oder nicht, stellt sich beim Anhören fest. Sicherlich weiß ich heute, dass ich manche Sachen mehrfach hören muss und dass sich das Gefallen mit der Zeit auch ändert, aber zunächst mal ist das emotional. Dass man darüber rational diskutieren und sich austauschen kann, davon zeugen viele Posts hier im Forum.
    Was die Einordnung angeht: Henne und Ei. Heißt: Weiß ich beim Hören neuer Musik, dass sie von Experten/Freunden/Rest der Welt zu Musikrichtung yx gerechnet wird, höre ich ja schon mal anders, als wenn das im Supermarkt erklingt.

    zoji
    Anhand der NWOBHM ist das für mich am interessantesten, weil ich erstens nie wieder so unmittelbar und intensiv an einer Entwicklung teilgenommen habe und es zweitens ein schön überschaubarer Bereich ist, der ja nur zwei oder drei Jahre so richtig blühte. Im übrigen wurde ich auch zu recht nicht ernst genommen, weil ich mir alle möglichen Bandnamen, auch solche, von denen ich nur gelesen hatte und deren Anhänger z.T. in Konflikt miteinander standen, in einer Mischung aus unkritischer Begeisterung und stilistischen und ideologischen Unverständnis, gleichzeitig auf die Jeansjacke schmierte. Hardrock, HM, Punk, New Wave und dann eben auch noch Pink Floyd.

    Ja, das war tatsächlich sehr undogmatisch – wobei es auch genügend Dogma gab, vor allem in der Abgrenzung zur Pop-Welt.

    zoji
    Bei Deiner Anmerkung zu denen kollidiert meine Vorliebe für sie mit einem Faible für originelle Musikerbeleidigungen. Dummy-Teststrecke für VW gefällt mir prächtig.
    Einen signifikanten Unterschied sehe ich in unserem Verhältnis zu Pop. Zwar weiß ich genau was Du meinst, muss aber längst zugeben, dass ich meine Schwärmerei für ihn nicht nur vor meinen Mitschülern, sondern auch vor mir selbst geschickt verborgen hatte.
    […]

    Tja, wer nicht? Immer den Harten machen, aber bei stand gut versteckt Blondies Plastic Letters, eine Platte, die ich seit ihrer Erscheinung mag.

    --

    If you talk bad about country music, it's like saying bad things about my momma. Them's fightin' words.
    #11058887  | PERMALINK

    pink-nice3
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    Gehts hier um die Neue von Rory?

    --

    Wenn ich meinen Hund beleidigen will nenne ich ihn Mensch. (AS) „Weißt du, was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein. Bei allem was du machst. Und wenn's so richtig Scheiße ist, dann ist wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle, wo es am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment.“ +27233
    #11059045  | PERMALINK

    latho
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    Registriert seit: 04.05.2003

    Beiträge: 35,108

    Nein, der Thread dreht sich um Rory Gallagher an sich. Von daher sind zoji und ich etwas abgewichen, wir machen jetzt privat weiter.

    --

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    #11126913  | PERMALINK

    zoji

    Registriert seit: 04.10.2017

    Beiträge: 3,943

    Montag, 08.06., 1:10 bis 5:20 im WDR: Rory Gallagher Nacht

    --

    Und lieg´ich dereinst auf der Bahre, dann denkt an meine Guitahre, und gebt sie mir mit in mein Grab (Der rührselige Cowboy, D. Duck)
    #11126919  | PERMALINK

    stefane
    Eye on the Road

    Registriert seit: 24.07.2006

    Beiträge: 5,303

    zoji
    Montag, 08.06., 1:10 bis 5:20 im WDR: Rory Gallagher Nacht

    Danke für den Hinweis.

    Rory Gallagher Nacht

    Zum 25. Todestag von Rory Gallagher am 14. Juni sendet Rockpalast in der Nacht vom 7. auf den 8. Juni eine Reihe von Beiträgen mit dem irischen Sänger und Bluesgitarristen:
    01.10 Uhr ‚Hier und Heute‘-Beitrag von 1973 über Rory Gallagher
    01.13 Uhr Konzert von 1976 im WDR-Studio L
    02.50 Uhr Auftritt bei der 1. Rocknacht am 23./24. Juli 1977
    03.50 Uhr 90-minütige Doku von 1997 zum viel zu frühen Tod von Rory Gallagher

    Der WDR schreibt dazu in seinen Sendungsankündigungen:

    01.10 Uhr ‚Hier und Heute‘-Beitrag von 1973 über Rory Gallagher

    In einer kurzen „Hier und Heute“-Sendung vom 19. Januar 1973 wird der 1948 in Irland geborene Rory Gallagher vorgestellt.

    01.13 Uhr Konzert von 1976 im WDR-Studio L

    Noch bevor Rory Gallagher die 1. Rocknacht in der Grugahalle in Essen 1977 eröffnete, war er bereits mit seiner Band im legendären WDR-Studio L aufgetreten. Die Aufzeichnung fand am 6. Oktober 1976 statt.

    Bei dem Studiokonzert vor Publikum spielte Gallagher (Gesang/Gitarre) gemeinsam mit Gerry McAvoy am Bass, Rod De’Ath an den Drums und Lou Martin am Keyboard. Der Höhepunkt seiner damaligen Show war der akustische (Solo-)Teil, mit dem Gallagher einstieg und den er eigens für den Rockpalast verlängert hatte.

    Nach dem akustischen Teil mit Coversongs aus Country, Blues und Folk folgte der elektrische Band-Teil. Im Verlauf des Konzerts brachte Gallagher das Kölner Publikum mit Akustikgitarre, Dobro, Slide-Gitarre, Mandoline und seiner berühmten, abgewetzten Fender Stratocaster zum Kochen.

    Besetzung:
    Rory Gallagher – vocals, guitar
    Gerry McAvoy – bass
    Lou Martin – keyboards
    Rod De’Ath – drums

    Setlist
    Acoustic Solo:
    01. Pistol Slapper Blues
    02. Too Much Alcohol
    03. Out on the Western Plain
    04. Bankers Blues
    05. Rag Mama Rag
    06. Nothing But the Devil
    07. Pistol Slapper Blues

    Electric Band:
    08. Goin‘ to My Hometown
    09. I Take What I Want
    10. Calling Card
    11. Secret Agent
    12. Do You Read Me
    13. Bought and Sold
    14. Country Mile
    15. Jacknife Beat
    16. Boogie

    02.50 Uhr Auftritt bei der 1. Rocknacht am 23./24. Juli 1977

    Die Initialzündung für den Rockpalast war die erste Rocknacht mit Rory Gallagher, Little Feat und Roger McGuinn’s Thunderbyrd, die vom 23. auf den 24. Juli 1977 live via Eurovision übertragen wurde.

    Die 1. Rocknacht bedeutete nicht nur für den Rockpalast den Durchbruch. Auch der irische Rockgitarrist Rory Gallagher bekam durch seinen live im TV übertragenen Auftritt einen wohl verdienten Karriereschub. Während des Konzerts, das in der Essener Grugahalle stattfand, zeigte Rory Gallagher, was er am besten konnte: Straight nach vorne gespielten, vom Blues beeinflussten Rock’n’Roll. Von Anfang an brachte der ungemein sympathische Ire die Halle zum Kochen – nicht nur mit seinem virtuosen Gitarrenspiel, sondern auch mit seinem ungebremsten Enthusiasmus und seiner sichtbaren Spielfreude.

    Später schrieb der damalige Rockpalast-Redakteur Peter Rüchel über den Auftritt: „Rory Gallagher machte die Show in jeder Beziehung auf. Er sagte uns später, das sei sein bis dahin bester Auftritt gewesen.“ Gemeinsam mit Gerry McAvoy am Bass, Rod De’Ath am Schlagzeug und Lou Martin an den Keys spielte Gallagher ein kraftvolles Set mit Hits wie „Moonchild“, „Out on the Western Plain“ oder „Calling Card“.

    Besetzung:
    Rory Gallagher – vocals, guitar
    Gerry McAvoy – bass
    Lou Martin – keyboards
    Rod De’Ath – drums

    Setlist:
    01. Moonchild
    02. Secret Agent
    03. Calling Card
    04. Out on the Western Plain
    05. Barley and Grape Rag
    06. Tattoo’d Lady
    07. Souped Up Ford
    08. Bullfrog Blues
    09. Bought and Sold

    --

    "Bird is not dead; he's hiding out somewhere, and will be back with some new shit that'll scare everybody to death." (Charles Mingus)
    #11229647  | PERMALINK

    zoji

    Registriert seit: 04.10.2017

    Beiträge: 3,943

    Bitte den Bildhintergrund beachten. Gibt es eine Erklärung für dieses äußerst verstörende Foto?

     

     

    --

    Und lieg´ich dereinst auf der Bahre, dann denkt an meine Guitahre, und gebt sie mir mit in mein Grab (Der rührselige Cowboy, D. Duck)
    #11229755  | PERMALINK

    latho
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    Registriert seit: 04.05.2003

    Beiträge: 35,108

    Selbst MAGA-Idioten schaffen es, einen Amazon-Verkäufer-Account anzulegen?

    --

    If you talk bad about country music, it's like saying bad things about my momma. Them's fightin' words.
    #11229777  | PERMALINK

    zoji

    Registriert seit: 04.10.2017

    Beiträge: 3,943

    lathoSelbst MAGA-Idioten schaffen es, einen Amazon-Verkäufer-Account anzulegen?

    Verkäufer bietet tausende Flaggen an. Jede Menge Trump, QAnon, aber auch Biden oder z.B. dies, was ja wieder ganz lustig ist, wenn man bedenkt, was sie wohl tatsächlich hochhielt. Rory hätte ich da trotzdem lieber nicht gesehen.

    --

    Und lieg´ich dereinst auf der Bahre, dann denkt an meine Guitahre, und gebt sie mir mit in mein Grab (Der rührselige Cowboy, D. Duck)
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