ROLLING STONE im Januar 2020

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  • #10955167  | PERMALINK

    pipe-bowl
    Moderator
    Cookie Pusher

    Registriert seit: 17.10.2003

    Beiträge: 58,669

    Mein Vater pflegte schon zu sagen, dass diejenigen, die für alles offen sind, nicht ganz dicht sein können. Einen gewissen Einfluss scheint das auf mich und meine Einstellung gehabt zu haben. Ich bin nicht so der Typ für ständige Veränderungen und richte mich sehr gerne bequem und stetig ein. Und das wird, je weiter die Zeit fortschreitet, immer diffiziler. Wobei das sicherlich nicht zu einem „früher war alles besser“ führt. Zumindest nicht bei mir.

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    #10955173  | PERMALINK

    pipe-bowl
    Moderator
    Cookie Pusher

    Registriert seit: 17.10.2003

    Beiträge: 58,669

    pfingstluemmelWieso? Online ist doch alles gratis. Voll nett von den Künstlern!

    Jau, die müssen so viel Kohle scheffeln, wenn die alles noch für umme anbieten können. Sicherlich eine Errungenschaft der neuen Zeit.

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    there's room at the top they are telling you still but first you must learn how to smile as you kill
    #10955179  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
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    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 72,910

    stormy-mondayGlaub das oder nicht, ich hatte noch zwei Zeilen zu dem Award und Awards allgemein geschrieben., dann aber wieder gelöscht. Der zweite Satz war „die Awards sind auch nicht mehr das, was sie mal waren“.

    Schon klar, im Zweifelsfall ist es immer „nicht mehr das, was es mal war“. Aber dass Gaga kürzlich erst einen der größten Hits ihrer Karriere hatte, lässt sich auch mit noch soviel Akrobatik nicht wegdiskutieren. Dass man einen derartigen Hype wie 2009 nicht auf ewig konservieren kann, sollte klar sein. Jede Karriere war und ist eine bumpy road, auch die von Dir genannten ewigen Helden hatten lange Durststrecken, in denen man nicht mehr allzuviel auf ein künstlerisches und/oder kommerzielles Comeback gegeben hätte. Und so richtig unten war Gaga bislang noch nicht. „Art Pop“ war nach ihren Maßstäben ein Flop und sie will von der Ära nichts mehr wissen, dafür mehren sich in letzter Zeit die Stimmen, die das Album als verkanntes Meisterwerk feiern (einige Kritiker waren auch seinerzeit schon begeistert). Die Kollaboration mit Tony Bennett und die „Neuerfindung“ als Traditionalistin mit „Joanne“ waren dagegen absolut erfolgreich und fanden auch Kritikerbeifall. Und ich habe gar keinen Zweifel, dass Mother Monster mal wieder Musik macht, die auch mich begeistert, sie ist ja gerade mal 33 …

    Und bei T. Rex, mei, was soll ich sagen. Wäre damals nicht auf die Idee gekommen, eine Halbwertzeit anzusetzen. The future was wide open.

    Eben. And the sky is still the limit

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    #10955181  | PERMALINK

    krautathaus

    Registriert seit: 18.09.2004

    Beiträge: 22,715

    stormy-monday

    herr-rossiHm, war da nicht was, letztes Jahr? Da war doch was? Ach ja:

    Glaub das oder nicht, ich hatte noch zwei Zeilen zu dem Award und Awards allgemein geschrieben., dann aber wieder gelöscht. Der zweite Satz war „die Awards sind auch nicht mehr das, was sie mal waren“. Und bei T. Rex, mei, was soll ich sagen. Wäre damals nicht auf die Idee gekommen, eine Halbwertzeit anzusetzen. The future was wide open. @ Sparch & Kraut: Ich kann das auch lassen. Denke aber, es ist Teil einer Diskussion über populäre Musik. Und freue mich, wenn Reibung entsteht. Aber wenn Ihr lieber unter Euch bleibt mit Euren fabulösen Beiträgen, schreibt mir das. Ich verkrieche mich dann gerne in die Sternethreads oder schreibe bei ELO mit…

    Es würde schon genügen, wenn du schreibst, dass du mit der Musik z.B. von Lady Gag Ga nichts anfangen kannst. Ist doch vollkommen ok. Aber ein Jahr nach dem vielleicht mit erfolgreichsten Jahr in Ga Ga’s zehnjähriger Karriere von „Ein früh verglühtes Sternchen vermutlich, keine 3 Sterne mehr wert mit ihren mühsamen Veröffentlichungen, keine Dekade hat das gedauert.“ zu schreiben, frag ich mich schon, ob du 2018 / 2019 irgendwie in einem Bunker verbracht hast.

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    #10955183  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 72,910

    pipe-bowlJau, die müssen so viel Kohle scheffeln, wenn die alles noch für umme anbieten können. Sicherlich eine Errungenschaft der neuen Zeit.

    Und schon die nächste faktenbefreite Endlosschleife. Breaking news: Online wird inzwischen Geld verdient. Auch von Künstlern. Hatten wir an anderer Stelle schon ausführlich, ich gebe daher mal etwas schreibfaul weiter an Jack Conte:

    How artists can (finally) get paid in the digital age

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    #10955185  | PERMALINK

    pfingstluemmel
    Darknet Influencer

    Registriert seit: 14.09.2018

    Beiträge: 3,560

    Das ist aber die andere Seite. Ging doch vor allem darum, dass ICH kein Geld mehr ausgeben muss.

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    #10955189  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 72,910

    pfingstluemmelDas ist aber die andere Seite. Ging doch vor allem darum, dass ICH kein Geld mehr ausgeben muss.

    Nein, musst Du nicht. Aber Du musst auch nicht zwingend traditionelle Tonträger kaufen, damit Künstler Geld verdienen (Du kannst es in den meisten Fällen aber weiterhin). Es gibt Patreon, es gibt Bandcamp, Du kannst weiterhin Konzerttickets kaufen – und selbst die Margen und Werbeeinnahmen beim Streaming sind nicht zu vernachlässigen (Kleinvieh/Mist …). Das Dasein als Künstler war noch nie der goldene Weg zur Beamtenpension, ob man mit seinem Geschrammel auf Dauer seine Existenz und seinen Drogenkonsum sichern konnte, wer wusste das schon. Musiker arbeiten immer mit den Gegebenheiten ihrer Zeit und die Tonträger-Verkaufs-Ära war halt das: Eine zeitlich begrenzte Ära. Das digitale Zeitalter ist jetzt Realität und die Geschäftsmodelle von früher kommen so nicht mehr wieder. Oder um es mit den weisen Worten von Billie Eilish zu sagen: „Mom, did I ever buy a fucking CD???“

    (Und um das noch mal festzuhalten: Ich kaufe weiterhin LPs und liebe 7“s …)

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    #10955193  | PERMALINK

    irrlicht
    Nihil

    Registriert seit: 08.07.2007

    Beiträge: 30,356

    herr-rossi Und ich habe gar keinen Zweifel, dass Mother Monster mal wieder Musik macht, die auch mich begeistert, sie ist ja gerade mal 33 …

    Naja und selbst wenn nicht: Was ist das überhaupt für eine unsinnige Diskussion. Seit wann wird eigentlich das Standing eines Künstlers und sein Wirkungsgrad schon während seiner Blütezeit beschlossen? Ob ein Act wie Lady Gaga „musikhistorisch Relevanz“ hatte (sowieso eine fragwürdige Herangehensweise), kann man dann ja gerne in fünfzig Jahren thematisieren.

    Es ist ein Unding, Kunst immer direkt an allem anderen messen zu müssen. Am Werk vergleichbarer Acts, an den Hochphasen des Künstlers selbst, am „Musikkanon allgemein“. Ich würde mir manchmal wünschen, dass man sich mehr auf das Geschaffene einlässt, auch Brüche und Veränderungen im Werk eines Menschen zulässt und nicht lediglich das immer gleiche in gleicher Form verlangt. Die Art, wie Musik unters Volk kommt, hat sich nunmal massiv verändert. Das fällt mir regelmäßig auf, wenn ich sehe, dass ein beliebiger Track von Juju oder Capital Bra (um nur relevante Acts des Jahres in Deutschland zu nennen) mit ihren aktuellen Aufnahmen mehr Klicks generieren, als zahllose „Klassiker“ der Musikgeschichte. So übertrumpft bspw. Yacines „Kokaina“ unlängst spielend „Penny Lane“ und ist für die Zielgruppe auch sicher ungleich stilprägender. Verkäufe auf physischer Basis sind heute nicht mehr das zentrale Argument und das wird sich auch nicht mehr umkehren. Auch die Frage, ob heute so etwas wie ein „neuer“ Dylan auf der Landkarte erscheinen könnte, ist mühsig – vermutlich nicht, schon einfach, weil die Strukturen mittlerweile andere sind. Das Überangebot lässt m.E. ein solches „Star-tum“ nur noch bedingt zu und findet eher in kleineren Blasen statt. Und dennoch kennt vermutlich der allergrößte Teil der musikbegeisterten Leute bis 30 heute eher einen Track von Arcade fire, Radiohead oder Kendrick, als die Großwerke von The Who, T. Rex oder Velvet Underground. Letzen Endes muss man einsehen, dass alles seine Zeit hat, auch die Kunst. Es gibt so viel grandiose Musiker und Autoren der Vergangenheit, die heute niemand mehr kennt, so viel Faszinierendes, was heute beliebt ist, aber vermutlich in zwanzig Jahren nur noch eine Insidernische anspricht.

    --

    Hold on Magnolia to that great highway moon
    #10955195  | PERMALINK

    sparch
    MaggotBrain

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 33,179

    stormy-monday
    Glaub das oder nicht, ich hatte noch zwei Zeilen zu dem Award und Awards allgemein geschrieben., dann aber wieder gelöscht. Der zweite Satz war „die Awards sind auch nicht mehr das, was sie mal waren“.
    Und bei T. Rex, mei, was soll ich sagen. Wäre damals nicht auf die Idee gekommen, eine Halbwertzeit anzusetzen. The future was wide open.
    @ Sparch & Kraut: Ich kann das auch lassen. Denke aber, es ist Teil einer Diskussion über populäre Musik. Und freue mich, wenn Reibung entsteht. Aber wenn Ihr lieber unter Euch bleibt mit Euren fabulösen Beiträgen, schreibt mir das. Ich verkrieche mich dann gerne in die Sternethreads oder schreibe bei ELO mit…

    Ja, sorry, dass ich nicht so viel Geduld aufbringe wie andere hier. Aber mit dem zitierten Beitrag bestätigst Du ja gerade selbst, dass Du Dir die Welt zurechtbiegst, wie es Dir gerade passt: „Wie? Lady Gaga hat einen Preis gewonnen? Die Preise sind aber auch nicht mehr das, was sie mal waren…“, my ass…
    Und selbst wenn Deine Prophezeiungen eingetreten wären, was sollen die ständigen Vergleiche mit alten Helden von anno Schnee? Abgesehen davon hätte auf Bob Dylan Ende der 80er auch niemand mehr auch nur einen Cent gewettet.

    --

    Conjoin the Vacuous
    #10955199  | PERMALINK

    pipe-bowl
    Moderator
    Cookie Pusher

    Registriert seit: 17.10.2003

    Beiträge: 58,669

    herr-rossi

    pipe-bowlJau, die müssen so viel Kohle scheffeln, wenn die alles noch für umme anbieten können. Sicherlich eine Errungenschaft der neuen Zeit.

    Und schon die nächste faktenbefreite Endlosschleife. Breaking news: Online wird inzwischen Geld verdient. Auch von Künstlern.

    Genau das habe ich doch umschrieben.

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    #10955211  | PERMALINK

    pfingstluemmel
    Darknet Influencer

    Registriert seit: 14.09.2018

    Beiträge: 3,560

    herr-rossi

    pfingstluemmelDas ist aber die andere Seite. Ging doch vor allem darum, dass ICH kein Geld mehr ausgeben muss.

    Nein, musst Du nicht. Aber Du musst auch nicht zwingend traditionelle Tonträger kaufen, damit Künstler Geld verdienen (Du kannst es in den meisten Fällen aber weiterhin). Es gibt Patreon, es gibt Bandcamp, Du kannst weiterhin Konzerttickets kaufen – und selbst die Margen und Werbeeinnahmen beim Streaming sind nicht zu vernachlässigen (Kleinvieh/Mist …). Das Dasein als Künstler war noch nie der goldene Weg zur Beamtenpension, ob man mit seinem Geschrammel auf Dauer seine Existenz und seinen Drogenkonsum sichern konnte, wer wusste das schon. Musiker arbeiten immer mit den Gegebenheiten ihrer Zeit und die Tonträger-Verkaufs-Ära war halt das: Eine zeitlich begrenzte Ära. Das digitale Zeitalter ist jetzt Realität und die Geschäftsmodelle von früher kommen so nicht mehr wieder. Oder um es mit den weisen Worten von Billie Eilish zu sagen: „Mom, did I ever buy a fucking CD???“ (Und um das noch mal festzuhalten: Ich kaufe weiterhin LPs und liebe 7“s …)

    Viel wichtiger: Man muss nicht mehr mit hochrotem Kopf zum LP-Hörtresen schleichen, wenn man in die Musik von Lady Gaga oder Billie Eilish reinhören will.

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    #10955213  | PERMALINK

    pfingstluemmel
    Darknet Influencer

    Registriert seit: 14.09.2018

    Beiträge: 3,560

    irrlicht So übertrumpft bspw. Yacines „Kokaina“ unlängst spielend „Penny Lane“ und ist für die Zielgruppe auch sicher ungleich stilprägender.

    Wer 2019 nichts besseres als Kokaina findet, ist mindestes ein so armer Tropf wie jemand, der in 1967 Penny Lane für den Heiligen Gral hielt. Dabei musste er die Single nur flippen und hatte Strawberry Fields Forever. Nothing is  real. And nothing to get hung about.

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    #10955223  | PERMALINK

    krautathaus

    Registriert seit: 18.09.2004

    Beiträge: 22,715

    Apropos Eilish, deren Duo Interview mit Billie Joe Armstrong ich gleich als erstes in der RS Januarausgabe gelesen und geliked habe (indem ich ein Küsschen auf das Interview gedrückt hab). Die ist in der neuen Ausgabe des Altherrenmagazins für Technikgeraffel „Analog“ auf Seite 57 für Ihr Debut von 4 Redakteuren hoch gelobt worden. Musik imSchnitt 1,3 Klang 1,5 und Vinyl (Pressung) 1,6 (von 5).

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    from Monday to Friday, from Friday to Sunday
    #10955231  | PERMALINK

    irrlicht
    Nihil

    Registriert seit: 08.07.2007

    Beiträge: 30,356

    pfingstluemmel Wer 2019 nichts besseres als Kokaina findet, ist mindestes ein so armer Tropf wie jemand, der in 1967 Penny Lane für den Heiligen Gral hielt. Dabei musste er die Single nur flippen und hatte Strawberry Fields Forever. Nothing is real. And nothing to get hung about.

    War aber auch nicht das Thema.

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    Hold on Magnolia to that great highway moon
    #10955251  | PERMALINK

    pfingstluemmel
    Darknet Influencer

    Registriert seit: 14.09.2018

    Beiträge: 3,560

    Worum ging’s noch gleich? Um die musikalische Relevanz von Lady Gaga?

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