Ein neues Jahr und über die Urlaubstage direkt endlich etwas mehr Zeit gehabt.

1. PATTI SMITH: Im Jahr des Affen / Year of the monkey (2019)
Mein zweites Buch von Smith, nach „Hingabe“, das zwei Jahre vorher erschien. Als Musikerin verehre ich Patti Smith, ich mag aber auch ihren Schreibstil durchaus gerne. „Im Jahr des Affen“ ist mehr Tagebuch als Geschichte und springt dabei munter in der Zeit. Mal verliert man sich in einem Gemälde und reist Jahrhundert zurück, mal bildet sich ein Strom an Gedanken rund um die Frage der Vergänglichkeit, gerahmt durch mehrere Todesfälle in Smiths Biografie, dann ist man in die Gegenwart geschleudert und sieht sich Krisen rund um die Wahl von Trump und dem Beginn der Coronapandemie konfrontiert. Ihr Stil ist relativ schlicht und zumindest in Teilen auch gut greifbar. Im Werk wird regelmäßig nicht nur in der Zeit gewandert, sondern auch zwischen realer Welt, Träumen und Halbschlaf – einige Metaphern und auch kulturelle Referenzen sind mir zwar nicht ganz aufgegangen, dennoch ist das Buch in jedem Falle lesenswert.
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Hold on Magnolia to that great highway moon