Polish Jazz – die Reihe von Muza, Komeda, Stanko und mehr

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  • #88711  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    PolishJazz03_PolishJazzQuartet_Wroblewski_zps6f1ad8bc.jpg

    Öffnen wir doch mal einen Thread … keine Ahnung, wie und ob er gedeihen wird, denke es ist sinnvoll, ihn nicht bloss auf die „Polish Jazz“-Reihe von Muza/Polskie Nagrania zu beschränken, sondern allgemein für polnischen Jazz zu öffnen – eben Komeda, Stanko, Namsylowski, Trzaskowsk, Kurylewicz … und weniger bekannte Leute wie Wanda Warska oder der von mir verehrte Ptaszyn … und auch gegen Diskussionen über jüngere Leute ist nichts einzuwenden!

    PolishJazz05_Komeda_Astigmatic_zpsc8ae16ea.jpg

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #133: Revivals und Comebacks in den 90ern - 14.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
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    #8964429  | PERMALINK

    Anonym
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    Aus dem unfangreichen Angebot der „Polish Jazz“-Reihe habe ich mir jetzt noch folgende drei Platten gegönnt:

    THE WLODZIMIERZ NAHORNY TRIO – Heart
    KRZYSZTOF SADOWSKI AND HIS GROUP – Three Thousands Points
    NOVI SINGERS – Five, Four, Three

    Die ersten beiden auf gut Glück, die Novi Singers ganz gezielt, da mich der umwerfende Scatgesang dieser Band enorm kickt. Erfreulicherweise sind diese Platten als Vinylausgaben recht einfach zu bekommen, scheinbar hielt und hält sich die Nachfrage diesbezüglich also in Grenzen. Allerdings sollte man bei polnischen Pressungen auch den ein- oder anderen Qualitätsstandard nicht ganz so hoch ansetzen. Gut klingen tun die meisten Scheiben zwar, das Vinyl ist aber nicht selten so hauchdünn wie die dazugehörigen Plattenhüllen. Allein aber die Covermotive sind fast jedes Mal eine einzige Wonne und verführen – mich jedenfalls – fast schon automatisch zum Kauf.

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    #8964431  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

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    Sehr hübsch außerdem auch die unlängst von Finders Keepers Records wiederaufgelegte 7′ der „Jazz Jamboree Nr. 4“ von 1961.

    Bass – Roman Dylag
    Drums – Leszek Dudziak
    Piano – Krzysztof Komeda
    Tenor Saxophone – Bernt Rosengren

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    #8964433  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    An der Liste arbeite ich noch – die wird korrigiert (zuviele Fehler oben) und ein wenig bebildert und kommt wieder …

    Hier Komeda im Trio, 1961, am Jazz Jamboree:

    Polanski 1959 im Pijama auf dem Tisch (mehr dazu gleich):

    Und noch ein Link:
    http://polish-jazz.blogspot.ch

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    #8964435  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Registriert seit: 25.01.2010

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    Auf der Polish Jazz Archives Website finden sich leider die ganz frühen Programme des Jazz Jamboree nicht, aber 1966 waren aus den USA z.B. Stuff Smith und Lou Bennett zu Gast:
    http://www.polishjazzarch.com/jazz-jamboree.html

    1967 war dann Roland Kirk dort (davon gibt es ein Bootleg, ebenso von derselben Tour in Prag – phantastischer Stoff!), dazu Charles Lloyd mit seinem Quartett (in the USSR) und Eroll Garner. Es gab da wohl wirklich früh schon Begegnungen, das Jamboree fand ja bereits 1958 zum ersten Mal statt. Natürlich waren stets auch Bands aus Westeuropa vertreten (Krog/Garbarek, Favre, Ponty) und Ossis wie Luten durften auch nicht fehlen:
    http://www.polishjazzarch.com/wersjaangielska.html

    Mingus trat übrigens 1972 in Warschau auf, davon gibt es Aufnahmen. Ebenso von Ted Curson mit Trzaskowski und von Thelonious Monk 1966, Lucky Thompson 1969, Brubeck (mit Mulligan) 1970, Ornette 1971, Jimmy Smith 1972, Johnny Griffin 1973, McCoy Tyner 1974, Benny Goodman 1976 (der tourte ja schon viel früher durch den „Ostblock“ – Bill Crows unglaublich tolle Erinnerungen To Russia Without Love muss man bei jeder Gelegenheit erwähnen!), Archie Shepp 1978 (Dexter Gordon war in Krakau), Don Cherry und Sonny Rollins 1980, Carla Bley 1981, dem Art Ensemble 1982, David Murray und Miles Davis 1983 (in dem Jahr spielte Stanko ein Trio-Set mit Rufus Reid/Jack DeJohnette), Thad Jones/Mel Lewis waren mit ihrer Band 1976 in Sopot – die Liste erhebt überhaupt keine Ansprüche, das sind nur die Dinge, von denen ich auf die Schnelle sagen kann, dass ich Aufnahmen haben müsste (teils übrigens Film-Aufnahmen) – vermutlich gibt es noch sehr viel mehr!

    Jazz Jamboree was always a target for the Soviet authorities who felt the music was aural poison from depraved Western nations. Performance reviews then were understandably scathing (if printed at all), but even in later years critics were not averse to taking a shot at Warsaw’s annual jazz bash.

    In the early 1950s, when be bop ruled the hipsters‘ world, jazz was forbidden in Poland. Political leaders saw it as the „music of rotten capitalists,“ and listening or playing it meant that you sympathized with communism’s biggest enemy, the United States. In those times, Polish jazz giants of today such as Michal Urbaniak, Adam Makowicz and Zbigniew Namyslowski could listen to jazz only through Radio Luxembourg broadcasts, which were often jammed by communist authorities.

    But in 1956, three years after Stalin’s death, Poland went through a political thaw: collective farms were abolished, unjustly sentenced prisoners were released and jazz was legalized. From then on, „the jazz plague infected young people’s minds,“ as the communist party’s daily, Trybuna Ludu, commented on the first Jazz Jamboree.

    Leopold Tyrmand, writer and journalist, named the festival and was its spiritual father. Tyrmand loved America and all that was American. He dressed as a beatnik and was known for his trademark colorful socks, often photographed by reporters. „Lolo,“ as he was called by his friends, was the biggest jazz fan in Poland. He claimed that Ella Fitzgerald’s songs were the only thing that allowed him to survive the war.

    The first festival, named simply Jazz `58, was held that September in Warsaw’s Stodola club. Tyrmand came up with the name Jazz Jamboree and made jazz standard Swanee River the festival’s anthem.

    Weiterlesen:
    http://alapospischil.wikispaces.com/Something+interesting+about+polish+jazz

    Rahsaan Roland Kirk 1967:

    Annie Ross sang 1965 mit Wojcech Karolaks Trio „Twisted“:

    Und Stan Getz war 1960 schon dort, trat mit dem Trio von Trzaskowski auf:

    Und da fällt mir ein, dass ich eine CD-Kopie der LP „Jazz Jamboree 1961“ habe – neben einer Gruppe namens „New Orleans Stompers“ (mit Zbiggy an der Posaune!?) sind Ianci Körössy, Bernt Rosengren (mit Komeda), Ronnie Ross (mit Trzaskowski) und Jimmy Gourley (mit Komeda) zu hören.

    Aber weil es hier um polnischen Jazz geht, hier die Kurylewicz/Komeda All Stars (ersterer diesmal an der Posaune) mit Jerzy Matuszkiewicz, Jerzy Milian, Roman Dylag und Tadeusz Federowski:

    Und „Jazz Camping“ (Wojciech Plewiński, 1959) mit Polanskis Pijama-Tanz (leider ganz kurz), Musik von Andrzej Trzaskowski, wie es scheint:

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    #8964437  | PERMALINK

    asdfjkloe

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    ein ganz toller Thread, war mir der polnische Jazz doch schon früh recht nah.
    Nah dadurch, dass ich die Möglichkeit in den Siebzigern hatte, einige polnische Musiker live erleben zu dürfen,

    Und wo sie gerade erwähnt wird, es war jedes Mal ein Erlebnis – Wanda Warska zusammen mit der Band von Andrzej Kurylewicz!

    Dann noch Tomasz Stanko im Trio, mit Adam Makovicz und Czeslaw Bartkowski, und Urbaniak, als er neben der Geige noch Saxofon spielte, natürlich mit Urszula Dudziak.

    Das und damaliger Kontakt zu einer polnischen Jazzzeitschrift und ein Brieffreund von dort lösten eine Welle von LP-Käufen aus…
    Für mich ist der Stellenwert des polnischen Jazz bis heute geblieben, hat er für mich doch eine besondere und andere Ausstrahlung…

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    #8964439  | PERMALINK

    Anonym
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    Apropos Polanski:

    Roman Polanskis selten gezeigter Kurzfilm SSAKI (Säugetiere) von 1962 mit der Musik von Krzysztof Komeda:


    (Einer der Darsteller in diesem Kurzfilm ist übrigens Wojciech Frykowski, der Jahre später in Los Angeles im Haus von Polanski und Sharon Tate der Manson-Family zum Opfer fiel.)

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    #8964441  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    RockalternoThe series was launched in 1964 by the only record company active in Poland at the time, the State-owned Polskie Nagrania (Polish Recordings) and released under the company’s main label “Muza”. Its instigators were Ryszard Sielicki (label’s artistic director) and Andrzej Karpinski (label’s executive producer). The great Polish photographer / graphic designer Marek Karewicz was responsible for most of the photographs appearing on the covers and the design of the cover art itself of the individual albums in the series. Albums continued to be released as a part of the series until the end of 1989, and during the 26 years of its existence, the series amounted to 76 releases, a staggering amount of music by any standard.

    Die Reihe stellte die wichtigsten polnischen Jazzmusiker vor – und umfasste einige der schönsten Jazzalben Europas, ganz besonders in den Sechziger Jahren. Bei Muza erschienen auch anderen Jazz-Alben, die nicht in der Numerierung erwähnt werden, aber an sich auch mit dazugehören – über die habe ich nun aber nicht den Überblick. Auf Discogs findet man z.B. rasch Alben von den Novi Singers (die mich nicht interessieren), mir selbst sind ein paar von Jerzy Milian, dem Vibraphonisten (Vol. 17) bekannt.

    Auf CD sind einige Alben bei Power Bros. (mit hässlichen neuen Covern) und ein paar andere bei Anex, jeweils in Zusammenarbeit mit Muza/Polskie Nagrania, erschienen – auch da habe ich nicht wirklich einen Überblick, das meiste, was ich kenne, verdanke ich einem holländischen Freund, der an der Nordsee lebt und der einige Zeit lang bei einem Plattenhändler immer wieder mit „Stoff“ aus Polen, der DDR, der Tschechoslowakei versorgt wurde (über ihn lernte ich auch den grossartigen Ianci Körössy kennen, den Mann mit den vielen Namen), und er hat sich auch all die Anex-CDs geholt, als man das noch konnte (selbst habe ich das völlig verpennt und heute gibt’s auch die CDs meist nur noch für Mondpreise, wenigstens die aus der hübschen Anex-Serie).

    Es gibt natürlich bei einem Staats-Monopol (das wohl nicht selten über Existenzen entschied, auch wenn der Jazz es in Polen vergleichsweise besser hatte, soweit ich das weiss) immer auch negative Aspekte:

    RockalternoOf course the fact that Polskie Nagrania were a State-owned monopoly had its implications; some of Poland’s great musicians, especially those who were associated with anti-government political affiliations, were never included as part of the series. Others, especially those more avant-garde inclined, with less social skills and “elbows” were also ignored. Obviously ego trips, personal preferences and other typical human relationships feuds also played part in the overall decision making, as to who’s going to be recorded and included in the series, which resulted in somewhat uneven artistic level / aesthetic quality of the music. Some of the wrongs that were made at the time were later vindicated, others remind unrepaired. In retrospect one must admit that the series managed to achieve infinitely more positive things for Polish Jazz than the collateral damage it caused.

    Andrzej Kurylewicz Quintet ‎– Go Right – Polish Jazz [Vol. 0] (1963)

    Warsaw Stompers ‎– New Orleans Stompers – Polish Jazz Vol. 1 (1965)
    Andrzej Kurylewicz – Polish Radio Big Band – Polish Jazz Vol. 2 (1965)
    [Jan „Ptaszyn“ Wroblewski -] Polish Jazz Quartet – Polish Jazz Vol. 3 (1965)
    The Andrzej Trzaskowski Quintet – Polish Jazz Vol. 4 (1965)
    Komeda Quintet – Astigmatic – Polish Jazz Vol. 5 (1966)
    Zbigniew Namysłowski Quartet – Polish Jazz Vol. 6 (1966)
    The Ragtime Jazz Band – Polish Jazz Vol. 7 (1966)
    Jazz Band Ball Orchestra – Polish Jazz Vol. 8 (1966)
    Janusz Zabiegliński and His Swingtet – Polish Jazz Vol. 9 (1967)
    Laureaci Festiwalu Jazz Nad Odrą – Polish Jazz Vol. 10 (1967)

    The Andrzej Trzaskowski Sextet – Seant – Polish Jazz Vol. 11 (1967)
    Hagaw ‎– Do You Love Hagaw? – Polish Jazz Vol. 12 (1967)
    NOVI ‎– Bossa Nova – Polish Jazz Vol. 13 (1967)
    Andrzej Kurylewicz Quintet – Ten + Eight / 10+8 – Polish Jazz Vol. 14 (1967)
    The Włodzimierz Nahorny Trio ‎– Heart – Polish Jazz Vol. 15 (1968)
    Old Timers with Sandy Brown – Polish Jazz Vol. 16 (1969)
    Jerzy Milian Trio ‎– Baazaar – Polish Jazz Vol. 17 (1969)
    High Society ‎– High Society – Polish Jazz Vol. 18 (1969)
    Jazz Studio Orchestra of the Polish Radio – Polish Jazz Vol. 19 (1969)
    JJ 69 – New Faces in Polish Jazz – Polish Jazz Vol. 20 (c. 1970)

    Krzysztof Sadowski ‎– Krzysztof Sadowski and His Hammond Organ – Polish Jazz Vol. 21 (1970)
    Tomasz Stanko Quintet – Music for K – Polish Jazz Vol. 22 (1970)
    Old Metropolitan Band ‎– Time Machine – Polish Jazz Vol. 23 (1971)
    Michal Urbaniak’s Group ‎– Live Recording – Polish Jazz Vol. 24 (1971)
    Mieczysław Kosz ‎– Reminiscence – Polish Jazz Vol. 25 (1971)
    Paradox ‎– Drifting Feather – Polish Jazz Vol. 26 (1971)
    Mieczysław Mazur – Rag Swing Time – Polish Jazz Vol. 27 (1971)
    Stodoła Big-Band ‎– Let’s Swing Again – Polish Jazz Vol. 28 (1971)
    Old Timers, Sami Swoi, Old Metropolitan Band, High Society ‎– Tribute to Armstrong – Polish Jazz Vol. 29 (1972)
    Old Timers ‎– Hold the Line – Polish Jazz Vol. 30 (1972)

    Marianna Wróblewska – Sound of Marianna Wróblewska ‎- Polish Jazz Vol. 31 (1972)
    Sami Swoi ‎– Circus – Polish Jazz Vol. 32 (1972)
    Zbigniew Namyslowski – Winobranie – Polish Jazz Vol. 33 (1973)
    Jazz Carriers – Carry On! – Polish Jazz Vol. 34 (1973)
    Adam Makowicz ‎– Unit – Polish Jazz Vol. 35 (1973)
    Michał Urbaniak Constellation ‎– In Concert – Polish Jazz Vol. 36 (1973)
    All Stars After Hours – Night Jam Session in Warsaw 1973 – Polish Jazz Vol. 37 (1973)
    Jazz Band Ball Orchestra ‎– Home – Polish Jazz Vol. 38 (1974)
    Tomasz Stanko – Twet – Polish Jazz Vol. 39 (1974)
    Jan „Ptaszyn“ Wróblewski, Wojciech Karolak ‎– Mainstream – Polish Jazz Vol. 40 (1973)

    old Washboard ‎– Live at the Stodoła Club – Polish Jazz Vol. 41 (1974)
    Czesław Gładkowski & Krzysztof Zgraja ‎– Alter Ego – Polish Jazz Vol. 42 (1974)
    Adam Makowicz ‎– Live Embers – Polish Jazz Vol. 43 (1975)
    Old Timers / Marianna Wróblewska – Meeting – Polish Jazz Vol. 44 (1975)
    Spisek Sześciu ‎– Complot of Six – Polish Jazz Vol. 45 (1975)
    Zbigniew Namysłowski Quintet ‎– Kujaviak Goes Funky – Polish Jazz Vol. 46 (1975)
    Krzysztof Sadowski and His Group ‎– Three Thousands Points – Polish Jazz Vol. 47 (1975)
    Extra Ball ‎– Birthday – Polish Jazz Vol. 48 (1976)
    Laboratorium ‎– Modern Pentathlon – Polish Jazz Vol. 49 (1976)
    Czesław Bartkowski ‎– Drums Dream – Polish Jazz Vol. 50 (1976)

    Vistula River Brass Band – Entertainer – Polish Jazz Vol. 51 (1977)
    Big Band Katowice ‎– Music for My Friends – Polish Jazz Vol. 52 (1978)
    Marianna Wróblewska ‎– Feelings – Polish Jazz Vol. 53 (1978)
    Janusz Muniak Quintet ‎– Question Mark – Polish Jazz Vol. 54 (1978)
    Jan Ptaszyn Wróblewski Quartet ‎– Flyin‘ Lady – Polish Jazz Vol. 55 (1978)
    Swing Session – Polish Jazz Vol. 56 (1978)
    Old Timers with Wild Bill Davison – Polish Jazz Vol. 57 (1979)
    Laboratorium ‎– Quasimodo – Polish Jazz Vol. 58 (1979)
    Extra Ball – Go Ahead – Polish Jazz Vol. 59 (1979)
    Jazz Band Ball Orchestra ‎– Tribute To Duke Ellington – Polish Jazz Vol. 60 (1979)

    Sun Ship ‎– Follow Us Polish Jazz Vol. 61 (1980)
    Kazimierz Jonkisz Quintet ‎– Tiritaka – Polish Jazz Vol. 62 (1981)
    Stanisław Sojka ‎– Blublula – Polish Jazz Vol. 63 (1981)
    Krzysztof Zgraja ‎– Laokoon – Polish Jazz Vol. 64 (1984 [?])
    Ewa Bem with Swing Session ‎– Be A Man – Polish Jazz Vol. 65 (1981)
    Wojciech Kamiński ‎– Open Piano – Polish Jazz Vol. 66 (1982)
    Sami Swoi – The Locust – Polish Jazz Vol. 67 (1980)
    Vistula River Brass Band ‎– Old Jazz Road – Polish Jazz Vol. 68 (1982)
    Tomasz Stanko – Music 81 – Polish Jazz Vol. 69 (1982)
    Henryk Robert Majewski Sextet ‎– Continuation – Polish Jazz Vol. 70 (1987)

    Kazimierz Jonkisz Top Six – Outsider ‎- Polish Jazz Vol. 71 (1987)
    Young Power – Polish Jazz Vol. 72 (1987)
    Jarosław Śmietana ‎– Sounds & Colours – Polish Jazz Vol. 73 (1987)
    Zbigniew Namysłowski The Q – Open – Polish Jazz Vol. 74 (1987)
    Prowizorka Jazz Band ‎– Vital – Polish Jazz Vol. 75 (1989)
    Lora Szafran ‎– Lonesome Dancer – Polish Jazz Vol. 76 (1989)

    Polish Jazz 1946-1956: Post-War Dance Bands – Polish Jazz Archive Series Vol. 1 (1975)
    Polish Jazz 1946-1956: Golden Era of the „Melomani“ Group – Polish Jazz Archive Series Vol. 2 (1975)
    Polish Jazz 1946-1956: From „Improvising Jazz“ Series – Polish Jazz Archive Series Vol. 3 (1976)
    Polish Jazz 1946-1956: Early Polish Jazz Piano Players – Polish Jazz Archive Series Vol. 4 (1976)

    :: Links ::

    http://www.discogs.com/label/Polish+Jazz
    http://www.discogs.com/label/Polish+Jazz+Archive+Series
    http://rockalterno70.wordpress.com/2013/08/01/polish-jazz-series-a-historic-perspective/
    http://www.cosmicsounds-london.com/shop/RARE/pl/MUZA.html
    http://www.birkajazz.com/archive/poland.htm

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    #8964443  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    asdfjklöein ganz toller Thread, war mir der polnische Jazz doch schon früh recht nah.
    Nah dadurch, dass ich die Möglichkeit in den Siebzigern hatte, einige polnische Musiker live erleben zu dürfen,

    Und wo sie gerade erwähnt wird, es war jedes Mal ein Erlebnis – Wanda Warska zusammen mit der Band von Andrzej Kurylewicz!

    Dann noch Tomasz Stanko im Trio, mit Adam Makovicz und Czeslaw Bartkowski, und Urbaniak, als er neben der Geige noch Saxofon spielte, natürlich mit Urszula Dudziak.

    Das und damaliger Kontakt zu einer polnischen Jazzzeitschrift und ein Brieffreund von dort lösten eine Welle von LP-Käufen aus…
    Für mich ist der Stellenwert des polnischen Jazz bis heute geblieben, hat er für mich doch eine besondere und andere Ausstrahlung…

    Danke! Freut mich, dass ein wenig Interesse besteht!

    In Sachen Warska, ich kenne (dank dem schon mehrfach erwähnten Freund) diese beiden:

    „Jazz 58“ (Muza 0246, 1958) mit dem Kuryelwicz Trio (mit Roman Dylag und Andrzej Dabrowski) und „Somnambulists“ (Miuza 10″ L 0348, 1961) mit Kurylewicz zur Hälfte am Klavier (mit Jan Byrczek und Dabrowski) und an der Trompete (bei den Stücken stösst Wojciech Karolak am Klavier zur Gruppe).

    Youtube-Funde:


    Schade, dass die Leute, die das Zeug hochladen, keine Infos liefern!

    Mit Czeslaw Niemen:

    Und für all die, denen das alles zuviel ist, nochmal etwas aus den frühen Sechzigern:

    Grossartig, die Frau!

    Und hier gleich noch mal ein grossartiges Stück, vom Soundtrack zu „Night Train“ (Jerzy Kawalerowicz, 1959 – kenne den Film leider bisher nicht):

    (Das Stück ist an Artie Shaws „Moon Ray“ angelehnt: http://www.youtube.com/watch?v=qETJVsIc49U)

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    #8964445  | PERMALINK

    asdfjkloe

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    Die beiden stehen bei mir auch noch:

    Halina Frąckowiak – Geira

    Rhythm Combination And Brass / Gustaw Brom Big Band – Jazz Jamboree 75

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    #8964447  | PERMALINK

    asdfjkloe

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    ach ja, falls (wider Erwarten) noch nicht bekannt, ‚vorsichtshalber‘ der Hinweis auf diese gute Quelle:

    http://www.pigasus-shop.de/index.php/cat/c22_polish-jazz.html

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    #8964449  | PERMALINK

    vorgarten

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    asdfjklö
    Rhythm Combination And Brass / Gustaw Brom Big Band – Jazz Jamboree 75

    und jazz jamboree 2 wiederum kenne ich (bei der besetzung wenig verwunderlich):

    Karin Krog / Zbigniew Namysłowski Quintet – Jazz Jamboree 75 Vol. 2
    Polskie Nagrania Muza ‎– SX 1340

    A1 Karin Krog – How Long Has This Been Going On 4:15
    A2 Karin Krog – Hello Thursday 8:00
    A3 Karin Krog – When Fortune Smiles 5:05
    A4 Karin Krog – Who Cares 4:45
    B Zbigniew Namysłowski Quintet – Der Schmaltztango

    Bass – P. Jarzębski*
    Drums – C. Bartkowski*
    Electric Piano [Fender Rhodes] – W. Karolak*
    Saxophone [Alto] – Z. Namysłowski*
    Vocals – Karin Krog (tracks: A1 to A4)

    Recorded live at the Congress Hall Warsaw, Octobre 1975

    --

    #8964451  | PERMALINK

    Anonym
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    Wanda Warska ist für mich jetzt schon die Entdeckung dieses Threads!

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    #8964453  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    @ all: falls Ihr Fehler findet in Post #9, bitte um Hinweis!

    Was Reissues anbelangt, so gibt es von Stanko noch immer ein teures 5CD-Set:

    http://www.amazon.de/1970-1975-1984-1986-1988/dp/B001F4YHQI/

    Ich habe es für deutlich weniger kaufen können, aber billig war es nicht. Es lohnen v.a. die ersten beiden Alben, „Music for K“ (Seifert und Muniak an Saxophonen) und „Twet“ (ein Quartett mit Szukalski, Warren, Vesala). „Music 81“ ist auch ganz in Ordnung (nochmal ein Quartett aber mit p/b/d), die beiden späteren Alben, „Lady Go“ und „Tomasz Stanko Freelectronic Live at Montreux Jazz Festival 1987“ sind hingegen bisher nicht mein Fall … letzeres ist wie der Name schon sagt ein elektronisches Ding, mit üblen Synthies … aber vielleicht komme ich ja noch auf den Geschmack.

    Zudem gibt es noch ein 3CD-Set (Sopot 1957) u.a. mit Komeda, Emil Mangelsdorff, Joki Freund etc. – hier ein Link zur MP3-Ausgabe, weil es da eine Tracklist gibt:
    http://www.amazon.de/Jazz-57-Festiwal-Muzyki-Jazzowej/dp/B00EB7BYI0/

    Kennt das jemand? Scheint ein ziemliches Gemisch zu sein, Albert Nicholas, Bill Ramsey, Gustav Brom und Wanda Warska tauchen auch noch auf, letztere leider wie es scheint nur mit einem einzigen Stück.

    Warska höre ich gerade auf Kurylewicz‘ „10 + 8“ (Vol. 14), sie stösst da kurz zur Band. Kurylewicz spielt Ventilposaune, Klavier, und – man hatte wohl auch Lateef zur Kenntnis genommen – eine arabische „Miniatur-Violine“, es gibt zwei Bassisten, einen Drummer und Wlodzimierz Nahorny am Altsax, sowie eben Warska, die einmal mehr verzaubert, auch in diesem Rahmen der deutlich von Ornette (der auch in den Liner Notes genannt wird) geprägt ist und für mich in den arabischen Anklängen durchaus auch etwas nach Lateef klingt.

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #133: Revivals und Comebacks in den 90ern - 14.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
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    vorgartenund jazz jamboree 2 wiederum kenne ich (bei der besetzung wenig verwunderlich):

    Karin Krog / Zbigniew Namysłowski Quintet – Jazz Jamboree 75 Vol. 2
    Polskie Nagrania Muza ‎– SX 1340

    A1 Karin Krog – How Long Has This Been Going On 4:15
    A2 Karin Krog – Hello Thursday 8:00
    A3 Karin Krog – When Fortune Smiles 5:05
    A4 Karin Krog – Who Cares 4:45
    B Zbigniew Namysłowski Quintet – Der Schmaltztango

    Bass – P. Jarzębski*
    Drums – C. Bartkowski*
    Electric Piano [Fender Rhodes] – W. Karolak*
    Saxophone [Alto] – Z. Namysłowski*
    Vocals – Karin Krog (tracks: A1 to A4)

    Recorded live at the Congress Hall Warsaw, Octobre 1975

    Oha, die würd ich gerne mal hören! Hast Du die als LP?

    pinchWanda Warska ist für mich jetzt schon die Entdeckung dieses Threads!

    :sonne: – dann hat er sich definitiv bereits gelohnt, der Thread!

    asdfjklöach ja, falls (wider Erwarten) noch nicht bekannt, ‚vorsichtshalber‘ der Hinweis auf diese gute Quelle:

    http://www.pigasus-shop.de/index.php/cat/c22_polish-jazz.html

    Danke! Hab selber bei merlin.pl bestellt (hoffe, das klappt … sechs der acht CDs aus der Reihe „Polish Radio Jazz Archives“, über die ich dann gerne bei Gelegenheit berichten werde, wenn sie kommen – man scheint sie nur in Polen zu kriegen) und bin auch noch auf jazzsound.pl gestossen. Soweit ich weiss, habe ich vor ein paar Jahren (via Ebay) auch schon mal was von multikulti.com bestellt. Die Preise sind meist günstig, der Versand kostet natürlich was … grosse Preisschwankungen scheint es nicht zu geben zwischen den Seiten.

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