Philip Glass

Ansicht von 9 Beiträgen - 31 bis 39 (von insgesamt 39)
  • Autor
    Beiträge
  • #10063547  | PERMALINK

    atom
    Moderator

    Registriert seit: 10.09.2003

    Beiträge: 23,177

    Wenn das kein Anlass ist, mir eine neue Buddha Machine zu kaufen:

    A brand new Buddha Machine made in collaboration with Philip Glass, released to commemorate his’ 80th Birthday on 31st January 2017.

    Seven loops of distinctive and hypnotic works by Philip Glass featuring piano, organ & voice. Significantly improved sound quality and built in speaker as well as headphone output.

    Buddha Machine

    --

    Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...
    Highlights von Rolling-Stone.de
    Werbung
    #10063573  | PERMALINK

    clau
    Coffee Bar Cat

    Registriert seit: 18.03.2005

    Beiträge: 93,782

    Ist schon sold out. :-(

    --

    How does it feel to be one of the beautiful people?
    #10142583  | PERMALINK

    atom
    Moderator

    Registriert seit: 10.09.2003

    Beiträge: 23,177

    Heute endlich eingetroffen!

    --

    Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...
    #12567477  | PERMALINK

    friedrich

    Registriert seit: 28.06.2008

    Beiträge: 5,611

    Philip Glass – Koyaanisqatsi (1983/1998)

    Conductor: Michael Riesman
    Bass: Albert de Ruiter
    The Western Wind Vocal Ensemble
    Members Of The Philip Glass Ensemble

    Ich mag ja die us-amerikanischen Minimalisten Terry Riley und Steve Reich sehr gerne. Von ersterem habe ich 3 verschiedene Aufnahmen der Komposition In C im Regal stehen, von Reich habe ich eine 5 CD-Box und außerdem Music For 6 Marimbas. Mit Philip Glass, dem wohl geschäftstüchtigsten und populärsten Minimalisten bin ich aber nur spärlich ausgestattet. Vor Jahren hatte ich mal ein Album mit Frühwerken von 1968-74 gekauft, gespielt fast ausschließlich auf elektrischen Keyboards. Ich war (und bin manchmal immer noch) fasziniert von dieser hypnotischen Repetivität – die aber auch manchmal kaum noch erträglich ist. Aber alleine die Radikalität dieser Musik ist beeindruckend und inspirierend. Außerdem hatte ich mal eine DVD des Films Koyaanisqatsi von Godfrey Reggio, auf der Straße (!) gefunden. Auch der ist faszinierend, nicht zuletzt wegen der Filmmusik von Philip Glass, mit der er untrennbar verbunden ist. Übrigens: Diesen Film kann, sollte und muss man eigentlich noch mal in die Kinos bringen. Nie war er aktueller als heute!

    Mein Interesse an dieser Musik wurde in letzter Zeit neu entfacht, auch weil ich Philip Glass’ Oper 1000 Airplanes On The Roof in einer begeisternden Aufführung sah. Aber was von Philip Glass will ich eigentlich sonst noch haben? Das Werk ist umfangreich und unübersichtlich, es gibt Solo-Werke, Werke für diverse Ensembles, Filmmusik, Opern, Symphonien und und und … Der Mann ist wirklich fleißig! Ich habe in einiges reingehört, aber am Ende landete ich doch bei der Filmmusik zu Koyaanisqatsi. Die ursprüngliche LP-Veröffentlichung von 1983 enthielt formatbedingt nur eine gekürzte Version. 1993 wurde die Musik aber in voller Länge neu eingespielt und auf CD veröffentlicht. Die beiden Aufnahmen unterscheiden sich wohl nicht nur in der Länge. Aber ich bin jetzt zu faul das zu überprüfen.

    Der Film Koyaanisqatsi funktioniert sicher nicht ohne die Filmmusik. Paradoxerweise funktioniert die Filmusik aber ohne den Film. Diese 73 Minuten sind ein mitreißender Trip. Anders als der für diese Musik oft verwendete Stilbegriff Minimal Music vermuten lässt, ist diese Musik zwar meist repetitiv, aber eigentlich nicht reduziert, sondern innerhalb dieser Setzung umso vielfältiger. Die Stimmung reicht von meditativ bis aufwühlend und der Klangreichtum des gut 30-köpfigen Ensembles (Chor, Keyboards, Holz- und Blechbläser, Streicher, alles dabei) ist überwältigend, manchmal würde ich sogar sagen: monumental. Und alles zusammen ergibt eine fesselnde Dramaturgie. Nur bei dem gut 21-minütigen Stück The Grid muss man etwas Durchhaltevermögen mitbringen. Doch das nehme ich gerne in Kauf.

    Ganz tolle Aufnahme! Und wenn ich mir etwas wünschen dürfte: Diese Musik möchte ich einmal live aufgeführt erleben.

    Koyaanisqatsi in der Tube

    --

    “There are legends of people born with the gift of making music so true it can pierce the veil between life and death. Conjuring spirits from the past and the future. This gift can bring healing—but it can also attract demons.”                                                                                                                                          (From the movie Sinners by Ryan Coogler)
    #12570493  | PERMALINK

    jimmydean

    Registriert seit: 13.11.2003

    Beiträge: 3,907

    friedrich
    Philip Glass – Koyaanisqatsi (1983/1998)
    Conductor: Michael Riesman
    Bass: Albert de Ruiter
    The Western Wind Vocal Ensemble
    Members Of The Philip Glass Ensemble
    Ich mag ja die us-amerikanischen Minimalisten Terry Riley und Steve Reich sehr gerne. Von ersterem habe ich 3 verschiedene Aufnahmen der Komposition In C im Regal stehen, von Reich habe ich eine 5 CD-Box und außerdem Music For 6 Marimbas. Mit Philip Glass, dem wohl geschäftstüchtigsten und populärsten Minimalisten bin ich aber nur spärlich ausgestattet. Vor Jahren hatte ich mal ein Album mit Frühwerken von 1968-74 gekauft, gespielt fast ausschließlich auf elektrischen Keyboards. Ich war (und bin manchmal immer noch) fasziniert von dieser hypnotischen Repetivität – die aber auch manchmal kaum noch erträglich ist. Aber alleine die Radikalität dieser Musik ist beeindruckend und inspirierend. Außerdem hatte ich mal eine DVD des Films Koyaanisqatsi von Godfrey Reggio, auf der Straße (!) gefunden. Auch der ist faszinierend, nicht zuletzt wegen der Filmmusik von Philip Glass, mit der er untrennbar verbunden ist. Übrigens: Diesen Film kann, sollte und muss man eigentlich noch mal in die Kinos bringen. Nie war er aktueller als heute!
    Mein Interesse an dieser Musik wurde in letzter Zeit neu entfacht, auch weil ich Philip Glass’ Oper 1000 Airplanes On The Roof in einer begeisternden Aufführung sah. Aber was von Philip Glass will ich eigentlich sonst noch haben? Das Werk ist umfangreich und unübersichtlich, es gibt Solo-Werke, Werke für diverse Ensembles, Filmmusik, Opern, Symphonien und und und … Der Mann ist wirklich fleißig! Ich habe in einiges reingehört, aber am Ende landete ich doch bei der Filmmusik zu Koyaanisqatsi. Die ursprüngliche LP-Veröffentlichung von 1983 enthielt formatbedingt nur eine gekürzte Version. 1993 wurde die Musik aber in voller Länge neu eingespielt und auf CD veröffentlicht. Die beiden Aufnahmen unterscheiden sich wohl nicht nur in der Länge. Aber ich bin jetzt zu faul das zu überprüfen.
    Der Film Koyaanisqatsi funktioniert sicher nicht ohne die Filmmusik. Paradoxerweise funktioniert die Filmusik aber ohne den Film. Diese 73 Minuten sind ein mitreißender Trip. Anders als der für diese Musik oft verwendete Stilbegriff Minimal Music vermuten lässt, ist diese Musik zwar meist repetitiv, aber eigentlich nicht reduziert, sondern innerhalb dieser Setzung umso vielfältiger. Die Stimmung reicht von meditativ bis aufwühlend und der Klangreichtum des gut 30-köpfigen Ensembles (Chor, Keyboards, Holz- und Blechbläser, Streicher, alles dabei) ist überwältigend, manchmal würde ich sogar sagen: monumental. Und alles zusammen ergibt eine fesselnde Dramaturgie. Nur bei dem gut 21-minütigen Stück The Grid muss man etwas Durchhaltevermögen mitbringen. Doch das nehme ich gerne in Kauf.
    Ganz tolle Aufnahme! Und wenn ich mir etwas wünschen dürfte: Diese Musik möchte ich einmal live aufgeführt erleben.
    Koyaanisqatsi in der Tube

    ja geniale Musik imho… der Film ist in meinen all-time top10

    --

    i don't care about the girls, i don't wanna see the world, i don't care if i'm all alone, as long as i can listen to the Ramones (the dubrovniks)
    #12588063  | PERMALINK

    friedrich

    Registriert seit: 28.06.2008

    Beiträge: 5,611

    @jimmydean

    friedrich
    Philip Glass – Koyaanisqatsi (1983/1998)
    Conductor: Michael Riesman
    Bass: Albert de Ruiter
    The Western Wind Vocal Ensemble
    Members Of The Philip Glass Ensemble
    Ich mag ja die us-amerikanischen Minimalisten Terry Riley und Steve Reich sehr gerne. Von ersterem habe ich 3 verschiedene Aufnahmen der Komposition In C im Regal stehen, von Reich habe ich eine 5 CD-Box und außerdem Music For 6 Marimbas. Mit Philip Glass, dem wohl geschäftstüchtigsten und populärsten Minimalisten bin ich aber nur spärlich ausgestattet. Vor Jahren hatte ich mal ein Album mit Frühwerken von 1968-74 gekauft, gespielt fast ausschließlich auf elektrischen Keyboards. Ich war (und bin manchmal immer noch) fasziniert von dieser hypnotischen Repetivität – die aber auch manchmal kaum noch erträglich ist. Aber alleine die Radikalität dieser Musik ist beeindruckend und inspirierend. Außerdem hatte ich mal eine DVD des Films Koyaanisqatsi von Godfrey Reggio, auf der Straße (!) gefunden. Auch der ist faszinierend, nicht zuletzt wegen der Filmmusik von Philip Glass, mit der er untrennbar verbunden ist. Übrigens: Diesen Film kann, sollte und muss man eigentlich noch mal in die Kinos bringen. Nie war er aktueller als heute!
    Mein Interesse an dieser Musik wurde in letzter Zeit neu entfacht, auch weil ich Philip Glass’ Oper 1000 Airplanes On The Roof in einer begeisternden Aufführung sah. Aber was von Philip Glass will ich eigentlich sonst noch haben? Das Werk ist umfangreich und unübersichtlich, es gibt Solo-Werke, Werke für diverse Ensembles, Filmmusik, Opern, Symphonien und und und … Der Mann ist wirklich fleißig! Ich habe in einiges reingehört, aber am Ende landete ich doch bei der Filmmusik zu Koyaanisqatsi. Die ursprüngliche LP-Veröffentlichung von 1983 enthielt formatbedingt nur eine gekürzte Version. 1993 wurde die Musik aber in voller Länge neu eingespielt und auf CD veröffentlicht. Die beiden Aufnahmen unterscheiden sich wohl nicht nur in der Länge. Aber ich bin jetzt zu faul das zu überprüfen.
    Der Film Koyaanisqatsi funktioniert sicher nicht ohne die Filmmusik. Paradoxerweise funktioniert die Filmusik aber ohne den Film. Diese 73 Minuten sind ein mitreißender Trip. Anders als der für diese Musik oft verwendete Stilbegriff Minimal Music vermuten lässt, ist diese Musik zwar meist repetitiv, aber eigentlich nicht reduziert, sondern innerhalb dieser Setzung umso vielfältiger. Die Stimmung reicht von meditativ bis aufwühlend und der Klangreichtum des gut 30-köpfigen Ensembles (Chor, Keyboards, Holz- und Blechbläser, Streicher, alles dabei) ist überwältigend, manchmal würde ich sogar sagen: monumental. Und alles zusammen ergibt eine fesselnde Dramaturgie. Nur bei dem gut 21-minütigen Stück The Grid muss man etwas Durchhaltevermögen mitbringen. Doch das nehme ich gerne in Kauf.
    Ganz tolle Aufnahme! Und wenn ich mir etwas wünschen dürfte: Diese Musik möchte ich einmal live aufgeführt erleben.
    Koyaanisqatsi in der Tube

    ja geniale Musik imho… der Film ist in meinen all-time top10

    Sehe deine Reaktion leider jetzt erst. Freut mich, dass dich diese Musik und der Film auch so begeistern können. Ich frage mich ein bisschen, warum Film und Musik nicht noch mehr im kollektiven kuturellen Gedächtnis angekommen sind. Jedenfalls kommt mir das so vor. Müsste eigentlich immer wieder mal auf großer Leinwand laufen.

    --

    “There are legends of people born with the gift of making music so true it can pierce the veil between life and death. Conjuring spirits from the past and the future. This gift can bring healing—but it can also attract demons.”                                                                                                                                          (From the movie Sinners by Ryan Coogler)
    #12588103  | PERMALINK

    icculus66

    Registriert seit: 09.01.2007

    Beiträge: 2,521

    Sehr naive Vorstellung. Ein solcher Film „im kollektiven kuturellen Gedächtnis“.
    Gesellschaft? Also bitte?! Meinst du die Kegelklubs, die in Hamburger Musicals
    gehen? Schau mal unter dem Stichwort „Film ohne Plot“ in deiner Suchmaschine.
    Die DVD habe ich mal für ein geringes Entgelt bei 2001 gekauft. Und den Soundtrack
    auch günstig bei Zardoz in HH. Beide sehr gut.

    --

    Free Jazz doesn't seem to care about getting paid, it sounds like truth. (Henry Rollins, Jan. 2013)
    #12588865  | PERMALINK

    friedrich

    Registriert seit: 28.06.2008

    Beiträge: 5,611

    @icculus66Sehr naive Vorstellung. Ein solcher Film „im kollektiven kuturellen Gedächtnis“.
    Gesellschaft? Also bitte?! Meinst du die Kegelklubs, die in Hamburger Musicals
    gehen? Schau mal unter dem Stichwort „Film ohne Plot“ in deiner Suchmaschine.
    Die DVD habe ich mal für ein geringes Entgelt bei 2001 gekauft. Und den Soundtrack
    auch günstig bei Zardoz in HH. Beide sehr gut.

    Vielen Dank für die Anerkennung! Du bist lieb! ;-)

    Ja, Koyaanisqatsi ist als Film ohne Handlung, ohne Dialoge und sogar ohne Darsteller sicher nur bedingt mainstream-kompatibel. Aber man muss sich ja nicht auf das Niveau der mit Buspauschalreisenden vollgestopften Musicals in meiner Geburtsstadt Hamburg herablassen, um etwas zu finden, das im kollektiven kulturellen Gedächtnis ankommt – wenn vielleicht auch nur bei einer Minderheit. Selbst der König der Löwen kommt schließlich nur bei einer Minderheit an – und seien es die Mitglieder von Kegelclubs.

    Ich habe weder das Phantom der Oper noch den König der Löwen gesehen. Dennoch habe ich eine vage Vorstellung davon. Und obwohl ich Koyaanisqatsi auch erst vor einiger Zeit zum ersten mal gesehen habe, hatte ich immerhin eine vage Vorstellung davon. Sogar etwas mehr als das. Ein paar Bilder mit der Musik von Philip Glass hatte ich unscharf vor meinem geistigen Auge.

    Sicher ist Koyaanisqatsi nicht im breiten „kollektiven kulturellen Gedächtnis“ angekommen, aber bei einer Minderheit eben doch. Und wenn man ihn erst mal gesehen hat, verschwindet er auch nicht mehr aus dem individuellen kulturellen Gedächtnis. Der Film ist, gerade weil er ohne Handlung und Dialoge auskommt, visuell und musikalisch ungewöhnlich und überwältigend, einzigartig und einprägsam. Und da frage ich mich doch, warum er nicht … – nein: ich wünsche mir eigentlich, dass er gerade deswegen seinen Platz im immateriellen Kulturerbe findet.

    Ein schöner Fall von Kulturtransfer:

    oder:

    Koyaanisqatsi ist offenbar tiefer in den kulturellen Fundus eingesickert als ich dachte.

    --

    “There are legends of people born with the gift of making music so true it can pierce the veil between life and death. Conjuring spirits from the past and the future. This gift can bring healing—but it can also attract demons.”                                                                                                                                          (From the movie Sinners by Ryan Coogler)
    #12596647  | PERMALINK

    friedrich

    Registriert seit: 28.06.2008

    Beiträge: 5,611

    Philip Glass ist nicht Bruce Springsteen. Er hat andere Mittel, sich politisch zu äußern. Nämlich: Still zu sein.

    Aus der FAZ. Schon ein paar Tage alt: Philip Glass kontert Trump

    „Nach gründlichen Überlegungen habe ich mich entschlossen, die Aufführung meiner 15. Sym­phonie ‚Lincoln‘ im John F. Kennedy Center zurückzuziehen. Die 15. Symphonie ist ein Porträt von Abraham Lincoln, und die Werte des heutigen Kennedy Center stehen in direktem Konflikt mit der Botschaft der Symphonie. Aus diesem Grunde fühle ich mich verpflichtet, die Premiere dieser Symphonie im Kennedy Center unter seiner heutigen Leitung zurückzuziehen“

    --

    “There are legends of people born with the gift of making music so true it can pierce the veil between life and death. Conjuring spirits from the past and the future. This gift can bring healing—but it can also attract demons.”                                                                                                                                          (From the movie Sinners by Ryan Coogler)
Ansicht von 9 Beiträgen - 31 bis 39 (von insgesamt 39)

Schlagwörter: 

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.