Musikalische Plagiate

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  • #3901815  | PERMALINK

    lespaul
    Quartalsreingucker

    Registriert seit: 23.08.2002

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    Noch mal was zum Thema „Plagiate“:

    Von den mir bekannten Fällen fällt die Klage von „Fantasy Records“ gegen John Fogerty ein wenig aus dem Rahmen: Das ehemalige CCR-Mastermind soll „Old Man Down The Road“ geklaut haben – lustigerweise bei sich selbst. Das Original: „Run Through The Jungle“… Erfreulicherweise hat JF den Prozeß gewonnen.

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    #3901817  | PERMALINK

    djrso
    Moderator
    DJ@RSO, Moderator, Erfasser

    Registriert seit: 05.02.2003

    Beiträge: 15,644

    LesPaulNoch mal was zum Thema „Plagiate“:

    Von den mir bekannten Fällen fällt die Klage von „Fantasy Records“ gegen John Fogerty ein wenig aus dem Rahmen: Das ehemalige CCR-Mastermind soll „Old Man Down The Road“ geklaut haben – lustigerweise bei sich selbst. Das Original: „Run Through The Jungle“… Erfreulicherweise hat JF den Prozeß gewonnen.

    Was für ein Glück. Sonst hätte er sich auch noch selbst Tantiemen zahlen müssen…

    --

    Doe maar gewoon... dan doe je al gek genoeg!
    #3901819  | PERMALINK

    djrso
    Moderator
    DJ@RSO, Moderator, Erfasser

    Registriert seit: 05.02.2003

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    Jules

    King zur ‚Sun‘: ‚Sie nutzt meinen Riff und hat weder gefragt, noch irgendwelche Rechte daran erworben. Wir werden uns mit ihren Leuten zusammen setzten und über Geld sprechen müssen‚.

    Quelle: Mtv.de

    Genau diese Stelle finde ich interessant. Anscheinend ärgert man sich nicht so sehr über den, nennen wir es mal „Kunstraub“, sondern wittert einfach nur eine Quelle, aus der sich noch was abzapfen lässt. Nicht das Madonna es sicher aus der Portokasse zahlen kann, und auch Künstler von etwas leben müssen, riecht mir die Sache doch zu sehr nach schnödem Mammon und „abgreifen“ wo es geht ( auf beiden Seiten, versteht sich ).

    --

    Doe maar gewoon... dan doe je al gek genoeg!
    #3901821  | PERMALINK

    ford-prefect
    Feeling all right in the noise and the light

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 5,811

    Garbage „I Think I’m Paranoid“ angeblich bei „Bend Me, Shape Me“ von American Breed abgekupfert.

    Rechtsstreit begann 2000. Wie’s ausging, hab’sch vergessen.

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    "We play incredibly complex music, we have to see our fingers. Wir sind nicht die Toten Hosen." (Page Hamilton, Helmet / Halle02, Heidelberg, 25.9.2019)
    #3901823  | PERMALINK

    sunspot

    Registriert seit: 18.10.2003

    Beiträge: 6,513

    DJ@RSOGenau diese Stelle finde ich interessant. Anscheinend ärgert man sich nicht so sehr über den, nennen wir es mal „Kunstraub“, sondern wittert einfach nur eine Quelle, aus der sich noch was abzapfen lässt. Nicht das Madonna es sicher aus der Portokasse zahlen kann, und auch Künstler von etwas leben müssen, riecht mir die Sache doch zu sehr nach schnödem Mammon und „abgreifen“ wo es geht ( auf beiden Seiten, versteht sich ).

    Warum auch nicht? Ich wollte auch nicht tatenlos zuschauen, wenn andere mit meinen Ideen einen Haufen Geld verdienen.

    --

    #3901825  | PERMALINK

    ford-prefect
    Feeling all right in the noise and the light

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 5,811

    Der Song ist nicht geklaut, er ist nur nachempfunden.

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    "We play incredibly complex music, we have to see our fingers. Wir sind nicht die Toten Hosen." (Page Hamilton, Helmet / Halle02, Heidelberg, 25.9.2019)
    #3901827  | PERMALINK

    whole-lotta-pete

    Registriert seit: 19.05.2003

    Beiträge: 17,435

    Wär das ne Idee, den Titel des Threads in „Plagiate“ umzubenennen und ihn aus der News-Sektion woanders hin zu verschieben? Welcher Mod hier könnte das machen?

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    #3901829  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
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    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 68,768

    @WLP: Gute Idee. Ich hab den Thread ins Philosophicum verschoben.

    @FP: Auf dem zweiten Album haben Garbage einige ihrer Idole bewusst zitiert, meiner Erinnerung nach waren sie ganz stolz darauf, dass sie dafür von z.B. Chrissie Hynde und Brian Wilson die Genehmigung dafür erhalten hatten, ähnlich wie Madonna jetzt bei Björn&Benny vorstellig wurde. Von daher vermute ich, dass das Plagiat in diesem Fall unwissentlich bzw. unbewusst war.

    --

    #3901831  | PERMALINK

    whole-lotta-pete

    Registriert seit: 19.05.2003

    Beiträge: 17,435

    Herr Rossi@WLP: Gute Idee. Ich hab den Thread ins Philosophicum verschoben.

    Danke! Passt besser und bietet mehr Möglichkeit zur weiteren Diskussion.

    --

    RadioStoneFm.de[/URL][/SIZE][/COLOR][/SIZE]
    #3901833  | PERMALINK

    djrso
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    Weiß eigentlich jemand von Euch, ab wann man von einem Plagiat spricht, quasi eine Definition des Begriffs „Plagiat“ im weiten Feld der musikalischen Kompositionen ? Ab wann kann also jemand behaupten, ein anderer hätte bei ihm abgeschrieben ? Ist das überhaupt irgendwo festgelegt, oder lässt man es einfach mal drauf ankommen, so in etwa „Diese zwei Töne habe ich auch schon mal verwendet, dafür mußt Du jetzt aber was abdrücken…“

    Auf der anderen Seite steht natürlich ganz klar das Interesse der „Urheber“ einer Komposition. Deren berechtigte Forderungen kann man nur unterstützen, aber oft habe ich halt den Eindruck, dass nur auf dem Papier eine Ähnlichkeit besteht, und man auf der Erfolgswelle des „Plagiators“ mitreiten ( und -verdienen ) will. Dabei geht es mir gar nicht um Madonna ( ich kenne das vermeintliche Original gar nicht ), das George Harrison-Beispiel finde ich viel deutlicher.

    --

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    #3901835  | PERMALINK

    ford-prefect
    Feeling all right in the noise and the light

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 5,811

    DJ@RSOWeiß eigentlich jemand von Euch, ab wann man von einem Plagiat spricht, quasi eine Definition des Begriffs „Plagiat“ im weiten Feld der musikalischen Kompositionen ? Ab wann kann also jemand behaupten, ein anderer hätte bei ihm abgeschrieben ? Ist das überhaupt irgendwo festgelegt, oder lässt man es einfach mal drauf ankommen, so in etwa „Diese zwei Töne habe ich auch schon mal verwendet, dafür mußt Du jetzt aber was abdrücken…“

    Auf der anderen Seite steht natürlich ganz klar das Interesse der „Urheber“ einer Komposition. Deren berechtigte Forderungen kann man nur unterstützen, aber oft habe ich halt den Eindruck, dass nur auf dem Papier eine Ähnlichkeit besteht, und man auf der Erfolgswelle des „Plagiators“ mitreiten ( und -verdienen ) will. Dabei geht es mir gar nicht um Madonna ( ich kenne das vermeintliche Original gar nicht ), das George Harrison-Beispiel finde ich viel deutlicher.

    Denke mal, ob jetzt ein Plagiat vorliegt oder nicht, muss immer im Einzelfall ein Sachverständiger (studierter Musiker, etc.) klären. Ist also von Fall zu Fall neu zu definieren.

    Im Frühjahr habe ich mir einen Vortrag über Urheberrechte auf der Frankfurter Buchmesse angehört, und dort wurde zum Beispiel die interessante Frage gestellt, ob auch berühmte Kiekser oder spitze Schreie (wie etwa von Michael Jackson) urheberrechtlich geschützt sind und diese nicht ohne Einwilligung als Sample in fremden Stücken verwendet werden dürfen.

    --

    "We play incredibly complex music, we have to see our fingers. Wir sind nicht die Toten Hosen." (Page Hamilton, Helmet / Halle02, Heidelberg, 25.9.2019)
    #3901837  | PERMALINK

    ford-prefect
    Feeling all right in the noise and the light

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 5,811

    Standard-Lektüre hierzu ist folgendes Buch:

    „Musikrecht“ von Knut Eigler, Babara Berndorff, Gunnar Berndorff (PPV Medien)

    --

    "We play incredibly complex music, we have to see our fingers. Wir sind nicht die Toten Hosen." (Page Hamilton, Helmet / Halle02, Heidelberg, 25.9.2019)
    #3901839  | PERMALINK

    djrso
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    DJ@RSO, Moderator, Erfasser

    Registriert seit: 05.02.2003

    Beiträge: 15,644

    Ford PrefectDenke mal, ob jetzt ein Plagiat vorliegt oder nicht, muss immer im Einzelfall ein Sachverständiger (studierter Musiker, etc.) klären. Ist also von Fall zu Fall neu zu definieren.

    Im Frühjahr habe ich mir einen Vortrag über Urheberrechte auf der Frankfurter Buchmesse angehört, und dort wurde zum Beispiel die interessante Frage gestellt, ob auch berühmte Kiekser oder spitze Schreie (wie etwa von Michael Jackson) urheberrechtlich geschützt sind und diese nicht ohne Einwilligung als Sample in fremden Stücken verwendet werden dürfen.

    Das ist ja grotesk. Aber es geht halt ( meist ) um viel Geld, klar. Man muss als „Kunstschaffender“ anscheinend Angst haben, ein „neues“ Werk zu veröffentlichen, in dem irgendjemand eine Tonfolge als die „seine“ wiedererkennt. Bei Samples ist die Lage meiner Meinung nach aber klar, das sind ja sozusagen „Kopien“ vom Original.

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    Doe maar gewoon... dan doe je al gek genoeg!
    #3901841  | PERMALINK

    djrso
    Moderator
    DJ@RSO, Moderator, Erfasser

    Registriert seit: 05.02.2003

    Beiträge: 15,644

    Ford PrefectStandard-Lektüre hierzu ist folgendes Buch:

    „Musikrecht“ von Knut Eigler, Babara Berndorff, Gunnar Berndorff (PPV Medien)

    Werde ich in der hiesigen Bibliothek mal suchen.

    --

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    #3901843  | PERMALINK

    mistadobalina

    Registriert seit: 29.08.2004

    Beiträge: 20,676

    DJ@RSOWeiß eigentlich jemand von Euch, ab wann man von einem Plagiat spricht, quasi eine Definition des Begriffs „Plagiat“ im weiten Feld der musikalischen Kompositionen ? Ab wann kann also jemand behaupten, ein anderer hätte bei ihm abgeschrieben ? Ist das überhaupt irgendwo festgelegt, oder lässt man es einfach mal drauf ankommen, so in etwa „Diese zwei Töne habe ich auch schon mal verwendet, dafür mußt Du jetzt aber was abdrücken…“

    Es gibt schon eine Regel. Von einem Plagiat spricht man bei neun aufeinander folgenden Tönen. Jedenfalls war das so, als ich mit solchen Sachen befasst war. Natürlich ist das nur eine Richtlinie – auch wenn mal ein Ton mittendrin abweicht, kann es noch ein Plagiat sein. Aber ohne Sachverständigen-Gutachten geht da gar nichts.

    --

    When I hear music, I fear no danger. I am invulnerable. I see no foe. I am related to the earliest time, and to the latest. Henry David Thoreau, Journals (1857)
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