Musik Streaming

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  • #92527  | PERMALINK

    musicfan2

    Registriert seit: 27.12.2014

    Beiträge: 3

    DONE

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    #9464581  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 8,169

    Das ist mal ein Beispiel für einen wirklich schlechten Fragebogen…

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    #9464583  | PERMALINK

    musicfan2

    Registriert seit: 27.12.2014

    Beiträge: 3

    was findest du daran denn so schlecht?

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    #9464585  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 8,169

    Hier im Forum kommen alle paar Wochen Umfragen zu dem Thema rein, ich hab die meisten davon durchgesehen, und fand deine im Vergleich eher schwach, ein paar Sachen dazu:

    Den Themenkreis „was von Stichproben zu halten ist, die sich aus den Postern von zweieinhalb Internetforen zusammensetzen“ klammer ich mal aus. Sowas kann man manchmal retten, s. hier, aber das erfordert einen ziemlichen Zusatzaufwand plus: Gerade in Bezug auf Musik, Streamingdienste und dergleichen werden wir hier im Forum ziemlich anders sein, als die Bevölkerung als ganze (oder als andere Musikforen) – insofern ist das mit dem Retten so eine Sache.

    Ich kann die Fragen jetzt nicht mehr sehen, aber was ich erinnere:
    – Diese Fragen vom Typ „Menschen, die Ihnen wichtig sind, würden es sehr begrüßen, wenn Sie ein Musikstreamingabonnement abschließen würden.“, „Menschen, die Ihnen wichtig sind, würden es sehr begrüßen, wenn Sie ein Musikstreamingdienst nutzen.“ sind mE komplett an Gedanken, die sich irgendwer ernsthaft macht, vorbei. Wenn es in der Umfrage um Raucherentwöhnungstherapie ginge, klar. Abschluss eines Bausparvertrages, vielleicht – aber hier?

    Und wenn man so unsinnige Fragen in den Fragebogen aufnimmt, signalisiert man den Teilnehmern (im Zweifelsfalle fälschlich), dass man eh keine Ahnung hat – nicht gut.

    – Diese Vergleiche von jeweils drei verschiedenen Vertragsausprägungen waren einfach zu viele, zumal für eine nicht-incentivierte Befragung. Kann mir keiner erzählen, dass nicht mindestens 90% der Teilnehmer aber der vierten oder fünften Folie einfach irgendwas anklicken. Jetzt kannst du zB alle rausschmeissen, die nicht konsistent geantwortet haben, aber dann bleibt auch eine komische Selektion von Teilnehmern übrig.

    (Abgesehen davon: 20 Millionen vs 30 Millionen Stücke in der Datenbank hab ich zB bei der Auswahl ignoriert, weil ich im Ernstfall konkret schauen würde, welche Labels vertreten sind, und welche nicht. Diese Zahlen sind viel zu leicht zu manipulieren und letztlich ohne Aussage. Klangqualität ist auch ein Thema, das fast jeden hier mehr interessiert als die 20 vs 30 Millionen.)

    – Beim Fragenkreis „Könnten Sie sich vorstellen, in den nächsten Monaten ein Musikstreamingdienstabonnement abzuschliessen?“ etc hätte es sich stark angeboten, vorneweg mal zu fragen, ob die Leute schon eins haben. Ich zB werde voraussichtlich aus genau dem Grund sobald kein neues abschliessen.

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    #9464587  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 42,590

    Ich habe die Ressourcen, das Wissen und die Fähigkeiten, ein Musik Streaming Abo zu kaufen.

    Weitere Beispiele für schlechte Fragen.

    Man kauft ein Streaming-Abo, keinen Porsche. Wissen, Ressourcen, Fähigkeiten ist einfach überzogen. Warum nicht einfach fragen, ob man Musikstreaming gut findet oder nicht und dann weitergehen.

    In der Tat fehlt die Frage, ob man schon ein Streaming-Abo benutzt und wie viel man dafür bezahlt!

    Der Unterschied zwischen Abo und Service ist unklar.

    Leute, die meine Entscheidungen beeinflussen, würden finden, ich soll Musik Streaming Services nutzen.

    Das ist sprachlich einfach unglaublich schlecht. Sie „würden finden“? Und wer sind Leute, die meine Entscheidungen beeinflussen? Warum fragst du nicht nach Freunden oder Partnern, ggf. auch Verwandten?

    redbeansandrice
    – Diese Vergleiche von jeweils drei verschiedenen Vertragsausprägungen waren einfach zu viele, zumal für eine nicht-incentivierte Befragung. Kann mir keiner erzählen, dass nicht mindestens 90% der Teilnehmer aber der vierten oder fünften Folie einfach irgendwas anklicken. Jetzt kannst du zB alle rausschmeissen, die nicht konsistent geantwortet haben, aber dann bleibt auch eine komische Selektion von Teilnehmern übrig.

    So ist es. Genau das habe ich gemacht. Das wirkte fast wie ein Intelligenztest, wo man komplizierte Unterschiede erkennen muss. Und natürlich ist es der totale Overkill. Viel wichtiger wäre es nach den bevorzugten Eigenschaften des Streaming-Abos zu fragen, beispielsweise mobile Verfügbarkeit, Preis etc.

    Ich habe den Fragebogen nicht zu Ende gemacht.

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    Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.
    #9464589  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 8,169

    Danke Dir, das mit „Ressourcen, Wissen und Fähigkeiten“ hab ich nicht mehr auf die Reihe gekriegt…

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    #9464591  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Schon komisch diese Fragen. Aber musicfan 2 wird schon wissen, warum er diese Fragen stellt. Schließlich ist es seine Arbeit! Er wird das rechtfertigen müssen, wenn er damit Erfolg haben will. Uni halt, kennt man doch: man hat seine Vorgaben und muss den Rahmen einhalten. Ich habe ihm den Gefallen getan und alles beantwortet, so schlimm, dass man gar nichts versteht, war es nun auch wieder nicht. Und wer „Sinn machen“ aktiv verteidigt, sollte sich über sprachliche Ungelenkheiten lieber nicht aufregen.

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    #9464593  | PERMALINK

    dougsahm
    Moderator

    Registriert seit: 26.08.2002

    Beiträge: 17,845

    Ich auch. Man hat ja

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    #9464595  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 42,590

    BgigliSchon komisch diese Fragen. Aber musicfan 2 wird schon wissen, warum er diese Fragen stellt. Schließlich ist es seine Arbeit! Er wird das rechtfertigen müssen, wenn er damit Erfolg haben will. Uni halt, kennt man doch: man hat seine Vorgaben und muss den Rahmen einhalten. Ich habe ihm den Gefallen getan und alles beantwortet, so schlimm, dass man gar nichts versteht, war es nun auch wieder nicht.

    Ein ziemlich fehlgeleiteter Beitrag. Redbeans und ich haben aufgezählt, was ein normaler Prüfer sofort kritisieren und negativ bewerten würde. Keine Ahnung, wie der Fragebogen entstanden ist, aber er bedarf der Überarbeitung. Dafür ist es jedenfalls noch nicht zu spät – und das ist ganz sicher im Interesse des Studenten.

    --

    Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.
    #9464597  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 8,169

    Bgigli Er wird das rechtfertigen müssen, wenn er damit Erfolg haben will. Uni halt, kennt man doch: man hat seine Vorgaben und muss den Rahmen einhalten.

    Nun, er hat den Fragebogen hier ins Forum gestellt, dann muss es auch in Ordnung sein, ihn zu diskutieren. Ich bin der letzte, der sich nicht vom Sinn der Umfrage überzeugen liesse, aber: Ich kenn die „Szene“ doch gut genug um zu wissen, dass die schwachsinnig aussehenden Fragen höchstwahrscheinlich kein cleverer Trick sind. Bis zum Ende ausgefüllt hab ich ihn aber auch.

    Abgesehen davon: nail und ich waren doch konstruktiv, die Chancen stehen nicht schlecht, dass das mehr Feedback war, als er von seinem Betreuer gekriegt hat (man will es fast hoffen). Das war keine sprachliche Kritik.

    --

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    #9464599  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    Biomasse

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 51,811

    nail75“würden finden“

    Das ist dänks Schwyzerdütsch …. nicht, dass das in einer solchen Umfrage gefragt wäre, würde ich finden, aber was soll’s, möcht ich sagen. Auch die HSG kocht nur mit Wasser (und dass ich dort zum einzigen Mal Toni Brunner live erleben musste – ich war als Soldat dort und spielte vorsätzlich falsche Töne auf dem Saxophon zur „festlichen“ Ummalung – ist auch nicht gerade imagefördernd).

    Ich hab den Fragebogen bei den drei vorgeschlagenen Modellen (mit den 20 bzw. 30 Millionen Tracks) abgebrochen, weil mir keine Alternative sinnvoller oder attraktiver als die andere vorkam (die Gründe hat redbeans zusammengefasst).

    --

    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #106: Miles Davis - 10.10., 20:30; #107: Gary Peacock in Japan - 15.10., 22:00; #108 – Miles & More #1 – 10.11.2020, 22:00 ; #109 – Miles & More #2 – 19.11.2020, 22:00; Slow Drive to South Africa, #6: tba | No Problem Saloon, #21: Klassikstunde: Beethoven? Beethoven! - 10.10., 22:30; #22: Quarantine Music -22.10., 22:00
    #9464601  | PERMALINK

    musicfan2

    Registriert seit: 27.12.2014

    Beiträge: 3

    Erstmal vielen Dank für die Teilnahmen, das freut mich & hilft mir sehr. Danke auch für das ausführliche Feedback.
    Ich weiss konstruktive Kritik nicht nur zu schätzen sondern möchte daraus lernen (was das grösste Ziel dieser Umfrage ist) und genau so wie mir das Ausfüllen des Fragebogens hilft, nützt mir daher ausführliches Feedback.

    Ich bin mir der generellen Problematik einer passiven Rekrutierung der Stichprobe aus der Grundgesamtheit Internetuser durchaus bewusst und werde deshalb bei der Auswertung keine Rückschlüsse auf die Population aus der die Stichprobe stammt vornehmen.
    Die von mir verwendeten Skalen stammen aus dem Englischen und haben sich im selben Kontext schon bewährt. Ich stimme zu, dass mir einige Übersetzungen nicht gut gelungen sind. Ich hätte mich wohl mehr am Sinn als an der wörtlichen Übersetzung orientieren sollen. Und es ist ein grosser Fehler von mir, dass ich davon ausging unter „Abschluss“ wird auch die monatliche Verlängerung eines Abos verstanden. Das ist viel zu ungenau formuliert, führt zu Missverständnissen und ich bedaure das es mir nicht früher auffiel.
    Das die Auswahlentscheidungen im Mittelteil mühsam werden können ist mir bewusst und wird in der Fachliteratur zu dieser Art Befragung auch erwähnt. Ich bedanke mich bei jedem der trotzdem die Geduld aufbringt alle durchzugehen und entschuldige mich für das Mühsal .

    Die unterstützenden Worte von Bgigli beschreiben gut (inklusive der fein eingebauten Aussage im letzten Satz) meine eigenen Ansichten zu dem Thema. Generell merke ich, die Umfrage wirkt zu theoretisch, fern von der Realität wofür ich mir die Schuld geben muss, da ich mich versucht habe stark an renommierter Forschung zu orientieren, und dabei aus den Augen verloren habe, dass die Umfrage für Teilnehmer realitätsnah, und damit keine Zeitverschwendung auszufüllen, sein soll.

    Nochmals vielen Dank an jeden Teilnehmer, das exakte & konstruktive Feedback und natürlich auch die aufmunternden Posts. Ihr helft mir sehr

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