Moment mal – Texte, die auf den zweiten Blick unfreiwillig komisch wirken

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  • #44593  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

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    …so wie z.B. „Tramp“ von Otis Redding und Carla Thomas. So richtig achtet man bei dem Song ja eigentlich eh nicht auf den Text, lohnt sich aber. Ist im Grunde ein längerer Dialog zwischen einem anscheinend etwas schäbigen Liebhaber und seiner verwöhnten Dame. Man stelle sich vor, man hört auf der Straße einem solchen Dialog zu, einige Textauszüge:

    Carla: Tramp!
    Otis: What you call me?
    C: Tramp.
    O: You didn’t! (man stelle sich den Schock in Otis‘ Gesicht vor!)

    O: Well I tell you one dog-gone thing. It makes me feel good to know one thing. I know I’m a lover.
    C: Matter of opinion.

    C: You know what? You wear overalls, and big old brogan shoes, and you need a haircut, Tramp.
    O: Haircut? Woman, you foolin’…ooh…I’m a lover. Mama was. Grandmama, Papa too. Boogaloo. All that stuff.

    C: You’re a tramp, Otis.
    O: No I’m not. (Verzweiflung macht sich breit und Otis leugnet einfach nur noch alles ab)

    C: Look here. You ain’t got no money.
    O: I got everything.
    C: You can’t buy me all those minks and sables and all that stuff I want.
    O: I can buy you minks, rats, frogs, squirrels, rabbits,…anything you want, Woman.

    Nicht mal ein Tramp würde auf die Idee kommen, dass sich eine Frau Ratten und Frösche wünscht!

    --

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    #5752903  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

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    #5752905  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Fredl Fesl hats auch mal gesungen, sonst wär mir das gar nicht aufgefallen:

    Refrain:
    Es tanzt ein Bi-ba Butzemann
    In unserm Kreis herum, dideldum,
    Es tanzt ein Bi-ba Butzemann
    In unserm Kreis herum.

    Er rüttelt sich, er schüttelt sich,
    Er wirft sein Säckchen hinter sich.
    Es tanzt ein Bi-ba Butzemann
    In unserm Kreis herum.

    :Refrain:
    Er wirft sein Säcklein her und hin,
    Was ist wohl in dem Säcklein drin?
    Es tanzt ein Bi-ba Butzemann
    In unserm Kreis herum.

    :Refrain:
    Er bringt zur Nacht dem guten Kind
    Die Äpfel die im Säcklein sind.
    Es tanzt ein Bi-ba Butzemann
    In unserm Kreis herum.

    :Refrain:
    Er wirft sein Säcklein hin und her,
    Am Morgen ist es wieder leer.
    Es tanzt ein Bi-ba Butzemann
    In unserm Kreis herum.

    --

    #5752907  | PERMALINK

    annamax

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 4,489

    Wolf Maahn:

    Wir sind Deserteure,
    kein Land, auf das ich schwöre.

    Mal plural, mal singular. Der Mann weiß nicht, was er will.
    Schade eigentlich, um den netten Song.

    --

    I'm pretty good with the past. It's the present I can't understand.
    #5752909  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Noch eines dieser Stax-Duette: William Bell & Judy Clay – „Private Number“.

    Erste Strophe, William:

    Since I’ve been gone you’ve had your number changed
    but my love for you, girl, still remains the same
    Now I’ve been loving you and you’ve been loving me
    so long, baby what’s wrong?

    William, sie hat den Ärger auf sich genommen, ihre Telefonnummer ändern zu lassen, ich glaube, der Zug ist abgefahren. Wenn sie so weit geht, bin ich mir ausserdem ziemlich sicher, dass Du weißt, was Du angestellt hast. „William, ich denke, es ist an der Zeit, dass wir andere Leute sehen. Glaube mir, es nicht deine Schuld, es liegt an mir. Oh, ausserdem habe ich meine Telefonnummer ändern lassen.“ So läuft das nicht.

    Zweite Strophe, Judy:

    I’m sorry you couldn’t call me, when you got home
    but other fellows kept on calling while you were gone
    so I had the number changed, but I’m not acting strange
    welcome home, nothing’s wrong!

    Ah, okay. Also doch nicht. Dann ist ja alles klar. Worum zum Henker geht es in diesem Song??? Das muss das blödeste Lied sein, was ich je gehört habe (catchy, aber immer noch unheimlich blöd).

    Im Fade out:

    William: Thank you, baby, for giving me your private number.
    Judy: You can have it.
    William: Thank you, baby.

    Das Lied ist vorbei und…es ist nichts passiert. Warum musste der Song geschrieben werden? Es ist ja auch nicht so, dass er universell übertragbar auf alle Lebenslagen wäre. Kann irgendjemand hier einen Sinn dahinter erkennen?

    Hier nun eine kleine Preview auf das, was euch in den kommenden Wochen in diesem Thread erwartet:

    The Rolling Stones – „(I Can’t Get No) Satisfaction“

    I can’t get no satisfaction!
    No wait, I can…

    Led Zeppelin – „Stairway To Heaven“

    Theres a lady whos sure
    All that glitters is gold
    And shes buying a stairway to heaven.
    Now she returns it.
    Can’t get a refund.
    She seems pissed.

    Nirvana – „Smells Like Teen Spirit“

    With the lights out its less dangerous
    Here we are now
    Entertain us
    Damn I didn’t say
    you should turn out the lights
    Turn ‚em back on
    Lemme see
    That’s better
    Daddy don’t like
    when it’s dark
    Yeah

    --

    #5752911  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Soulmusik, ein schier endloser Fundus an seltsamen Texten, die anscheinend nur dadurch Gewicht bekommen, weil sie, nun ja…mit soviel Seele vorgetragen werden. Heute ein kleiner Auszug aus Clarence Carters „Making Love (At The Dark End Of The Street)“.

    I just like to take a little of your time here
    to talk about two words that folks always like to use

    Naja, da ich das Lied freiwillig höre, kann man sich schon denken, dass ich eh nichts besseres zu tun habe, aber leg los.

    They always talk about…making love.
    Yeah, making love.

    Making was? Ah, love. Danke für’s Wiederholen.

    But have you ever sat down to think about
    everything that’s got life in it likes to make love?
    Did you know that?

    Horses like to make love…cooooooows like to make love.
    And mosquitos like to make love!

    Also jetzt, wo Du mich fragst…nein, ich habe mich noch niemals hingesetzt und darüber nachgedacht, wie Moskitos Liebe machen.

    Später erzählt Clarence noch im Detail, an welchen Plätzen wir Menschen (jep, uns gab’s ja auch noch!) Liebe machen:

    So, what we like to do…
    we like to get ourselves about 50 cent worth of gas
    and like to drive waaaayyyyy down a country road somewhere.
    Ooohhhhh and children, we like to make love on the backseat of a car, children! Ha ha ha ha…

    „Children“…jedenfalls wird aus der erhofften Biologie-Stunde leider nichts mehr und irgendwas schwenkt der Song um in eine Coverversion von James Carrs „The Dark End Of The Street“.

    --

    #5752913  | PERMALINK

    cleetus

    Registriert seit: 29.06.2006

    Beiträge: 16,632

    Ich wäre froh wenn mir jemand-des-shtreet-shlang-mächtigen mal erklören könnte was Biggie mit center meint:

    Welcome to my center

    Honies feel it deep in they placenta

    --

    Don't be fooled by the rocks that I got - I'm still, I'm still Jenny from the block
    #5752915  | PERMALINK

    latho
    No pretty face

    Registriert seit: 04.05.2003

    Beiträge: 35,312

    Was man beim Texten beachten sollte.

    --

    If you talk bad about country music, it's like saying bad things about my momma. Them's fightin' words.
    #5752917  | PERMALINK

    cleetus

    Registriert seit: 29.06.2006

    Beiträge: 16,632

    [Jordin Sparks]
    Hey it`s me call me when you can.

    Tell me how im supposed to breathe with no air (air)
    Uhhhhhhhh
    Ahahhh
    Ahhhhha

    [Verse1]
    [Jordin Sparks]
    If I should die before I wake
    It’s cause you took my breath away
    Losing you is like living in a world with no air
    Ohhh
    [Chris Brown]
    I’m here alone didn’t want to leave
    My heart won’t move it’s incomplete
    Wish there was a way that I can make you understand

    [Jordin Sparks]
    But how
    Do you expect me
    To live alone with just me
    Cause my world revolves around you it’s so hard for me to breathe

    [Chorus:]

    Tell me how I’m supposed to breathe with no air (air)
    Can’t live can’t breathe with no air (air)
    That’s how I feel whenever you ain’t there (there)
    Its no air no air
    Got me out here in the water so deep (deep)
    Tell me how you gonna be without me (me)
    If you ain’t here I just can’t breathe (breathe)
    It’s no air no air
    No air air ohhhh
    No air air noooo
    No air air ohhhh
    No air air

    Besonders der Refrain schlägt dem Fass den Boden aus.

    --

    Don't be fooled by the rocks that I got - I'm still, I'm still Jenny from the block
    #5752919  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Der Text von „ABC“ der Jackson Five: „I’m gonna teach you all about love“, gesungen von einem Elfjährigen. Nicht wirklich unfreiwillig komisch, aber bedenklich…

    --

    #5752921  | PERMALINK

    border-reivers

    Registriert seit: 26.12.2007

    Beiträge: 17

    Olga I cannot von den Toy Dolls, zumindest für denjenigen, der weiß, dass „Olga“ der Künstlername des Sängers ist…

    --

    #5752923  | PERMALINK

    reino

    Registriert seit: 20.06.2008

    Beiträge: 5,692

    Cochise: Rauchzeichen

    Wenn ich mich nicht sehr täusche, ist die Genießbarkeit von Geld nicht von der Menge abhängig (geschweige denn davon, welche Menge man nennt).

    --

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    #5752925  | PERMALINK

    deleted_user

    Registriert seit: 20.06.2016

    Beiträge: 7,399

    You tell me where to go and
    Though I might leave to find it
    I’ll never let your head hit the bed
    Without my hand behind it

    „Your Body is a Wonderland“ – John Mayer

    Alles klar? So viel zu dieser Schnulze. Kuschelrock, Liebeslied. Ja, einfach fantastisch! Wenn auch nicht textlich…

    --

    #5752927  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Aus der Rubrik „Es ist Freitag, ich will heim/nehmen wir den erstbesten Reim“: Die erste Strophe des Jay & The Americans-Hits “Come A Little Bit Closer“. Der erste Reim „border“/“water“ (wobei ich bei der Zeile „She was just sitting there givin‘ me looks that made my mouth water“ noch am ehesten Assoziationen zu Tex Avery-Cartoons bekomme) kann noch toleriert werden, danach kommt das hier:

    „So I started walking her way
    …….she belonged to bad man José“

    Was ein Glück, dass sein Name sich auf „way“ reimt…derselbe Reim kommt übrigens am Ende nochmal vor. Mit den Portraits von leicht zu habenden mexikanischen Damen und ihren Prügelknaben (schon, wenn nur ein mexikanischer Name fällt, wechselt der Sänger in ein gebrochenes Englisch) wird dieses Lied die diplomatischen Beziehungen der beiden Länder wohl im Alleingang um ein paar Jahre zurückgeworfen haben. Noch besser (ab 1:50 im Video): Der aufgesetzte Akzent wenn José „man“ sagt.

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