Marillion – An Hour before it's dark

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  • #11707807  | PERMALINK

    wolfgang

    Registriert seit: 19.07.2007

    Beiträge: 18,429

    Wo du es jetzt sagst… :bye:

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    #11712611  | PERMALINK

    wolfgang

    Registriert seit: 19.07.2007

    Beiträge: 18,429

    Ein neuer Album Trailer, hört sich alles vielversprechend an.

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    Savage bed foot-warmer of purest feline ancestry
    #11732889  | PERMALINK

    wolfgang

    Registriert seit: 19.07.2007

    Beiträge: 18,429

    Erster Eindruck: Gewohnt schwere Kost. Wenn man nur auf die Texte achtet, hat man genug Depressionen für die nächsten Jahre. Steve Hogarth ist der Mann, der das Geschehen auf der Platte von vorne bis hinten bestimmt. Eindeutig zu viel des Guten, was die Textlastigkeit betrifft, aber das ist ja keine neue Erkenntnis. Musikalisch zum Teil etwas mehr Uptempo als bei F.E.A.R (Be Hard On Yourself, Murder Machines und teilweise bei Reprogram The Gene und Care.) Ansonsten dominieren die Moll Töne und Steve Rothery ist meistens wieder im Mix begraben. (Bis auf zwei schöne Soli) Braucht natürlich für eine abschließende Bewertung noch einige Durchgänge.

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    #11732905  | PERMALINK

    dengel

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 66,153

    Da bleibt mir ja ausreichend Zeit mich innerlich auf diese „schwere Kost“ vorzubereiten.

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    #11732921  | PERMALINK

    themagneticfield

    Registriert seit: 25.04.2003

    Beiträge: 33,005

    wolfgangErster Eindruck: Gewohnt schwere Kost. Wenn man nur auf die Texte achtet, hat man genug Depressionen für die nächsten Jahre. Steve Hogarth ist der Mann, der das Geschehen auf der Platte von vorne bis hinten bestimmt. Eindeutig zu viel des Guten, was die Textlastigkeit betrifft, aber das ist ja keine neue Erkenntnis. Musikalisch zum Teil etwas mehr Uptempo als bei F.E.A.R (Be Hard On Yourself, Murder Machines und teilweise bei Reprogram The Gene und Care.) Ansonsten dominieren die Moll Töne und Steve Rothery ist meistens wieder im Mix begraben. (Bis auf zwei schöne Soli) Braucht natürlich für eine abschließende Bewertung noch einige Durchgänge.

    Also nach den Voreindrücken doch etwas Ernüchterung? @wolfgang

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    "Man kann nicht verhindern, dass man verletzt wird, aber man kann mitbestimmen von wem. Was berührt, das bleibt!
    #11732935  | PERMALINK

    wolfgang

    Registriert seit: 19.07.2007

    Beiträge: 18,429

    Ich hatte nach den beiden Vorab Tracks (Be Hard On Yourself, Murder Machines) mit etwas ähnlichem für die ganze Platte gerechnet, aber dem ist nicht so. Es dominieren eben weiterhin die Molltöne, was sie natürlich musikalisch sehr gut machen. Nach dem Interview in der Eclipsed konnte man dann die Richtung der Platte erahnen, denn Steve Rothery war bei weitem nicht so wie die anderen vier an der Entstehung der Platte beteiligt. In den Jahren von Script For A Jester’s Tear (1984) bis Seasons End (1989) hat er 90 % der Musik geschrieben, das übernehmen jetzt hauptsächlich Mark Kelly und Steve Hogarth.

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    #11732947  | PERMALINK

    themagneticfield

    Registriert seit: 25.04.2003

    Beiträge: 33,005

    Sehr schade, vielleicht käme ich anders auch mit Hogarth besser zurecht…

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    "Man kann nicht verhindern, dass man verletzt wird, aber man kann mitbestimmen von wem. Was berührt, das bleibt!
    #11732953  | PERMALINK

    onkel-tom

    Registriert seit: 23.02.2007

    Beiträge: 38,993

    Die CD müsste heute eintreffen. Bin schon gespannt. Wolfgang’s Kritik macht mir Mut. ;-)

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    Gewinnen ist nicht alles, gewinnen ist das einzige.
    #11733473  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

    Beiträge: 25,045

    Schwere Kost ist das sicher.  Darum möchte ich aber auch gebeten haben. Marillion Songs über schnelle Autos, strategische Besäufnisse, nordische Götter oder pinkfarbene Einhörner würden mir keine Freude bereiten.

    Nach vier Durchgängen bekommen die Songs so langsam ihre Konturen, das Album formiert sich, und ist ganz sicher keine Enttäuschung. Schwierig wird es immer, wenn H in hab Tempo Passagen gegen die kleinen Wände an arbeitet, und man das wirklich nicht mehr singen nennen kann.  Da geht ihm dann leider auch das Timing verloren. In den ruhigen und langsamen Phasen gleicht er das dann sehr ausdrucksstark wieder aus.

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    #11733859  | PERMALINK

    wolfgang

    Registriert seit: 19.07.2007

    Beiträge: 18,429

    Marillion – An Hour Before It’s Dark (2022)

    Nach der längsten Pause zwischen zwei Alben veröffentlichen „Marillion“ ihr Werk „An Hour Before It’s Dark“. Das vorherige Album „F.E.A.R“ wurde 2016 von der Kritik und der Fangemeinde größtenteils abgefeiert, was in einem fulminanten Konzert in der prestigeträchtigen Royal Albert Hall gipfelte.
    Das neue Album ist wieder ein wortgewaltiges geworden, in seinen Texten tobt sich „Steve Hogarth“ wieder einmal so richtig aus. Hauptsächlich geht es natürlich um die Corona Pandemie, die Klimakrise und den allgemein schlechten Zustand des Planeten. Gut, das der Ukraine Krieg jetzt erst stattfindet, sonst wäre dieses Thema auch noch angepackt worden. Textlich ist das alles so deprimierend, das sich die Jungs wohl gesagt haben, machen wir die Musik dazu etwas lockerer als zuletzt.
    Die drei ersten Tracks „Be Hard On Yourself“, „Reprogram The Gene“ und „Murder Machines“ sind recht dynamisch angelegt und werden hauptsächlich im Midtempobereich angeboten. „The Crow And The Nightingale“ ist textlich eine Verbeugung an „Leonard Cohen“, passend dazu gibt es sehnsuchtsvolle Melodien, die von einem Chor und einem Streichquartett unterstützt werden. Als Abschluß ertönt eines der wenigen Gitarrensoli von „Steve Rothery“.
    „Sierra Leone“ handelt von einem Jungen, der einen wunderschönen Diamanten findet, sich aber nicht von ihm trennen kann, weil er sich der Schönheit und Faszination des Edelsteins nicht entziehen kann. Musikalisch zieht sich das Stück etwas in die Länge, ohne das der Song besondere Höhepunkte aufweist.
    Der abschließende Longtrack „Care“ kann mit den großartigen „Neverland“ und „Invisible Man“ vom Album „Marbles“ durchaus mithalten. Eine prägnante Basslinie von „Pete Trewavas“ eröffnet diesen Track, der in seinem Verlauf die Trademarks der Band enthält. Schwelgerische Keyboards, traumhafte Melodien, ein herzzerreißendes Gitarrensolo und einen „Steve Hogarth“, der das Abschiednehmen vom Leben in gewohnt theatralischer Weise zum Besten gibt.

    Nachdem der Song zum Ende gekommen ist, läuft die Zeitanzeige ca. fünf Minuten in aller Stille weiter, ein alberner Gag, den sie schon öfter gebracht haben, um dein nur noch ein Lachen oder ähnliches anzubringen. In diesem Fall jedoch erklingt eine 12′ Remix Version des Tracks „Murder Machines“, die erheblich von der Albumversion abweicht. Eine verfremdete Stimme, viel Elektronik mit Halleffekten und donnernde Drums bieten eine perfekte Club Tanznummer, das gefällt mir sehr gut.

    Insgesamt ein Album, was ich auf der positiven Seite der Veröffentlichungen mit dem neuen Sänger „Steve Hogarth“ einordnen würde.

    --

    Savage bed foot-warmer of purest feline ancestry
    #11733945  | PERMALINK

    onkel-tom

    Registriert seit: 23.02.2007

    Beiträge: 38,993

    Schöner Beitrag, Wolfgang.  :good:

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    Gewinnen ist nicht alles, gewinnen ist das einzige.
    #11734085  | PERMALINK

    annamax

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 4,466

    „Ihre Songs waren Pomp und Pathos pur, auf zehn Minuten ausgewalzt: In den Achtzigern wurde die Band Marillion groß, und ich ihr Fan. Es gibt sie noch immer, auch meine Liebe hat überlebt. Jetzt stehe ich sogar dazu.“

    Oliver Kaever hat auf Spiegel-Online die Hogarth-Jahre wohl weitgehend verpasst. Für eine retrospektive Liebeserklärung reicht’s aber noch.

    https://www.spiegel.de/kultur/musik/marillion-ich-liebe-die-uncoolste-band-der-welt-wie-konnte-das-nur-passieren-a-986495cf-733e-4cc8-bce3-2147d56c295b

    zuletzt geändert von annamax

    --

    I'm pretty good with the past. It's the present I can't understand.
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