Madonna – Confessions on a Dance Floor

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  • #3869295  | PERMALINK

    gilez-dranoel

    Registriert seit: 27.07.2005

    Beiträge: 296

    redEyesDie Single ist toll.

    Sehr gut beobachtet!

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    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #3869297  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 79,094

    Mhm, alle Stratftaten verjähren, außer Mord – und Madonnas Marylin-Marotte, obwohl die noch nach Jugendstrafrecht zu behandeln gewesen wäre. Ist ja auch erst 20 Jahre her. In Bayern ist man halt härter drauf in der Verbrechensbekämpfung. :teufel_2:

    Für mich ist sie eine Single-Künstlerin, da aber eine der besten und konstantesten. Von den Alben finde ich eigentlich nur „Ray Of Light“ gelungen. Vom neuen erwarte ich daher erstmal nicht so viel.

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    #3869299  | PERMALINK

    sonic-juice
    Moderator

    Registriert seit: 14.09.2005

    Beiträge: 10,983

    Herr Rossi
    Für mich ist sie eine Single-Künstlerin, da aber eine der besten und konstantesten. Von den Alben finde ich eigentlich nur „Ray Of Light“ gelungen.

    Darauf Prost!

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    I like to move it, move it Ya like to (move it)
    #3869301  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 79,094

    Sonic JuiceWer zufällig die Songs „I Want You“ (mit Massive Attack) oder meinetwegen „Take A Bow“ und „Paradise (not for me)“ von ihr kennt, weiß vielleicht, was ich mit Wärme und Wohlkang meine und was sie in Richtung Akkustik ggf. ausbauen könnte.

    Und den Ball darf ich zurückspielen. Ich kann das gut nachvollziehen.
    PS: Gut, dass ich Evita nicht gesehen hab.

    --

    #3869303  | PERMALINK

    art-vandelay

    Registriert seit: 07.10.2005

    Beiträge: 3,382

    Madonna hat in den letzten 20 Jahren einige sehr gute Sachen gemacht. Ob sie singen kann oder nicht ist dabei erstmal absolut zweitrangig – das können sehr viele Leute nicht.

    Von dem neuen Album erwarte ich jedenfalls nicht viel (ähnlich wie beim letzten Mal). Der Single gebe ich bestenfalls **, das Abba Sample ist zu dominant und erschlägt den Rest.

    Aber immerhin schaut sie auf dem Cover gut aus. Das ist ja auch schonmal was…

    --

    #3869305  | PERMALINK

    zappa1
    Yellow Shark

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 85,130

    Nächsten Samstag ist sie bei „Wetten dass?“

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    „Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“ (Goethe) "Allerhand Durcheinand" #86, 02.06.2022, 22.00 Uhr auf RadioStoneFM https://www.radiostonefm.de/naechste-sendungen/7441-220602-ad-86      
    #3869307  | PERMALINK

    sokrates
    Bound By Beauty

    Registriert seit: 18.01.2003

    Beiträge: 17,830

    Herr RossiFür mich ist sie eine Single-Künstlerin, da aber eine der besten und konstantesten. Von den Alben finde ich eigentlich nur „Ray Of Light“ gelungen. Vom neuen erwarte ich daher erstmal nicht so viel.

    Nachdem du drei Songs für drei aufeinanderfolgende Tage bei den SdT gepostet hast, vermute ich, du hast das Album.

    Frage des Tages: Lohnt es sich, da mal reinzuhören?

    Anmerkung: Bin kein ausgesprochener Fan, fand aber wie du „Ray of Light“ ziemlich gelungen.

    --

    „Weniger, aber besser.“ D. Rams
    #3869309  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 79,094

    @kai: Nee, die anderen beiden Songs waren ja Madonna-Klassiker. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das neue Album kaufe.

    --

    #3869311  | PERMALINK

    sokrates
    Bound By Beauty

    Registriert seit: 18.01.2003

    Beiträge: 17,830

    Herr Rossi@Kai: Nee, die anderen beiden Songs waren ja Madonna-Klassiker. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das neue Album kaufe.

    Oops, hatte ich nicht auf dem Schirm.

    Bin mir aber auch nicht sicher und hatte von deinem wohlausgewogenen Kommentar Aufschluss erhofft.

    --

    „Weniger, aber besser.“ D. Rams
    #3869313  | PERMALINK

    sonic-juice
    Moderator

    Registriert seit: 14.09.2005

    Beiträge: 10,983

    Auch wenn es für manche vielleicht zu geschwollen, gespreizt, spexig oder intellektuell (gerne auch „pseudo-„) geschrieben ist, ich jedenfalls bin nach dieser liebevollen und ebenso liebenswerten Rezension sehr gespannt auf die CD! Und Dath ist sowieso der beste…

    Text: F.A.Z., 12.11.2005, Nr. 264 / Seite 33

    Madonna
    Sie malt die Nacht mit Licht an
    Von Diemar Dath

    11. November 2005 An diesem Freitag schon, als noch kein Rezensent das komplette Werk kennen konnte, hat’s in allen Ohren gesummt. Man las in Zeitungen Kritiken, denen der Duftauszug von ein paar vorab ins Netz gestellten Stücken zum Schwärmen genügt hat.

    Falsch war kein lobendes Wort, das da erschienen ist; aber mehr als bei anderen Platten muß bei Madonnas „Confessions On a Dance Floor” der Gesamteindruck über Ablehnung oder Zustimmung entscheiden. Denn das Spiel heißt „Alles oder nichts”: Die Künstlerin setzt bewußt und strahlend verbissen auf den ununterbrochenen mächtigen Trommelherzschlag; nur wer erlebt hat, wie da über sechsundfünfzig Minuten lang erbarmungslos durchgeheizt wird, darf hinterher geschafft zusammensinken und atemlos hauchen: Ja, das ist es, darauf hat die Welt gewartet. Denn in dieser üppigen Suppe, die man bis zur Neige saufen muß, um sie geschmeckt zu haben, schwimmt mehr Glück, mehr Euphorie, mehr – es gibt wirklich kein deutsches Wort, das dieses Moment vollumfänglich träfe – volupte, als alle Kokainströme Europas je mit sich führen könnten.

    Brauchen wir Madonna noch?

    Wie macht man das? Anders als früher: Billige, hocheffektive Trällerbomben wie „Holiday”, das Stück, mit dem Madonna 1983 die globale Disco geknackt und besetzt hat, bastelt man heute eher für die „Sugababes” („Push the Button”), und das platinblonde Lebensstilsegment „Grellness statt Wellness” ist auch nicht mehr vakant, sondern wird von Gwen Stefani verwaltet. Brauchen wir Madonna überhaupt noch? Allerdings. Denn so wie Andy Warhol Dinge über Kunst und Gegenwart gewußt hat, die Duchamp in hundert Jahren nicht erraten hätte, verbindet Madonna das Händchen für unbesiegbare Stampfer und Brüller nach wie vor mit Mutterwitz und großem Feldherrinnenknall auf eine Weise, hinter der man schon höheren Beistand vermuten muß.

    Man nehme nur die Sampling-Frage: Irgendeinen „Led Zeppelin”-Schlagzeug-Nebensatz kann heute jeder Rübenbauer elektronisch ins ansonsten doofste und berechnendste Stück Wegwerfkrach schieben. Nur die Schlausten können da noch überzeugen: Snoop Dogg hat die „Bee Gees” verwurstet, Pras von den „Fugees” sich bei Dolly Parton bedient. Aber für die Eröffnungsnummer eines Party-Albums wie „Confessions” ein paar Takte aus „Gimme gimme gimme (A man after Midnight)” von „Abba” zu enteignen, wie Madonna das unter dem Titel „Hung up” jetzt vollbracht hat, dazu gehört mehr – nämlich eine Idee, auf die unzählige „Abba”-Verehrer unter den Musikschaffenden nicht gekommen sind.

    Der High-Tech-Panzer der Liebe

    Die smartesten Produzenten der Neuzeit haben das, was die Schweden der Menschheit hinterließen, immer nur als Fest des Leichten und Graziösen, als etwas Reines, Heiliges, eine erdfern durch das All schwebende fettglänzende Hochzeitsnudel gefeiert. Madonna aber legt für „Hung up” die andere, die dreckige und fordernde, kurz: die brutale Seite der „Abba”-Erfahrung frei, das tonnenschwere Kettenfahrzeug der Liebe, den High-Tech-Tanzpanzer.

    Und so geht es weiter, auf durchgängig gehaltenem hohen Niveau: „Get Together” klingt wie unter Wasser von denkenden Badezusätzen auf Atom-U-Boot-Navigationscomputern programmiert, „Sorry” holt uralte Bässe aus dem Keller der Pyramiden und beschießt damit die Wolken, „Future Lovers” jongliert akustische Magnetfelder und malt die Nacht mit Stroboskoplicht an, „I Love New York” baut eine tönende Stadt aus rhythmisch sortierten Hitzewallungen zwischen steilen Betonwänden – es geht, sagt dies alles, insgesamt um Synästhetisches. Bilder und Düfte sind immer mitgedacht.

    Express yourself!

    Das ganze Styling der zur Platte gehörenden Kampagne, der stretchhöschen-enge Siebziger-Jahre-„Studio 54”-Retro-Chic und die tüllumrüschte Vehemenz der jüngsten Fernsehauftritte – sofort sind alle Silberschuhe im Land ausverkauft – dienen einer bonapartistischen Eroberungsphantasie: Bei Madonna geht es um Breite und Höhe, um Formatbesetzung, nicht um Ausdruck, auch wenn sie die Welt, die Tänzer, die Jüngerinnen paradoxerweise gerade mit dieser anti-intimen, nichtexpressiven, sondern funktionalen Staatskunstgestik zum Gegenteil ermutigt: „Express yourself!” Das Expressive kann bei ihr also immer nur Würze sein, eine weitere Zutat für den Prunk. Die Hauptsache bleibt der Titelbesitz einer Kaiserin des diszipliniert abgewickelten Großzaubers und -zinnobers: Madonna findet man aus Gründen gut, aus denen man auch Muhammad Ali gut findet, nicht aus solchen, die für Van Gogh, Jim Morrison oder Hölderlin gelten mögen.

    Genau deshalb war 2003 das Album „American Life” (nach „Music” aus dem Jahr 2000 die zweite Platte in Kollaboration mit dem gediegenen Soundarchitekten Mirwais Ahmadzai) insgesamt ein Fehler: Zuviel innere Einkehr und Wesensschau, ein läppisch deklamatorischer Rap-Versuch, bestürzend Vages, Schlampiges, auch wenn daneben schmutzige Perlen wie der zerklüftete James-Bond-Fetzen „Die Another Day” von Größe kündeten.

    Überdrehter jüdischer Ethno-Gesang

    Für „Confessions On a Dance Floor” hat sie Mirwais nun die Hände gebunden, er ist nur noch Nebendarsteller. Die Haupthebel bedient Stuart Price, auch bekannt als „Les Rythmes Digitales”, der bei aller nervösen Eklektik stur genug ist, auf Klopfen, Puls und Donner zu bestehen, wo sie hingehören. An seiner Seite ist Madonna daher grandioses Zeug gelungen wie der gigantische Hit „Isaac” mit überdrehtem jüdischem Ethno-Gesang; ein Stück, auf das man in Anlehnung an Woody Guthries alte Gitarren-Inschrift „This machine kills fascists” mit Nagellack schreiben sollte: „Diese Nummer quält Osamas Krieger.” Madonnas mehr als ausreichend medial durchgekauter Kabbala-Fimmel, von orthodoxen Juden nicht weniger beargwöhnt als von hedonismusfeindlichen Antisemiten, ist also zumindest für sechs Minuten ganz sagenhafter Musik verantwortlich, den saftigsten Schmachtbraten, den uns die Chefin seit „Frozen” von 1998 aufgetischt hat.

    Gegen Anwürfe, es handele sich bei dem offenbar den Mystiker Isaac Luria besingenden Lied um einen blasphemischen Akt, verteidigt sie sich gewohnt souverän: Ach was, von diesem Menschen wisse sie gar nichts, Isaac heiße nur der Sänger, den man da hört, und die Sache mit der Dunkelheit und den Engeln sei eine Metapher für Du-weißt-schon-was und deshalb ohne jede konfessionelle Relevanz – Kunst, dein Name ist Mehrdeutigkeit.

    Gartenzwerge aus der Vorstadt

    Selbstverständlich ist das, woran Madonna da glaubt, ein ganz abgeschmackter Kram. Aber dasselbe kann man auch vom Programm der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands sagen, und wenn jemand widerspricht, diese Partei habe doch, anders als böse Sekten aus Amerika, noch keine Menschen um Würde, Ansehen und Karriere gebracht, dann hat er Rudolf Scharping vergessen. Überhaupt sind wir Journalisten viel zu schnell bereit, erwachsenen Menschen wegen unkonventioneller Beknacktheiten, auf denen sie herumreiten, engherzige Vorhaltungen zu machen – vor allem, wenn diese erwachsenen Menschen berühmt, glamourös und steinreich sind. In manchem Society-Journalistenhirn hockt ein Gartenzwerg aus der Vorstadt – „Rücksichtlos treibt er seine schwangere Verlobte in die Arme einer Sekte” heißt es da dann empört über Tom Cruise und Katie Holmes, anstatt daß man sich dankbar über den knalligen Affenzirkus freut, den diese fein unseriöse Scientology-Katastrophe bedeutet.

    Die gereizte Debatte um „Isaac”, die im Vorfeld der Veröffentlichung von „Confessions” für ein bißchen verkaufsfördernden Skandal gesorgt hat, ist freilich nur ein Sonderfall des übergreifenden Medienmusters „Madonna” an sich: Seit sie so groß wurde, wie sie ist, will jeder kleine Wurstel sie straucheln sehen und raunt davon, daß sie es jetzt aber wirklich zu weit treibt, mit dieser Filmrolle, diesem Kinderbuch, dieser Platte, dieser Sekte.

    Manchmal wankt sie, manchmal zittert sie. Aber das Hochseil ist eine schwingende Saite. Madonna kommt zurecht damit. Sie wohnt da oben.

    --

    I like to move it, move it Ya like to (move it)
    #3869315  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 79,094

    Das ist tatsächlich schön geschrieben. Ich brauch das Album wohl doch.

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    #3869317  | PERMALINK

    latho
    No pretty face

    Registriert seit: 04.05.2003

    Beiträge: 34,926

    Ich hab den Text nicht verstanden (bin heute aber auch müde…). Ray of Light gefiel mir auch – ist Music gut? Ansonsten will ich erstmal ein paar Singles von dem neuen Album hören.

    --

    If you talk bad about country music, it's like saying bad things about my momma. Them's fightin' words.
    #3869319  | PERMALINK

    lengsfeld

    Registriert seit: 30.07.2005

    Beiträge: 1,091

    Obwohl ich Madonnas Musik von Anfang an in den Medien mitverfolgte, verspürte ich bisher kein Bedürfnis, mir eines ihrer Alben zuzulegen. Mit „Confessions on a Dance Floor“ ändert sich das.
    „Music“ war mein erstes kleines Aha-Erlebnis, von pubertären/hormonellen Gefühlen in den 80ern mal abgesehen.

    Ich mag Madonna gerade dann, wenn sie sich in der Disco, auf dem Dancefloor verliert. Demzufolge ist das neue Album für mich genau das Richtige. Es wird n meinem Auto in die Heavy Rotation der nächsten Wochen eingebunden. Mal sehen, ob sich der erste positive Eindruck dauerhaft hält.

    Wie gefällt Euch Confessions on a Dance Floor?

    --

    #3869321  | PERMALINK

    mark-oliver-everett

    Registriert seit: 14.12.2003

    Beiträge: 18,067

    mir gefällt die single ganz gut.

    --

    TRINKEN WIE GEORGE BEST UND FUSSBALL SPIELEN WIE MARADONA
    #3869323  | PERMALINK

    lengsfeld

    Registriert seit: 30.07.2005

    Beiträge: 1,091

    Mark Oliver Everettmir gefällt die single ganz gut.

    Ja, das „ABBA“-Sample ist sehr gelungen.
    „Hung up“ ist auch exemplarisch dafür, in welche Richtung das Album will..

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