Wieviel Musik braucht ein Mensch?

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  • #10712493  | PERMALINK

    onkel-tom

    Registriert seit: 23.02.2007

    Beiträge: 30,217

    herr-r ……aber so richtig aufregend und vorwärtsdenkend wurde Pop erst wieder …. und dann später mit Post Punk und „New Wave“. Behaupte ich einfach mal …

    Als jemand, der gerade mit diesem Bereich wenig bis nichts anfangen kann, behaupte ich mal das Gegenteil….. ;-)

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    #10712495  | PERMALINK

    pipe-bowl
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    Cookie Pusher

    Registriert seit: 17.10.2003

    Beiträge: 52,134

    herr-rossiUnd natürlich haben Singles wie „Nights On Broadway“ und „Stayin‘ Alive“ mehr Stil und Format als ein kuscheliger Schlager wie „Massachusetts“…

    Die einen sagen so, die anderem so.

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    there's room at the top they are telling you still but first you must learn how to smile as you kill
    #10712499  | PERMALINK

    mikko
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    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,215

    Im Großen und Ganzen gebe ich Dir da Recht, @herr-rossi, auch wenn wir sicher im Einzelfall zu unterschiedlichen Bewertungen kommen würden. Zu den Bee Gees fällt mir ein, ich war ja ab 1967 großer Fan von ihnen (wird auch in meiner nächsten Sendung kurz thematisiert). Und ich weiß noch gut, wie ältere Freunde mich belächelten mit meinen Bee Gees Singles. Selbst im Radio wurden sie spätestens ab „Words“ für ihre Schnulzen kritisiert. Meine Beziehung zu ihnen kühlte ab Robins Alleingang merklich ab, obwohl ich mir die LPs bis Odessa dann noch kaufte, Robins Solo natürlich nicht. Die späteren Disco Bee Gees habe ich am Anfang gehasst, wie ich Disco damals generell gehasst habe. Heute sehe und höre ich das natürlich entspannter. Aber ein großer Freund der 70er Bee Gees bin ich auch heute nicht. Ihre Disco Hits sind perfekt und gut gemacht, aber sie erreichen mich nicht. Das war nie meine Welt.

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    Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 11. Juli 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist nach der Sommerpause voraussichtlich am Dienstag, 20. August 2019 von 20 - 21 Uhr mit den Singles des Jahres 1984, Teil 1!
    #10712503  | PERMALINK

    stormy-monday

    Registriert seit: 26.12.2007

    Beiträge: 10,662

    Danke, Rossi. Interessanter Standpunkt mal wieder. Einzig die Einsortierung der Bee Gees- Schnulzen bei „Mississippi“ bereitet mir Kopfweh. Das hat „Words“ nicht verdient. Und „World“ auch nicht. Now I found that the world is round….Auf so Lyrics musste erst mal kommen. Smiler.

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    #10712505  | PERMALINK

    krautathaus

    Registriert seit: 18.09.2004

    Beiträge: 21,174

    @herr-rossi: volle Zustimmung. Und in der orientierungslosen Phase der Popmusik, hat sich die Rockmusik wieder neu erfunden und die Psychedelicfumeleien entgültig hinter sich gelassen. Hardrock und Progrock wurden ab da erst richtig groß und mächtig. Genau Ende der 60er stießen z.B. Led Zeppelin, Black Sabbath oder Deep Purple richtig ins Horn. Jazz und Soul bekammen immer mehr lust auf Gitarren, die Stücke wurden länger.

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    from Monday to Friday, from Friday to Sunday
    #10712507  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,215

    stormy-mondayDanke, Rossi. Interessanter Standpunkt mal wieder. Einzig die Einsortierung der Bee Gees- Schnulzen bei „Mississippi“ bereitet mir Kopfweh. Das hat „Word“ nicht verdient. Und „World“ auch nicht. Now I found that the world is round….Auf so Lyrics musste erst mal kommen. Smiler.

    Da bin ich natürlich ganz bei Dir, @stormy-monday, obwohl ich zugeben muss, ganz objektiv (was es bei Musik Bewertung natürlich nicht gibt) hat Rossi, fürchte ich, nicht ganz Unrecht. Wäre ich in seinem Alter, würde ich das womöglich genauso hören.

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    Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 11. Juli 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist nach der Sommerpause voraussichtlich am Dienstag, 20. August 2019 von 20 - 21 Uhr mit den Singles des Jahres 1984, Teil 1!
    #10712513  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,215

    krautathaus@herr-rossi: volle Zustimmung. Und in der orientierungslosen Phase der Popmusik, hat sich die Rockmusik wieder neu erfunden und die Psychedelicfumeleien entgültig hinter sich gelassen. Hardrock und Progrock wurden ab da erst richtig groß und mächtig. Genau Ende der 60er stießen z.B. Led Zeppelin, Black Sabbath oder Deep Purple richtig ins Horn. Jazz und Soul bekammen immer mehr lust auf Gitarren, die Stücke wurden länger.

    Wobei natürlich auch Bands wie Fleetwood Mac, CCR, die Stones, Cream, CSN u.a. in jener Zeit Pop Hits hatten. Alles Bands, die man damals nicht zuerst unter Pop einsortiert hätte. Und wenn man Pop mal etwas weiter definiert und sich von den Vorbildern der ersten Hälfte der 60er verabschiedet, dann waren „Paranoid“ und „Immigrant Song“ auch Pop Hits und selbst „Hush“ von Deep Purple und noch viele andere Rocknummern.

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    Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 11. Juli 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist nach der Sommerpause voraussichtlich am Dienstag, 20. August 2019 von 20 - 21 Uhr mit den Singles des Jahres 1984, Teil 1!
    #10712519  | PERMALINK

    choosefruit
    RWACK'N'RWALL

    Registriert seit: 23.05.2015

    Beiträge: 5,679

    mikkoWobei natürlich auch Bands wie Fleetwood Mac, CCR, die Stones, Cream, CSN u.a. in jener Zeit Pop Hits hatten. Alles Bands, die man damals nicht zuerst unter Pop einsortiert hätte. Und wenn man Pop mal etwas weiter definiert und sich von den Vorbildern der ersten Hälfte der 60er verabschiedet, dann waren „Paranoid“ und „Immigrant Song“ auch Pop Hits und selbst „Hush“ von Deep Purple und noch viele andere Rocknummern.

    In den Sechzigern und frühen Siebzigern hatte Pop doch ein ganz anderes Wesen, wie wir es heute kennen. Liege ich komplett falsch, dass Pop damals vielmehr eine Zutat statt eine eigene Musikrichtung war, mit welcher Musik ge- aber auch verwürzt worden ist? Erst in den letzten 20, 30 Jahren ist Pop doch viel definierbarer geworden.

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    #10712521  | PERMALINK

    ragged-glory

    Registriert seit: 22.03.2007

    Beiträge: 11,054

    onkel-tomAls jemand, der gerade mit diesem Bereich wenig bis nichts anfangen kann, behaupte ich mal das Gegenteil….

    Wichtiger als die Frage, ob Dir New Wave-Musik gefallen hat, wäre, ob Du so um Mitte der 70er herum das Gefühl hattest, Popmusik würde auf der Stelle treten, vielleicht sogar selbstgefällig und abgehobem wirken. Denn das war der Auslöser für jene Punk-Gegenbewegung: neue Ideen einzubringen und der nachwachsenden Generation „eigene“ Musik zu geben. Eben den do it yourself-Ethos hochzuhalten.

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    #10712523  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Punk ist auch nur der Pop der späten 70er…

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    #10712525  | PERMALINK

    pheebee
    den ganzen Tag unter Wasser und Spaß dabei

    Registriert seit: 20.09.2011

    Beiträge: 15,100

    choosefruit

    mikkoWobei natürlich auch Bands wie Fleetwood Mac, CCR, die Stones, Cream, CSN u.a. in jener Zeit Pop Hits hatten. Alles Bands, die man damals nicht zuerst unter Pop einsortiert hätte. Und wenn man Pop mal etwas weiter definiert und sich von den Vorbildern der ersten Hälfte der 60er verabschiedet, dann waren „Paranoid“ und „Immigrant Song“ auch Pop Hits und selbst „Hush“ von Deep Purple und noch viele andere Rocknummern.

    In den Sechzigern und frühen Siebzigern hatte Pop doch ein ganz anderes Wesen, wie wir es heute kennen. Liege ich komplett falsch, dass Pop damals vielmehr eine Zutat statt eine eigene Musikrichtung war, mit welcher Musik ge- aber auch verwürzt worden ist? Erst in den letzten 20, 30 Jahren ist Pop doch viel definierbarer geworden.

    Nach meiner Erinnerung war Pop eben grundsätzlích ein Etikett für Musik für Jungendliche bzw. junge Erwachsene, im ursprünglichen Sinne von popular music. Neben Bravo gab es ja auch einst eine Zeitschrift, die so hieß, die aber trotzdem über ziemlich alle angesagten, populären Musikrichtungen schrieb, inkl. Hardrock u. Metal usw. All diese Schattierungen und Genres bildeten sich nach meiner Ansicht erst dann im Laufe der Zeit heraus. Selbst The Beatles galten als Pop, obwohl sie sich selber als Rock’n’Roll Band verstanden.

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    Ever tried. Ever failed. No matter. Try Again. Fail again. Fail better. Samuel Beckett
    #10712535  | PERMALINK

    ragged-glory

    Registriert seit: 22.03.2007

    Beiträge: 11,054

    elmo-zillerPunk ist auch nur der Pop der späten 70er…

    Klar, ist unstrittig.

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    #10712559  | PERMALINK

    onkel-tom

    Registriert seit: 23.02.2007

    Beiträge: 30,217

    ragged-glory

    onkel-tomAls jemand, der gerade mit diesem Bereich wenig bis nichts anfangen kann, behaupte ich mal das Gegenteil….

    Wichtiger als die Frage, ob Dir New Wave-Musik gefallen hat, wäre, ob Du so um Mitte der 70er herum das Gefühl hattest, Popmusik würde auf der Stelle treten, vielleicht sogar selbstgefällig und abgehobem wirken. Denn das war der Auslöser für jene Punk-Gegenbewegung: neue Ideen einzubringen und der nachwachsenden Generation „eigene“ Musik zu geben. Eben den do it yourself-Ethos hochzuhalten.

    Nein, hatte ich definitiv nicht. Mich musste Punk von gar nichts befreien (was die Interpreten dieser Stilrichtung und auch die Musikpresse ja gerne so deklarierten). Da ich neben Rock, speziell hier Prog-Rock ja damals auch viel Singer/Songwriter, Soul und „Pop“ hörte, stellte sich mir dieses angebliche Problem erst gar nicht.

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    #10712569  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,215

    choosefruitIn den Sechzigern und frühen Siebzigern hatte Pop doch ein ganz anderes Wesen, wie wir es heute kennen. Liege ich komplett falsch, dass Pop damals vielmehr eine Zutat statt eine eigene Musikrichtung war, mit welcher Musik ge- aber auch verwürzt worden ist? Erst in den letzten 20, 30 Jahren ist Pop doch viel definierbarer geworden.

    Eine eigene Musikrichtung war und ist Pop bis heute nicht. Es ist tatsächlich nur die Abkürzung von „popular music“. Aber in den 50er Jahren und in der ersten Hälfte der 60er Jahre dominierte Pop Musik, die eben kein Rock’n’Roll war, kein Rhythm & Blues, sondern eher Song orientierte leichte Pop Musik, die vor allem Teenager ansprechen sollte. Wobei natürlich dann auch der Rock’n’Roll, die Beat Musik und der Soul sehr Pop orientiert waren und langsam den althergebrachten Teen Pop verdrängten. Die Trennung in Pop und Rock kam dann tatsächlich erst Ende der 60er / Anfang der 70er, wobei natürlich, wie schon gesagt, auch Rock Hits Pop Charakter haben konnten.
    Ob Pop heute definierbarer ist? Ich weiß nicht. Als Stil eigentlich nicht.

    --

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    #10712579  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

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    onkel-tom

    ragged-glory

    onkel-tomAls jemand, der gerade mit diesem Bereich wenig bis nichts anfangen kann, behaupte ich mal das Gegenteil….

    Wichtiger als die Frage, ob Dir New Wave-Musik gefallen hat, wäre, ob Du so um Mitte der 70er herum das Gefühl hattest, Popmusik würde auf der Stelle treten, vielleicht sogar selbstgefällig und abgehobem wirken. Denn das war der Auslöser für jene Punk-Gegenbewegung: neue Ideen einzubringen und der nachwachsenden Generation „eigene“ Musik zu geben. Eben den do it yourself-Ethos hochzuhalten.

    Nein, hatte ich definitiv nicht. Mich musste Punk von gar nichts befreien (was die Interpreten dieser Stilrichtung und auch die Musikpresse ja gerne so deklarierten). Da ich neben Rock, speziell hier Prog-Rock ja damals auch viel Singer/Songwriter, Soul und „Pop“ hörte, stellte sich mir dieses angebliche Problem erst gar nicht.

    Nun ja, das trifft auf viele Leute Deines Alters zu. Punk und New Wave waren – vor allem hier in Deutschland – aber im Grunde auch in ihren Herkunftsländern UK und USA, immer eher Minderheitenmusik, auch wenn die englische Musikpresse das damals anders aussehen ließ. Und auch wenn es natürlich viele ursprüngliche Punk und New Wave Musiker gab, die sich dann auch weiter entwickelten, Chart Erfolge hatten und letztlich auch bei Deinesgleichen Gefallen fanden. Denk nur an Elvis Costello, Sting, Paul Weller, Blondie, Talking Heads, Joe Jackson u.v.a.m.

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