Klassik-Glossen

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  • #10796993  | PERMALINK

    yaiza

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    gypsy-tail-wind … aber das soll jetzt kein schlechtes Omen sein bitte!

    nein, ist es nicht… das wird sicher gut geplant und vorbereitet werden!

     

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    #10797003  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    yaiza

    gypsy-tail-wind … aber das soll jetzt kein schlechtes Omen sein bitte!

    nein, ist es nicht… das wird sicher gut geplant und vorbereitet werden!

    Davon gehe ich schon aus – bloss müssen da wohl wenigstens ein Dutzend „grosse“ Termine verschoben oder halt abgesagt werden, denn sowas ist in der Klassikwelt ja längst geplant, wenn bekannte Solisten/Dirigenten involviert sind. Nicht dass ich befürchte, Järvi zieht wegen sowas gleich wieder ab, aber man weiss ja nie. Das Orchester wollte auch Lionel Bringuier (er war der Wunschkandidat der Musikerinnen und Musiker) und es geigte halt dann doch nicht … komplizierte Sache, so eine Beziehung. Aber ich war dabei als Järvi zum ersten Mal am Pult stand (noch in der alten Tonhalle), und schon dort passte einfach alles. Bei den weiteren Konzerten seither empfand ich es jedes Mal ähnlich. Er fordert viel, aber so lange das Ergebnis so toll ist, wie bisher, sind wohl die Musikerinnen und Musiker auch bereit, mitzugehen – und das Publikum auch.

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #105: Sonny Rollins, Charlie Parker, Gary Peacock - 24.9., 22:00; #106: Gary Peacock in Japan - 15.10., 22:00; Slow Drive to South Africa, #6: tba | No Problem Saloon, #21: Quarantine Music -22.10., 22:00
    #10827695  | PERMALINK

    yaiza

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    #10827715  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    yaizaNoten vom Blatt oder Tablet?
    https://www.tagesspiegel.de/kultur/digitalisierung-der-klassik-umblaettern-per-fussklick/24483692.html

    Alles schon gesehen, allerdings bisher nur bei Kammermusikkonzerten, noch nie bei einem Orchester … solange die Blätter-Pedale nicht klappern (auch das leider schon gesehen bzw. gehört) ist es mir eigentlich herzlich egal. Bei Pianisten ist es wohl etwas schwieriger, die haben halt keinen Fuss mehr frei … vielleicht können die eine Art Selfiestick an die Nase binden, um auf dem Tablett zu Wischen? B-)

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    #10828683  | PERMALINK

    yaiza

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    gypsy-tail-windAlles schon gesehen, allerdings bisher nur bei Kammermusikkonzerten, noch nie bei einem Orchester …

    hier hängen wir ja, wie so oft, ein bisschen hinterher… hier schreibt man erstmal nur darüber… :D  ich hab’s bisher noch nicht gesehen bzw. gemerkt…

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    #10828729  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    yaiza

    gypsy-tail-windAlles schon gesehen, allerdings bisher nur bei Kammermusikkonzerten, noch nie bei einem Orchester …

    hier hängen wir ja, wie so oft, ein bisschen hinterher… hier schreibt man erstmal nur darüber… :D ich hab’s bisher noch nicht gesehen bzw. gemerkt…

    Ich glaub der erste, bei dem ich das im Konzert sah, war der Pianist Alexander Melnikov, den ich vor etwas über drei Jahren im Trio mit Isabelle Faust und Jean Guihen Queyras hörte (er mit Notenblätterer, sie mit Papier – als ich sie in der Kölner Philharmonie mit dem ganzen Solo-Bach hörte, hatte die grosse Papp-Bögen mit aufgeklebten ausgeschnittenen Noten, damit sie nicht blättern musste … finde ich irgendwie sympathischer als das ganze Technik-Gedöns, das halt doch auch wieder ablenkt):
    http://ubus-notizen.blogspot.com/2016/04/isabelle-faust-jean-guihen-queyras.html

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    #10848755  | PERMALINK

    yaiza

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    interessantes Interview mit Tabea Zimmermann auf der Seite der nmz

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    #10944989  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Wollte ich schon vor ein paar Tagen verlinken … Gidon Kremer über Mieczyslaw Weinberg zu dessen 100. Geburtstag – in der Print-Ausgabe vom 6.12. erschienen:
    https://www.nzz.ch/feuilleton/gidon-kremer-zum-100-geburtstag-von-mieczyslaw-weinberg-ld.1526348

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #105: Sonny Rollins, Charlie Parker, Gary Peacock - 24.9., 22:00; #106: Gary Peacock in Japan - 15.10., 22:00; Slow Drive to South Africa, #6: tba | No Problem Saloon, #21: Quarantine Music -22.10., 22:00
    #10946701  | PERMALINK

    yaiza

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    Beiträge: 2,258

    vielen Dank. Ist ein interessanter Artikel, der sich auch mit meinen Eindrücken von Kremer im Publikumsgespräch deckt. Er drückte mehrfach sein Bedauern aus, dass er sich nicht schon zu Lebzeiten näher mit Weinberg beschäftigte. Allerdings stand er damals auch auf dem Sprung zu einer großen Karriere. Er sagte, er wollte Konzerte über Konzerte spielen. Aus dem Publikum kamen durchaus präzise Nachfragen. Oistrach bot ihm ja auch eine Assistenstelle an, die er ebenfalls ausschlug, weil das Spielen für ihn das Wichtigste war. Auch das mit der Stelle verbundene Vor- und Nachbereiten von Unterricht und selbst auch unterrichten kam für ihn zu dieser Zeit nicht in Frage. Das hat er erst mit der Kronberg Academy in ganz abgeschwächter Form übernommen.

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    #10972319  | PERMALINK

    clasjaz

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    Film von Monsaingeon über das Alban Berg Quartet, ich melde das einfach mal hier. Gerade bei den Narbenwerken sind mir solche Proben sehr lieb. Es geht um Schubert, das Streichquartett zum Tod und Mädchen, mit dem Artemis Quartett. Die Herren vom ABQ sind alle sehr unterschiedlich, am liebsten ist mir wohl – für die Proben – der Bratschist Kukuska (ab Minute 19 ungefähr). „Das ist der Trick beim Traurigsein. Beim Traurigsein darf man nie schleppen. Sonst ist’s nicht traurig, sonst wird’s gemütlich.“ Und dabei lächelt er. Verständlich auch: „Unerbittlich und lebhaft … und jetzt das H. Wie ein Choral, immer gehen, wir gehen einfach weg.“ Schön ist das natürlich nicht.

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    #10972337  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

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    clasjazFilm von Monsaingeon über das Alban Berg Quartet, ich melde das einfach mal hier. Gerade bei den Narbenwerken sind mir solche Proben sehr lieb. Es geht um Schubert, das Streichquartett zum Tod und Mädchen, mit dem Artemis Quartett. Die Herren vom ABQ sind alle sehr unterschiedlich, am liebsten ist mir wohl – für die Proben – der Bratschist Kukuska (ab Minute 19 ungefähr). „Das ist der Trick beim Traurigsein. Beim Traurigsein darf man nie schleppen. Sonst ist’s nicht traurig, sonst wird’s gemütlich.“ Und dabei lächelt er. Verständlich auch: „Unerbittlich und lebhaft … und jetzt das H. Wie ein Choral, immer gehen, wir gehen einfach weg.“ Schön ist das natürlich nicht.

    Thomas Kakuska war wohl der spiritus rector dieses famosen Ensembles, welches nach sein Tod 2005 rasch auseinanderbrach ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #10972475  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    gypsy-tail-wind

    yaiza

    gypsy-tail-windAlles schon gesehen, allerdings bisher nur bei Kammermusikkonzerten, noch nie bei einem Orchester …

    hier hängen wir ja, wie so oft, ein bisschen hinterher… hier schreibt man erstmal nur darüber… :D ich hab’s bisher noch nicht gesehen bzw. gemerkt…

    Ich glaub der erste, bei dem ich das im Konzert sah, war der Pianist Alexander Melnikov, den ich vor etwas über drei Jahren im Trio mit Isabelle Faust und Jean Guihen Queyras hörte (er mit Notenblätterer, sie mit Papier – als ich sie in der Kölner Philharmonie mit dem ganzen Solo-Bach hörte, hatte die grosse Papp-Bögen mit aufgeklebten ausgeschnittenen Noten, damit sie nicht blättern musste … finde ich irgendwie sympathischer als das ganze Technik-Gedöns, das halt doch auch wieder ablenkt):
    http://ubus-notizen.blogspot.com/2016/04/isabelle-faust-jean-guihen-queyras.html

    Zum Thema Tablets im Konzert @yaiza – beim Zürcher Kammerorchester neulich hatten die Celli am ersten Pult ein Tablet dabei, wie auf den teils von hinter der Bühne aufgenommenen Fotos zu sehen ist (und in der ersten Reihe sitzt auch yours truly, neben dem leeren Platz):
    https://zko.ch/berichte/tango-meets-opera/

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #105: Sonny Rollins, Charlie Parker, Gary Peacock - 24.9., 22:00; #106: Gary Peacock in Japan - 15.10., 22:00; Slow Drive to South Africa, #6: tba | No Problem Saloon, #21: Quarantine Music -22.10., 22:00
    #10972637  | PERMALINK

    gruenschnabel

    Registriert seit: 19.01.2013

    Beiträge: 5,858

    Tablets im Konzert: Habe das gerade bei Lars Voigt (Beethoven-Triple-Konzert mit den Tetzlaffs) zweimal gesehen. Völlig unauffällige Konstruktion; habe auch nicht mitbekommen, wie er es bedient hat. Stattdessen rauschte einem zweiten Geiger sein in letzter Sekunde auf die Bühne nachgereichter Notenwust vom Pult – gottseidank noch VOR dem Stück. Die Kollegen drumherum haben sich beömmelt.

    Danke an clasjaz fürs Verlinken der Monsaingeon-Doku, habe ich letzte Nacht gerne gesehen. Interessant, wie unterschiedlich der Input der Bergs da jeweils ausfällt. Und das Artemis-Quartett in jüngsten Jahren; davon ist heutzutage ja niemand mehr dabei. Damals voll im Aufbau – eine andere Art von Aufbau gibt’s ja seit kurzer Zeit erneut. Ich hörte sie jüngst in Hamburg. Neben Bartok und Tschaikowsky gab’s halt auch Schubert (D 703), und sie waren in der Neubesetzung nach meinem Empfinden gut dabei. Betont homogen im Zusammenspiel und ebenfalls hinsichtlich einer gemeinsamen Haltung. Stellen heraus, dass es einen musikalisch gewachsenen Geist gibt, der die Identität des Quartetts über die Besetzungswechsel hinweg entscheidend mitprägt und dessen Gewahrsein demnach auch Verpflichtung ist. Insofern klingen vielleicht auch noch heute die damaligen Mentoren des Berg-Quartetts mit hinein. So etwas finde ich sehr spannend.

    Spannend ebenfalls – das nur, weil ich es auch gerade gestern sah – eine Doku über den „unfassbaren“ ABM (auf arte.tv). Der Titel ist Programm. Das Filmteam scheitert eigentlich schon vor der verabredeten Kontaktaufnahme (symptomatisch für Michelangeli), heftet sich aber an dessen Spur und begegnet zwar nicht ihm direkt, aber in einer ungeplanten Reihe einigen Leuten seines „Umfelds“, die wichtige Künstler- und Persönlichkeitsfacetten mittelbar aufscheinen lassen können, ohne IHN wirklich „zu fassen“ bekommen zu haben. Unfassbar
    Inklusive: ABM in einigen kurzen, aber hinreißenden Momenten am Klavier, z.T. in Situationen, in welchen er sich ungefilmt wähnte. Würde er noch leben, gäbe es da ganz gewaltigen Ärger…

    --

    #10973773  | PERMALINK

    clasjaz

    Registriert seit: 19.03.2010

    Beiträge: 1,729

    @gruenschnabel Die Äußerungen bei den Proben mit den Leuten vom Alban Berg Quartett waren schon sehr unterschiedlich. Dass @soulpope sagt, der Bratschist sei der Spiritus rector gewesen, gefällt mir, so war mein Eindruck. Und dass es in den Ensembles Linien über Jahre gibt, selbst wenn die Personen weggehen oder sterben, gefällt mir auch. Spannend würde ich das zwar nicht nennen, aber es ist gut.

    Den Film zum Hero Benedetti Michelangeli habe ich mir angesehen, vielen Dank dafür! Mir geht’s mit ihm, wie Cord Garben sagte: So toll finde er sein Spiel gar nicht, jedoch diese seltsame Inszenierung der Stücke … ABM schätze ich wohl nur wegen Debussy und – Haydn, auch wenn es bei ihm nicht sehr viel gibt. Und – man muss sich ab und zu an die Lustigkeit halten – lustig finde ich immer noch Goulds Wort, als er für die Mimose ABM einspringen musste (1970, 5. Klavierkonzert von Beethoven mit Ancerl): Wie sieht das denn aus, Pianist Nr. 1 springt für Nr. 2 ein. (Da hatte er kurz Horowitz vergessen, oder ihn auf Nr. 3 gesetzt.) Harte Zeiten damals.

    Auf eine Insel jedenfalls würde ich ABM nicht mitnehmen.

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    #10973783  | PERMALINK

    yaiza

    Registriert seit: 01.01.2019

    Beiträge: 2,258

    @clasjaz: von mir auch vielen Dank. Ich habe mir die Doku auch angeschaut und fand sie spannend und gut gemacht.

    gruenschnabel Und das Artemis-Quartett in jüngsten Jahren; davon ist heutzutage ja niemand mehr dabei. Damals voll im Aufbau – eine andere Art von Aufbau gibt’s ja seit kurzer Zeit erneut. Ich hörte sie jüngst in Hamburg. Neben Bartok und Tschaikowsky gab’s halt auch Schubert (D 703), und sie waren in der Neubesetzung nach meinem Empfinden gut dabei. Betont homogen im Zusammenspiel und ebenfalls hinsichtlich einer gemeinsamen Haltung. Stellen heraus, dass es einen musikalisch gewachsenen Geist gibt, der die Identität des Quartetts über die Besetzungswechsel hinweg entscheidend mitprägt und dessen Gewahrsein demnach auch Verpflichtung ist.

    Kann ich fast so unterschreiben. Ich hörte das Artemis Quartett in neuer Besetzung im Nov.’19 in Berlin. Bin wg. Bartók 6 hin, sie begannen und endeten mit Schubert (D 703, D 887). Hier ein Bericht zum Artemis Quartett (BR, ca. 5min)

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