John Coltrane

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  • #889  | PERMALINK

    little-joe

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    da hier über miles, chet und andere diskutiert wird, darf einer der ganz grossen und mein favorit natürlich nicht fehlen.

    seine musik ist für mich nicht mehr von dieser welt – so genial…

    the train rolls… :)

    --

    Renoviert wird!
    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #407505  | PERMALINK

    sidewinder

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    Er war ein“Giant Step“ für den Jazz!

    --

    #407507  | PERMALINK

    mitchryder

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 25,961

    Für mich einfach der beste Saxophonist… Die schönste Jazzplatte in meinem Regal: A Love Supreme

    Nicht nur genial… einfach außergewöhnlich dieser Jazzer!!!

    --

    Di. & Do. ab 20.00 Uhr, Sa. von 20.30 Uhr Infos unter: [/COLOR][/SIZE]http://www.radiostonefm.de
    #407509  | PERMALINK

    derbuschmann

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 3,195

    Jau!

    A Love Supreme ist was ganz besonderes. Eine lyrische Art ein Instrument zu spielen. Eine religiöse Scheibe. Trifft auch mein Herz und nicht wie oft bei Jazz den Kopf.

    Volker

    --

    Die meiste Zeit geht dadurch verloren, dass man nicht zu Ende denkt. Alfred Herrhausen (1930-89)
    #407511  | PERMALINK

    buddy-trash

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    Beiträge: 304

    Komisch… mit „A love surpreme“ konnte ich bis jetzt nicht sooo viel anfangen. Zwar bohrt sich die hookline (darf man die so nennen?) gnadenlos ins Ohr, doch halte ich „My favorite things“ für ein deutlich besseres Album. Aber ist ja Geschmackssache…

    --

    "Machines ain't music !"
    #407513  | PERMALINK

    saffer38

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    So mal wieder diesen Thread nach vorne holen! War ja schon immer ein großer Fan von Trane, aber durch ein paar persönliche „Jahresend-Krisen“ bin ich in den letzten Wochen so richtig in seine Welt eingetaucht!!!

    Höre zur Zeit nicht viel anderes als ihn, switche zwischen den ruhigen, spirituell-geprägten Phasen wie bspw. „Duke Ellington & John Coltrane“ oder auch Teile aus „A love supreme“ und den so emotional-aufwühlenden Momenten (Vieles von seinem Live-Kram, z.B. die Newport-Fassung von „My favorite things“ oder „Live in Seattle mit Pharao Sanders“ – ich LIEBE diesen vibratolosen, so volltönenden Klang seines Tenors und noch mehr das was er mit dem Sopran angestellt hat, da erinnert mich sein Spiel so oft fast eine klagende, menschliche Stimme!!!

    BTW: Wer mehr über Coltranes musikalisches Konzept wissen will, sollte unbedingt mal die Biographie „Chasin' the Trane“ lesen, da wird auch deutlich, welch senisbler und tiefer Mensch er war, ganz im gegensatz zum divine motherfucker Mr. Davis!

    Es wär so interessant, mal zu wissen, wo Mr. Coltrane heute stehen würde!!!!

    #407515  | PERMALINK

    saffer38

    Registriert seit: 26.08.2003

    Beiträge: 3,091

    Habe gerade witziges Zitat von der sehr empfehlenswerten Coltrane-Site www.www.traneing-in.de geholt:

    „Als der Gitarrist Sonny Sharrock in einem Interview einmal zu musikalischen Vorbildern, besonders zur Wirkung von Jimi Hendrix befragt wurde, antwortete er nur: „Mann ich habe in den 60ern John Coltrane erlebt“. Damit war alles gesagt und das ewige Thema Hendrix vom Tisch. Nur wenige wirklich bedeutende Instrumentalisten wurden nicht durch Coltrane inspiriert und geprägt. Carlos Santana z. B. gesteht, er führe noch heute regelmäßig Gespräche mit dem 1967 verstorbenen Saxophonisten.“

    Auch ich ertappe mich dabei, daß ich bei meinen täglichen Gitarrenübungen mehr und mehr versuche, Trane-Skalen und Progressionen auf meine 6-Saiten zu übertragen; daß das geht hat ja z.B. Roger McGuinn auf „Eight miles high“ deutlich bewiesen, das Intro zu dem Song sind teilweise komplette Skalen aus Trane-Solos!
    Auch Hendrix war ja sehr vor allem von den „Sheets of sound“ von Trane beeindruckt und das hört man auch!!!

    #407517  | PERMALINK

    beatlebum

    Registriert seit: 11.07.2002

    Beiträge: 8,108

    Originally posted by Saffer38@16 Dec 2004, 16:22
    Carlos Santana z. B. gesteht, er führe noch heute regelmäßig Gespräche mit dem 1967 verstorbenen Saxophonisten.“

    Coltrane scheint ihm aber seit längerem nicht mehr zu antworten.

    --

    Captain Beefheart to audience: Is everyone feeling all right? Audience: Yeahhhhh!!! awright...!!! Captain Beefheart: That's not a soulful question, that's a medical question. It's too hot in here.
    #407519  | PERMALINK

    saffer38

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    Beiträge: 3,091

    ja, den Eindruck hab ich leider auch, wenn man sich die letzten Scheiben vom Santanas Karl anhört! ;)

    #407521  | PERMALINK

    hat-and-beard
    dial 45-41

    Registriert seit: 19.03.2004

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    Seltsam, ich hatte diesen Thread als wesentlich gefüllter in Erinnerung.

    Ich wollte, weil ich es in den letzten Tagen angefangen habe, ein Buch über Coltrane vorstellen, das mir mit Abstand das ausführlichste zu sein scheint.
    Lewis Porter: John Coltrane – His Life And Music (The University Of Michigan Press)

    Porter brachte dieses Buch 1998 nach 18-jähriger Arbeit daran heraus. Er beschreibt Coltranes Biographie mit einer ans Perfide grenzenden Detailgenauigkeit, dabei jede Gelegenheit nutzend, seine Vorgänger (die wichtigsten wohl J.C. Thomas‘ „Chasin‘ The Trane“ und Cuthbert Simpkins‘ „Coltrane“) zu korrigieren, ohne jedoch überheblich zu wirken. Man merkt dem Buch an jeder Stelle an, dass es von einem Wissenschaftler geschrieben ist, der gleichzeitig auch Fan ist. Er hat offensichtlich hunderte, wenn nicht tausende Interviews geführt, um Coltranes Leben zu erkunden.
    Es gibt einige ausführliche musikalische Analysen, weswegen man schon ein gewisses Maß an musiktheorethischem Wissen haben muss, um das ganze Buch mit Vergnügen und Gewinn lesen zu können.
    Die Sachlichkeit und Trockenheit mag manchen stören, ich empfinde sie als sehr angenehm.
    Das Buch ist als Hardcover und als Paperback noch problemlos zu beziehen.

    Ich bin in der Lektüre noch nicht sehr weit fortgeschritten, werde mich wohl auch bei den Expertisen zur Musik lange aufhalten können und müssen. Ist aber ein wirkliches Vergnügen.

    Get it.

    --

    God told me to do it.
    #407523  | PERMALINK

    atom
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    Thelonious Monk Quartet with John Coltrane at Carnegie Hall (Blue Note)
    aufgezeichnet am 29.11.1957

    Monk’s Mood
    Evidence
    Crepuscule With Nellie
    Nutty
    Epistrophy
    (Early Show)

    Bye-Ya
    Sweet & Lovely
    Blue Monk
    Epistrophy (incomplete)
    (Late Show)

    Thelonious Monk/John Coltrane/Ahmed Abdul-Malik/Shadow Wilson

    Das Album ist seit gestern als CD im Handel erhältlich.
    Im November soll das Album über Michael Cuscunas Mosaic Label auf Vinyl erscheinen.

    Mike Zwerin/Herald Tribune
    The CD „Thelonious Monk Quartet with John Coltrane at Carnegie Hall“ on Nov. 29, 1957, to be released by Blue Note at the end of September, is the only full-length, full- quality recording of one of the most legendary collaborations in jazz history.

    The quartet existed less than six months, and, except for those of us who heard it live, it was pretty much forgotten for 50 years. Until January, when Larry Appelbaum of the Recorded Sound Division at the U.S. Library of Congress was preparing a batch of Voice of America tapes for digitalization and got curious.

    He opened a minimally and ambiguously labeled plain white box holding a reel of tape. Listening to it, he recognized Monk and Coltrane, and he heard that the sound quality was excellent. Appelbaum recalls, by e-mail, that his heart „began to race.“

    My heart raced to the same music for most of the summer of 1957. I had sublet a loft from a painter on Second Avenue, and the Five Spot café, one block away on the Bowery, became my New York locale. In residence there, Monk and Coltrane and the same band that would play Carnegie Hall three months later were making the most dynamic, original, and charismatic jazz music since Charlie Parker and Dizzy Gillespie in 1945.

    During the first few nights, it troubled me that, although the music was obviously good, I was having such difficulty keeping up with it. I felt somehow threatened. I wished Monk sounded more like Bud Powell, and Coltrane’s long, overwhelming „sheets of sound“ made me nostalgic for Lester Young’s Mozartian eloquence.

    Why was I longing for the past like some moldy fig? Was I losing my edge? By the end of the first week, however, I was asking myself why I was going every night to listen so long and so hard to music I supposedly didn’t like.

    After being fired by Miles Davis because of his heavy heroin habit, Coltrane had cleaned up and was in the process of replacing drugs with spirituality. He was playing fresh out of the box, as though newly hatched, like his life depended on it. He tended to repeat his own phrases and runs, yet he kept changing their placement, and what phrases and runs they were. It was more like an aural tapestry than a collection of licks. Whatever it was, you wanted it to go on forever.

    Miles would soon hire Coltrane back for the band that recorded „Kind of Blue.“ It was a pivotal year for Monk as well. He had just received his cabaret card, permitting him to work in New York clubs for the first time in years. He was dancing around the stage whenever he laid out, and when he sat down to play his closely voiced chords and childlike arpeggios with the trademark rhythmic stutters, it was obvious that playing with Coltrane was sending him to a rare and happy zone.

    The two of them were personifications of the old adage that new ideas go through three phases – the joke, the threat and the obvious. At the time, they were about ready to graduate from the threat phase. (Eventually, you would hear them in elevators and airports.) At first, the audience in the Five Spot consisted mostly of painters, musicians and beatniks. More and more people came from uptown as the summer wore on and word got out. Everybody in the audience had one thing in common – we were all aware that we were in on something special.

    The unsung hero of the band turns out to be the drummer, Shadow Wilson, who accents the soloists as though he was still playing with Count Basie, only softer. The clarity of the sound enables you to hear his deft cymbal work. He and the bassist Ahmed Abdul-Malik maintain a remarkable, firm – yet anything but old-fashioned – groove in the middle of the beat, allowing the soloists to concentrate on pushing and pulling on it.

    One of the best things about jazz is the elasticity of its swing. Monk’s son TS Monk, who helped produce the album, has said that Wilson was his father’s favorite drummer.

    The band was the missing link in the history of jazz between bebop and the free music of Ornette Coleman, who would make his New York debut at the Five Spot two years later.

    Listening to „At Carnegie Hall“ now is kind of like discovering a new Beethoven piano sonata. Listening to it loud is recommended. I am discovering new details after hearing the album maybe 30 times. It still sounds like new music.

    „Treasures like this still exist,“ Appelbaum says, by e-mail again. „This heritage is part of our cultural identity. It tells us something about who we are. It’s why I look forward to coming to work every day. There’s always more.“

    Norman Weinstein/allaboutjazz
    Let’s be clear from the start: this discovery of a new Monk/Coltrane live concert completely puts to shame the over-hyped Five Spot CD from years ago. Not only is the sound as sterling and clear as the sound on the Five Spot date was excretory, but the performances of the stars are light years beyond that muddy recording.

    There is a sense that both Monk and Coltrane knew they were going to make history in 1957 at Carnegie Hall, and it’s palpable from the opening notes of “Monk’s Mood.” Monk sounds grandly baroque in summoning grandly cascading arpeggios from his piano (which sounds infinitely better than the junk pianos he was often saddled with), while Coltrane sounds immensely assured.

    To really savor Coltrane’s performances, begin by listening to the studio session with Monk currently listed in the Fantasy catalog (Thelonious Monk With John Coltrane). Then listen to the Five Spot recording, and then this new discovery.

    During the studio date, Coltrane sounds remarkably reserved, perhaps too star-struck still, as he was on his session with Duke Ellington, to do very much but hang on for the ride. The Five Spot recording has Coltrane sounding looser, particularly on “In Walked Bud,” but the recording sounds like it was recorded at the wrong end of a mine shaft, and much of what Coltrane played has to be imagined. Coltrane at Carnegie Hall with Monk is a man certain of his own voice while not afraid of showing his roots, clear-thinking, wonderfully focused, in tune with Monk’s logic, simpatico with the rhythm section. A case could be built that this is the finest Coltrane recording before the historic Atlantic and Impulse sessions.

    High points among Coltrane’s solos abound, but my favorites are on “Nutty,” with some wild cross-conversations between Coltrane and Monk going on, and “Sweet and Lovely,” which Coltrane gooses into a galloping romp, clearly revealing his roots in early Dexter Gordon. The only dull patch for me is his lackluster accompaniment to “Crepuscule With Nellie,” which was never about Coltrane anymore than Nellie was. It was Monk’s showcase, regardless of who accompanied him.

    On to Monk. After the grand opening gestures, he continues with buoyant, hyper-kinetic interpretations of “Evidence,” “Epistrophy” (two versions, the complete one perhaps the better of the two for Monk, the incomplete one more of a Coltrane showpiece), and “Blue Monk.” Very familiar fare, but toyed with harmonically and rhythmically as only Monk could do on a good night, and this was. Drummer Shadow Wilson was no Art Blakey, whom I always thought of as Monk’s most apt drummer, but he respectably kept the band churning, along with rock-steady bassist Ahmed Abdul-Malik.

    The only flaw, and a minor one at that, is the heavy set of liner notes by five different hands. Only Lewis Porter really says something that deepens appreciation of this lovely recording. Amiri Baraka and Stanley Crouch pass beyond self-parody. I suggest that their future liner notes be published as e-books, though even that format might not accommodate their stadium-sized egos.

    This is, though Woody Allen hated the phrase, “jazz heaven.”

    --

    Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...
    #407525  | PERMALINK

    Anonym
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    er war zweifellos der beste!

    die speerspitze: ascent

    danach:
    a love supreme
    sämtliche live versionen von „my favorite things“
    crescent
    complete africa/brass sessions
    giant steps
    blue train

    die letzten aufnahmen sind auf „impressions“ zu hören. coltrane mit toller besetzung (dolphy, elvin jones, ehegattin alice). zeigt wunderbar die richtung an, in die es von da an hätte gehen können.

    --

    #407527  | PERMALINK

    atom
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    Interessant zu sehen, dass jemand „Ascension“ für Coltranes bestes Album hält. Welche Version ziehst du hier vor?

    Bei „Impressions“ muß ich dir aber widersprechen, denn es handelt sich bei diesem Sampler nicht um seine letzten Aufnahmen. „Impressions“ enthält 2 Titel vom Village Vanguard Engagement und drei Titel von 1962 und 1963.
    Könnte es sein, dass du das Album „Expression“ meinst und Sanders mit Dolphy verwechseltst?

    Meine Top Ten (* * * * 1/2 bis * * * * *) sieht chronologisch in etwa so aus:

    „Thelonious Monk with John Coltrane“
    „Soultrane“
    „Giant Steps“
    „My Favorite Things“
    „Africa/Brass“
    „Olé Coltrane“
    „Live At The Village Vanguard“
    „Live At Birdland“
    „A Love Supreme“
    „Interstellar Space“

    --

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    #407529  | PERMALINK

    Anonym
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    atomInteressant zu sehen, dass jemand „Ascension“ für Coltranes bestes Album hält. Welche Version ziehst du hier vor?

    um es schlicht zu sagen: die offizielle, also die, die damals bei impulse auf vinyl rauskam. irgendwelche andere versionen kenne ich davon nicht. sollte ich aber wohl, was? :)
    bitte hierbei um nachhilfe!

    atomBei „Impressions“ muß ich dir aber widersprechen, denn es handelt sich bei diesem Sampler nicht um seine letzten Aufnahmen. „Impressions“ enthält 2 Titel vom Village Vanguard Engagement und drei Titel von 1962 und 1963.
    Könnte es sein, dass du das Album „Expression“ meinst und Sanders mit Dolphy verwechseltst?

    da hast du völlig recht, der fehler liegt bei mir. meinte die „expression“. :o

    --

    #407531  | PERMALINK

    atom
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    „Ascension“ wurde am 28. Juni 1965 mit einem zehnköpfigen Ensemble in zwei sehr unterschiedlichen Takes eingespielt.
    Die erste Pressung der LP, die Impulse! 1965 veröffentlicht hat, enthielt „Ascension: Edition I“, die aber nach einigen Monaten auf Coltranes Wunsch vom Markt genommen wurde. 1966 erschien dann die zweite Version, also „Ascension: Edition II“.
    Seit etwa acht Jahren gibt es eine CD Version, auf der beide Editions enthalten sind.

    --

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