Ich war bei …

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  • #8661193  | PERMALINK

    de64625

    Registriert seit: 22.04.2012

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    Low Frequency in Stereo, 05.11.2015 Halle 02, HD (im Rahmen von Enjoy Jazz)

    Die Vorgruppe (ein Duo Gesang, Gitarre) passte überhaupt nicht zur Band, der Sound in der „Halle“ war total matschig, der Gitarrist schien seine Gitarre nicht richtig gestimmt zu haben, die Band enthält zwar zwei hübsche Damen aber keine überdurchschnittlichen Instrumentalisten und auch niemanden, der mit dem Publikum kommunizieren will, mit Ausnahme des Schlagzeuger strahlt die Band wenig Begeisterung aus, kurz: nüchtern betrachtet war’s echt schlecht.

    Aber wenn man die Songs (er)kennt (und sie spielten ihre besten + eine Improvisation über „Astronomy Domine“), und sich von der fette Bassdrum, dem verzerrten Bassgewummer, dem Beat der zwei Perkussionisten und den Gitarrenlärm in eine andere Sphäre versetzen lässt, dabei den Mädels zuschaut, wie sie selten hörbar Gitarre, Keyboards und Mikrophone bearbeiten, dann war’s o.k.

    Ich hoffe, ich kann die Band mal irgendwann nochmal unter besseren Umständen erleben, denn die Platten sind allesamt toll.

    P.S.: Mit Jazz hatte das gestern abend gar nichts zu tun, außer dass die Pausenmusik von Louis Armstrong war; die Schwester der einen Sängerin wohnt wohl in Heidelberg, darum besteht auch Hoffnung, dass sie mal wieder kommen und einen besseren Auftrittsort finden

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    Was nutzt es denn, einem alten Ochsen, der nur ein einziges Sprüchlein draufhat, in's Horn zu kneifen?!
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    #8661195  | PERMALINK

    songbird

    Registriert seit: 01.11.2003

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    Mir hat die Band live ziemlich gut gefallen, trotz eines ungewöhnlichen Auftrittsortes (Unterdeck auf einem Schiff). Dafür war der Sound eigentlich ganz ordentlich. Ich habe übrigens schon wesentlich schlechtere Sängerinnen und „Instrumentalisten“ gehört als die beiden Frauen in der Band. Wegen mir könnten Sie die Einflüsse von Stereolab, die ja auf Platte zu hören sind, live noch ein wenig mehr akzentuieren.

    Das Vinyl war sehr günstig.

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    #8661197  | PERMALINK

    de64625

    Registriert seit: 22.04.2012

    Beiträge: 2,794

    Nun, ich finde die Platten der Band ja fast allesamt großartig, und natürlich können die beiden Mädels singen, aber man hat sie halt nur selten gehört und wenn, dann haben sie halt mehr geschrien. Der Gitarrist klang besonders am Anfang oft „out of tune“. Der Sound war halt einfach miserabel, woran immer das lag.

    War die Band denn bei dem Konzert, das Du gesehen hast, auch so distanziert? Hinterher am Merchstand, waren sie ganz freundlich, aber während des Konzerts gab es so gut wie keine Ansagen oder Kommunikation mit dem Publikum.

    Und ja, Merch (Vinyl, CD, T-Shirts) war sehr günstig, aber Tonträger hatte ich ja alle schon, Shirts in meiner Größe gab’s nicht mehr

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    Was nutzt es denn, einem alten Ochsen, der nur ein einziges Sprüchlein draufhat, in's Horn zu kneifen?!
    #8661199  | PERMALINK

    songbird

    Registriert seit: 01.11.2003

    Beiträge: 32,891

    Distanziert ja, aber diesbezüglich erwarte ich ohnehin nichts. Im Anschluss habe ich etwas länger mit dem Gitarristen gesprochen, netter Typ.

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    #8661201  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 41,647

    Wenn gestern nicht Elliott Sharp bei Erwin Ditzners Carte Blanche in der Alten Feuerwache gewesen wäre, wäre ich vielleicht auch hingegangen.

    Das mit Enjoy Jazz ist schnell erklärt: Obwohl bei EJ 80% der Konzerte Jazz sind, gibt es eben auch „anderes“ und Rainer Kern ist ein großer Fan der Band.

    Schade, dass der Klang so schlecht war. Die halle02 ist neu renoviert und hat eine brandneue und sündhaft teure Anlage – etwas vergleichbares gibt es in Deutschland nur in ganz wenigen Hallen. Das haben dann wohl die Band und ihr Soundmann versemmelt.

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    Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.
    #8661203  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Calexico, Donnerstag, 19.11.2015, Berlin, Columbiahalle

    Neulich hat hier meine Besternung für nur ein Album dieser Band ein wenig Verwunderung hervorgerufen. Ich versuche mich hier nun an der Aufklärung.

    Doch der Reihe nach:

    Die Sicherheitsvorkehrungen/Einlasskontrollen waren ein wenig schärfer, jedoch sicherlich ungeeignet, mögliche Terroristen abzuschrecken/-halten.

    Die Columbiahalle ist mein liebster Konzertort, da man sich, wie schon oft beschrieben, oben auf dem „Balkon“ locker über das Geländer fläzen kann, wenn man zeitig erscheint.

    Als erster Act trat die bezaubernde Gaby Moreno aus Guatemala auf. Zuerst gab sie drei Solo-Stücke auf der akustischen Gitarre zum Besten und wurde bei den weiteren von Teilen von Calexico begleitet. Tolle Stimme, bezauberndes Outfit … insgesamt sehr überzeugend. Die Dame würde ich mir auch in einem Solo-Konzert gönnen. Sehr gelungener Auftakt/Einstieg.

    Wer dann allerdings Tom Schilling auf die Bühne gelassen hat … das passte vorne und hinten nicht. Was er so schauspielert weiß ich nicht. Ich hoffe nur, dass es bedeutend besser ist, als was er so singt. Die Reime waren derart hölzern … und seit Ewigkeiten habe ich mal wieder erlebt, dass ein Künstler offen ausgebuht wurde. Peter Schilling mit Major Tom wäre die bessere Wahl gewesen. Aber egal …

    … denn dann kamen Calexico.
    Was auf den Alben auf mich nur ansatzweise wirkt, haut mich bei den Live-Auftritten schlichtweg um. Da hören sich die Songs so viel intensiver an, so viel erfrischender, lebhafter … für mich eben um Klassen besser.

    Ich bin kein großer Konzertgänger und überhaupt kein Fan von Live-Alben. Bei Calexico verkehrt sich meine Einstellung ins komplette Gegenteil. Die sind live so was von … geil.

    Äußerst entzückend empfinde ich auch die Art von Bandleader Joey Burns. Kein Alpha-Tier, sondern eher zurückhaltend, lässt er seinen Mitspielern jede Menge Raum zur eigenen Entfaltung … und da fällt es schwer, wen ich hier besonders hervorheben sollte. Die Trompeter/Trompeten wahrscheinlich, weil ich seit geraumer Zeit total auf diese Art von Musik stehe. Live ist das aber eben und besonders bei dieser Band noch einmal etwas ganz anderes/besonderes.
    Dass Gaby Moreno einen Teil des Hauptactes mitgestaltet hat, war dann noch einmal ein besonderes Sahnehäubchen.

    Umwerfendes Konzert!!!

    Zu Hause noch mal nachgehört: Live viel besser als auf ihren Studioalben.

    Vielleicht haben sie ja auch deshalb extrem viele Live-Alben herausgebracht!?

    Btw. Seit langer Zeit war ich mal nicht der Opa im Vergleich zum Rest des Publikums.

    Setlist:
    http://www.setlist.fm/setlist/calexico/2015/columbiahalle-berlin-germany-13f55165.html

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    #8661205  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Nada Surf, Montag, 18.04.2016, Berlin, Huxley’s Neue Welt

    Ganz normale Einlasskontrollen. Von den Verschärfungen bei Calexico nach Frankreich keine Spur mehr.

    Nach ca. 20 Jahren also mal wieder im Huxley’s. Zuletzt war ich da entweder wegen Fischer-Z oder den Connells als Vorgruppe von Mink De Ville. Entspannte Atmosphäre, professioneller Service, aber leider kein Balkon zum locker entspannten Hinflezen.

    Farewell Dear Ghost aus Wien eröffneten das Konzert. Die Band um den charmanten Bandleader kamen für mich wie eine gelungene Melange aus U2, Simple Minds und vor allem Big Country rüber. Druckvoller Gitarrenpop, den ich mir bei einem späteren Erfolg der Band auch gut in einem Stadion vorstellen könnte. Kleines Manko: Der Sänger war etwas in den Hintergrund gemischt und unterlag im Duell mit den Gitarren. Trotzdem schöner Einstieg.

    Und dann Nada Surf. Ich kenne fünf von ihren acht Scheiben und jogge sehr gerne zu ihrer Musik. Auf der Bühne wirkte ihre gesamte Darbietung für mich überzeugend, auch wenn der Chef Matthew Cavs sich zumindest optisch (durch das Licht) zu sehr in den Mittelpunkt stellte. Eingängige Melodien und eine faszinierende Stimme machten das Ganze für mich zu einem sehr gelungenen Abend.

    Meine Freundin sah das allerdings zum ersten Mal nach Bellle & Sebastian, Bon Iver, Beirut, etc. komplett anders: Geschrammel einer Schülerband, waren ihre Worte. Nun ja, man kann musikalisch eben nicht immer einer Meinung sein!
    Das wissen wir ja hier alle nur zu gut :lol:

    PS. Fasziniert war ich auch mal wieder über die Zusammensetzung des Publikums: Von älter als ich in Jack-Wolfsskin-Wetterjacke über Eltern mit ihren (erwachsenen) Kindern bis ganz jung war alles vertreten.

    Setlist:
    http://www.setlist.fm/setlist/nada-surf/2016/huxleys-neue-welt-berlin-germany-4bf1ef7e.html

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    #9894873  | PERMALINK

    ford-prefect
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    Supersuckers – Das Bett, Frankfurt/Main, 13.7.2016

    Sänger/Gitarrist Eddie Spaghetti und seine Bandkollegen spielten gestern gut aufgelegt in Mainhattan. Man fühlte sich wie in einer texanischen Südstaaten-Pinte (nicht bloß aufgrund der sommerlichen Temperatur draußen). Höhepunkte waren die Songs „Pretty Fucked Up“ und „Must’ve Been High“.

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    #9894875  | PERMALINK

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    #9898209  | PERMALINK

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    Bad Religion – Batschkapp, Frankfurt/Main, 19.7.2016

    Mein erstes Konzert der Band. Im Vorfeld hemmte mich ein wenig die Befürchtung, womöglich dem Auftritt einer graumelierten Altherren-Mannschaft beizuwohnen. Hättte ich diese Band besser spätestens 2000 sehen sollen? Recht schnell verflüchtigte sich dieses Bedenken. Die hochsensiblen Punk-Veteranen aus Los Angeles gehen mit Spielfreude auf die Bühne, machen einen ausgeglichenen Eindruck, können vom Touren einfach nicht lassen. „Wir spielen insgesamt dreimal in der Rhein-Main-Region, letzte Woche in Wiesbaden – Wer war dort? – heute in Frankfurt und nächsten Freitag noch mal Wiesbaden. Für euch Drei, die noch mal in Wiesbaden dabei sein werden, ändern wir die Setlist vollständig“, amüsierte sich Sänger Greg Graffin, wie gewohnt mitteilungsbedürftig und eloquent. Daumen hoch.

    Die Batschkapp war sehr gut besucht, jedoch Gott sei Dank nicht so extrem drängend voll wie bei Juliette Lewis & The Licks vor drei Monaten an gleicher Stelle (wo man fast gar nicht mehr in den Saal kam). Man hatte noch freie Ellbogen bei BR.

    zuletzt geändert von ford-prefect

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    #9915007  | PERMALINK

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    Ruhrpott Rodeo, Hünxe/Bottrop, 5.-7.8.2016

    Bestimmt kein Open Air fürs RS-Forum, dennoch wächst das seit 2006 existierende Punker-Treffen von Jahr zu Jahr und war diesmal, unter höchst professioneller Organisation, bei rund 8500 Besuchern angekommen. WIZO überraschten mich (mit deren Werk war ich bislang kaum vertraut) mit ihren poppigen, sprachlich spielerischen bis radiotauglichen Melodien und ausgefeilter Lichtshow samt ansprechender Bühnendekoration im Totenkopf-Design. Höhepunkt war der Song „Hey Thomas“, zu finden auf dem 1994 erschienenen Album „UUAARRGH!“. Der klügste Bühnensatz kam wohl – gegen Donald Trump zeternd – von Jello Biafra: „Don’t talk with people who agree with you. Talk to people who don’t.“

    Und bei den Monsters of Liedermaching, die als erste Band des Tages den Samstag eröffneten, ging ein starker Platzregen aufs Festival nieder. The Dwarves mit Bassist Nick Oliveri (Ex-Queens of the Stone Age) spielten auf der kleinen Nebenbühne gerade mal eine halbe Stunde. Gewohnt sprachgewaltig Henry Rollins, ohne Musik, dafür mit Spoken Words, als letzter Rodeo-Act mit seinen erzählten Alltagserlebnissen. Unschön: Während des Auftritts von Suicidal Tendencies soll es einen Schwerverletzten gegeben haben, der von der Bühne sprang, mit dem Kopf gegen die Metallbarriere prallte und dabei ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt. Was man während der Show nicht mitbekam. Gute Besserung unbekannterweise.

    zuletzt geändert von ford-prefect

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    #9915061  | PERMALINK

    ford-prefect
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    Monsters of Liedermaching schlossen samstagmittags, bei Einsetzen eines starken Platzregens, die Ruhrpott-Rodeo-Bühne auf

    Während des Auftritts von Michael Monroe (ein finnischer Glam-Rocker aus dem Umfeld von Guns N‘ Roses, der auf der ersten „Use Your Illusion“ mitmusizierte), kurz vor Jello Biafra, zufällig im Publikum den Typen von Slime begegnet, die merklich keine Lust hatten, sich mit mir zu unterhalten, sondern es vorzogen, selbst einfacher Festival-Besucher zu sein. Für einen Schnappschuss hat’s dann aber doch gereicht.

    zuletzt geändert von ford-prefect

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    #9915099  | PERMALINK

    ford-prefect
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    Registriert seit: 10.07.2002

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    Jello Biafra (Ex-Dead Kennedys) mit toller Alternative-Rock-Show und Entertainer-Qualitäten. Einer der Höhepunkte des dreitägigen Festivals.

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    #9915213  | PERMALINK

    august-ramone
    Ich habe fertig!

    Registriert seit: 19.08.2005

    Beiträge: 48,521

    Danke @ford-prefect, hatte zu spät von dem Festival gehört. Das Line-Up war ja klasse! Werde mich kommendes Jahr darum kümmern.

    #9915451  | PERMALINK

    ford-prefect
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    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 5,639

    August RamoneDanke @ford-prefect, hatte zu spät von dem Festival gehört. Das Line-Up war ja klasse! Werde mich kommendes Jahr darum kümmern.

    Gerne. Übernachtet habe ich übrigens in einem kleinen Holzkabuff auf dem Campingplatz des jungen Vermieter-Teams „My Molo“ aus Berlin/Brandenburg, das dieses Jahr mit diesen Hütten an den Start gegangen ist und sich auf den großen Festivals etablieren möchte, von Donnerstag bis Montag. Die Holzplatte unter der Matratze war zwar anfangs etwas hart, dafür hatte ich aber einen Minikühlschrank (ungefüllt) sowie Strom und Licht (zum Aufladen von Digicam und Smartphone praktisch). Wenn man keine Lust auf Zelten hat.

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