Ich höre gerade … klassische Musik!

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  • #8424903  | PERMALINK

    clasjaz

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    Weiter mit der Schubert’schen Sense des Saturns.

    Die Schubert-Lieder sind von 1952 und 1959, so auch die „Gruppe aus dem Tartarus“, aus dem ich die Sense oben habe. Die „Dichterliebe“, von 1954, ist wohl einer der wenigen Liederzyklen, die an die „Winterreise“ reichen, vielleicht noch ein paar Kerner-Lieder, dann die „Kindertotenlieder“ und dann wird’s still bis zu Kurtág, jedenfalls in meiner Horizonterei.

    Satie … Rogé ist nicht gerade mein Mann und wenn ich solche Titel sehe, weia. Aber was soll’s, es ist Herbst. Ich muss Satie mit diesen Werken auch wieder hören, aber dann mit Reinbert de Leeuw. Das passt schon gut zu Schubert.

    Und Sultan … ich bin von dem Artikel in der NZZ sehr angespitzt!

    --

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    #8424905  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Du kriest ja bei Gelegenheit dann noch den ganzen Satie, doppelt und dreifach, von Aldo Ciccolini! Die Doppel-CD von de Leeuw ist bei mir tief vergraben, aber ich hätte darauf nicht übel Lust!

    Aber wegen Verdi und so höre ich jetzt, aus der neuen „Verdi at The Met“-Box die älteste darin enthaltene Aufnahme, „La Traviata“ von 1935 mit Rosa Ponselle:

    hach :liebe:

    Violetta Valéry – Rosa Ponselle
    Alfredo Germont – Frederick Jagel
    Giorgio Germont – Lawrence Tibbett
    Flora Bervoix – Elda Vettori
    Annina – Henrietta Wakefield
    Gastone de Letorieres – Angelo Badà
    Baron Douphol – Alfredo Gandolfi
    Marchese d’Obigny – Millo Picco
    Doctor Grenvil – Paolo Ananian

    Chorus and Orchestra of the Metropolitan Opera House / Ettore Panizza
    Live, January 5, 1935

    --

    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #133: Revivals in den 90ern und eine Neuheit aus der Romandie - 14.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
    #8424907  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Registriert seit: 25.01.2010

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    Renata Scotto mit Arien aus „la Battaglia di Legano“, „Nabucco“, „I vespri siciliani“, „Otello“, „La Taviata“ und „I Lombardi“ (mit Elizabeth Bainbridge und William Elvin und dem LPO unter Gavazzeni, rec. 1974). Als Bonus enthält die CD (aus der „Verdi – Great Recordings“-Box von Sony/RCA) noch zwei Arien von Ileana Cotrubas (aus „Rigoletto“ und „La forza del destino“, New Philharmonia/Pritchard, rec. 1976).

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    #8424909  | PERMALINK

    Anonym
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    gypsy tail wind
    hach :liebe:

    Ja, verdammt ich brauche die Box. Auch wenn die andere Sony-Box die hier seit zwei Monaten liegt, noch nicht ansatzweise die verdiente Aufmerksamkeit bekam, die sie sicherlich verdient hat.

    Sind die Aufnahmen, soweit Du es beurteilen kannst, in einer guten Qualität?

    --

    #8424911  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 62,156

    Na ja, das war ja die erste, die ich mir anhörte … für einen Rundfunk-Mitschnitt von 1935 ist das wohl sehr in Ordnung, aber es gibt schon rauhe Momente!

    Die andere Box – meinst Du die, aus der ich grad die Scotto-CD höre? Da habe ich auch noch kaum was gehört, den „Rigoletto“, die Caruso-Arien … die Scotto-CD ist unfassbar schön!

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    #8424913  | PERMALINK

    friedrich

    Registriert seit: 28.06.2008

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    clasjazSatie … Rogé ist nicht gerade mein Mann und wenn ich solche Titel sehe, weia. Aber was soll’s, es ist Herbst. Ich muss Satie mit diesen Werken auch wieder hören, aber dann mit Reinbert de Leeuw.

    gypsy tail windDu kriest ja bei Gelegenheit dann noch den ganzen Satie, doppelt und dreifach, von Aldo Ciccolini! Die Doppel-CD von de Leeuw ist bei mir tief vergraben, aber ich hätte darauf nicht übel Lust!

    Ich habe von klassischer Musik kaum eine Ahnung. Auf Satie bin ich über zwei verschiedene Schienen gestoßen: erstens den Klingelton meines alten Nokia-Handys (wirklich wahr!) und zweitens über die Schiene Brian Eno / ambient music. Denn wer hat sie eigentlich erfunden, die ambient music? Erik Satie mit seiner Möbelmusik!

    Habe etwas im Netz recherchiert über „how to buy Satie“ und bin so auf diese CD mit dem kitschigen Cover und dem unsäglichen Titel gestoßen. Das review auf allmusic geht ja auch sehr schön darauf ein.

    Als völlig unvorbelasteter Laie kann ich nur sagen: Funktioniert! Die Musik hängt wie ein Duft im Raum, eigentlich ist sie ein bisschen wie das Wetter, etwas träge, melancholisch, ich kann ihr Aufmerksamkeit schenken, muss es aber nicht, schaue aus dem Fenster, kehre mich etwas nach innen und kann nicht ausschließen, dass ich danach auf dem Sofa einschlafe. Welche Wohltat!

    Dass Aldo Ciccolini oder Reinbert de Leeuw Satie etwas anders interpretieren ist in Ordnung. Probiere ich vielleicht demnächst mal aus.

    --

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    #8424915  | PERMALINK

    Anonym
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    gypsy tail windNa ja, das war ja die erste, die ich mir anhörte … für einen Rundfunk-Mitschnitt von 1935 ist das wohl sehr in Ordnung, aber es gibt schon rauhe Momente!

    Gut, meine Toleranzgrenze ist hierbei eigentlich recht hoch. Werde mir dann demnächst selbst ein Bild davon machen.

    Die andere Box – meinst Du die, aus der ich grad die Scotto-CD höre? Da habe ich auch noch kaum was gehört, den „Rigoletto“, die Caruso-Arien … die Scotto-CD ist unfassbar schön!

    Genau die meine ich, habe hiervon bislang einzig und allein die Caruso-CD gehört. In den letzten Wochen habe ich die Oper etwas vernachlässigt, aber nun geht’s wieder los.

    --

    #8424917  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 62,156

    @friedrich: Es gibt natürlich auch noch diesen Satie:

    http://www.onefinalnote.com/reviews/v/vienna-art-orchestra/minimalism-of-erik.asp

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    #8424919  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 62,156

    CDs 12 & 13 – Giuseppe Verdi, „La Traviata“ – RAI/Santini, Fonit Cetra 1953

    Die Studio-Traviata der Callas … wie man liest sei die Live-Aufnahme unter Giulini von 1955 die beste, aber klanglich seien sie alle deutlich schlechter als diese in schönem Mono eingefangene, die wiederum bei Naxos noch besser klingen soll … und die unter den nicht ganz adäquaten Partnern der Callas etwas leiden soll … Francesco Albanese gibt den Alfredo Germont, Ugo Savarese den Giorgio Germont.

    Irgendwie scheint keine der „Traviatas“, die ich inzwischen angesammelt habe, überall gut wegzukommen – neben den beiden mit Callas (die Studio und eben die erste Live-Aufnahme von 1955, die zwei weiteren Live-Aufnahmen habe ich nicht) die mit Scotto unter Votto und unter Muti, Caballé unter Prêtre, Albanese unter Toscanini, Cotrubas unter Kleiber … wie das Urteil zur gestern gehörten Met-Aufnahme ausfällt, weiss ich nicht … klar war nur, dass ich als nächstes eine klanglich bessere Aufnahme hören wollte, und die Callas-CDs lagen hübsch bereit. Als nächstes dann wohl mal Kleiber und Toscanini.

    An Callas habe ich bisher allerdings überhaupt gar nichts zu mäkeln, ganz im Gegenteil! :liebe:

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    #8424921  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Biomasse

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 62,156

    die Highlights-CD der obigen Einspielung, die sich in der „Verdi – Great Recordings“ Box von Sony/RCA findet

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    #8424923  | PERMALINK

    blues-to-bechet

    Registriert seit: 09.09.2012

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    FriedrichFunktioniert! Die Musik hängt wie ein Duft im Raum, eigentlich ist sie ein bisschen wie das Wetter, etwas träge, melancholisch, ich kann ihr Aufmerksamkeit schenken, muss es aber nicht, schaue aus dem Fenster, kehre mich etwas nach innen und kann nicht ausschließen, dass ich danach auf dem Sofa einschlafe. Welche Wohltat!

    Sehr schöne Beschreibung der Musik Saties! Allein schon die oftmals grotesken Anweisungen an die Interpreten, wie die Stücke zu spielen seien… Von den Gnossienes und den Gymnopedies gibt es ja zahllose Interpretationen, kein Wunder, dass die alle anders klingen. Das heiter-melancholische, ja erfrischend unakademische (vonseiten des Komponisten) macht auf jeden Fall den Reiz dieser Musik aus. Und die Vexations sind wahrscheinlich eines der radikalsten mimimalistischen Klavierwerke, die je geschrieben wurden.

    Wenn man viel Zeit hat…

    --

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    #8424925  | PERMALINK

    blues-to-bechet

    Registriert seit: 09.09.2012

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    Selbst: Dvoraks Cellokonzert im Interpretationsvergleich, sowie jede Menge weiterer Cellomusik!

    vorhin:

    gerade eben:

    --

    Bald in diesem Theater: - BtBs Top 100 Filme - Top 100 des Barock
    #8424927  | PERMALINK

    friedrich

    Registriert seit: 28.06.2008

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    gypsy tail wind@Friedrich: Es gibt natürlich auch noch diesen Satie:

    http://www.onefinalnote.com/reviews/v/vienna-art-orchestra/minimalism-of-erik.asp

    Thx!

    Hier kann man das etwas querhören. Minimalistisch finde ich die Interpretationen allerdings nicht gerade, eher üppig und sogar lustig.

    --

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    #8424929  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    Biomasse

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 62,156

    Nein, minimalistisch ist sie verglichen mit den Vorlagen gewiss nicht – aber klasse!

    Die CD erschien 2010 in dritter Auflage, ich gehe mal davon aus, dass man sie noch kriegt.

    [Img]http://hathut.com/covers/671b.gif

    Selbst stecke ich gerade am Ende des zweiten Akts von Verdis „Don Carlo“, wie ihn Harteros, Kaufmann, Hampson, Salminen etc. unter der Leitung von Pappano (mit den Wienern, inkl. deren Chor) diesen Sommer in Salzburg gaben. Famos!

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    #8424931  | PERMALINK

    clasjaz

    Registriert seit: 19.03.2010

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    FriedrichAls völlig unvorbelasteter Laie kann ich nur sagen: Funktioniert! Die Musik hängt wie ein Duft im Raum, eigentlich ist sie ein bisschen wie das Wetter, etwas träge, melancholisch, ich kann ihr Aufmerksamkeit schenken, muss es aber nicht, schaue aus dem Fenster, kehre mich etwas nach innen und kann nicht ausschließen, dass ich danach auf dem Sofa einschlafe. Welche Wohltat!

    Dass Aldo Ciccolini oder Reinbert de Leeuw Satie etwas anders interpretieren ist in Ordnung. Probiere ich vielleicht demnächst mal aus.

    Das sollte gar keine großartige Kritik an Rogé sein, Friedrich. Er hat mich nur nicht so sehr wie de Leeuw in den Bann gezogen. Und natürlich könnte man auch gegen ihn etwas sagen, d. h. gegen die fast sakrale Langsamkeit, die er den Stücken – ja, was? – gibt, aufpfropft, unterjubelt? Ciccolini ist da spartanischer und auch das funktioniert.

    Hier reitet Satie auf einem Spazierstock zur Kanone und ich sehe, dass es auf der Seite inzwischen auch Sachen mit Poulenc und Février am Klavier gibt. Das ist dann halt wieder manchmal anders als die „Gymnopédies“.

    --

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