Ich höre gerade … Jazz!

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  • #11805197  | PERMALINK

    vorgarten

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    gypsy-tail-wind
    PS: hab gestern doch nochmal bisschen bestellt – etwas Abbey Lincoln, Betty Carter und Shirley Horn (muss dann bei allen dreien, wenn alles hier ist, nochmal gucken, ob ich noch Lücken habe), zudem das zweite Evidence-Album von Andy Bey (das blaue) und auch das Solo-Album von Stephen Scott

    schön!

    harry connick jr., 25 (1992)

    ein kleiner umweg zu diana krall, thema: wirklich erfolgreiche jazzvokalist:innen der 90er, ein bisschen hat der vielseitig begabte prep boy connick die welle ja losgetreten (mit WHEN HARRY ME SALLY, danach passt tin pan alley songs ja plötzlich wieder in den modernen alltag), fühlte sich aber bestimmt nicht als swing revivalist, sondern fand da eher regionalspezifisch rein, als new-orleanser und erweitertes mitglied der marsalis-famile (mit 13 schon unterricht bei ellis). es gibt sehr viele alben von ihm, hier (mit den titelgebenden 25 jahren) ist er schon seit 6 jahren bei columbia unter vertrag, aber dieses album bündelt einige seiner qualitäten, den eklektischen klavierstil (zwischen eubie blake und monk), die ziemlich unfassbare stimme, den relativ frischen zugang zu standards, die idee von jazz als fröhliche buddy music (hier kumpelt er ein bisschen mit johnny adams herum). es ist trotzdem alles nicht hohl oder oberflächlich, allein der einstieg mit „stardust“, bei dem er sich von ellis marsalis sensibel begleiten lässt, scheint wie aus der zeit gefallen.

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    #11805219  | PERMALINK

    vorgarten

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    diana krall, love scenes (1997)

    das ist gar nicht so anders – auch krall hat hier schon eine klassizistische abgeklärtheit, als würde sie auf ein langes leben und viele erfahrungen zurückschauen und das seit mindestens 40 jahren in songs auslüften. aber es gibt auch immer wieder momente, in denen man merkt, wie technisch hergestellt das ist (und hier auch noch misslingen kann, wie in bonfas „gentle rain“). das klavierspiel ist cool, effektiv, aber auch überzeugend, mcbride und der niemals überraschende russell malone bedienen die nat-king-cole-trio-vorlage, warum die aber alle so altes zeug spielen und singen, leuchtet mir nicht ein.

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    #11805253  | PERMALINK

    vorgarten

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    david s. ware quartet, go see the world (1997)

    kontrastmittel, funktioniert als solches auch erstmal ganz gut. aber ich finde nicht rein. am meisten probleme habe ich tatsächlich mit ibarra, mir fehlt da ein eigener flow. und auf das pathos muss man lust haben, vor allem, wenn man den eindruck hat, dass es quasi maschinell hergestellt wird. viele schöne details trotzdem.

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    #11805269  | PERMALINK

    thelonica

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    CECILIA SMITH – Dark Triumph * The Life of Victoria Lancaster Smith

    Bin da neulich mal kurz drüber gestolpert, weil Cecilia Smith mir kein Begriff war. Das hier ist die Geschichte von Victoria Lancaster Smith, ein Spoken Word Album mit sehr unterschiedlicher Musik (auch ziemlich gute Streicher) dazu. Cecilia Smith hat schon ein paar Alben gemacht, das meiste davon dürfte nicht so bekannt sein, sie ist auf 2 (?) Alben von Cassandra Wilson zu hören, es gibt Projekte zu der Musik von Mary Lou Williams und bestimmt einiges mehr auch live (YouTube z.B.). Manches hier klingt sehr nach Filmmusik, allerdings interessant genug für mich, ein Chor ist auch dabei. Maxine Roach und Lonnie Plaxico sind mit dabei, dann noch der Drummer Montez Coleman (allerdings schon im Januar 2022 verstorben).

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    #11805277  | PERMALINK

    stardog

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    Milford Graves & Don Pullen – The Complete Yale Concert 1966

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    #11805293  | PERMALINK

    thelonica

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    CECILIA SMITH – The Takeoff

    Gerade noch 3 Tracks aus diesem Album von 1993 gefunden.

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    #11805333  | PERMALINK

    thelonica

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    Beiträge: 3,511

    LITTLE JIMMY SCOTT – Everybody’s Somebody’s Fool

    Hier jetzt im Stream. Eine ganz Menge Material mit der Lionel Hampton Band, Billy Taylor Orchester (kannte ich auch noch nicht) und einer Band von Lucky Thompson – daher ist also der Song von Lucky auf „Dream“. Alles aus den Jahren 1950-1952 und wahrscheinlich sonst kaum auf weiteren Compilations zu finden.

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    #11805353  | PERMALINK

    atom
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    gypsy-tail-wind
    Helen Merrill – You and the Night and the Music | Merrill im Duo mit Masabumi Kikuchi („Ill Wind“ und „My Funny Valentine“), im Trio mit Tom Harrell in einer grandiosen Zeitlupenversion von „Young and Foolish“ … dazu kommen noch Charlie Haden und Paul Motian, und natürlich ist auch Torrie Zito dabei, am Klavier in einer schönen Version von „Beautiful Love“, die direkt in „In a Love Like This“ übergeht, und direkt danach am E-Piano mit dem Trio in „And You Came In“, einem Song von Merrill/Zito. Im Opener „Delilah“ ist neben Harrell am Flügelhorn auch noch Bob Millikan an der Trompete zu hören, Harrell taucht nach dem Trio dann gegen Ende in „Don’t Leave Me Alone“ und „All of Me“ (das ist für einmal eine sehr direkte Verneigung vor dem Idol Billi Holiday) nochmal auf, bevor das Album mit dem Trio und „Street of Dreams“ schliesst. Ich hatte vorhin schon Paul Haden getippt und wollte mit Charlie Motian fortfahren – das ist kein Zufall, hier wird beinah telepathisch zusammengespielt. Und Kikuchi ist tatsächlich hervorragend hier, liefert immer genau das richtige (und brummt manchmal eine zweite Stimme zu Merrill). Mich dünkt auch, dass er Harrell nochmal besser klingen lässt: ein zerklüftetes Klavier passt wunderbar zu seinem weichen, warmen Flügelhorn. Das ganze Album ist zugleich sehr reduziert und so dramatisch, dass es fast schon wieder opulent wirkt. Ganz grosses Kino jedenfalls – und braucht sich für meine Ohren vor gar nichts in Merrills Diskographie zu verstecken, auch nicht vor dem Debut mit Clifford Brown oder den zwei Alben mit Dick Katz.

    Ein wunderbares, sehr intimes Album, begeistert mich gerade auch wieder sehr. Ich kenne es erst seit ein paar Jahren, damals es mir nie bewusst begegnet.

    --

    Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...
    #11805407  | PERMALINK

    lotterlotta
    Schaffnerlos

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    atom

    gypsy-tail-wind Helen Merrill – You and the Night and the Music | Merrill im Duo mit Masabumi Kikuchi („Ill Wind“ und „My Funny Valentine“), im Trio mit Tom Harrell in einer grandiosen Zeitlupenversion von „Young and Foolish“ … dazu kommen noch Charlie Haden und Paul Motian, und natürlich ist auch Torrie Zito dabei, am Klavier in einer schönen Version von „Beautiful Love“, die direkt in „In a Love Like This“ übergeht, und direkt danach am E-Piano mit dem Trio in „And You Came In“, einem Song von Merrill/Zito. Im Opener „Delilah“ ist neben Harrell am Flügelhorn auch noch Bob Millikan an der Trompete zu hören, Harrell taucht nach dem Trio dann gegen Ende in „Don’t Leave Me Alone“ und „All of Me“ (das ist für einmal eine sehr direkte Verneigung vor dem Idol Billi Holiday) nochmal auf, bevor das Album mit dem Trio und „Street of Dreams“ schliesst. Ich hatte vorhin schon Paul Haden getippt und wollte mit Charlie Motian fortfahren – das ist kein Zufall, hier wird beinah telepathisch zusammengespielt. Und Kikuchi ist tatsächlich hervorragend hier, liefert immer genau das richtige (und brummt manchmal eine zweite Stimme zu Merrill). Mich dünkt auch, dass er Harrell nochmal besser klingen lässt: ein zerklüftetes Klavier passt wunderbar zu seinem weichen, warmen Flügelhorn. Das ganze Album ist zugleich sehr reduziert und so dramatisch, dass es fast schon wieder opulent wirkt. Ganz grosses Kino jedenfalls – und braucht sich für meine Ohren vor gar nichts in Merrills Diskographie zu verstecken, auch nicht vor dem Debut mit Clifford Brown oder den zwei Alben mit Dick Katz.

    Ein wunderbares, sehr intimes Album, begeistert mich gerade auch wieder sehr. Ich kenne es erst seit ein paar Jahren, damals es mir nie bewusst begegnet.

    ….würde ich auch gerne mal reinhören….leider nur auf CD

     

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    Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!  
    #11805495  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    @vorgarten Ich hatte neulich ja nochmal um Connick-Empfehlungen gebeten (glaub ohne dich zu taggen und das ging dann wohl unter, weil hier gerade so viel los ist). Ist „25“ denn ein Album, das du zum Einstieg empfehlen würdest?

    Gestern zur Nacht:

    Randy Weston – Marrakech in the Cool of the Evening | Das Nebenprodukt einer Session mit dem Master Musicians of Jajouka, bei dem Weston auch kurz vorbeischaut (mässig erfolgreiches Album für mich, ist mir auf Dauer schon etwas zu eintönig, ich hab da keinen richtigen Zugang). Dieses Nebenprodukt, das quasi in Echtzeit entstanden ist, im Ballsaal des La Mamouonia Hotels in Marrakech („directly onto 2-trak digital tape … on September 28, 1992 between 7 p.m. and 8:30 p.m.), dieses Nebenprodukt ist in meinen Ohren nichts weniger als eins der grossen Piano-Solo-Alben des Jazz. Immer wieder umwerfend, bei mir seit Jahren unangefochten ganz oben. Weston spielt eher nicht die grössten Hits, öffnet mit Nat Coles „In the Cool of the Evening“, verneigt sich mit zwei „Portrait of“s vor Billie Holiday und Dizzy Gillespie (ein siebeneinhalbminütiges Medley mit „A Night in Tunisia“, Woody’n You“, „Con Alma“ und „Tin Tin Deo“), dazwischen gibt es „Two Different Ways to Pay the Blues“, dann folgt eine ganze Reihe Originals, die nicht sehr vertraut sind: „Lisa Lovely“, „Uli Shrine“, „Blues for Elma Lewis“, „Ballad for T.“, „Valse Triste Valse“, „Where?“ (das ist vom gleichnamigen Ron Carter-Album bekannt), „Let’s Climb a Hill“, zum Ausklang dann nochmal zwei Fremdkompositionen, Wallers „Jitterbug Waltz“ und Stayhorns „Lotus Blossom“, die ein letztes Original umrahmen, „Blues for Five Reasons“.

    Helen Merrill – Carrousel | Jetzt Orchestrales von Helen Merrill – gegen Ende ihres Laufs für Gitanes entstand im März 1996 in Helsinki dieses Album, auf dem sie neun Songs von Heikki Sarmanto singt (die Texte – nicht von Sarmanto – sind entweder englisch oder in einem Fall ins Englische übertragen) – eingestreut sind zwei Instrumentals von Torrie Zito, der die Tapiola Sinfonietta dirigiert und natürlich wieder einmal alles arrangiert hat. Juhani Aaltonen ist der meistgehörte Solist – an der Flöte, am Sopran- und am Tenorsaxophon, im Opener ist Jaako Salo am Akkordeon zu hören. Neben dem Orchester (7-6-4-3-2 für die Streicher, dazu fl/picc, ob/enh, cl/bcl und bsn und drei Hörner) gibt es eine kleine Jazzcombo und weitere Musiker*innen: Pentti Lahti (reeds), Laura Hynninen (harp), Sarmanto (fender rhodes, celesta), Tapio Aaltonen (perc), Juha Björninen (g), Pekka Sarmanto (b), Terry Clarke (d). Ich finde das ein sehr schönes Album, das sich gut in die anderen einreiht: ein anderes Konzept, anderes Material, das klingt zwischendurch eher nach Kunstlied, Chanson oder Pop als nach Jazz, ist sehr geschmackvoll gemacht – und natürlich ist Helen Merrill ohne Fehl und Tadel. Das oben ist wohl die erste Ausgabe noch von 1996, meine CD ist die unten, 1997 erschienen (beide Finlandia Records).

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #133: Revivals in den 90ern und eine Neuheit aus der Romandie - 14.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
    #11805503  | PERMALINK

    vorgarten

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    gypsy-tail-wind Ich hatte neulich ja nochmal um Connick-Empfehlungen gebeten (glaub ohne dich zu taggen und das ging dann wohl unter, weil hier gerade so viel los ist). Ist „25“ denn ein Album, das du zum Einstieg empfehlen würdest?

    oh, nicht gesehen. aber für mich auch lustig, dass du mir zutraust, über den output von connick einen überblick zu haben ;-) ich nehme den als sänger und pianist ernst und finde ihn auch sehr interessant, aber so richtig ist das natürlich nicht meine ecke. ich habe tatsächlich einige sachen von ihm, die ich alle nicht empfehlen kann, irgendwann habe ich OTHER HOURS – CONNICK ON PIANO I gefunden, das ist instrumental mit guter kleiner band, auf dem marsalis-label, daraus war das stück vom bft. das ist aber von 2003, also nicht aus seiner peak-zeit (90er). auf jeden fall aber eine echte empfehlung.

    super bft-material natürlich, connick scheint ja wie von der unterhaltungsindustrie gebacken, jemand, der so a-minus-liga in hollywood als romantischer held war, singt wie ein junger sinatra, mit einem romcom-soundtrack tin-pan-alley wieder sexy machen konnte, außerdem bei marsalis klavierspielen gelernt hat, und ziemlich perfekt die musikgeschichte von new orleans verkörpern kann etc. das verrückte ist, dass das alles zwar fleißig erarbeitet, aber überhaupt nicht forciert ist. aber so jemand kommt wahrscheinlich auch mit allem durch, da gibt es keinen haarriss in der perfekten oberfläche… gleichzeitig ist das schon alles sehr gut, super sänger, super pianist, guter typ.

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    #11805509  | PERMALINK

    vorgarten

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    lass das gerade nochmal laufen, das ist wirklich super, moderner cool-jazz mit überraschend vielen kanten, guter saxer (charles goold), tolle kompositionen auch, alles originale von connick. ich glaube aber wirklich, dass das in der diskografie von connick ein einsamer ausreißer nach ganz oben ist…

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    #11805523  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Danke – du bist, zumindest soweit ich das mitgekriegt habe, halt der einzige hier, der überhaupt mal eine Lanze für Connick gebrochen hat. Und deine Beschreibung bis vor „das verrückte ist“ fasst eben auch gut zusammen, warum ich ihn nie beachtet hatte (in den 90ern war er zumindest in den CD-Läden präsent, wohl wie Krall auch mal mit 2-Meter-Poster und so Promo-Gedöns … too good to be true, war wohl damals meine Haltung – aber ich kann mich überhaupt nicht mehr erinnern, ausser eben an den BFT-Track.

    Bin jetzt hier:

    Joe Henderson – Porgy & Bess | Ein für meine Ohren irgendwie ausfransender Abschluss der Diskographie Hendersons. Scofield stört mich hier eher. Die Basis-Band mit Tommy Flanagan, Dave Holland und Jack DeJohnette ist natürlich gut, aber vielleicht leidet sie ein wenig unterm selben Problem wie die Hancock-Hälfte des Jobim-Albums? Also zu viel Routine, zu viel All Star Allüre, zu viel Muskelpower (nicht von Flanagan allerdings, dem ich diesen Vorwurf nie machen würde, wirklich nicht – das Duo über „Bess, You Is My Woman Now“ ist ein Highlight). Chaka Khan und Sting hätte es nicht auch noch gebraucht, Conrad Herwig und Stefon Harris tragen (neben Scofield) weitere Klangfarben bei – das ist alles sehr nett arrangiert, überzeugt mich aber auch heute eher nochmal eine Spur weniger als die vier Alben davor (aber ich glaub ich mag’s zugleich eine Spur lieber als früher).

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    #11805535  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    atom

    gypsy-tail-wind
    Helen Merrill – You and the Night and the Music

    Ein wunderbares, sehr intimes Album, begeistert mich gerade auch wieder sehr. Ich kenne es erst seit ein paar Jahren, damals es mir nie bewusst begegnet.

    Bei mir war das auch die erste Begegnung mit Kikuchi – über den ich damals noch nichts wusste, und dem ich da auch nicht weiter nach gegangen bin. Aber das hat sich ja zum Glück inzwischen geändert!

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    #11805573  | PERMALINK

    vorgarten

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    geri allen, some aspects of water (1997)

    mit allen bin ich ohnehin im jahr 1996 angekommen, da hat sie gerade die zusammenarbeit mit ornette coleman begonnen (nach der tour mit betty carter) und erhält den dänischen jazzpar preis (wurde von 1990 bis 2004 vergeben), weswegen sie dort ein paar konzerte spielt und eine größere komposition für jazztrio und 6* dänische blasmusiker aufführt (ein paar jahre später entsteht ja auch die nonett-aufnahme von andrew hill im gleichen rahmen). sie hat ein trio mit palle danielsson und billy hart im gepäck, und weil ihr ehemann nicht kann, wird johnny coles reaktiviert, der ein (eigentlich zwei) berührendes solo über „old folks“ spielt. die titelgebende suite ist komplex und clever arrangiert, aber in allens spiel verschiebt sich was, auch in den trioaufnahmen ist das zu hören: weg von den dunklen klangfarben, von den rollenden ritualfiguren, hin zu rhythmisch sophisticateten impressionismen, mit pausen und schnellen neuausrichtungen, virtuos und flüssig – weniger herbie nichols, mehr hancock, wenn man so will. ganz am ende in ihrer suite bricht das alte aber wieder durch, über einem rockigen ostinato, und da wird dann ordentlich masse bewegt. insgesamt finde ich die aufnahmen aber nicht zwingend.

    *also eigentlich coles + 5 dänen ;-)

    zuletzt geändert von vorgarten

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