Gitarrenkauf

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  • #10474307  | PERMALINK

    klausk

    Registriert seit: 17.05.2008

    Beiträge: 6,663

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    klauskWas für eine fragwürdige Entwicklung, wo Instrumente schleichend aussterben und von digitalen Klangproduktionen und Musiktechnologien verdrängt werden. Die Geister, die ich rief …

    Das alles ist halt nur Ausdruck unserer heutigen oberflächlichen und konsumfixierten Lebensweise. Tiefgehende Auseinandersetzung mit irgendetwas? Laaangweilig. tl;dr Schnell weiter zum nächsten … Aber vielleicht gibt es ja irgendwann mal eine Gegenbewegung dazu. Angeführt von jungen Menschen mit einer Gitarre in der Hand

    Eine solche Jugendbewegung back to the roots ist eine durchaus angenehme Vorstellung, wie ich finde.

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    There is a green hill far away I'm going back there one fine day. I am free because I am the soul bird
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    #10474317  | PERMALINK

    gipetto

    Registriert seit: 04.02.2015

    Beiträge: 7,591

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    Da stimme ich Dir nicht ganz zu: „Klangwärme“ ist bei einer E-Gitarre letztlich auch eine Frage des verstärkten Sounds. Konstruktionsbedingt klingt eine (aus weichem Mahagoni) gebaute Gibson mit eingeleimten Hals schon tendentiell „wärmer“ oder „weicher“ als eine Fender mit aufgeschraubtem Hals aus hartem Ahorn, die kürzere Mensur der Gibson (=weniger Saitenspannung) trägt auch dazu bei. Letztlich spielt man eine E-Gitarre aber immer über einen Amp – und da entscheidet dann letztlich dessen Sound/Einstellung über das Klangbild. Das akustisch noch „weiche“ Klangbild einer Gibson wandelt sich z.B. bei verzerrten Sounds komplett, hier sorgen dann die clean noch als „warm“ empfundenen Mitten im Klangbild für die Aggressivität im Sound, die Gibson-artige Gitarren zur bevorzugten Wahl der Hardrock-/Metal-Gitarristen der 70er und frühen 80er hat werden lassen. Während eine clean noch so bissig klingende „Vintage“-Strat bei viel Zerre schnell „matscht“, also plötzlich „weicher“ klingt als eine Gibson.

    Clean gespielt, aber auch bei mittlerer und moderater Zerre klingt eine Gibson unter gleichen Amp-Bedingungen (ceteris paribus) in meinen Ohren viel wärmer als eine Fender. Für das totale „Metalbrett“ halte ich einen Fender-Klassiker generell nicht für geeignet. Und: „Matsch“ würde ich auch nie mit „weich“ oder „warm“ asoziieren.

    Der „Mythos“ von der guten Bespielbarkeit einer Gibson kommt auch nicht von ungefähr: Die Gibson hatten seit jeher einen flacheren Griffbrettradius als die Fender-Modell, wodurch sich die Saiten leichter benden lassen. Auch ließ sich bei einer Gibson die Saitenlage flacher einstellen, und die Bünde waren i.d.R. höher – womit sich die Saiten leichter runterdrücken lassen. Die kürzere Mensur trägt auch dazu bei, dass sich eine Gibson „leichter“ bespielen lässt.

    Das ist immer eine Frage der persönlichen Präferenzen und Gewohnheiten. Ich bin vornehmlich Preci-Spieler und von daher dicke Hälse gewohnt. Wenn ich eine Gitarre in die Hand nehme, spiele ich am liebsten mit dicken, fetten C-Profilen à la (klassischer)Telecaster. Bei dünnen Profilen fehlt mir die Masse.

    Die kürzere Mensur trägt auch dazu bei, dass sich eine Gibson „leichter“ bespielen lässt.

    Nö. Die überwiegend kurzen Mensuren sind es, warum ich keine Gibson- oder Epiphone-Bässe spiele (abgesehen von meinem Jack Casady, der eine lange Mensur hat). Ich komme mit den Shortscalern, die sie überwiegend bauen, spielerisch nicht klar und ziehe eine lange Mensur jederzeit vor – und das, obwohl ich keine Riesenpranken habe.

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    "Really good music isn't just to be heard, you know. It's almost like a hallucination." (Iggy Pop)
    #10474319  | PERMALINK

    stormy-monday

    Registriert seit: 26.12.2007

    Beiträge: 11,115

    Klasse Diskussion hier!

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    Businessmen, drink my wine!
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