Gitarrenkauf

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  • #10474307  | PERMALINK

    klausk

    Registriert seit: 17.05.2008

    Beiträge: 9,398

    downstroke

    klauskWas für eine fragwürdige Entwicklung, wo Instrumente schleichend aussterben und von digitalen Klangproduktionen und Musiktechnologien verdrängt werden. Die Geister, die ich rief …

    Das alles ist halt nur Ausdruck unserer heutigen oberflächlichen und konsumfixierten Lebensweise. Tiefgehende Auseinandersetzung mit irgendetwas? Laaangweilig. tl;dr Schnell weiter zum nächsten … Aber vielleicht gibt es ja irgendwann mal eine Gegenbewegung dazu. Angeführt von jungen Menschen mit einer Gitarre in der Hand

    Eine solche Jugendbewegung back to the roots ist eine durchaus angenehme Vorstellung, wie ich finde.

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    #10474317  | PERMALINK

    gipetto

    Registriert seit: 04.02.2015

    Beiträge: 8,681

    downstroke
    Da stimme ich Dir nicht ganz zu: „Klangwärme“ ist bei einer E-Gitarre letztlich auch eine Frage des verstärkten Sounds. Konstruktionsbedingt klingt eine (aus weichem Mahagoni) gebaute Gibson mit eingeleimten Hals schon tendentiell „wärmer“ oder „weicher“ als eine Fender mit aufgeschraubtem Hals aus hartem Ahorn, die kürzere Mensur der Gibson (=weniger Saitenspannung) trägt auch dazu bei. Letztlich spielt man eine E-Gitarre aber immer über einen Amp – und da entscheidet dann letztlich dessen Sound/Einstellung über das Klangbild. Das akustisch noch „weiche“ Klangbild einer Gibson wandelt sich z.B. bei verzerrten Sounds komplett, hier sorgen dann die clean noch als „warm“ empfundenen Mitten im Klangbild für die Aggressivität im Sound, die Gibson-artige Gitarren zur bevorzugten Wahl der Hardrock-/Metal-Gitarristen der 70er und frühen 80er hat werden lassen. Während eine clean noch so bissig klingende „Vintage“-Strat bei viel Zerre schnell „matscht“, also plötzlich „weicher“ klingt als eine Gibson.

    Clean gespielt, aber auch bei mittlerer und moderater Zerre klingt eine Gibson unter gleichen Amp-Bedingungen (ceteris paribus) in meinen Ohren viel wärmer als eine Fender. Für das totale „Metalbrett“ halte ich einen Fender-Klassiker generell nicht für geeignet. Und: „Matsch“ würde ich auch nie mit „weich“ oder „warm“ asoziieren.

    Der „Mythos“ von der guten Bespielbarkeit einer Gibson kommt auch nicht von ungefähr: Die Gibson hatten seit jeher einen flacheren Griffbrettradius als die Fender-Modell, wodurch sich die Saiten leichter benden lassen. Auch ließ sich bei einer Gibson die Saitenlage flacher einstellen, und die Bünde waren i.d.R. höher – womit sich die Saiten leichter runterdrücken lassen. Die kürzere Mensur trägt auch dazu bei, dass sich eine Gibson „leichter“ bespielen lässt.

    Das ist immer eine Frage der persönlichen Präferenzen und Gewohnheiten. Ich bin vornehmlich Preci-Spieler und von daher dicke Hälse gewohnt. Wenn ich eine Gitarre in die Hand nehme, spiele ich am liebsten mit dicken, fetten C-Profilen à la (klassischer)Telecaster. Bei dünnen Profilen fehlt mir die Masse.

    Die kürzere Mensur trägt auch dazu bei, dass sich eine Gibson „leichter“ bespielen lässt.

    Nö. Die überwiegend kurzen Mensuren sind es, warum ich keine Gibson- oder Epiphone-Bässe spiele (abgesehen von meinem Jack Casady, der eine lange Mensur hat). Ich komme mit den Shortscalern, die sie überwiegend bauen, spielerisch nicht klar und ziehe eine lange Mensur jederzeit vor – und das, obwohl ich keine Riesenpranken habe.

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    "Really good music isn't just to be heard, you know. It's almost like a hallucination." (Iggy Pop)
    #10474319  | PERMALINK

    stormy-monday
    verdreckter Hilfssheriff

    Registriert seit: 26.12.2007

    Beiträge: 12,382

    Klasse Diskussion hier!

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    They're selling postcards of the hanging, they're painting the passports brown
    #11170843  | PERMALINK

    gipetto

    Registriert seit: 04.02.2015

    Beiträge: 8,681

    Hat zufällig schon jemand Erfahrungenen mit der Epiphone Dot gemacht? Das ist ja die Kopie der Gibson ES-335 und ist ziemlich günstig zu bekommen. Hätte gerne eine Gitarre mit Halbresonanzkörper, möchte dafür aber nicht viel ausgeben, da ich ja hauptamtlich Basser bin und vorwiegend für mich darauf klimpern möchte. Über geteilte Erfahrungenen zu Sound, Verarbeitung und Preis-Leistung-Verhältnis würde ich mich sehr freuen. @j-w & Co. an die Front! :-)

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    "Really good music isn't just to be heard, you know. It's almost like a hallucination." (Iggy Pop)
    #11170891  | PERMALINK

    j-w
    Moderator
    maximum rhythm & blues

    Registriert seit: 09.07.2002

    Beiträge: 38,874

    Keine Erfahrung mit dem Instrument, sorry!

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    Staring at a grey sky, try to paint it blue - Teenage Blue
    #11170947  | PERMALINK

    thesidewinder

    Registriert seit: 17.03.2019

    Beiträge: 3,152

    gipettoHat zufällig schon jemand Erfahrungenen mit der Epiphone Dot gemacht? Das ist ja die Kopie der Gibson ES-335 und ist ziemlich günstig zu bekommen. Hätte gerne eine Gitarre mit Halbresonanzkörper, möchte dafür aber nicht viel ausgeben, da ich ja hauptamtlich Basser bin und vorwiegend für mich darauf klimpern möchte. Über geteilte Erfahrungenen zu Sound, Verarbeitung und Preis-Leistung-Verhältnis würde ich mich sehr freuen.

    War damals meine erste Klampfe. Konnte mich nie beschweren (im Gegensatz zu der Harley Benton die ich später hatte). Hatte bei Thomann meinen Vater dabei (der schon vorher 5 Gitarren hatte) und eine halbakustische Ibanez mit nachgebautem Bigsby und eben die Dot kamen in die engere Wahl. Habe mich dann für die Dot entschieden und nie bereut. In Sachen Verarbeitung absolut top und auch als Anfänger bin ich gut mit ihr zurecht gekommen. Ich weiß leider nicht mehr was ich damals dafür hingelegt habe, aber ich glaube es waren knapp über 400 Euro. Wenn ich niemanden nerven wollte habe ich die Gitarre auch oft unverstärkt gespielt oder eben mit dem alten Yamaha Verstärker meines Vaters. Da in der Mitte der Gitarre ja ein Holzblock verarbeitet ist, ist sie nicht komplett hohl und deswegen weniger empfindlich gegenüber Feedback als eine reine Jazz-Gitarre. Wenn man ein bisschen dran rumgedreht hat konnte das Ding auch ordentlich rockige Sounds produzieren. Möchte mich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, ist schon ein paar Jahre her und ich kann mich nicht mehr an alles erinnern. Leider wurde sie irgendwann Opfer eines dummen Missgeschicks meiner Cousine und ihr kam der Kopf abhanden. Nach ein paar Jahren Abstinenz und erfolgloser Versuche wieder mit der Gitarre anzufangen bin ich ja nun selbst beim Bass gelandet und der macht mir auch mehr Spaß.

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