Die besten Riverside-Alben

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  • #10751003  | PERMALINK

    thesidewinder

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    Den entsprechenden Thread für Blue Note gibt es ja schon, in den letzten Wochen habe ich aber über den Tellerrand geblickt und dabei gesehen dass es, Überraschung, auch andere gute Jazz-Labels gegeben hat. Dabei bin ich relativ schnell auf den Namen Orrin Keepnews gestoßen und auf „seine“ Labels Riverside, Milestone und Landmark. Die schiere Masse an Veröffentlichungen überfordert mich aber etwas und auch wenn Spotify dabei etwas hilft wäre ein bisschen Input von menschlicher Seite sehr hilfreich. In diesem Sinne: nur her mit den Vorschlägen. Es wäre schön wenn ihr euch auf die 3 genannten Labels beschränkt, bei mir unbekannten Namen recherchiere ich dann bei Bedarf ohnehin selbst weiter. Wenn die entsprechenden Alben käuflich zu erwerben oder gar bei Spotify verfügbar sind, wäre ich auch sehr dankbar.

    --

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    #10751037  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Empfinde ich als 3 Themen ohne zwingende Verbindung … Milestone ist total anders als Riverside und Landmark erstmal eher vernachlässigbar.

    Zum feinen Sublabel von Riverside, Jazzland, gibt es übrigens schon einen guten Thread:
    http://forum.rollingstone.de/showthread.php?42650

    Zu Riverside wurde wohl an diversen Orten (Hard Bop-Threads, Threads zu einzelnen Musikern inkl. Sterne-Threads) einiges geschrieben, dass der Katalog oder die Geschichte des Labels als ganzes besprochen wurden, glaube ich allerdings nicht.

    Bin gerade unterwegs, aber melde mich später gerne ausführlicher.

    Und gerne weise ich auch nochmal auf Bill Grauer hin …

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    #10751051  | PERMALINK

    thesidewinder

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    Gerne, bin weit entfernt ein Jazz-Kenner zu sein und für jeden Input dankbar.

    --

    #10751645  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Quelle: https://londonjazzcollector.wordpress.com/record-labels-guide/6-riverside/riverside-labels-us/

    Die grosse Riverside Story kann ich nicht bieten, denn die Details kenne ich nicht … aber soweit ich weiss, war Bill Grauer (1922–1963) derjenige, bei dem die Fäden zusammenliefen und der flamboyante Orrin Keepnews (1923–2015) der Mann für die Front (der ja auch bald zum Verkäufer seiner eigenen Grösse wurde, was leider in meiner Wahrnehmung gelegentlich seine durchaus grossen Verdienste etwas überdeckt). Ein deutlicher Hinweis für Grauers Bedeutung war, dass Riverside ihn nur um ein paar Monate überlebte. Er starb im Dezember 1963 an einer Herzattacke, im folgenden Sommer war das Label dann Geschichte.

    Grauer studierte an der Columbia Universität und war – selbst Plattensammler- ab 1948 Besitzer der Zeitschrift „The Record Changer“. Mit seinem Freund und ehemaligen Kommilitonen Orrin Keepnews gründete der Jazzfan 1953 in New York Riverside Records, das zunächst Bill Grauer Productions hieß und als Reissue-Label startete, aber in den 1950er Jahren eines der wichtigsten Labels des Modern Jazz wurde (beginnend mit Randy Weston). Zuvor hatten beide 1952 schon für RCA Victor klassische Jazzaufnahmen aus ihrem Katalog neu herausgebracht (in deren Label „X“), um der damals grassierenden Welle von illegalen Veröffentlichungen entgegenzuwirken. Noch 1956 setzten sie die Reissues mit der „Riverside History of Classic Jazz“ fort (wobei sie auf kleinere Labels wie Gennett und Paramount zurückgriffen, deren Rechte sie erworben hatten).

    von: https://de.wikipedia.org/wiki/Bill_Grauer

    Riverside fing also als Reissue-Label von traditionellem Jazz an – dazu passt, dass später (unter der Leitung von Chris Albertson, der sich um den Jazz sehr verdient gemacht hat, aber nicht ein zehntel so egomanisch wie OK veranlangt war, und der auch mal hier im Forum war) eine feine Reihe mit neuen Aufnahmen von traditionellem Jazz aus Chicago und anderswo erschien, die „Living Legends“-Serie (1960/61), aus der ich leider immer noch nur ein paar wenige Alben kenne.

    Albertson ist wohl auch meine Quelle dafür, dass Grauer das Sagen hatte, z.B. schrieb er drüben auf Organissimo:

    Chris Albertson
    Bill Grauer founded Riverside Records and was its driving force. I know that Orrin would like us to think that was Riverside personified and, indeed, he was the visible one in that partnership, but Bill generally had the last word.

    Quelle (da steht noch mehr, anklicken lohnt!):
    http://www.organissimo.org/forum/index.php?/topic/11585-riverside-bill-grauer-productions/&do=findComment&comment=196348

    Wenn man dort weiterliest, wird auch ein Interview mit OK (von Don Heckman, es ist wohl nicht mehr online zu finden) erwähnt, in dem OK seine Version der Geschichte erzählt (und auch sonst ein paar Dinge verdreht) … weiter unten findet man auch diesen Post, wieder von Albertson, über das Studio (Plaza Sound) und den Tonmeister (Ray Fowler), die bei den meisten Produktionen eingesetzt wurden:

    Chris Albertson
    I never thought Riverside had an identifiable sound, nor was there any attempt to create one. Just about all the NYC studio sessions were done at Plaza Sound Studio, which was located above Radio City Music Hall, and our engineer was Ray Fowler. Ray always monitored the sessions on cheap equipment, assuming that the albums would mostly be played back through systems that left something to be desired. If the stuff sounded good on low-end equipment, Ray was satisfied. The pressings were pretty unimpressive and, BTW, Prestige used the same company.

    Quelle: http://www.organissimo.org/forum/index.php?/topic/11585-riverside-bill-grauer-productions/&do=findComment&comment=197549

    Und:

    Chris Albertson
    Live recording was made easier by the fact that Riverside had an old Greyhound bus that had been converted into a mobile control room. I used it on a recording trip to Chicago in 1961. Unfortunately, the label was in the early stages of its financial demise, so they assigned two „engineers“ to my trip neither of whom cared for jazz. Their previous experience as recording engineers was that Sounds of the Home series–working with them was a nightmare.

    Quelle: http://www.organissimo.org/forum/index.php?/topic/11585-riverside-bill-grauer-productions/&do=findComment&comment=197565

    Dann gibt es dort auch noch einen letzten längeren Post, in dem Albertson über den Computer spricht, den Riverside kurz vor dem Ende angeschafft hat – faszinierende Geschichte:
    http://www.organissimo.org/forum/index.php?/topic/11585-riverside-bill-grauer-productions/&do=findComment&comment=768553


    Quelle wie beim Bild oben

    Wie im Wiki-Eintrag zum Label steht, übernahm ABC-Paramount (die konservativen „suits“) den Katalog, ob damit auch etwas unternommen wurde, weiss ich nicht, aber 1972 kaufte Fantasy die Rechte an fast dem gesamten Katalog (der auch das oben erwähnte Sublabel Jazzland und eine Kinder-Reihe namens Wonderland umfasste). Fantasy, das auch Prestige (inkl. Swingville/Moodsville), Contemporary (inkl. Good Time Jazz), Milestone und später Pablo, sowie diverse kleinere Labels (vor den anderen Übernahmen schon das einst von Charles Mingus und Max Roach gegründete Debut – Saul Zaentz, der Fantasy-Chef, heiratete Mingus‘ erste Ehefrau Celia, die wohl die Hauptarbeit bei Debut erledigt hatte, und Mingus schenkte Zaentz das Label zur Hochzeit – se non è vero … steht aber immerhin auf Wikipedia) und zudem Stax und Specialty. Die Kohle machte Fantasy mit Creedence Clearwater Revival, doch das Label kümmerte sich trotz allem Profit gerade im CD-Zeitalter bis kurz vor Zaentz‘ Tod 2014 vorbildlich um den inzwischen riesigen Jazzkatalog und brachte (schon zu LP-Zeiten) unter dem Etikett „Original Jazz Classics“ unzählige Alben neu heraus – und vor allem: hielt sie an Lager und über viele Jahre, in manchen Fällen mehr als zwei Jahrzehnte, kontinuierlich „in print“, was ja bei Blue Note unter dem Dach von Manahatta/EMI/whatever ganz anders aussah, von Sony und ihrem fahrlässigen Umgang mit dem Columbia-Jazzkatalog brauchen wir gar nicht zu reden, ausser Miles, Duke und Brubeck, wurde niemand gebührend behandelt, was Reissues angeht). Galaxy gehörte, wie natürlich der eigene Fantasy-Katalog, auch noch zum „Imperium“, aber wie ich gerade erst lese (auf Wiki), war das von Anfang an ein Sublabel von Fantasy.

    Falls sich jemand wundert: als ich Mitte der 90er, noch im Gymnasium, ernsthaft mit Jazzhören und -sammeln anfing, waren die OJCs (in CD-Form) überall zu kriegen (leider hatten sie aber, weil sie ja nie verschwanden, bei den damals sehr beschränkten Mitteln manchmal gegenüber den Blue Note-Klassikern – ich sammelte z.B. die damals verdammt teure „Connoisseur Edition“ und später konnte ich noch viele Lücken dank der RVG Edition schliessen – einen harten Stand). Ich kaufte also die ganzen Coltrane-Alben, vieles von Miles Davis, Bill Evans usw. – und welche Label diese oft fabelhaften Aufnahmen ursprünglich produziert hatten, war mir damals überhaupt nicht bewusst … erst später begriff ich, dass Prestige und Riverside ziemlich unterschiedliche Profile hatten. Das lag aber auch daran, dass ich viele Riverside-Alben eher erst etwas später entdeckte (mit Ausnahme von den Bill Evans-Alben mit Scott La Faro, von denen mir besonders „Portrait in Jazz“ sehr früh – dank der Bibliothek meiner Schule – bekannt war).

    Also, zurück zu Riverside … mit eigenen Produktionen und zugleich mit modernem Jazz – um des heute ja leider fast immer nur noch geht, wenn solche Diskussionen entstehen – legte das Label 1954 los, als es die ersten Aufnahmen des grossen Randy Weston machte. Diese gehören nicht gerade zu seinen besten, er war kein Frühentwickelter, der schon damals sein ganzes Konzept beisammen hatte … Lieblingsalben sind das also eher nicht, aber weil Weston am Anfang der eigenen Produktionsaktivitäten stand, sei er erwähnt.


    Orrin Keepnews mit dem Bill Evans Trio im Village Vanguard, 1961
    Quelle: http://www.thejazzrecord.com/records/2015/3/1/orrin-keepnews-rip

    1955 kaufte Riverside Thelonious Monk aus seinem Vertrag mit Prestige frei – wobei es ein irreführender Mythos ist, dass Monk bei Prestige nichts Gescheites zustande brachte, aber dies nur am Rande (Fantasy hat nach diversen OJCCDs die Prestige-Aufnahmen von Monk auch noch in einer vorbildlichen 3-CD-Box neu vorgelegt). Monk nahm von 1955 bis 1961 für Riverside auf – und die Alben mögen als Bündel die wichtigsten sein, die das Label herausbrachte (obwohl Monk zu dieser Zeit nur noch selten neue Stücke schrieb und aufnahm). Bill Evans (1956 bis 1963 beim Label) habe ich schon erwähnt. Neben den beiden Pianisten waren sicherlich Wes Montgomery (1959 bis 1963 bei Riverside) und ganz besonders Cannonball Adderley waren die anderen zentralen Riverside-Musiker. Adderley war von 1958 bis ganz zum Ende dabei, als das Label dicht machte, gab es einen Deal, bei dem Adderley sieben Alben zu seinem neuen Laben Capitol Records mitnahm (das später unters EMI-Dach kam, die Alben kamen dann auch als Blue Note-CDs wieder heraus, doch zuvor hatte Keepnews sie schon beim im ersten Post erwähnten Landmark neu aufgelegt – eins meiner liebsten Alben überhaupt, „Cannonball in Europe“, lernte ich einstmals in der Form kennen).

    Soviel mal zur Geschichte … Weiteres folgt.

    Ein paar Links:
    https://londonjazzcollector.wordpress.com/record-labels-guide/6-riverside/riverside-labels-us/ (die Entwicklung der „Label“)
    https://londonjazzcollector.wordpress.com/2017/03/09/riversides-jazzland-a-catalogue-review/ (Jazzland)
    https://www.bsnpubs.com/new/riverside.html (leider unfertig)
    http://www.birkajazz.com/archive/riverside.htm (Covers)
    https://www.jazzdisco.org/riverside-records/ (gut für den schnellen Überblick, aber mit Vorsicht zu geniessen, wenn es um Details geht)

    Vermutlich bietet die 4-CD-Box „Riverside Records Story“ (Fantasy, 1997), wenngleich in Keepnews‘ leicht verdrehter Version, einen recht guten Überblick (ich habe nur die entsprechenden Sets von Debut und Contemporary):

    https://www.allmusic.com/album/the-riverside-records-story-mw0000030339
    https://www.discogs.com/Various-The-Riverside-Records-Story/release/10655313

    Und zum Schluss noch das erste Riverside-Album, das selbst produzierte Musik enthielt (Cover von Birkajazz, Link oben):

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    #10751657  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    In meiner Liste taucht „Riverside“ über 180 mal auf … das umfasst neben einzelnen Alben (die allermeisten als CD-Reissues aus der Fantasy-Zeit, als Concord den Fantasy-Katalog kaufte, brachte der Vertrieb in Europa, Universal, viele OJCCDs nochmal heraus, da griff ich ebenfalls nochmal zu, auch bei ein paar Riverside-Alben) auch einige Box-Sets und sonstige Ausgaben (ein paar Fresh Sound-CDs, die Keepnews-Reihe, die direkt unter Concord lief, die späteren Capitol-Reissues der oben erwähnten Alben, die Cannonball Adderley mitnahm, als Riverside hops ging …)

    In meiner längst einer Überarbeitung bedürftigen Liste tauchen folgende Riverside-Alben bzw. -Aufnahmen auf:

    Thelonious Monk – Brilliant Corners (Riverside 1956)
    Johnny Griffin – Way Out (Riverside 1957)
    Coleman Hawkins – The Hawk Flies High (Riverside 1957)
    Herbie Mann – Sultry Serenade (Riverside 1957)
    Thelonious Monk: 1957/58 Sessions w/Coltrane (Monk with Coltrane, Monk’s Music) (Riverside [inkl. Jazzland], Blue Note)
    Thelonious Monk – Misterioso & Thelonious in Action (Riverside 1958)
    Sonny Rollins – Freedom Suite (Riverside 1958)
    Cannonball Adderley Quintet In San Francisco (Riverside 1959)
    Bill Evans – Portrait in Jazz (Riverside 1959)
    The Thelonious Monk Orchestra at Town Hall (Riverside 1959)
    Thelonious Monk – Thelonious Alone in San Francisco (Riverside 1959)
    Nat Adderley – Work Song (Riverside 1960)
    The Incredible Jazz Guitar of Wes Montgomery (Riverside 1960)
    Barry Harris – Preminado (Riverside 1960/61)
    Bill Evans – The Complete Village Vanguard Recordings, 1961 (Riverside)
    George Russell – Ezz-thetics (Riverside 1961)

    Das kann man sicherlich noch stehen lassen, aber es gibt wohl Ergänzungen und eine ganze Menge von Alben, die (wie vielleicht auch das eine oder andere, das oben reingerutscht ist) eher in die zweite Garde gehören … die ist dann aber wirklich gross. So mag ich z.B. praktisch alle Alben, die Johnny Griffin für Riverside gemacht hat total gerne (mit und ohne Eddie „Lockjaw“ Davis, der Deine Kehle aufschlitzt und Dein Blut trinkt, bevor Du’s merkst!). Ebenso alles von George Russell (das gilt aber gleich für alle Label und alle Aufnahmen vom Debut auf RCA bis zu den MPS-Aufnahmen), bei Montgomery kann man so manches ergänzen, bei den Adderleys auch, dann sind da die Alben von Clifford Jordan, Benny Golson, Blue Mitchell, Jimmy Heath, Kenny Dorham, Don Friedman, Ernie Henry, Bobby Timmons, Chet Baker, Art Blakey, Sam Jones …

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    #10751809  | PERMALINK

    atom
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    Es gibt einige Riverside-Alben, die ich wirklich herausragend finde, dann weitere, die ich sehr gut finde. Der größte Teil der Riverside-Alben, die ich kenne ist auf sehr hohem Niveau, mir persönlich fehlt es aber manchmal an einzigartigen/herausragenden Momenten.

    Meine Favoriten wären folgende:

    * * * * *
    BILL EVANS TRIO – Explorations
    BILL EVANS TRIO – Waltz For Debby
    BILL EVANS TRIO – Sunday At The Village Vanguard
    BILL EVANS TRIO – Everybody Digs Bill Evans
    THELONIOUS MONK – Brilliant Corners

    * * * * 1/2
    CANNONBALL ADDERLEY – Know What I Mean?
    CANNONBALL ADDERLEY – Cannonball Adderley Quintet Plus
    CANNONBALL ADDERLEY – Them Dirty Blues
    BILL EVANS TRIO – Portrait In Jazz
    BILL EVANS TRIO – Moon Beams
    BILL EVANS – Interplay
    JOHNNY GRIFFIN – Way Out!
    THELONIOUS MONK – The Thelonious Monk Orchestra At Town Hall
    THELONIOUS MONK – Thelonious In Action
    THELONIOUS MONK – Monk’s Music

    --

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    #10751813  | PERMALINK

    thesidewinder

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    Die oberen 5 besitze ich alle, von den unteren auch 5 Stück, also habe ich da schon mal ganz gut gelegen.

    Danke!

    --

    #10751817  | PERMALINK

    atom
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    Wie gypsy bereits erwähnt hat, gibt es eine Menge toller Alben der zweiten Reihe. Insgesamt ist das Niveau sehr hoch, so habe ich beispielsweise noch kein schlechtes Riverside-Album gehört.

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    #10751831  | PERMALINK

    soulpope
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    Jede Riverside Bestenliste, in welcher Cannonball Adderley „Live In San Francisco“, Wilbur Ware „Chicago Sound“ und Thelonious Monk „Plays Dicke Ellington“ nicht vorkommen basiert auf einem ursprünglichen Irrtum 😎 …. Scherz beiseite, diese Scheiben sind „must haves“ ….

    --

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    #10751833  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Interessant finde ich Deine Adderley-Listungen @atom – meine wären da ganz anders, das Album mit Evans halte ich ja für hübsch aber etwas gar nett. Ich gebe ihm vier Sterne, wie wohl Grossteil der Alben von den Leuten, die ich oben im Fliesstext nannte, drüber höre ich weniges, ein typischer Fall ist Blue Mitchell, „Big 6“ das mit einer Band daherkommt (Johnny Griffin, Curtis Fuller, Johnny Griffin, Wynton Kelly, Johnny Griffin, Wynton Kelly, Wilbur Ware und Philly Jones, und erwähnte ich schon Johnny Griffin? ;-) ), die bei mir maximalpunkteverdächtig ist – aber es klappt dann halt einfach nicht ganz …

    Und @atom, wie hältst Du es mit Wes Montgomery? Er ist auch nicht mein liebster Gitarrist, aber ich würde neben „Incredible Jazz Guitar“ sicherlich noch „Full House!“ mit dem Wynton Kelly Trio und Johnny Griffin, auf den Vier-Sterne-Rängen dann fast all die Alben, die Montgomery für Riverside gemacht hat, sicher jenes mit Milt Jackson, „Movin‘ Along“ (mit James Clay), die Aufnahmen mit Mel Rhyne (die Keepnews skandalöserweise in die angeblich ja „complete“ Box nicht komplett mit aufnahm, ich habe die Box allerdings tatsächlich bis heute nicht bzw. nur eine Kopie von einem Freund, plus diverse einzelne CDs).

    Wenn ich mir aber nochmal die Alben von Cannonball Adderley aus jener Zeit vorknöpfe (inklusive die Riverside-Produktionen, die aber dann bei Capitol erschienen und spätere Fantasy-Releases aus derselben Zeit), sieht das wohl so aus:

    Portrait of Cannonball * * *1/2
    Takes Charge * * * *
    In San Francisco (live) * * * *1/2
    Them Dirty Blues * * * *
    Paris, 1960 (live) * * * *
    What Is This Thing Called Love (live) * * * *
    Quintet at the Lighthouse (live) * * * *1/2
    African Waltz * * *1/2
    Quintet Plus * * * *
    The Cannonball Adderley Sextet In New York (live) * * * *
    Jazzworkshop Revisited (live) * * * *
    Cannonball in Europe! (live) * * * *1/2
    Cannonball’s Bossa Nova – Cannonball Adderley and the Bossa Rio Sextet * * *1/2
    Dizzy’s Business (live) * * * *1/2
    Nippon Soul (live) * * * *1/2

    sowie:

    w/Bill Evans: Know What I Mean? * * * *
    w/Milt Jackson: Things Are Getting Better * * * *1/2
    Cannonball Adderley and the Poll-Winners: Ray Brown, Wes Montgomery * * * *

    hab jetzt nicht in den Adderley-Sterne-Thread geschaut, aber falls dort was steht, ist das auch schon einige Jahre alt … die Vorliebe für Live-Aufnahmen ist schon mal klar, die für die Band mit Lateef (nichts unter vier, drei mit einem halben extra, wobei „In Europe!“ bei Capitol rauskam und „Dizzy’s Business“ quasi das Ergänzungspaket zu „Nippon Soul“ ist … letzteres aber kenne ich (ebenso wie „In San Francisco“, „Takes Charge“, „In Europe“, „Jazzworkshop Revisited“, „Know What I Mean“, „Things Are Getting Better“, „Poll-Winners“, „Bossa Nova“, „African Waltz“ seit meiner Zeit im Gymnasium … Adderley tat es mir früh an und „In San Francisco“, „Nippon Soul“ und „In Europe“ sind wohl neben „Somethin‘ Else“ die Hauptschuldigen).

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    #10751835  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    soulpopeThelonious Monk „Plays Dicke Ellington“

    who dat?  :scratch:

    Im Ernst: bei mir ist das im Ranking der Monk’schen Riverside-Alben nach wie vor eher abgeschlagen. Dahinter kommen wohl nur noch „In Italy“, das Album mit Mulligan und „The Unique“, auf gleicher Höhe (das heisst übrigens immer noch vier Sterne, auch hier …) wohl ungefähr der Blackhawk-Mitschnitt und „Thelonious Himself“, alle anderen mag ich lieber.

    --

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    #10751839  | PERMALINK

    thesidewinder

    Registriert seit: 17.03.2019

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    Habe übrigens noch diese beiden Boxen mit Musik von Monk auf der Wunschliste:

    5 Original Albums (Riverside)

    Original Album Classics (Columbia)

    Wobei ich die beiden Alben „Plays Duke Ellington“ und „Brilliant Corners“ bereits besitze, aber nur digital.

    --

    #10751841  | PERMALINK

    soulpope
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    gypsy-tail-wind

    soulpopeThelonious Monk „Plays Dicke Ellington“

    who dat? Im Ernst: bei mir ist das im Ranking der Monk’schen Riverside-Alben nach wie vor eher abgeschlagen. Dahinter kommen wohl nur noch „In Italy“, das Album mit Mulligan und „The Unique“, auf gleicher Höhe (das heisst übrigens immer noch vier Sterne, auch hier …) wohl ungefähr der Blackhawk-Mitschnitt und „Thelonious Himself“, alle anderen mag ich lieber.

    Das ist die Sch … ss MobTel Autokorrektur …. aber die Monk Ellington Scheibe gehört (wieder)gehört 🤗 ….

    --

      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #10751869  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    thesidewinderHabe übrigens noch diese beiden Boxen mit Musik von Monk auf der Wunschliste:
    5 Original Albums (Riverside)
    Original Album Classics (Columbia)
    Wobei ich die beiden Alben „Plays Duke Ellington“ und „Brilliant Corners“ bereits besitze, aber nur digital.

    Das ist natürlich auch eine Kostenfrage, aber wenn Du CDs kaufen willst (statt zu streamen oder was weiss ich), die Riverside-Alben gab es in Italien komplett gebündelt (vermutlich enthält das Booklet nur die nötigen Infos – Daten, Line-Ups usw. – aber keine Texte), die einstige nach Sessions geordnete grosse Riverside-Box kam glaub ich auch nochmal heraus vor ein paar Jahren, scheint aber auch wieder weg zu sein:
    https://www.amazon.de/All-Monk-Riverside-Albums-Thelonious/dp/B003V1ARGC/

    In Sachen Columbia, wenn es sie (noch) gibt, sind diese Boxen auf jeden Fall zu bevorzugen – bei Monk kein Problem:
    https://www.amazon.de/Complete-Thelonious-Monk-Quartet-Columbia/dp/B007Y2W4BA/
    https://www.amazon.de/Complete-Columbia-Live-Albums-Collection/dp/B00YY03S10/
    Da kriegst Du die Originalhüllen in kleinen Reproduktionen, dazu ein Booklet mit allen Infos, einem kurzen Text und wohl auch ein paar Fotos … kostet natürlich mehr als die Fünfer-Sets, aber auch nicht die Welt!

    @soulpope Schon klar, hab selbst seit letzter Woche ein neues Gerät und eines der ersten Dinge war, herauszufinden, wo ich die automatische Wortersetzung ausschalten konnte … ich höre das Album (bzw. in meinem Fall die Session) sicher bald mal wieder an. Ist wohl ein Fall, wo ich gerne besser mögen würde.

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM - Corona-Extraprogramm im April und Mai: gypsy goes jazz, #99: The Real McCoy - McCoy Tyner (1938-2020), 14.4., 22:00; #100: Tenor Giants - Yusef Lateef (1920-2013), 12.5., 21:00 (2 Stunden!); #101: 9.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #5: The Pain and Joy of ZA Jazz, 23.4., 22:00 | No Problem Saloon, #14: Funky Longtracks, 11.4., 20:30; #15: 28.4., 21:00
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    soulpope
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    gypsy-tail-windIn meiner Liste taucht „Riverside“ über 180 mal auf … Johnny Griffin – Way Out (Riverside 1957) Sonny Rollins – Freedom Suite (Riverside 1958) George Russell – Ezz-thetics (Riverside 1961)

    Amen …. und George Russell’s „Stratusphunk“ und „The Outer View“ gleich dahinter ….

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