Die besten Prestige Alben

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  • #7310169  | PERMALINK

    katharsis

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    Das wäre auch mal ein lohnenswerter Thread – gut eingespielte Rhythmusgruppen / working-bands…
    Garland / Chambers / Heath
    Drew / Chambers / Jo Jones
    Tyner / Garrison / Jones
    …so die Richtung.

    --

    "There is a wealth of musical richness in the air if we will only pay attention." Grachan Moncur III
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    #7310171  | PERMALINK

    katharsis

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    Kann jemand ein paar Worte zur bei Prestige erschienen Gil Melle – Quadrama LP sagen?

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    "There is a wealth of musical richness in the air if we will only pay attention." Grachan Moncur III
    #7310173  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

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    Melle fehlt mir noch… wenn ich das richtig verstehe, dann ist Quadrama als Bonus auf der Cd Ausgabe von Primitive Modern – folglich sind hier Soundschnippsel (die zweite Hälfte); hier gibt es ein komplettes Stück von Primitive Modern (auch im Quartet mit Joe Cinderella an der Gitarre aber andere bass und drums…) genau mein Ding, was ich da höre, „Cool Jazz Avantgarde“, ist auch ein schönes Thema… aber Hard Bop ist es natürlich nicht… und hier kannst du das meiste von Melles drittem (?) Prestige Album hören, auch mit Cinderella aber zusätzlich mit illustren Gästen

    --

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    #7310175  | PERMALINK

    katharsis

    Registriert seit: 05.11.2005

    Beiträge: 1,737

    Melle hatte ich bislang auch nicht auf dem Schirm. Scheint aber gerade für Blue Note wichtig gewesen zu sein, nicht was die eine Scheibe betrifft, sondern die künstlerische Gestaltung der Cover und den hergestellten Kontakt zu van Gelder.
    An „Quadrama“ komme ich wohl billig auf Vinyl, werde ich wohl mal probieren. Wikipedia gibt ja einen Mix aus klassischer Avantgarde / modernem Jazz / Hard Bop an. Mal kucken…merci einstweilen.

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    #7310177  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    katharsisMelle hatte ich bislang auch nicht auf dem Schirm. Scheint aber gerade für Blue Note wichtig gewesen zu sein, nicht was die eine Scheibe betrifft, sondern die künstlerische Gestaltung der Cover und den hergestellten Kontakt zu van Gelder.
    An „Quadrama“ komme ich wohl billig auf Vinyl, werde ich wohl mal probieren. Wikipedia gibt ja einen Mix aus klassischer Avantgarde / modernem Jazz / Hard Bop an. Mal kucken…merci einstweilen.

    also Hard Bop würd ich abstreiten wollen… klassische Avantgarde hör ich auf Melles späteren Sachen (die ich nur sehr oberflächlich kenne) deutlicher (hier etwa), hier find ich ist es vom ersten Eindruck nicht mehr als anderswo in dem Genre – vom ersten Eindruck her scheint sich das relativ nahtlos in diese Gitarrenband Alben einzureihen, die es im avantgardistischeren Cool Jazz (und auch sonst im cool jazz) recht viel gab, etwa bei Hal McKusick, John Benson Brooks, das Dick Katz Album aus dem Hand Picked thread, Johnny Smith Moonlight in Vermont mit Stan Getz, Jimmy Giuffre mit Jim Hall, Two Jims and a Zoot (tolles Album, allerdings von 1965, insofern quasi „retro“)…

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    #7310179  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Ja, McKusick, Jimmy Giuffre und Dick Katz sind kein schlechter Vergleich, aber irgendwie steht Melle für mich doch ziemlich alleine da… kenne nichts, was sich *wirklich* mit seinen Blue Note und Prestige Alben vergleichen liesse… vielleicht müsste man da auch noch in Richtung Teddy Charles, John La Porta, Teo Macero schauen…
    Avantgardistisch sind vielleicht ein paar der Stücke auf dem tollen Blue Note 2CD set (es enthält drei oder vier 10″ Alben und ein 12″ Album).
    Cinderella ist gut, der taucht immer wieder bei Melle auf, aber auch Urbie Green und Eddie Bert machen einen guten Eindruck.
    Es gibt auch Momente, die klingen so nach 50er Jahre „space age“ Musik, das ist auch ganz hübsch… da wär dann allenfalls Raymond Scott eine Referenz.

    --

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    #7310181  | PERMALINK

    katharsis

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    Im ersten Durchlauf eine schöne Platte, manchmal ein wenig zerfasert, manchmal überraschende Wendungen. Das Quartett spielt jedenfalls sehr flüssig und spannend und macht Klavierbegleitung dank Cinderellas Support unnötig respektive vermisst man sie nicht. Dennoch scheint mir „Patterns in Jazz“ (dürfte auf der genannten 2CD enthalten sein) dem ersten Eindruck nach etwas konsequenter und konsistenter zu sein.
    Das Reid Miles-Cover erinnert übrigens stark an „Right now“ von Jackie McLean.

    --

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    #7310183  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    jetzt hab ichs auch gefunden, stimmt, das ist ein frühes (?) das wirklich nach Reid Miles aussieht…

    --

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    #7310185  | PERMALINK

    katharsis

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    Für seinen Freund Gil Melle musste sich Miles wohl ein wenig ins Zeug legen.
    Gestern war ich ein bißchen shoppen und habe von Lateef die „Eastern sounds“ und „The sounds of Yusef Lateef“ gefunden, hat mich sehr gefreut. Außerdem eine Originalpressung von „Into something“; war mir aber momentan zu teuer…wirklich zwei schöne Aufnahmen.

    --

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    #7310187  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    :-) ach das hatte ich gar nicht auf dem Schirm – Melle hat BN sowohl Rudy van Gelder als auch Reid Miles vermittelt? das wär ja dann schon schwer verdienstvoll für das Label…

    mal gespannt was du zu Sounds of Yusef Lateef sagst, hab bisher gemischtes gelesen, find das „Schwesteralbum“ Other Sounds aber wirklich schön (und ganz schön progressiv für die Zeit…)

    --

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    #7310189  | PERMALINK

    katharsis

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    Ob er Reid Miles auch direkt vermittelt hat weiß ich nicht genau, aber da er selbst ja auch Künstler war, wäre das durchaus denkbar…

    Bzgl. „Sounds of…“ werde ich berichten!
    Edit: Das Album erscheint mir auch sehr progressiv; wenn man bedenkt, was seinerzeit von Coltrane oder Miles Davis veröffentlicht wurde. Die Tracks sind sehr Rhythmus-lastig und die Band bedient sich eines großen percussionistischen und musikalischen Arsenals, inkl. 7up-Flasche. Die Titelauswahl mutet vielleicht nicht so konsistent an, wie bei anderen Lps. Einerseits eine bluesige Nummer wie „Take the A train“, dann ein sehr ruhiger Titel wie „Meditation“, daneben sehr experimentelle Nummer. Vielleicht ist das Konzept – wenn eines vorhanden ist, bspw. bei „Eastern Sounds“ zwingender. Die Band spielt jedenfalls gut zusammen und zeigt sich experimentierfreudig, so dass die LP schon ziemlich weit draußen ist…

    --

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    #7310191  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    katharsisOb er Reid Miles auch direkt vermittelt hat weiß ich nicht genau, aber da er selbst ja auch Künstler war, wäre das durchaus denkbar…

    Bzgl. „Sounds of…“ werde ich berichten!
    Edit: Das Album erscheint mir auch sehr progressiv; wenn man bedenkt, was seinerzeit von Coltrane oder Miles Davis veröffentlicht wurde. Die Tracks sind sehr Rhythmus-lastig und die Band bedient sich eines großen percussionistischen und musikalischen Arsenals, inkl. 7up-Flasche. Die Titelauswahl mutet vielleicht nicht so konsistent an, wie bei anderen Lps. Einerseits eine bluesige Nummer wie „Take the A train“, dann ein sehr ruhiger Titel wie „Meditation“, daneben sehr experimentelle Nummer. Vielleicht ist das Konzept – wenn eines vorhanden ist, bspw. bei „Eastern Sounds“ zwingender. Die Band spielt jedenfalls gut zusammen und zeigt sich experimentierfreudig, so dass die LP schon ziemlich weit draußen ist…

    grad nochmal ein bißchen Lateefs Autobiografie gelesen (hier), leider nicht sooo spannend wie vielleicht erhofft, aber natürlich trotzdem interessant (etwa p. 54 über Coltrane)… was ich ja ziemlich bemerkenswert finde, ist, wie konsequent Lateef in der zweiten Hälfte der fünfziger von Prestige, Savoy… mit seiner working band aufgenommen wurde (obwohl die ja aus Detroit kam…)

    --

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    #7310193  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Irgendwo (wohl in Liner Notes) steht, dass Lateef jeweils die Band ins Auto packte und nach New York fuhr, schnell was aufnahm und dann wieder zurück nach Detroit… das wäre wohl schwieriger gewesen mit zusammengewürfelten Bands – oder es hätte zu weniger befriedigenden Resultaten geführt. Seine Aufnahmen von 1956-1960 oder so sind ja schon enorm konsistent, da gibt’s meins Wissen wirklich keinen Ausrutscher oder so (allerdings kenn ich wie gesagt das Argo-Album von 1958 noch nicht).

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    #7310195  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    gypsy tail windIrgendwo (wohl in Liner Notes) steht, dass Lateef jeweils die Band ins Auto packte und nach New York fuhr, schnell was aufnahm und dann wieder zurück nach Detroit… das wäre wohl schwieriger gewesen mit zusammengewürfelten Bands – oder es hätte zu weniger befriedigenden Resultaten geführt. Seine Aufnahmen von 1956-1960 oder so sind ja schon enorm konsistent, da gibt’s meins Wissen wirklich keinen Ausrutscher oder so (allerdings kenn ich wie gesagt das Argo-Album von 1958 noch nicht).

    hast aber gesehen, dass es das jetzt auf cd gibt (link), das ist es doch, oder? ja – das war goldrichtig in dem Fall die working band aufzunehmen, wollt nur nochmal drauf hinweisen, dass Prestige, Savoy… das dann auch wirklich gemacht haben… ;-)

    --

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    #7310197  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    redbeansandricehast aber gesehen, dass es das jetzt auf cd gibt (link), das ist es doch, oder? ja – das war goldrichtig in dem Fall die working band aufzunehmen, wollt nur nochmal drauf hinweisen, dass Prestige, Savoy… das dann auch wirklich gemacht haben… ;-)

    Ja, aber das ist eins dieser Spanischen Labels und da brauch ich immer ein wenig länger um mich zum Kauf zu entschliessen :-)

    --

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