Die besten Krautrock-Alben

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  • #7845153  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 41,664

    otisDa muss man schon genauer werden. Die Birth Controls, Janes und anderen waren billigste Abklatsche angelsächsischer Bands. Einzig Can, Kraftwerk, Faust und wer noch? hatten da Eigenes zu bieten.

    Neu! Amon Düül II. Ich muss zugeben, ich habe mich nie mit Popol Vuh beschäftigt, die haben auch ernstzunehmende Anhänger. Das reicht doch.

    Und da liegt es in der Naur der Sache, dass sie relativ vorbildlos waren.

    Wieso?

    Das hat mit Blues nichts zu tun.

    Aber vielleicht mit der Abwesenheit von Blues.

    --

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    #7845155  | PERMALINK

    voyager

    Registriert seit: 11.06.2006

    Beiträge: 7,015

    otisDa muss man schon genauer werden. Die Birth Controls, Janes und andere waren billigste Abklatsche angelsächsischer Bands. Einzig Can, Kraftwerk, Faust und wer noch? hatten da Eigenes zu bieten. …

    Birth Control waren keinesfalls billigster Abklatsch. Da übertreibst Du, OPERATION und HOODOO MAN sind bemerkenswerte Alben.

    --

    #7845157  | PERMALINK

    kanaan

    Registriert seit: 28.06.2008

    Beiträge: 603

    otisWer konkret beruft sich drauf?

    ich zitiere lieber Irmin Schmidt:

    Das mit der Elektronik ergab sich ganz einfach aus der Tatsache, dass Holger Czukay und ich damals bei Karlheinz Stockhausen an der Hochschule für Musik in Köln Kurse für Neue Musik belegt hatten, und Stockhausen nun mal der große Pionier der elektronischen Musik ist. Da haben wir diese Möglichkeiten kennengelernt und das war sehr faszinierend, denn Stockhausen war für mich lange Zeit der einzige, der mit diesem neuen Ausdrucksformen tatsächlich eine neue Musik schuf, nicht nur interessante Klänge, also wirklich elektronische Musik und zwar ganz großartige Musik. Da lag es nahe, dass wir auf diesem Gebiet weiter spielten und forschten und experimentierten. Das war ja auch etwas, das uns vereinte, dass wir bereit waren, das alles zusammenzuwerfen und damit neu anzufangen.

    seit die Beatles den Namen „Karlheinz Stockhausen“ ins Spiel brachten, war er eine Ikone bei jungen experimentierfreudigen Musikern, es gibt wohl nur wenige Klangbastler, die nicht durch ihn, irgendwie, inspiriert wurden.

    otis
    Nein, ich scheue mich, den Kraut aufwerten zu wollen durch Bezug auf Stockhausen. Ob es eine solche überhaupt sein könnte, sei ohnehin dahingestellt.

    Mir geht es dabei überhaupt nicht um Wertungskriterien.
    Stockhausen wird dennoch sicher nicht mehr aus der einschlägigen Literatur zum Thema „Krautrock“ herausgeschrieben.

    #7845159  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,426

    VoyagerBirth Control waren keinesfalls billigster Abklatsch. Da übertreibst Du, OPERATION und HOODOO MAN sind bemerkenswerte Alben.

    Beide Alben sind zwar durchaus ok, wenn man den zeitgenössischen Hard Rock der frühen 70er mag, aber von angloamerikanischen Vorbildern unterscheiden sie sich nicht grundsätzlich. Allerdings haben Birth Control im Gegensatz zu anderen deutschen Bands damals durchaus einen gewissen Wiedererkennungswert erlangt.

    --

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    #7845161  | PERMALINK

    otis
    Moderator

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 22,558

    KANAAN
    seit die Beatles den Namen „Karlheinz Stockhausen“ ins Spiel brachten, war er eine Ikone bei jungen experimentierfreudigen Musikern, es gibt wohl nur wenige Klangbastler, die nicht durch ihn, irgendwie, inspiriert wurden.

    Du meinst auf Sgt. Pepper?
    Stockhausen stand in den 50s und 60s für die Aufsprengung klassischer musikalischer Grenzen. Damit stand er aber in einer Reihe, und keineswegs vornan, mit Cage, Boulez, Kagel, Xenakis, Ligeti etc. pp, die wir alle irgendwo spannend fanden. Da er jedoch im elektronischen Bereich Basisarbeit geleistet hatte, mag er für die Pop-Welt interessanter gewesen sein als andere. Außer Czukay und Schmidt sind mir keine dt. Krautrocker bekannt, die eine nähere Beziehung zu seiner Musik hatten, obwohl diese auch bei Can m.E. nirgendwo herauszuhören ist.
    Dass überhaupt Bezug genommen wurde auf E-Musik-Vertreter, entsprach doch eher dem Wunsch des U-Musikers, ernster genommen zu werden, als es bis dahin der Fall war. Hatten sich zuvor reichlich blutige Amateure im Beatbereich getummelt, gesellten sich nun mehr und mehr studierte Musiker zu der Szene. Nicht umsonst gab es da plötzlich Bands wie Ekseption, die Klassik verballhornten (oder so etwas wie Play Bach, Jazz Goes Baroque m Jazzbereich) oder die Soundspielereien der Beatles etc. Man fühlte sich von nun an als „Künstler“.
    Dabei taugte Stockhausens Musik im Grunde wenig als Bezugsrahmen, war sie doch ausgesprochen ernsthaft und häufig genug durchkomponiert, was einem Krautrocker nun gar nicht gelegen sein konnte. Seine Konzerte (zumindest Anfang der 70s, als ich in Köln studierte und zwei davon mitbekam) waren eine ausgesprochen dröge und emotionslose Veranstaltung, eher von einem klassischen Publikum besucht als von jungen Leuten, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht.

    Natürlich schreibt sich die Krautrock-Geschichte nicht um, genauso wenig wie die Dämlichkeit mit den drei Akkorden aus der Punk-Historie wegzubekommen ist.

    --

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    #7845163  | PERMALINK

    daniel_belsazar

    Registriert seit: 19.04.2006

    Beiträge: 1,239

    MikkoBeide Alben sind zwar durchaus ok, wenn man den zeitgenössischen Hard Rock der frühen 70er mag, aber von angloamerikanischen Vorbildern unterscheiden sie sich nicht grundsätzlich. Allerdings haben Birth Control im Gegensatz zu anderen deutschen Bands damals durchaus einen gewissen Wiedererkennungswert erlangt.

    Hauptsächlich wohl wegen des besonderen Einsatzes der Hammond-Orgel, würde ich denken.

    --

    The only truth is music.
    #7845165  | PERMALINK

    kanaan

    Registriert seit: 28.06.2008

    Beiträge: 603

    otisDu meinst auf Sgt. Pepper?

    YES!

    otis

    Stockhausen stand in den 50s und 60s für die Aufsprengung klassischer musikalischer Grenzen. Damit stand er aber in einer Reihe, und keineswegs vornan, mit Cage, Boulez, Kagel, Xenakis, Ligeti etc. pp, die wir alle irgendwo spannend fanden. Da er jedoch im elektronischen Bereich Basisarbeit geleistet hatte, mag er für die Pop-Welt interessanter gewesen sein als andere. Außer Czukay und Schmidt sind mir keine dt. Krautrocker bekannt, die eine nähere Beziehung zu seiner Musik hatten, obwohl diese auch bei Can m.E. nirgendwo herauszuhören ist.
    Dass überhaupt Bezug genommen wurde auf E-Musik-Vertreter, entsprach doch eher dem Wunsch des U-Musikers, ernster genommen zu werden, als es bis dahin der Fall war. Hatten sich zuvor reichlich blutige Amateure im Beatbereich getummelt, gesellten sich nun mehr und mehr studierte Musiker zu der Szene. Nicht umsonst gab es da plötzlich Bands wie Ekseption, die Klassik verballhornten (oder so etwas wie Play Bach, Jazz Goes Baroque m Jazzbereich) oder die Soundspielereien der Beatles etc. Man fühlte sich von nun an als „Künstler“.
    Dabei taugte Stockhausens Musik im Grunde wenig als Bezugsrahmen, war sie doch ausgesprochen ernsthaft und häufig genug durchkomponiert, was einem Krautrocker nun gar nicht gelegen sein konnte. Seine Konzerte (zumindest Anfang der 70s, als ich in Köln studierte und zwei davon mitbekam) waren eine ausgesprochen dröge und emotionslose Veranstaltung, eher von einem klassischen Publikum besucht als von jungen Leuten, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht.

    Ich kann Deine Einwände verstehen, würde den Einfluss, der E-Musik-Vertreter, aber nicht in Paraphrasen suchen.
    Man schaute sich eher Technik, Methoden und Anschauungen ab, die man dann, im Rahmen der Möglichkeiten, umsetzte.
    Stockhausen war da wohl, stellvertretend, das Ventil, dass Perspektiven zur E-Musik öffnete.
    Das ist natürlich nur meine persönliche Theorie!

    #7845167  | PERMALINK

    pavlov-und-sein-hund

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 9,330

    letzte Woche kam der Film DEEP END von 1971 mit Musik von CAN – Mother Sky – Film war Zeitgeist … die Musik dazu natürlich toll

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    "...and if I show you my weak side ... will you sell the story to the ROLLING STONE ? ... Roger Waters - The Final Cut "1983"
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