Die besten Impulse! Alben

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  • #5708219  | PERMALINK

    vega4

    Registriert seit: 29.01.2003

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    @katharsis: Gerade wegen „Summertime“ ist „Heavy sounds“ in meiner Liste vertreten. „Elvin Jones & Jimmy Garrison – Illumination“ und „McCoy Tyner – Nights of ballads and blues“ kenne ich noch nicht. Deine Beschreibung zu „Illumination“ klingt auf jeden Fall mal sehr interessant…

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    Der Teufel ist ein Optimist, wenn er glaubt, dass er die Menschen schlechter machen kann. "Fackel" - Karl Kraus
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    #5708221  | PERMALINK

    vega4

    Registriert seit: 29.01.2003

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    dougsahmMal eine Frage, Vega, atom und andere:

    Natürlich habe und schätze ich auch Impulse-Alben. Bin aber nicht fähig aus der Erinnerung zu sagen, welche meiner Jazz-Alben nun genau auf Impulse, Blue Note, Verve etc erschienen sind. In vielen Fällen ja, aber den Komplettüberblick habe ich nicht. Führt ihr eine persönliche Datenbank, in der ihr das Label mitabspeichert oder wie macht ihr das ?

    Ich selber habe schon eine Datenbank in der auch die Labels eingetragen sind. Aber indem, wie ich schon erwähnte, nur über ca. 40 Platten von „Impulse“ verfüge ,ist der Überblick noch relativ leicht zu behalten. Bei „Blue note“ wird es schon schwieriger….

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    Der Teufel ist ein Optimist, wenn er glaubt, dass er die Menschen schlechter machen kann. "Fackel" - Karl Kraus
    #5708223  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 42,296

    Vega4@nail75: Von deinen genannten Platten kenne ich „Roy Haynes – Out on the afternoon“, „Devey Redman – The ear of the behearer“ und „Sam Rivers – Trio Live“ nicht. Kannst du sie vielleicht mit ein paar Woten vorstellen?

    Gerne!

    Roy Haynes spielt auf seinem einzigen Album für Impulse! mit Roland Kirk, Henry Grimes und Tommy Flanagan. Es heißt übrigens „Out OF the Afternoon“ Alle Beteiligten erhalten Gelegenheit, sich auszuzeichnen, der Klang und die Arrangements sind geschmackvoll demokratisch, alle Musiker tragen etwas zu einem wirklich gelungenen Ensemblespiel bei.

    Dewey Redman hat immerhin zwei Alben für Impulse! aufgenommen, wobei diese Ausgabe von „Ear“ noch die Hälfte des anderen Albums enthält. Wer Redman aus den Impulse-Zeiten mit Keith Jarrett kennt (den übrigens noch niemand erwähnt hat, ich nicht, weil ich die Boxen besitze und immer vergesse, dass das ja auch Impulse ist (gell, Doug, so gehts)), muss sich hier auf einen weniger melodischen Klang von Redman anfreunden. Das Album ist eine schöne Mischung aus avantgardistischen und gesetzteren Stücken, die alle von Redman stammen.

    Sam Rivers hat eine ganze Reihe von Alben für Impulse aufgenommen, von denen ich sonst nur das so-so Big Band-Album Crystals kenne. Der Rest ist nicht erhältlich. Auf „Live“ kann man jedenfalls Rivers Fähigkeiten an den zahlreichen Instrumenten bewundern, die er spielt. Ein Stück ist beispielsweise über 40 Minuten lang und Rivers nutzt sie, um Alt, Tenorsax und Flöte zu spielen. Es ist die freieste Musik der von mir genannten Alben, was nicht verwundert, wenn man Rivers kennt. Dennoch driftet sie nicht willkürlich in alle möglichen Richtungen davon, sondern bleibt trotz der freien Improvisation des Trios fokussiert.

    Übrigens die McCoy Tyner Platten gefallen mir gut, das ist eben feiner Pianojazz mit vielen Standards, viel weniger experimentell als viele sonstige Impulse-Veröffentlichungen. Plays Ellington kenne ich aber nicht.

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    Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.
    #5708225  | PERMALINK

    vega4

    Registriert seit: 29.01.2003

    Beiträge: 8,667

    @nail75:Danke für die Infos! „Out of the afternoon“ und „Trio Live“ habe ich mir mal notiert. Keith Jarrett habe ich deswegen nicht erwähnt, weil er bei mir nicht ganz so hoch im Kurs steht.

    P.s.: Wenn dir die anderen Platten gefallen, wird dich „Play Ellington“ sicher nicht enttäuschen. Wie schon damals Thelonious Monk gibt er die Ellington Stücke eine eigene Note.

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    Der Teufel ist ein Optimist, wenn er glaubt, dass er die Menschen schlechter machen kann. "Fackel" - Karl Kraus
    #5708227  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 42,296

    Ergänzung zu Sam Rivers. Die Musik stammt wohl ursprünglich von einer Doppel-LP, die einen ähnlichen Titel trug wie „Trio Live“, das erste Stück war aber 48 Minuten lang (anstatt 40 wie auf der CD). Das zweite Stück ist komplett. Für die CD-Ausgabe hat man wohl auf die 8 Minuten verzichtet, weil dafür kein Platz mehr war ;-(

    --

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    #5708229  | PERMALINK

    vega4

    Registriert seit: 29.01.2003

    Beiträge: 8,667

    nail75Ergänzung zu Sam Rivers. Die Musik stammt wohl ursprünglich von einer Doppel-LP, die einen ähnlichen Titel trug wie „Trio Live“, das erste Stück war aber 48 Minuten lang (anstatt 40 wie auf der CD). Das zweite Stück ist komplett. Für die CD-Ausgabe hat man wohl auf die 8 Minuten verzichtet, weil dafür kein Platz mehr war ;-(

    Macht in meinen Fall weniger aus, weil ich sowieso Vinyl bevorzuge… :-)

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    Der Teufel ist ein Optimist, wenn er glaubt, dass er die Menschen schlechter machen kann. "Fackel" - Karl Kraus
    #5708231  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 42,296

    Vega4Macht in meinen Fall weniger aus, weil ich sowieso Vinyl bevorzuge… :-)

    Was glaubst Du, warum ich das in den Thread reinschreibe! :-)

    --

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    #5708233  | PERMALINK

    vega4

    Registriert seit: 29.01.2003

    Beiträge: 8,667

    nail75Was glaubst Du, warum ich das in den Thread reinschreibe! :-)

    Verstehe! Leider bekommt man halt nicht alles auf Vinyl. Besonders wenn es um Neuerscheinungen im Jazzbereich geht…. :-)

    --

    Der Teufel ist ein Optimist, wenn er glaubt, dass er die Menschen schlechter machen kann. "Fackel" - Karl Kraus
    #5708235  | PERMALINK

    nail75

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    Beiträge: 42,296

    Vega4Verstehe! Leider bekommt man halt nicht alles auf Vinyl. Besonders wenn es um Neuerscheinungen im Jazzbereich geht…. :-)

    Da kenne ich mich eben nicht aus.
    Schau mal:
    http://cgi.ebay.com/SAM-RIVERS-2LPs-Live-Trio-Sessions_W0QQitemZ280112835474QQihZ018QQcategoryZ306QQrdZ1QQssPageNameZWD1VQQcmdZViewItem

    --

    Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.
    #5708237  | PERMALINK

    vega4

    Registriert seit: 29.01.2003

    Beiträge: 8,667

    nail75Da kenne ich mich eben nicht aus.
    Schau mal:
    http://cgi.ebay.com/SAM-RIVERS-2LPs-Live-Trio-Sessions_W0QQitemZ280112835474QQihZ018QQcategoryZ306QQrdZ1QQssPageNameZWD1VQQcmdZViewItem

    Ohh, interessant! Danke für den Tipp!

    --

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    #5708239  | PERMALINK

    katharsis

    Registriert seit: 05.11.2005

    Beiträge: 1,737

    Oh, das muss ich dann überlesen haben, Vega4!

    Zu McCoy Tyner lässt sich noch sagen, dass er auf diesen Alben weit weniger experimentell zu Gange ist, als auf seinen späteren Aufnahmen, dennoch zeichnet gerade sein stets passender, melodischer Stil die früheren Aufnahmen aus – und das durch die Bank, was nicht selbstverständlich in meinen Augen ist!

    --

    "There is a wealth of musical richness in the air if we will only pay attention." Grachan Moncur III
    #5708241  | PERMALINK

    stefane
    A Dangerous Man

    Registriert seit: 24.07.2006

    Beiträge: 3,455

    Na, dann will ich mal ein paar meiner Impulse!-Geheimtips preisgeben. Auf die „üblichen Verdächtigen“ bei Impulse! wie John Coltrane, McCoy Tyner, Charles Mingus, Sonny Rollins und Archie Shepp habe ich bewußt verzichtet. Andererseits sind die von mir angeführten Alben auch wiederum nicht so speziell, daß nur Spezialisten was damit anfangen können. Ein paar Tipps sind hier im Thread ja schon gefallen.

    Oliver Nelson – The Blues and the Abstract Truth, 1961

    Schon alleine das Lineup:
    Oliver Nelson – tenor sax, alto sax
    Eric Dolphy – alto sax, flute
    Freddie Hubbard – trumpet
    George Barrow – baritone sax
    Bill Evans – piano
    Paul Chambers – bass
    Roy Haynes – drums

    Tolle Originals komponiert von Oliver Nelson, teilweise harmonisch sehr fortgeschritten, aber noch nicht völlig frei im Sinne des Free Jazz.
    Eric Dolphy steckt sie alle in die Tasche. Interessant der Kontrast zwischen einem „Freidenker“ wie ihm und z.B. Freddie Hubbard, der eher mit viel Soul klassische Hardbop-Linien bläst.
    Dazu eine Rhythm Section mit dem großartigen Bill Evans, einer meiner Lieblinge Paul Chambers am Bass, und der (für die Zeit) sehr avantgardistische Roy Haynes an den Drums.
    Die Free-Eruptionen ein paar Jahre später sind auf dieser Platte schon zu erahnen.
    Gehört zu meinen Impulse! Top Ten.

    Roy Haynes Quartet – Out of the Afternoon, 1962

    Lineup:
    Rahsaan Roland Kirk – tenor sax, alto sax, manzello, stritch, flute
    Tommy Flanagan – piano
    Henry Grimes – bass
    Roy Haynes – drums

    Hier gilt ähnliches wie für die o.g. Oliver Nelson-Session: erste Vorboten des Free Jazz sind schon zu hören.

    Roy Haynes mit seiner tänzerischen Leichtigkeit an den Drums, begleitet von einem „Sensibelchen“ wie Tommy Flanagan an den Keyboards.
    Hier kann man hören wie die Drums nicht nur als Begleitinstrument, sondern als Melodieinstrument verstanden werden können.
    Und dazu der großartige Rahsaan Roland Kirk an den Reeds, der sich sowieso jeder Kategorisierung entzieht und einfach sein eigenes Ding durchzieht.

    Johnny Hartman – I Just Dropped By to Say Hello, 1963

    Großartiger Sänger, der auch auf dem John Coltrane-Klassiker „John Coltrane & Johnny Hartman“ (ebenfalls Impulse! 1963) zu hören ist.

    Lineup natürlich vom Feinsten:
    Illinois Jacquet – tenor sax
    Kenny Burrell – guitar
    Jim Hall – guitar
    Hank Jones – piano
    Milt Hinton – bass
    Elvin Jones – drums

    Da kann nichts schiefgehen bei so sensiblen Begleitern wie Kenny Burrell, Jim Hall oder Hank Jones. Und Elvin Jones beweist, daß er auch bei langsameren Tempi und zurückgenommener Intensität ein toller, einfallsreicher Drummer bleibt.

    Marion Brown – Three for Shepp, 1966

    Mitstreiter von Archie Shepp.
    Originals auf Seite 1, Archie Shepp-Tunes auf Seite 2.

    Das Lineup besteht aus einigen der besten Free-Propheten der damaligen Zeit:
    Marion Brown – alto sax
    Grachan Moncur III – trombone
    Dave Burrell – piano
    Stanley Cowell – piano
    Norris Sirone Jones – bass
    Bobby Capp – drums
    Beaver Harris – drums

    Man sollte allerdings mit Post Bop schon was anfangen können, um das Album genießen zu können. Nicht einfach zu konsumieren! Sicherlich nicht unbedingt zu empfehlen, wenn man mit dem Jazzhören erst anfängt.

    Gabor Szabo – The Sorcerer, 1967

    Gebürtiger Ungar und einer der ersten Vorboten des Crossover Jazz.
    Liveaufnahme aus dem Boston Jazz Workshop.
    Manchmal etwas gewöhnungsbedürftig, z.B. im Cover von Pop Tunes wie „The Beat Goes On“ (Sonny & Cher).
    Hat aber irgendwie etwas und ist noch nicht so platt wie vieles, was unter dem Crossover-Banner in den 70ern daher kam.

    --

    "Bird is not dead; he's hiding out somewhere, and will be back with some new shit that'll scare everybody to death." (Charles Mingus)
    #5708243  | PERMALINK

    atom
    Moderator

    Registriert seit: 10.09.2003

    Beiträge: 17,759

    dougsahmMal eine Frage, Vega, atom und andere:

    Natürlich habe und schätze ich auch Impulse-Alben. Bin aber nicht fähig aus der Erinnerung zu sagen, welche meiner Jazz-Alben nun genau auf Impulse, Blue Note, Verve etc erschienen sind. In vielen Fällen ja, aber den Komplettüberblick habe ich nicht. Führt ihr eine persönliche Datenbank, in der ihr das Label mitabspeichert oder wie macht ihr das ?

    Bei den meisten Jazz Alben habe ich das Label im Kopf, was besonders auf Prestige, Blue Note und Impulse Veröffentlichungen zutrifft.

    Vega4Von deiner Liste kenne ich „John Coltrane – Concert in Japan“, „John Coltrane – Live in Seattle“ und „Marion Brown – Three for Shepp“ nicht. Würdest auch du ein paar Wörter darüber verlieren?

    Die Japan Konzerte sind nur zwei Monate nach dem „Vanguard Again“ Auftritt mit dem späten Quintett entstanden. Der Seattle Mitschnitt ist noch mit dem rudimentären Sextett der zweiten Jahreshälfte 1965 entstanden und bietet einen sehr interessanten Einblick in den Wandel des Ensembles.

    nail75@atom: Was ist denn Nr. 39 – Cosmic Music? Habe ich noch nie gehört.

    „Cosmic Music“ ist eine Platte, die Alice Coltrane 1968 auf ihrem eigenen Label herausgebracht hat. Sie enthält zwei Titel mit dem 1966er Quintett und zwei Aufnahmen, die sie zusammen mit dem Sanders Quartett eingespielt hat. Impulse! hat kurze Zeit nach Coltranes Tod die Rechte aller Aufnahmen, die Alice Coltrane besessen hat erworben und das Album kurze Zeit darauf als Impulse! Album veröffentlicht.

    nail75Ich wusste nicht, dass JLH ein Album für Impulse! aufgenommen hat. Magst Du kurz die Hintergünde erläutern, sofern sie Dir bekannt sind?

    Aufgrund des anhaltenden Blues Revivals Mitte der 60er Jahr kam Thiele auf die Idee ein Album mit Hooker und einigen Studiomusikern auf die Beine zu stellen. Heraus kam ein umwerfendes und sehr elektrifizierendes Hooker Album, das ich zu seinen besten fünf Alben zählen würde.

    --

    Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...
    #5708245  | PERMALINK

    nail75

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    Beiträge: 42,296

    @atom: Danke! Ist Cosmic Music jetzt eine Alice oder eine John Coltrane Veröffentlichung? Gibt es das Album auf CD?

    --

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    #5708247  | PERMALINK

    atom
    Moderator

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    Beiträge: 17,759

    nail75@Atom: Danke! Ist Cosmic Music jetzt eine Alice oder eine John Coltrane Veröffentlichung? Gibt es das Album auf CD?

    Das Album wurde unter John And Alice Coltrane veröffentlicht. Es gab Mitte der 90er Jahre mal eine Veröffentlichung auf CD.

    --

    Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...
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