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Auch gestern ging’s nach der Arbeit erstmal ins Kino: Shall We Dance? (Shall we dansu?) (JP 1996), ein wunderbarer Film von Masayuki Suô, in dem ein Salaryman, der auf dem Heimweg aus dem Zug immer wieder eine schöne Frau am Fester eines Tanzstudios stehen sieht, heimlich Tanzunterricht nimmt, um eines Tages mit der rätselhaften Schönen zu tanzen. Sehr charmant.
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Geheimnisse einer Seele (Georg Wilhelm Pabst, 1926)
Schon vor ein paar Tagen gesehen: Geheimnisse .. ist eine Mischung aus Spielfilm und Lehrfilm, der sich mit der damals noch relativ neuen Psychoanalyse und der Traumdeutung befasst. Ein Stummfilm, mit den typischen überzeichneten visuellen Mitteln. Aus heutiger Sicht etwas altertümlich aber gerade dadurch außergewöhnlich und faszinierend. Ein Chemiker entwickelt eine für ihn unerklärliche Phobie vor Messern, die ihn daran hindert auch nur ein Essbesteck anzufassen. Durch eine zufällige Begegnung mit einem Psychiater, der ihm mit Hilfe einer Traumanalyse die „Geheimnisse seiner Seele“ erklärt, wird er geheilt. Tolle surreale Traumsequenz, bei der ich mich fragte, wie überwältigend und irritierend das wohl 1926 auf das Publikum gewirkt hat. Der Film ist heute nicht nur ein Fenster in eine andere Welt, sondern auch in eine andere Zeit.
(hier mit anderer Filmmusik als bei der aktuellen Aufführung)Aufführung des restaurierten Films im Auditorium der Berliner Kongresshalle. Etwa 1000 Sitzplätze. Einführung von Berlinale-Leiterin Tricia Tuttle und der Sektionsleitern der Reihe Classics persönlich. Letztere erzählte von den Schwierigkeiten, diese alten Filme zu restaurieren. Sehr aufwändig, sehr teuer, aber wenn das nicht geschieht, verrotten diese Filmschätze langsam aber unwiederbringlich. Neue Filmmusik, live mit Orchester, etwas schräg, teils durch Hirnströme einer Musikerin gesteuert. Es ging ja um das Unterbewusstsein!
Ganz großer Auftritt! Und das war auch gut so, denn gerade durch das Drumherum wurde die Aufführung zum Erlebnis. Selbst das Anstehen in der sich endlos mäandernd durchs Foyer ziehenden Schlange, bei dem wir mit einer anderen Zuschauerin scherzhaft ins Gespräch kamen, war schön. Das kann das Internet nicht!
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Das RS-Forum droht, vom Netz zu gehen. Registriert euch bei StoneFM !gypsy-tail-wind<iframe title=“Shall We Dance? (1996) | Trailer | Masayuki Suo“ src=“https://www.youtube.com/embed/RIN-eac86j0?feature=oembed“ width=“500″ height=“281″ frameborder=“0″ allowfullscreen=“allowfullscreen“></iframe> Auch gestern ging’s nach der Arbeit erstmal ins Kino: Shall We Dance? (Shall we dansu?) (JP 1996), ein wunderbarer Film von Masayuki Suô, in dem ein Salaryman, der auf dem Heimweg aus dem Zug immer wieder eine schöne Frau am Fester eines Tanzstudios stehen sieht, heimlich Tanzunterricht nimmt, um eines Tages mit der rätselhaften Schönen zu tanzen. Sehr charmant.
Oh ja, den habe ich 1996 in einer Sneak gesehen, der war toll. Ich weiß aber gar nicht, ob der später bei uns auch regulär ins Kino kam.
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And all the pigeons adore me and peck at my feet Oh the fame, the fame, the fame -
Schlagwörter: cinéphilie, Film, Kino, Tagebuch
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