Der letzte Film, den ich gesehen habe (Vol. II)

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  • #11602289  | PERMALINK

    krautathaus

    Registriert seit: 18.09.2004

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    Mal davon abgesehen daß die Oper nicht nur aus den Wagnerfestspielen besteht, Theater / Ballett auch von Normalsterblichen angesehen wird, werden auch TV&Filmproduktionen gefördert und haben zudem auch eine andere Massenreichweite.Sprich in der Masse profitieren mehr davon.

    Der Eintritt zu solchen Großveranstaltungen wären ohne der Förderung sonst wirklich nur noch von der Geldelite bezahlbar.

    Da ist ein Bandauftritt vor ein paar hundert Leuten finanziell schon leichter zu stemmen.

    Wenn dann noch geschrieben wird, daß man mit Oper nichts anfangen kann, weil man sich nicht mit dem Livepublikum identifizieren kann, hat man wohl ganz übersehen was so die gerne auf englisch zitierten alten Helden  (b.z.w. die Veranstalter) gerade am bezahlendes Publikum beim Kartenverkauf einnehmen…Backstage deluxe etc..

    Schon irgendwie blöd Kulturveranstaltungen geneinander ausspielen zu wollen.

     

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    #11602313  | PERMALINK

    cleetus

    Registriert seit: 29.06.2006

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    jimmydean

    fifteenjugglers

    stormy-mondaySpagat ist was anderes. Allerdings, wenn jemand Spagat kann, pass ich auf, die können auch Nüsse mit den Knien knacken. Nö, Ballett ist Oberschichten- Vergnügen. Wie Oper und Ähnlichem kann und will ich damit nix anfangen. Übersubventionierter Scheiss. Seit Jahrhunderten. Weltweit. Eat the Rich.

    Typischer Stormy-Scheiß mal wieder. „Womit ich nix anfangen kann, das hat der Staat gefälligst auch nicht zu fördern.“

    so unrecht hat er nicht.. vor allem halt die höhe der förderung für oper, theater und ballett z.b. … das ist schon (für den steuerzahler) um einiges teurer als wenn ich z.b. bands fördere… es gibt natürlich immer das gegenargument mit dem tourismus… aber im prinzip werden hier die reichen überproportional gefördert…

    Weil die Reichen lieber Oper hören? Volkstümliche Musik hören zb nur dumme Menschen aus der Arbeiterklasse die es gerne simpel mögen und das lief/läuft jahrzehntelang zur besten Sendezeit auf den meistgesehenen Sendern im Fernsehen. Opern laufen zweimal im Monat nachmittags auf dem Strebersender Arte und das auch noch mit Untertiteln. Da wird nicht mal Geld für eine ordentliche Syncro locker gemacht.

    --

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    #11602315  | PERMALINK

    jimmydean

    Registriert seit: 13.11.2003

    Beiträge: 2,499

    krautathausMal davon abgesehen daß die Oper nicht nur aus den Wagnerfestspielen besteht, Theater / Ballett auch von Normalsterblichen angesehen wird, werden auch TV&Filmproduktionen gefördert und haben zudem auch eine andere Massenreichweite.Sprich in der Masse profitieren mehr davon.
    Der Eintritt zu solchen Großveranstaltungen wären ohne der Förderung sonst wirklich nur noch von der Geldelite bezahlbar.
    Da ist ein Bandauftritt vor ein paar hundert Leuten finanziell schon leichter zu stemmen.
    Wenn dann noch geschrieben wird, daß man mit Oper nichts anfangen kann, weil man sich nicht mit dem Livepublikum identifizieren kann, hat man wohl ganz übersehen was so die gerne auf englisch zitierten alten Helden (b.z.w. die Veranstalter) gerade am bezahlendes Publikum beim Kartenverkauf einnehmen…Backstage deluxe etc..
    Schon irgendwie blöd Kulturveranstaltungen geneinander ausspielen zu wollen.

    j
    ja genau darum geht es ja… da gibt es zig hochbezahlte sänger, dirigenten, die dann auch noch sexuell belästigen..dazu bühnenbilder, etc… alles finanziert aus steuergeldern… warum sollen das nicht die reichen selbst finanzieren ? film ist was anderes, das kommt ja im fernsehen… von dem geld für eine oper könnte man zig bands finanzieren…

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    i don't care about the girls, i don't wanna see the world, i don't care if i'm all alone, as long as i can listen to the Ramones (the dubrovniks)
    #11602319  | PERMALINK

    krautathaus

    Registriert seit: 18.09.2004

    Beiträge: 23,318

    @jimmydean: deinen Kommentar kann ich nun null nachvollziehen: 1.) wieso bringst du sexuelle Belästigung ins Spiel? 2.) wenn die Karten ohne Förderung so teuer werden daß sich nur noch Superreiche die Plätze für Oper, Ballett oder Theater leisten können, ist nun was genau gewonnen? Wieso soll sich nur die Hautevolee große klassische Produktionen ansehen können?

    Dass große klassische Produktionen deutlich mehr Produktionskosten verschlingen als ein durchschnittliches Rockkonzert, liegt in der Natur der Sache. Dafür kann aber grdsätzlich weder die Oper, noch Theater oder Ballett etwas.

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    #11602325  | PERMALINK

    latho
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    cleetus

    Weil die Reichen lieber Oper hören? Volkstümliche Musik hören zb nur dumme Menschen aus der Arbeiterklasse die es gerne simpel mögen und das lief/läuft jahrzehntelang zur besten Sendezeit auf den meistgesehenen Sendern im Fernsehen. Opern laufen zweimal im Monat nachmittags auf dem Strebersender Arte und das auch noch mit Untertiteln. Da wird nicht mal Geld für eine ordentliche Syncro locker gemacht.

     
    Props für „Strebersender“.
    Wobei die bayerische Volksmusik ja in gewisser Weise auch vom BR gesponsert wird und wenn man sich die Volksmusiksendungen so ansieht, sehen die dort Sitzenden nicht so aus, als würden sie am Hungertuch nagen.

    Fazit: stormys Post war Quatsch (soll ich das wirklich beantworten?) und der Wert von Kunst ist nicht zu bemessen (schon gar nicht an der Art der Subventionierung).

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    #11602331  | PERMALINK

    ford-prefect
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    Registriert seit: 10.07.2002

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    Meines Wissens nach setzt die Volkmusik-Branche mit Silbereisen, Helene Fischer und Andreas Gabalier sogar mehr Geld um als der Rock- und Popbereich.

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    #11602339  | PERMALINK

    jimmydean

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    krautathaus@jimmydean: deinen Kommentar kann ich nun null nachvollziehen: 1.) wieso bringst du sexuelle Belästigung ins Spiel? 2.) wenn die Karten ohne Förderung so teuer werden daß sich nur noch Superreiche die Plätze für Oper, Ballett oder Theater leisten können, ist nun was genau gewonnen? Wieso soll sich nur die Hautevolee große klassische Produktionen ansehen können?
    Dass große klassische Produktionen deutlich mehr Produktionskosten verschlingen als ein durchschnittliches Rockkonzert, liegt in der Natur der Sache. Dafür kann aber grdsätzlich weder die Oper, noch Theater oder Ballett etwas.

    sexuelle belästigung in der klassikszene war grade vor kurzem ein grosses thema (dutoit, james levine, festspiele erl,…)… dann gab es in österreich debatten über einen dirigenten, der letztes jahr 200.000 euro corona-hilfen erhalten hat… da wird einfach steuergeld en masse verbraten… in linz gab es debatten um das musiktheater, das auch einige hundert millionen euro gekostet hat, und jetzt jedes jahr defizite schreibt… da rinnt für meinen geschmack viel zu viel steuergeld hinein, während die indie- und jazz-szene ums überleben kämpft…

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    #11602351  | PERMALINK

    punchline
    ...

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    Beiträge: 2,196

    Ich finde es begrüßenswert, dass Bühnen, Spielstätten, Opern, Theater u.s.w. subventioniert werden. Wäre es nicht der Fall, hätte man ja nie als „Mittelschichtler“ die Chance sich mal eine interessante Inszenierung anzusehen, weil man sich eine Karte kaum leisten könnte. Eine Theaterkarte wird zu ca. 80 Euro subventioniert. Um theoretisch mal eine wirklich interessante Freischütz-Inszenierung zu genießen, brauche ich nicht zur Oberschicht zu gehören.

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    #11602357  | PERMALINK

    krautathaus

    Registriert seit: 18.09.2004

    Beiträge: 23,318

    Sexuelle Belästigung, Klassik vs Indie, Österreich, Coronahilfen etc. etc. sorry das ist mir alles viel zu durcheinander und geht mir zu sehr in geschmackliche Aburteilung. Die Schutzmaßnahmen wg. Corona sind das eine Thema (unter denen ja auch klassiche Aufführungen zu leiden hatten) und inwieweit man staatliche Hilfen für Kulturmaßmanhmen einsetzen soll, das andere Thema.

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    #11602371  | PERMALINK

    ford-prefect
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    Registriert seit: 10.07.2002

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    punchlineIch finde es begrüßenswert, dass Bühnen, Spielstätten, Opern, Theater u.s.w. subventioniert werden. Wäre es nicht der Fall, hätte man ja nie als „Mittelschichtler“ die Chance sich mal eine interessante Inszenierung anzusehen, weil man sich eine Karte kaum leisten könnte. Eine Theaterkarte wird zu ca. 80 Euro subventioniert. Um theoretisch mal eine wirklich interessante Freischütz-Inszenierung zu genießen, brauche ich nicht zur Oberschicht zu gehören.

    Ohne Sponsoren wären auch viele Festivals wie Rock am Ring nicht realisierbar.

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    #11602379  | PERMALINK

    latho
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    Registriert seit: 04.05.2003

    Beiträge: 33,604

    ford-prefectMeines Wissens nach setzt die Volkmusik-Branche mit Silbereisen, Helene Fischer und Andreas Gabalier sogar mehr Geld um als der Rock- und Popbereich.

     
    Ja, sicherlich. Aber ich meinte mit „Volksmusik“ richtige Volksmusik, die alpenländische Ausrichtung.

    --

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    #11602521  | PERMALINK

    marc-74

    Registriert seit: 26.08.2008

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    themagneticfield

    marc-74 Außergewöhnlicher Film über das 2011er Attentat in einem Ferienlager auf der norwegischen Insel Utøya. In Echtzeit und ohne Schnitte gedreht folgt die Kamera von Anfang bis Ende der jungen Kaja während des Anschlags. Den Attentäter selber sieht man nur ein/zweimal schemenhaft,was den Film aber nicht weniger beklemmend macht (ganz im Gegenteil). Eindringlich,verstörend aber wie ein Kritiker schrieb: „Es ist eine Zumutung aber es ist zumutbar“. Ganz besonderes Lob verdient sich Andrea Berntzen als Kaja,die in Echtzeit ohne Schnitt etwas ganz besonderes leistet;sieht man nicht alle Tage! Wer den Film noch nicht kennt und die Möglichkeit hat (habe es auf Sky Go gesehen),anschauen. <iframe src=“https://www.youtube.com/embed/vim3ZEm3Cd4?feature=oembed“ width=“500″ height=“281″ frameborder=“0″ allowfullscreen=“allowfullscreen“></iframe> <iframe src=“https://www.youtube.com/embed/J87SXGagqK0?feature=oembed“ width=“500″ height=“281″ frameborder=“0″ allowfullscreen=“allowfullscreen“></iframe>

    Ich glaube den würde ich nicht ertragen, fällt mir schon bei den Trailern schwer…

    Was es so besonders intensiv macht,ist,wie oben schon erwähnt,dass es in Echtzeit ohne Schnitte gedreht wurde. Für die 72 Minuten,die das Attentat gedauert hat,folgt die Kamera nur der jungen Protagonistin Kaja. Stelle ich mir sehr schwer vor,das als Schauspielerin zu meistern und dies in einer Intensität von Andrea Berntzen,wo man von „spielen“ kaum noch reden kann. Habe ich so auch noch nicht gesehen und war schon ein beeindruckendes Erlebnis wenn auch ein kein einfach zu vertragendes. Aber das soll es ja auch nicht sein.
    —-
    Letzter Film war gestern in der ZDF-Mediathek Deutschstunde nach dem gleichnamigen Roman von Siegfried Lenz. Sehenswerte Adaption und mit Ulrich Noethen und Tobias Moretti gut besetzt.

    #11602539  | PERMALINK

    jimmydean

    Registriert seit: 13.11.2003

    Beiträge: 2,499

    ford-prefect

    punchlineIch finde es begrüßenswert, dass Bühnen, Spielstätten, Opern, Theater u.s.w. subventioniert werden. Wäre es nicht der Fall, hätte man ja nie als „Mittelschichtler“ die Chance sich mal eine interessante Inszenierung anzusehen, weil man sich eine Karte kaum leisten könnte. Eine Theaterkarte wird zu ca. 80 Euro subventioniert. Um theoretisch mal eine wirklich interessante Freischütz-Inszenierung zu genießen, brauche ich nicht zur Oberschicht zu gehören.

    Ohne Sponsoren wären auch viele Festivals wie Rock am Ring nicht realisierbar.

    nix gegen Iprivates) sponsoring, es geht um finanzierung durch steuergeld… die frage ist halt, wie kommt der nicht theatergeher dazu die 80 euro pro karte aus seinem steuergeld zu finanzieren

    zuletzt geändert von jimmydean

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    i don't care about the girls, i don't wanna see the world, i don't care if i'm all alone, as long as i can listen to the Ramones (the dubrovniks)
    #11602567  | PERMALINK

    krautathaus

    Registriert seit: 18.09.2004

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    jimmydean

    ford-prefect

    punchlineIch finde es begrüßenswert, dass Bühnen, Spielstätten, Opern, Theater u.s.w. subventioniert werden. Wäre es nicht der Fall, hätte man ja nie als „Mittelschichtler“ die Chance sich mal eine interessante Inszenierung anzusehen, weil man sich eine Karte kaum leisten könnte. Eine Theaterkarte wird zu ca. 80 Euro subventioniert. Um theoretisch mal eine wirklich interessante Freischütz-Inszenierung zu genießen, brauche ich nicht zur Oberschicht zu gehören.

    Ohne Sponsoren wären auch viele Festivals wie Rock am Ring nicht realisierbar.

    nix gegen Iprivates) sponsoring, es geht um finanzierung durch steuergeld… die frage ist halt, wie kommt der nicht theatergeher dazu die 80 euro pro karte aus seinem steuergeld zu finanzieren

    Warum die Unterstützung aus den Steuereinnahmen so gehandhabt wird, steht ja in Punchlines Post. Alles andere ist doch nur das ausspielen von einer Kultur mit der anderen Kultur.

    --

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    #11602597  | PERMALINK

    motoerwolf

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    Beiträge: 5,284

    jimmydean

    nix gegen Iprivates) sponsoring, es geht um finanzierung durch steuergeld… die frage ist halt, wie kommt der nicht theatergeher dazu die 80 euro pro karte aus seinem steuergeld zu finanzieren

     

    Wie kommt der Gesunde dazu, mit seinem Geld die OP eines Kranken zu bezahlen, wie der Arbeitende, dem Arbeitslosen seine Unterstützung? Solidargemeinschaft, Baby.

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