Der letzte Film, den ich gesehen habe (Vol. II)

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  • #10448101  | PERMALINK

    ford-prefect
    Feeling all right in the noise and the light

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 5,278

    Hellboy (mit Ron Perlman, 2004)

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    Kann man pfeifen, muss man aber nicht.
    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #10448103  | PERMALINK

    krautathaus

    Registriert seit: 18.09.2004

    Beiträge: 20,822

    Annihilation – Alex Garland

    Sehr gut inszeniert, spannend und am Ende darf man sich ein bischen am Kopf kratzen. Ich sag nur „Tattoo am linken Arm“.

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    from Monday to Friday, from Friday to Sunday
    #10448429  | PERMALINK

    korthdoesit

    Registriert seit: 11.12.2017

    Beiträge: 11

    Last Jedi – besser als erwartet.

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    #10449679  | PERMALINK

    ford-prefect
    Feeling all right in the noise and the light

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 5,278

    The Crow (mit Brandon Lee, 1994)

    In Bildästhetik, Sounds und Filmmusik typisch 90ies.

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    Kann man pfeifen, muss man aber nicht.
    #10449685  | PERMALINK

    pipe-bowl
    Moderator
    Cookie Pusher

    Registriert seit: 17.10.2003

    Beiträge: 49,700

    In den letzten Tagen:

    Days of heaven (1978, Terrence Malick) ****
    Suburbicon (2017, George Clooney) ***1/2
    The circle (2017, James Ponsoldt) ***

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    there's room at the top they are telling you still but first you must learn how to smile as you kill
    #10451573  | PERMALINK

    ford-prefect
    Feeling all right in the noise and the light

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    Beiträge: 5,278

    Die fetten Jahre sind vorbei (mit Daniel Brühl und Julia Jentsch, 2004)

    Dachte der sei witziger, dabei ist der bisweilen verstörend.

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    Kann man pfeifen, muss man aber nicht.
    #10452597  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Der Umleger
    (Regie: Charles B. Pierce – USA, 1976)

    In dem kleinen Städtchen Texarkana geht im Frühjahr 1946 ein geheimnisvoller Killer mit einem Mehlsack über dem Kopf um, der vorzugsweise Frauen angreift und dann brutal erschießt oder mit Stichwaffen ermordet. Die Police Officers Morales (Ben Johnson) und Ramsey (Andrew Prine) setzen alles daran, den Unbekannten zu fassen, bevor weitere Morde geschehen…

    Gemeinhin kann man sich in Horrorfilmkreisen auf Mario Bavas „Reazione a catena“ als aus dem Giallo entstandenen Proto-Slasher einigen. Anstoß zu einem der populärsten Filmgenres der frühen 1980er Jahre, so einflussreich, dass Regisseur Sean S. Cunningham eine komplette Todessequenz daraus in seinem Klassiker „Friday the 13th“ zitierte. Es ist die Figur des jungen Kevin Bacon, deren Kehle mit einem Pfeil durchbohrt wird und ans Bett gepinnt stirbt; Bild für Bild wie in Bavas knapp zehn Jahre vorher veröffentlichter, blutrünstiger und sehr stylishen Vision des Zehn-Kleine-Negerlein-Prinzips. Die Faktenlage wird unklarer, je näher man sich John Carpenters allgemein als Startschuss des Slasherfilms angesehenen „Halloween“ im Jahr 1978 nähert. Stark vereinfacht liegt hier der Ursprung des maskierten Killers, der es vor allem auf Heranwachsende aus den Vor- und Kleinstädten abgesehen hat. Die ganze Wahrheit ist dies indes nicht. Schon Jahre vorher handhabten US-amerikanische und kanadische Filmproduktionen sowohl Sujets als auch Stilmittel des Slashers; etwa in Bob Clarks „Black Christmas“ aus dem Jahre 1974, im knallhart-ruralen „Savage Weekend“ (erst 1979 veröffentlicht, aber schon 1976 fertiggestellt) oder eben auch in „Der Umleger“, dessen knalltütiger deutscher Verleihtitel einen anderen Film vermuten lässt als das englischsprachige Original „The Town That Dreaded Sundown“.
    Die reale Mordserie um den „Phantom Killer“ von Texarkana, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, sorgt für die wahren Begebenheiten der Hintergrundgeschichte, die Charles B. Pierce in seiner 400.000 Dollar teuren Independentproduktion frei ausgestaltet, auch wenn der nüchterne Ton des Voice-Overs einen dokumentarischen Anstrich antäuscht, der in den Tötungsszenen vollkommen gebrochen wird.
    So wie Texarkana zwei unabhängige Städte an der Grenze zwischen Texas und Arkansas des gleichen Namens sind, zerfällt auch „Der Umleger“ in zwei unterschiedliche Teile. Dort findet man einerseits die beklemmenden, irreal ausgestalteten Streifzüge des Phantoms, roh und brutal, aber visuell ansprechend in Szene gesetzt, andererseits die Polizeiarbeit und das Leben in der Stadt, mehr den gängigen Unterhaltungskonventionen verpflichtet. Auf die verstörenden Morde folgt stets ein komödiantischer Einschub um den Polizeisergeant; gespielt vom Regisseur, der die Gewalt auf recht plumpe Art und Weise konsumierbar machen soll.
    Interessant erscheinen mir vor allem die Szenen, welche die Ermordung der Opfer zeigen, im Fan-Jargon „Kills“ genannt. Sind diese in frühen Genrebeiträgen wie „Halloween“ noch unspektakulär und meist an Hieb- und Stichwaffen gebunden, findet man in „Der Umleger“ schon den Einfallsreichtum, der die besseren Werke der Slasher-Welle kennzeichnet. Auch wenn in Pierces Film standardmäßig mit dem Revolver umgelegt wird, verfehlen die Morde nicht ihre Wirkung, erst recht nicht, wenn der Killer sich aus einem Blechblasinstrument und einem Jagdmesser ein sadistisches Spielzeug konstruiert. Zudem trägt er eine Maske, atmet dadurch schwer und bewegt sich ähnlich wie Jason Voorhees in „Friday the 13th, Part II“: Zuerst den Kopf, dann den Rest des Körpers. „The Town That Dreaded Sundown“ etabliert ikonische Slasherstandards ein halbes Jahrzehnt vor deren endgültiger Popularisierung.
    Ebenso lässt der unaufgeklärte Kriminalfall ein für Fortsetzungen offenes Ende zu, wie sie typisch für Slasher scheinen, im Umfeld von True-Crime-Adaptionen hingegen als unbefriedigend gelten. Man denke an die Zodiac-Morde in den 1960er Jahren oder ganz klassisch an die Taten Jack the Rippers, deren Verfilmungen sich oft eines Kniffs bedienen, um dem Publikum einen Täter präsentieren zu können.
    „Der Umleger“ endet sehr amerikanisch in einer mit Bluthunden geführten Hetzjagd durch die Sümpfe von Arkansas, schwelgt kurzzeitig in Western-Einstellungen, die aus der schönen Zeitlupensequenz der Schießerei kurz zuvor überlappen, welche den Geist von Sam Peckinpahs „The Wild Bunch“ atmet, um im finalen Shot eine Pointe in die Dunkelheit des Lichtspielsaals zu entlassen, die wenige Jahre später in Bigas Lunas „Angustia – Im Augenblick der Angst“ auf die Spitze getrieben wird: Der Killer steht in der Schlange vor dem Kino an.
    Für den gelegentlichen Horrorfilmgenuss mag „The Town That Dreaded Sundown“ heute nicht mehr spektakulär genug erscheinen, für jeden Genrefreund und Filminteressierten erweist sich dieser Film aber als wichtiger „missing link“ zwischen Mario Bavas Initialisierung und John Carpenters und Sean S. Cunninghams „Vollendung“ des Slasher-Films, zumal erst 2015 (aufgrund des Kinostarts eines Remakes) die lange überfälligen DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen in ungekürzter Form erschienen.

    Trailer

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    #10452981  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    aquoiboniste

    Registriert seit: 25.01.2010

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    Vorhin im Kino:

    The Lobster (Yorgos Lanthimos, IE/UK/GR/FR/NL 2015)

    Toller Film mit einem feinen Ensemble: Colin Farrell, Rachel Weisz, Adriana Labed, Léa Seydoux, Ben Wishaw, Angeliki Papoulia, Jessica Barden … Verstörend ist der Film, weil er ein paar Drehs hat, vor allem am Schluss … und weil er sich am Ende eben doch nicht, oder nicht nur als Dystopie lesen lässt, dazu enthält er zuviele Elemente einer – rabenschwarzen, versteht sich – Komödie.

    Ich hätte gerne auch „Attenberg“ und „Fidelio, l’odyssée d’Alice“ gesehen aus der laufenden Reihe mit Filmen von Ariane Labed, aber dazu reichte die Zeit nicht. Geplant ist immerhin noch „Malgré la nuit“.

    --

    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #79: Jazz 2018 (#2), 27.12., 20:00; Jazz 2018 (#3), 3.1., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #5: tba | No Problem Saloon, #10: Jahresrückblick Klassik, Jazz, Pop & mehr, 29.12., 22:30 | Konzertkritiken und mehr: ubu's notizen
    #10452987  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Kennst du denn schon „Dogtooth – Kynodontas“ und „The Killing of a Sacred Deer“, gypsy? „Attenberg“ ist ebenfalls schwer empfehlenswert, wenn auch nicht auf dem Niveau von „The Lobster“ – aber mit Beteiligung von Yorgos Lanthimos.

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    #10453829  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    aquoiboniste

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 43,485

    Leider nein @harry-rag, war die letzten vier, fünf Jahre fast komplett kinoabsent, habe von ein paar der Filme aber gehört (Fidelio z.B. lief entweder regulär oder am Zurich Film Festival). Mal schauen, ob das wieder ändert, aber es zieht mich dann halt doch eher zu den Reihen mit Filmen von Claudia Cardinale bzw. von Agnès Varda (bis bzw. ab Mitte Mai). Freue mich jedenfalls jetzt schon auf ein Wiedersehen mit „Le Bonheur“.

    Ich fand „The Lobster“ sehr gut, aber zum Meisterwerk reicht es nicht – dazu ist er zuwenig straff, hat zuviele Redundanzen – eine straffere Dramaturgie hätte geholfen (z.B. erzählt die Figur von Weisz öfter völlig überflüssiges Zeug, manchmal sogar direkt bevor etwas in der eigentlichen Handlung dann auch gleich nochmal gezeigt wird; da hätte man wirklich nochmal übers Drehbuch oder den Rohschnitt gehen müssen). Wenn die anderen genannten also eher nicht ganz auf derselben Höhe sind, hmmm …

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    #10453923  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Ja, mich hat auch ein wenig verwundert, „The Lobster“ in deiner „Playlist“ zu finden, weil ich mir bei deinen Nennungen hier im Thread ein anderes Bild von deiner Filmauswahl gemacht habe. Gefällt mir natürlich, dass du „The Lobster“ etwas abgewinnen kannst.
    Falls du mal über „Dogtooth – Kynodontas“ stolpern solltest, schau ihn dir ruhig an, er wirkt weniger redundant als „The Lobster“, aber ob er deine Kragenweite ist, kann ich gar nicht beurteilen. Ich mag Lanthimos sehr gerne. Und er ist auf der Höhe. ;-)

    --

    #10453965  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    aquoiboniste

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 43,485

    Alles klar, vielleicht ergibt sich ja die Chance. Das Beuteschema hat mehr mit Zeit/Prioritäten zu tun als damit, dass mich solche Filme nicht interessieren würden – das tun sie schon, aber anderes interessiert mich halt am Ende mehr und man hat nur ein Leben :-)

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    #10454113  | PERMALINK

    udw
    so little gets done

    Registriert seit: 22.06.2005

    Beiträge: 3,166

    krautathausAnnihilation – Alex Garland
    Sehr gut inszeniert, spannend und am Ende darf man sich ein bischen am Kopf kratzen. Ich sag nur „Tattoo am linken Arm“.

    Ja, das Tattoo ist mir auch aufgefallen. Ich denke, da ist die Gruppen-DNA schon ordentlich durcheinander gewirbelt. Die letzten 20 Minuten des Films sind jedenfalls absolut hervorragend. Und die Szene mit dem Bären hat mich ziemlich verstört.

    --

    so little is fun
    #10454187  | PERMALINK

    krautathaus

    Registriert seit: 18.09.2004

    Beiträge: 20,822

    gypsy-tail-windAlles klar, vielleicht ergibt sich ja die Chance. Das Beuteschema hat mehr mit Zeit/Prioritäten zu tun als damit, dass mich solche Filme nicht interessieren würden – das tun sie schon, aber anderes interessiert mich halt am Ende mehr und man hat nur ein Leben

    Verständlich. „Dogtooth“ solltest du aber im Visier haben. Der ist (in sich) stringent und kurzweilig. Hat mich sehr begeistert.

    Hier gesehen

    Okja – Bong Joon-ho (Netflix)

    Was für ein abgefahrene Parabel ist das denn. Netflix User, schaut euch diesen Film an, er ist in meinen Augen ganz hervorragend und in vielerlei Hinsicht bemerkenswert:

    1. Die Story über ein betrügerisches Unternehmen, daß genetisch Superschweine züchtet, und um die besten Voraussetzungen dafür zu finden, einen Wettbewerb in verscheidenen Ländern ausführt. So kommt es, daß Mija von klein auf mit Okja aufwächst. Der Film spielt in dem Dorf des Mädchen in Südkorea. Aber auch in Seoul und am Ende in New York.
    Am besten gar nicht mehr darüber lesen, sondern sich überraschen lassen.

    2. Die abgefahrenen Figuren könnten auch aus einem Wes Anderson Film stammen, sind aber Bong Joon-ho typisch angelegt, siehe Snowpiercer oder The Host. Wer Tilda Swinton schon als Ministerin Mason in Snow Piercer mochte, wird sie lieben.

    3. Meine Güte mußte ich oft lachen. Die zwei, drei Action Szenen sind derart gut gefilmt und mit so viel hübschen Details gespickt (Blues Brothers) daß einem die Augen aufgehen.

    4. Der Film sieht einfach klasse aus, was auch dem tollen Kameramann (Darius Khondji) zu verdanken ist. Gut, man hat auch nicht unwesentlich Kohle in die Hand genommen, aber dafür sieht dieser kurzweilige (obwohl zwei Stunden dauernde) Film unglaublich toll aus. Ich vermute mal daß eine sehr große Summe aufgewandt wurde um Okja in die Realszenen zu integrieren. Bei manchen Szenen habe ich Bauklötze gestaunt.

    5. Der Soundtrack ist fabelhaft.

    Und als Fazit: die Story ist einfach herzerreißen toll. Mehr will ich nicht spoilern.

     

    --

    from Monday to Friday, from Friday to Sunday
    #10454269  | PERMALINK

    seb1

    Registriert seit: 27.06.2016

    Beiträge: 117

    Ich musste gestern einen furchtbaren DVD-Abend durchleiden:

    „Das Phantom der Oper“ (Joel Schumacher)    *

    Zugegeben, ich kann den allermeisten Musicals ohnehin nicht viel abgewinnen, aber dieser Film war wirklich besonders schlimm.

    Stellenweise richtiger Trash mit einer so furchtbar kitschigen Musik, dass es mir zum Ende hin physisch weh tat.

    Baywatch (Seth Gordon) * 1/2

    Leider recht langweilig, aber im Gegensatz zu „Phantom der Oper“ nimmt sich dieser Film wenigstens selbst nicht ernst.  Und er hat die überaus schnuckelige Alexandra Dadarrio zu bieten.  :rose:

    --

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