Der Kick linearer Medien

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  • #10720805  | PERMALINK

    demon

    Registriert seit: 16.01.2010

    Beiträge: 55,513

    Das Thema „Rockpalast“ hat in einem anderen Thread u.a. zu folgenden Beiträgen geführt:

    mick67Ich würde mir heute auch nicht mehr die Nächte w/ irgendwelcher Rockkonzerte im TV um die Ohren schlagen. Wofür gibt es Streaming und Mediatheken? Es hängt also nicht nur an der austauschbaren Musik, sondern auch an den neuen Möglichkeiten. Manche Dinge hatte ihre Zeit und heute eben nicht mehr und das ist gut so.

    stormy-mondayJaja, Streamingdienste…. Mediatheken… Nicht zu vergleichen mit der Vorfreude wochenlang , „Mööönsch, die Dead spielen und die Who auch….Schon gehört, Patti und Johnny Winter….“ Essen, Trinken, Dope organisieren, Sessel und Sofas, Platz für Tänzer….. Kriegt man nicht gestreamt, solche Erlebnisse. Genug OT.

    pheebee

    Ist ja alles richtig und war ja auch immer schön.
    Nur sind diese Zeiten nun mal vorüber, ob einem das nun gefällt oder nicht.
    We’ll put our next Rockpalast DVD into our player at 1am in the morning…and pretend…

    Das hat mich zu folgenden Gedanken angeregt:

    Für mich hat „live“ auch einen Aspekt, der gar nichts mit der körperlichen Anwesenheit des Künstlers zu tun hat.

    Mit einem „linearen“ Medium, egal ob TV oder Radio, erleben alle im Publikum dasselbe, und das zu einem vorgegebenen Zeitpunkt. (Insoweit wie im Live-Konzert. Oder im Kino) Das ist einerseits ein Zwang, andererseits – so finde ich jedenfall – ein Kick: Es läuft hier und jetzt, es ist einmalig, und ich bin dabei! Und ich habe keine Verantwortung für die Setlist; ich kann mich überraschen lassen, was als nächstes kommt. Wenn ich mit einem Song überrascht werde, egal ob im Radio oder im Live-Konzert, dann höre ich ihn anders, als wie wenn ich ihn selbst auflege anklicke.

    Und wenn sowieso alle an dieselbe Zeit gebunden sind, dannn ist das auch ein Anreiz, die Musik gleich in Gemeinschaft zu genießen – und sei es nur die virtuelle Gemeinschaft eines Forums-Threads.

    (Und ein DJ, der für seine körperlich anwesenden Zuhörer auflegt, gehört eigentlich ins selbe Fach…)

    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #10720811  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,426

    Das sage ich ja immer. Live ist Live. Das ist eben nicht das selbe wie eine Konserve, nicht mal wirklich das gleiche.

    Wie Du schon sagst, @demon, man lässt sich überraschen von dem was kommt. Und wenn man mit Gleichgesinnten zusammen hört und/oder schaut, ob nun im selben Wohnzimmer oder virtuell, dann macht das noch mehr Spaß, weil man sich unmittelbar über das Gehörte / Gesehene austauscht.

    Klar, ich kann mich auch mit Freunden zum Video / DVD Gucken verabreden. Auch das macht u.U. Spaß. Es hat aber eben nicht den Live Charakter des Unmittelbaren.

    --

    Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 19. September 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 17. September 2019 von 20 - 21 Uhr mit US Garage & Psychedelic Sounds der Sixties!
    #10720819  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    So etwas mache ich regelmäßig, schon immer! Noch letzten Samstag hatte ich drei Leute bei mir auf dem Dachboden, um Platten zu hören und das ein oder andere Bier zu zischen. Gefachsimpelt wird eh die ganze Zeit. Mein nächster Termin ist der 8. März. Die üblichen Verdächtigen sind mit Freude dabei. Der Rockpalast und Peter Rüchel haben Pionierarbeit geleistet, aber die heutigen Möglichkeiten sind doch paradiesisch! Da muss man sich nicht in alte, vermeintlich gute Zeiten zurücksehnen. Hendrix‘ Woodstockauftritt praktisch komplett im besten Sound auf Blu-ray, ein Konzert aufgezeichnet oder live aus dem Web in bestem Klang oder ein paar neue Scheiben sind in Gemeinschaft doch großartig. Da muss man sich nur engagieren und die richtigen Leute einladen.
    Offiziell läuft sowas im benachbarten Münster im Kino in Form von Live-Übertragungen aus der Metropolitan Opera in New York. Das alles mit Häppchen etc. zu vernünftigen Preisen. Dass da auch Bedarf besteht, sieht man an den immer schnell ausverkauften Vorstellungen.

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    #10720823  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Wie ich ja eben schon nebenan schrieb, sehe ich das ganze eher so:

    krautathaus

    stormy-monday

    mick67Ich würde mir heute auch nicht mehr die Nächte w/ irgendwelcher Rockkonzerte im TV um die Ohren schlagen. Wofür gibt es Streaming und Mediatheken? Es hängt also nicht nur an der austauschbaren Musik, sondern auch an den neuen Möglichkeiten. Manche Dinge hatte ihre Zeit und heute eben nicht mehr und das ist gut so.

    Jaja, Streamingdienste…. Mediatheken… Nicht zu vergleichen mit der Vorfreude wochenlang , „Mööönsch, die Dead spielen und die Who auch….Schon gehört, Patti und Johnny Winter….“ Essen, Trinken, Dope organisieren, Sessel und Sofas, Platz für Tänzer….. Kriegt man nicht gestreamt, solche Erlebnisse. Genug OT.

    Das Erlebnis ist auch nicht aus dem Röhrenfernseher gekrochen, dafür mußtest du damals selber sorgen…genauso wie heute, nur dass ich dafür hier auf eine Diagonale von 2 – 2,50m mit einem HD Beamer über eine mittelprächtige Surroundanlage Livekonzerte ansehen kann, wann ich will. Für diese Voraussetzungen und vor allem die unglaubliche Auswahl an Konzerten hätte ich vor 30 Jahren alles gegeben. Wer das heute nicht nutzt aber dafür den alten Zeiten nachjammert, dem ist eh‘ nicht zu helfen.

    Deine Argumente, @krautathaus, wie auch die von @mick67 sind natürlich durchaus nachvollziehbar. Trotzdem bin ich da eher bei @stormy-monday. Heute ist (fast) alles an Musik jederzeit und überall verfügbar. Und das auch noch in technisch weit überlegener Qualität. So weit, so gut.
    Für mich hat das aber auch zu einem gewissen Verlust des Reizes geführt. Die Aufregung, wer würde kommen, wo werden wir uns das ansehen, wer wird es mitschneiden etc. Alles flöten gegangen. Heute um 01:00 Uhr die Leinwand für deinen Beamer aufgespannt und auf einer riesigen Projektionsfläche haarscharfe Bilder von z.B. Jack Bruce zu sehen, nö, sorry, das ist mir zu beliebig.

    Da bin ich doch lieber ein Gestriger als ein Heutiger, auch wenn mir nicht zu helfen ist.

    --

    #10720831  | PERMALINK

    sam

    Registriert seit: 08.02.2008

    Beiträge: 40,759

    Damals die Rocknächte zusammen mit Freunden anzuschauen, das war schon etwas ganz Besonderes und kam dem Erlebnis eines Livekonzertes schon mitunter recht nahe.
    Und mit Ausnahme der zweiten Nacht (1978), die ich allein mit dem    Tape vor dem Fernseher und der heimischen Anlage verbrachte,   war ich bei diesen   Ereignissen auch immer mit mehreren Leuten  zusammen.

    Ja, und ich muß sagen, dass es eine tolle Zeit gewesen ist und ich so einiges davon heute vermisse.  Das  ganze Feeling, was damit zusammenhing, und hier auch schon von diversen anderen Foris beschrieben wurde,  sowas gibt es doch heute überhaupt nicht mehr.

    Zumindest stellt es sich bei mir heute nicht mehr ein, wenn ich mal eine Liveübertragung eines Konzertes  schaue. So gesehen war damals weniger mitunter auf jeden Fall mehr!

    --

      Sams Songsmmelsurium  # 94   am 5.12.2019 um 21:00 Uhr und Strange?#12 am 5.12.2019 um 22:00 Uhr  auf Radio StoneFM “Music is the best.” ― Frank Zappa
    #10720861  | PERMALINK

    krautathaus

    Registriert seit: 18.09.2004

    Beiträge: 21,269

    talking-headWie ich ja eben schon nebenan schrieb, sehe ich das ganze eher so:

    krautathaus

    stormy-monday

    mick67Ich würde mir heute auch nicht mehr die Nächte w/ irgendwelcher Rockkonzerte im TV um die Ohren schlagen. Wofür gibt es Streaming und Mediatheken? Es hängt also nicht nur an der austauschbaren Musik, sondern auch an den neuen Möglichkeiten. Manche Dinge hatte ihre Zeit und heute eben nicht mehr und das ist gut so.

    Jaja, Streamingdienste…. Mediatheken… Nicht zu vergleichen mit der Vorfreude wochenlang , „Mööönsch, die Dead spielen und die Who auch….Schon gehört, Patti und Johnny Winter….“ Essen, Trinken, Dope organisieren, Sessel und Sofas, Platz für Tänzer….. Kriegt man nicht gestreamt, solche Erlebnisse. Genug OT.

    Das Erlebnis ist auch nicht aus dem Röhrenfernseher gekrochen, dafür mußtest du damals selber sorgen…genauso wie heute, nur dass ich dafür hier auf eine Diagonale von 2 – 2,50m mit einem HD Beamer über eine mittelprächtige Surroundanlage Livekonzerte ansehen kann, wann ich will. Für diese Voraussetzungen und vor allem die unglaubliche Auswahl an Konzerten hätte ich vor 30 Jahren alles gegeben. Wer das heute nicht nutzt aber dafür den alten Zeiten nachjammert, dem ist eh‘ nicht zu helfen.

    Deine Argumente, @krautathaus, wie auch die von @mick67 sind natürlich durchaus nachvollziehbar. Trotzdem bin ich da eher bei @stormy-monday. Heute ist (fast) alles an Musik jederzeit und überall verfügbar. Und das auch noch in technisch weit überlegener Qualität. So weit, so gut. Für mich hat das aber auch zu einem gewissen Verlust des Reizes geführt. Die Aufregung, wer würde kommen, wo werden wir uns das ansehen, wer wird es mitschneiden etc. Alles flöten gegangen. Heute um 01:00 Uhr die Leinwand für deinen Beamer aufgespannt und auf einer riesigen Projektionsfläche haarscharfe Bilder von z.B. Jack Bruce zu sehen, nö, sorry, das ist mir zu beliebig. Da bin ich doch lieber ein Gestriger als ein Heutiger, auch wenn mir nicht zu helfen ist.

    Es ging mir um diese Ausage:

    „Es ist schade, dass Musik so zur austauschbaren Konsum- und Massenware verkommen ist, dass solche Musiknächte keine Chancce mehr haben.“

    Wenn er geschrieben hätte „mir fehlt das gemeinsame Erleben der Livekonzerte im TV“, kann ich das absolut verstehen. Was aber der Schmarrn von „austauschbarer Konsum- und Massenware“ soll, b.z.w. warum „Musiknächte keine Chance mehr haben“, erschließt sich mir überhaupt nicht.

    Jedes Sylvester kommt eine Live-Konzertrevue im 3-Sat über 24 Stunden. Man muß nicht jedes Konzert mögen, aber es ist ein relativ abwechslungsreiches Angebot wenn auch mit Wiederholungen. Auch auf Arte werden Livekonzerte gesendet.

    Nun frag ich mich als Musikfreund: wie kann man das breit gestreute Angebot seit Mitte der 90er auf DVD und seit Mitte der 00er auf Bluray, so komplett ignorieren. Es sind seit 10 Jahren etliche Liveauftritte von mir wichtigen Künstlern veröfentlicht worden, die Rolling Stone Fans im speziellen dürften mir zustimmen.

    Ich hab mir hier über Beamer oder TV mit Freunden die Live Blurays & DVDs von den Rolling Stones, Led Zeppelin, The Who, Wilco, Frank Zappa (Roxy & Elsewhere), Fleetwood Mac, AC/DC, Allman Brothers und vielen anderen an Abenden zusammen angeschaut. Wie kommt man bei diesem inzwischen breiten Angebot auf „austauschbare Konsum und Massenware“?

    Dazu bekommt man in wirklich guter Qualität über YouTube Liveaufnahmen zu sehen, die hier nicht lizensiert wurden. Z.B. auch von 10cc.

    Wenn nun jemand sagt, daß das Angebot ihn überfordert, ist es halt so. Verstehen kann ich es nicht und für ein „früher war das alles besser“ reicht es mir erst recht nicht.

    talking-head

    krautathausWenn nun jemand sagt, daß das Angebot ihn überfordert, ist es halt so. Verstehen kann ich es nicht und für ein „früher war das alles besser“ reicht es mir erst recht nicht.

    Irgendwie argumentieren wir aneinander vorbei. Ich meine nicht, dass früher alles besser war. Ich meine, dass früher auf Grund der Einmaligkeit des Ereignisses mehr Spannung aufgebaut wurde. Bei einer jederzeitigen Verfügbarkeit eines solchen Ereignisses verliert es für mich schnell seinen Reiz. Um noch mehr OT zu vermeiden, schlage ich vor, in dem eben von demon zu dem Thema eröffneten Thread unsere Diskussion fortzusetzen.

     

    --

    from Monday to Friday, from Friday to Sunday
    #10720867  | PERMALINK

    krautathaus

    Registriert seit: 18.09.2004

    Beiträge: 21,269

    talking-head

    krautathausWenn nun jemand sagt, daß das Angebot ihn überfordert, ist es halt so. Verstehen kann ich es nicht und für ein „früher war das alles besser“ reicht es mir erst recht nicht.

    Irgendwie argumentieren wir aneinander vorbei. Ich meine nicht, dass früher alles besser war. Ich meine, dass früher auf Grund der Einmaligkeit des Ereignisses mehr Spannung aufgebaut wurde. Bei einer jederzeitigen Verfügbarkeit eines solchen Ereignisses verliert es für mich schnell seinen Reiz.

    Das war auf @flashbackmagazine bezogen.

    --

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    #10720875  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Ok, @krautathaus, ich bin aber auch mit ihm weitestgehend einer Meinung und versuche das noch einmal mit einem exemplarischen Beispiel zu verdeutlichen:

    Damals, als Graham Parker im Rockpalast aufgetreten ist, habe ich ihn nicht Live erlebt, hatte aber das Gefühl, live beigewesen zu sein. Würde ich mir heute, mit besserer Technik, das ganze zu einer mir beliebigen Zeit wieder anschauen, wäre es zumindest für mich nicht mehr dasselbe. Aus diesem Grund besitze ich nicht eine Konzert-DVD irgendeiner Band.

    Genauso verhält es sich mit den Silvester-Konzerten von Arte.

    PS. Danke fürs Verlagern der Diskussion.

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    #10720917  | PERMALINK

    krautathaus

    Registriert seit: 18.09.2004

    Beiträge: 21,269

    Aus den Rockpalastnächten habe ich nur The Police und The Who wirklich bei der Erstausstrahlung live gesehen, bei Grateful Dead bin ich eingeschlafen…dafür war ich noch nicht bereit. Alle anderen Rockpalastkonzerte habe ich als Aufzeichnungen gesehen, fand die aber deshalb auch nicht schlechter, im Gegenteil oft sogar besser, weil ich inzwischen den Videorekorder an einer HiFi-Anlage hängen hatte.

    Talking Heads „Stop Making Sense“ habe ich damals im Kino gesehen und obwohl das natürlich nicht live war, war das eine meiner einschneidensten musikalischen Erlebnisse.

    Deshalb kann ich den Verzicht auf Live-DVD-Bluray überhaupt nicht nachvollziehen.

     

    --

    from Monday to Friday, from Friday to Sunday
    #10720943  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

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    Beiträge: 0

    Witzig, Police traten gleich nach Graham Parker auf :-)

    Und die Talking Heads gab es, wenn auch aufgezeichnet, in einem wunderbaren Konzert von Rock-Pop, der Konkurrenzsendung des ZDF zum Rockpalast.
    Und das alles höre ich mir gerne von Schallplatte (teilweise Bootlegs) oder Cassette an.
    Ich möchte es aber nicht ständig verfügbar als DVD im Schrank zu stehen, oder es jederzeit aus welchem Stream abrufbereit verfügbar haben.

    --

    #10721001  | PERMALINK

    cleetus

    Registriert seit: 29.06.2006

    Beiträge: 15,181

    Die Grundidee, welcher ihr hier hinterhertrauert, wurde übrigens kürzlich von Facebook quasi adaptiert. Man konsumiert non-linear und on demand eine Serie oder linear und live ein Sportereignis über die Facebook-Engine und nutzt den Messenger als Kommunikation (resp. irgendwie so, welches Produkt da aktuell genau mit welchem interweaved ist, erschließt sich mir nicht). Nicht dass ich noch wen kennen würde, der FB ernsthaft nutzt, aber in den USA funktionerts scheinbar,

    --

    Don't be fooled by the rocks that I got - I'm still, I'm still Jenny from the block
    #10721273  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Die Grundidee war Rock-Palast. Davon gibt es keine Adaption. Es war das/ein unkopierbare(s) Original.

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    #10721313  | PERMALINK

    cleetus

    Registriert seit: 29.06.2006

    Beiträge: 15,181

    Naja, der Thread heißt „Der Kick linearer Medien“, der für das unkopierbare Original ist hier.

    --

    Don't be fooled by the rocks that I got - I'm still, I'm still Jenny from the block
    #10721391  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Nö, es geht hier nicht um die besten und schlechtesten Auftritte im Rockpalast, sondern um die Grundidee der Konzeption einer solchen Sendung.

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    #10721513  | PERMALINK

    stormy-monday

    Registriert seit: 26.12.2007

    Beiträge: 11,263

    Erst mal danke fürs Verlagern, Demon.

    krautathaus Es sind seit 10 Jahren etliche Liveauftritte von mir wichtigen Künstlern veröfentlicht worden, die Rolling Stone Fans im speziellen dürften mir zustimmen. Ich hab mir hier über Beamer oder TV mit Freunden die Live Blurays & DVDs von den Rolling Stones, Led Zeppelin, The Who, Wilco, Frank Zappa (Roxy & Elsewhere), Fleetwood Mac, AC/DC, Allman Brothers und vielen anderen an Abenden zusammen angeschaut. Wie kommt man bei diesem inzwischen breiten Angebot auf „austauschbare Konsum und Massenware“? Dazu bekommt man in wirklich guter Qualität über YouTube Liveaufnahmen zu sehen, die hier nicht lizensiert wurden.

    Es ist ja jetzt nicht so, dass ich das alles nicht nutzen würde. DVDs, You Tube, manches von Freunden Gerippte. Und tatsächlich kommen Freunde und ich ab und zu noch zusammen, um gemeinsam Musik zu glotzen oder einen Film oder, wie bgigli es so kuschlig beschrieben hat, ein Fläschchen Wein zu knacken und unsere Lieblingsscheiben zu hören. Leider finde ich nicht sooo viele geneigte Zuschauer in meinem Bekanntenkreis, die scharf auf Hank Williams- oder Townes -Filme sind ;-) Da muss man schon die von Dir genannten auffahren… Oder „Modernes“.

    Der Ausgangspunkt war aber ein anderer. So was wie der „Rockpalast“ oder „Live Aid“ oder das Mandela- Ding oder das Tribute für Freddie Mercury waren halt schon sehr speziell. Und weil es nicht viel davon gab, die VHS- Kasetten selbst von den Stones (Gimme Shelter, Video Rewind) für mich schwer aufzutreiben waren, war das Glücksgefühl grösser, wenn der Jäger und Sammler was in die Höhle schleppen konnte oder bei kleinem Bildschirm mit bescheidenem Sound ein Get Together hatte. Is wie eine alte Harley zu fahren und kein beklopptes neues Ding.

    Und das meint vielleicht auch Flashbackmagazin mit seinem „austauschbaren Konsum und Massenware“. Da ist selbst das Angebot an Konzert- und anderen Filmen bei einem grossen Saturn o.ä. mickrig, wenn man auf das Internet zurückgreift. Der Reiz, wie oben beschrieben, fehlt doch ein wenig. Und das 3sat Programm plätschert an Silvester und 1.Mai halt so vorbei, bis auf einige Picks. Einladen würde ich deswegen jetzt nicht unbedingt eine Horde befreundeter Musikfans.

    Ich geh jetzt rüber für die restlichen 20 Minuten zu Stone FM, wo man gemeinsam noch Musik lauscht und was kommentierend dazu schreibt, ein kleiner Event allemal.

    --

    Businessmen, drink my wine!
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