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BILL EVANS/EDDIE GOMEZ/JACK DeJOHNETTE




Bill Evans At The Montreux Jazz Festival (Verve, 1968)
Some Other Time: The Lost Session From The Black Forest (Resonance Records, 1968)
Another Time: The Hilversum Concert (Resonance Records, 1968)
Live At Ronnie Scott’s (Resonance Records, 1968)
Im Juni und Juli 1968 spielte Bill Evans an der Seite von Eddie Gomez und Jack DeJohnette eine intensive Serie von Konzerten und Sessions – eine kurze, aber außergewöhnliche Phase in Evans‘ Karriere. Neben dem bekannten Live-Mitschnitt aus Montreux, dem Londoner Auftritt im Ronnie Scott’s und dem Konzert fürs niederländische Radio in Hilversum ist für mich besonders der Mitschnitt aus dem MPS-Studio in Villingen spannend, da dies ein echter Studiotermin war – und damit die einzige kontrollierte Studiodokumentation dieser Besetzung.
Die Besonderheit dieses Trios liegt in DeJohnettes deutlich energetischerem, perkussiverem Spiel im Vergleich zu Paul Motian oder Philly Joe Jones. DeJohnette brachte eine fast explosiv-rhythmische Intensität ein, die Evans zu ungewohnt forschem Spiel antrieb – hörbar etwa in den treibenden Versionen von „Nardis“ oder „Waltz for Debby“. Diese Konstellation war nie als dauerhafte Lösung gedacht (DeJohnette ging wenig später zu Miles Davis), aber sie dokumentiert einen faszinierenden Moment, in dem Evans‘ lyrischer Ansatz auf DeJohnettes vorwärtsdrängende Energie traf.--
Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...Highlights von Rolling-Stone.deKostete Paul McCartney „Wetten dass..?“-Moderator Wolfgang Lippert den Job?
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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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atomBILL EVANS/EDDIE GOMEZ/JACK DeJOHNETTE Bill Evans At The Montreux Jazz Festival (Verve, 1968) Some Other Time: The Lost Session From The Black Forest (Resonance Records, 1968) Another Time: The Hilversum Concert (Resonance Records, 1968) Live At Ronnie Scott’s (Resonance Records, 1968) Im Juni und Juli 1968 spielte Bill Evans an der Seite von Eddie Gomez und Jack DeJohnette eine intensive Serie von Konzerten und Sessions – eine kurze, aber außergewöhnliche Phase in Evans‘ Karriere. Neben dem bekannten Live-Mitschnitt aus Montreux, dem Londoner Auftritt im Ronnie Scott’s und dem Konzert fürs niederländische Radio in Hilversum ist für mich besonders der Mitschnitt aus dem MPS-Studio in Villingen spannend, da dies ein echter Studiotermin war – und damit die einzige kontrollierte Studiodokumentation dieser Besetzung. Die Besonderheit dieses Trios liegt in DeJohnettes deutlich energetischerem, perkussiverem Spiel im Vergleich zu Paul Motian oder Philly Joe Jones. DeJohnette brachte eine fast explosiv-rhythmische Intensität ein, die Evans zu ungewohnt forschem Spiel antrieb – hörbar etwa in den treibenden Versionen von „Nardis“ oder „Waltz for Debby“. Diese Konstellation war nie als dauerhafte Lösung gedacht (DeJohnette ging wenig später zu Miles Davis), aber sie dokumentiert einen faszinierenden Moment, in dem Evans‘ lyrischer Ansatz auf DeJohnettes vorwärtsdrängende Energie traf.
Hier war Jack DeJohnette sicher eine treibende Kraft, ebenso aber Eddie Gomez …. denn mit ihm fand der Pianist Jahre nach Scott La Faro wieder einen kongenialen Bassisten (btw welcher zu dieser Zeit enorme Dichte einbrachte, sein Spiel folgend in den 70ern jedoch leider in Manierismen verklebte) ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
John Wright – South Side SoulDas ist auf jeden Fall ein unterhaltsames Album… Evans in Montreux erinner ich als vergleichsweise trocken, muss ich auch nochmal nachhören
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.gypsy-tail-wind

Hampton Hawes – High in the Sky | Grüsse aus der Flughafenlounge … und ein toller Start mit „The Look of Love“ über eine insistierendes Ostinato von Leroy Vinnegar und natürlich mit einem völlig eigenen Beat von Donald Bailey, der hier durchgängig grossartig aufspielt. Hawes fällt in eine Begleitfigur, die glaub ich Hank Jones für „Love for Sale“ auf „Somethin‘ Else“ erfunden hatte? (bei 3:45 oder so und dann vor dem abschliessenden Thema nochmal). Danach gibt es fünf Originals von das, das erste „Evening Trane“ dem Saxophonisten gewidmet. Alles First Takes, schreibt Hawes in den Kommentaren auf der Hülle, und so wirkt das auch: forschend, neugierig, entspannt und offen, wie das aber nur in einem passenden Umfeld und mit den passenden Leuten geht. Nach einem weiteren Vamp-Stück, „Muffin Man“, geht es auf Seite 2 mit dem langen Titelstück zur Sache, hier agiert das Trio frei und vor allem die Drums wegen sich immer dichter ein ins lange Klaviersolo des Leaders, der gegen Ende ein paar Arpeggien spielt, die am Atonalen vorbeischrammen. In der Ballade „Carmel“ flirrt das Klavier – und ich denke wieder kurz an Herbie Hancock. Zum Ausklang gibt es mit „Spanish Girl“ eine Art Bossa/Calypso-Ballade, in der Bailey wieder seine Schellen dabei hat und Hawes das Klavier singen lässt. Das Album wäre ohne den unaufdringlichen Mann am Bass übrigens nicht halb so gut: Leroy Vinnegar hat ja eh einen unglaublich tollen Beat, einen schönen, tiefen Sound und dazu eine immense Gelassenheit. Er findet immer die richtige Töne und braucht derer nie viele. So öffnet er Raum für Bailey, der zu dem Zeitpunkt in einer ganz eigenen Welt unterwegs ist. Wie bei den Aufnahmen von Phineas Newborn, die ich gestern hörte, könnte ich mir hier gut vorstellen, dass das eine Live-Aufnahme ist.Das ist eine komplette Neuentdeckung für mich, hatte mir letzte Woche das Reissue auf Lantern Heights gekauft. Ganz wunderbares Album, unglaublich faszinierendes Trio. Gibt es irgendwo genauere Hinweise, wann das Album 1970 eingespielt wurde?
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Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...
soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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atom
gypsy-tail-wind
Hampton Hawes – High in the Sky | Grüsse aus der Flughafenlounge … und ein toller Start mit „The Look of Love“ über eine insistierendes Ostinato von Leroy Vinnegar und natürlich mit einem völlig eigenen Beat von Donald Bailey, der hier durchgängig grossartig aufspielt. …. Das Album wäre ohne den unaufdringlichen Mann am Bass übrigens nicht halb so gut: Leroy Vinnegar hat ja eh einen unglaublich tollen Beat, einen schönen, tiefen Sound und dazu eine immense Gelassenheit. Er findet immer die richtige Töne und braucht derer nie viele. So öffnet er Raum für Bailey, der zu dem Zeitpunkt in einer ganz eigenen Welt unterwegs ist. Wie bei den Aufnahmen von Phineas Newborn, die ich gestern hörte, könnte ich mir hier gut vorstellen, dass das eine Live-Aufnahme ist.Das ist eine komplette Neuentdeckung für mich, hatte mir letzte Woche das Reissue auf Lantern Heights gekauft. Ganz wunderbares Album, unglaublich faszinierendes Trio. Gibt es irgendwo genauere Hinweise, wann das Album 1970 eingespielt wurde?
Tolles Album …. über das Jahr aka 1970 hinaus kenne ich keine präzisie(re)n Aufnahmedaten ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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Mike Melillo Trio „Tears Inside“ (Red Records) 1994 …. „das Herausragende ist des Ausgezeichneten Feind“ …. diese Aufnahme mit Michael Moore (b) und Ben Riley (b) erreicht nicht die durchgängig hohe Güte der bereits hier hinterlegten Veröffentlichungen mit italienischem Rhythmustandem, aber die ggstdl Eigenkomposition gibt guten Einblick in die Nähe zu den Welten von Herbie Nichols, Thelonious Monk …. und Bud Powell ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)atom
Das ist eine komplette Neuentdeckung für mich, hatte mir letzte Woche das Reissue auf Lantern Heights gekauft. Ganz wunderbares Album, unglaublich faszinierendes Trio. Gibt es irgendwo genauere Hinweise, wann das Album 1970 eingespielt wurde?
Wie ist das RI in Sachen Sound und Pressung?--
God told me to do it.hat-and-beard
atom
Das ist eine komplette Neuentdeckung für mich, hatte mir letzte Woche das Reissue auf Lantern Heights gekauft. Ganz wunderbares Album, unglaublich faszinierendes Trio. Gibt es irgendwo genauere Hinweise, wann das Album 1970 eingespielt wurde?Wie ist das RI in Sachen Sound und Pressung?
Ich bin mit der Pressung sehr zufrieden, aktuell ist sie bei JPC sogar im Sale.
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Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...oh, da hab ich nicht geschaut, allerdings bei grooves-land über discogs für knapp unter 18€ plus versand bestellt….ärgerlich. zwei € mehr durch versandkosten….
zuletzt geändert von lotterlotta--
Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt! -
Schlagwörter: Jazz, Piano, Piano Trio
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