Country – eine reaktionäre Musik?

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  • #7046505  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,409

    Was Geschichte, Entwicklungen, Begriffsbestimmung betrifft, kann man denke ich durchaus erstmal die entsprechenden Wikipedia (deutsch, englisch) Einträge zu Rate ziehen. Dann hätten wir zumindest mal eine Grundlage, auf der diskutiert werden kann.

    Inwieweit Country Musik reaktionär bzw. konservativ ist, beantwortet sich dann zum Teil bereits von allein.

    Wie man Country wertet, muss letztlich aber jeder für sich selbst entscheiden. Klar ist jedoch, die Country Musik gibt es nicht.

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    #7046507  | PERMALINK

    whole-lotta-pete

    Registriert seit: 19.05.2003

    Beiträge: 17,435

    Ach komm, Argumentieren fände ich spannender als auf Sekundärliteratur zu verweisen.

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    RadioStoneFm.de[/URL][/SIZE][/COLOR][/SIZE]
    #7046509  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 41,864

    Whole Lotta PeteAch komm, Argumentieren fände ich spannender als auf Sekundärliteratur zu verweisen.

    Es schadet aber auch nichts, wenn die Diskussion an etwas ansetzt, was man als Realität bezeichnen kann.

    --

    Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.
    #7046511  | PERMALINK

    clau
    Coffee Bar Cat

    Registriert seit: 18.03.2005

    Beiträge: 83,772

    Zustimmung.

    --

    How does it feel to be one of the beautiful people?
    #7046513  | PERMALINK

    whole-lotta-pete

    Registriert seit: 19.05.2003

    Beiträge: 17,435

    nail75Es schadet aber auch nichts, wenn die Diskussion an etwas ansetzt, was man als Realität bezeichnen kann.

    Gut, aber dann baut jetzt wenigstens jemand auf diesen Realitäten ein paar Eingaben auf. Details kann sich dann ja jeder noch anlesen.

    --

    RadioStoneFm.de[/URL][/SIZE][/COLOR][/SIZE]
    #7046515  | PERMALINK

    mistadobalina

    Registriert seit: 29.08.2004

    Beiträge: 20,701

    MikkoWas Geschichte, Entwicklungen, Begriffsbestimmung betrifft, kann man denke ich durchaus erstmal die entsprechenden Wikipedia (deutsch, englisch) Einträge zu Rate ziehen. Dann hätten wir zumindest mal eine Grundlage, auf der diskutiert werden kann.

    Habe gerade mal nachgesehen: Wikipedia unterscheidet z.B nicht zwischen Country Music und Country & Western, so wie Anne es gerade definiert hat. Die Einträge dort finde ich nicht sehr hilfreich.

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    When I hear music, I fear no danger. I am invulnerable. I see no foe. I am related to the earliest time, and to the latest. Henry David Thoreau, Journals (1857)
    #7046517  | PERMALINK

    clau
    Coffee Bar Cat

    Registriert seit: 18.03.2005

    Beiträge: 83,772

    MistadobalinaHabe gerade mal nachgesehen: Wikipedia unterscheidet z.B nicht zwischen Country Music und Country & Western, so wie Anne es gerade definiert hat. Die Einträge dort finde ich nicht sehr hilfreich.

    Im deutschen Eintrag steht doch aber immerhin folgendes:

    wikipediaCountry-Musik [ˈkʌntri] ist eine aus den USA stammende Musikrichtung, die Anfang des 20. Jahrhunderts aus traditionellen Elementen der Volksmusik der europäischen Zuwanderervölker – insbesondere aus Irland und England – hervorging. Die ursprünglich in den südlichen Appalachen beheimatete Hillbilly-Musik entwickelte sich durch urbane Einflüsse und Übernahme von Elementen anderer Musik-Genres – wie etwa dem Blues – zur heutigen Country-Musik.

    Der oft als Synonym gebrauchte Begriff Country & Western beziehungsweise C&W ist irreführend, da er suggeriert, dass es sich hierbei um ein einheitliches Genre handle. Der Begriff geht zurück auf eine Chart-Bezeichnung, unter der das amerikanische Billboard-Magazine in den 1940er-Jahren Titel aus den Genres Country- und Western-Musik gemeinsam aufgelistet hat.

    --

    How does it feel to be one of the beautiful people?
    #7046519  | PERMALINK

    bullitt

    Registriert seit: 06.01.2003

    Beiträge: 19,555

    Western Music hat einen eigenen Eintrag!

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    #7046521  | PERMALINK

    tolomoquinkolom

    Registriert seit: 07.08.2008

    Beiträge: 8,651

    Anne PohlWenn Du von C & W redest, meinst Du also Old Time Music. Wenn ich von C & W rede, meine ich gerade keine Old Time Music, sondern z.B. Roy Rogers oder Gene Autry, Musik aus Medicine Shows und Cowboyfilmen.

    Neben Jimmie Rodgers und der Carter Family sind doch gerade die von Dir angeführten singenden Cowboys Roy Rogers und Gene Autry sehr typische Vertreter von Old-Time Music (zwischen 1920 und 1940).

    --

    #7046523  | PERMALINK

    bullitt

    Registriert seit: 06.01.2003

    Beiträge: 19,555

    tolomoquinkolom
    Johnny Cash (viel mehr Folk-Barde und Storyteller als C&W) und Hank Williams (eher ein Honky Tonk Mann) sehe ich als Singer/Songwriter und bedeutende Vertreter im Rahmen der weitgefächerten American Folk Music.

    Und Honky Tonk ist kein Country?

    --

    #7046525  | PERMALINK

    anne-pohl

    Registriert seit: 12.07.2002

    Beiträge: 5,439

    tolomoquinkolomNeben Jimmie Rodgers und der Carter Family sind doch gerade die von Dir angeführten singenden Cowboys Roy Rogers und Gene Autry sehr typische Vertreter von Old-Time Music (zwischen 1920 und 1940).

    Nein, ganz bestimmt nicht. Du meinst mit Old Time Music wahrscheinlich einfach nur Musik, die alt ist. Im Zusammenhang mit Country (und nicht Western) bedeutet Old Time Music eine ganz bestimmte Art von Songs (Folk Songs, Balladen, Tanzmusik mit Wurzeln z.B. in englischer und irischer Volksmusik) in bestimmter Instrumentierung (z.B. Fiddle, Banjo, Dulcimer) und unterschiedlichen regionalen Ausprägungen – am bekanntesten ist wahrscheinlich die Old Time Music der Appalachen, auch Mountain Music genannt.

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    #7046527  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 69,458

    tolomoquinkolomMit der Ausgrenzung einer bestimmten Bevölkerungsschicht komme ich nicht gut zurecht.

    Es ist ja nicht zu bestreiten, dass die US-Gesellschaft vor der Bürgerrechtsbewegung rassistisch war. Man könnte also jede „weiße“ Musik dieser Zeit, die sich nicht ausdrücklich gegen die Ungleichbehandlung aussprach, ablehnen, weil man damit nicht „zurecht kommt“.
    Warum nun ausgerechnet die Musik, von der Du sprichst und von der wir nur ahnen können, welche Du eigentlich meinst, in besonderer Weise rassistisch gewesen sein soll, müsstest Du nochmal im Detail erklären. Besser noch: An Beispielen.

    Johnny Cash (viel mehr Folk-Barde und Storyteller als C&W) und Hank Williams (eher ein Honky Tonk Mann) sehe ich als Singer/Songwriter und bedeutende Vertreter im Rahmen der weitgefächerten American Folk Music. Zusammenstellungen von Smithsonian Folkways, Anthology of American Folk Music, dem weiten Umfeld von ‘Will the circle be unbroken’ (und andere) haben mich zu dieser Einschätzung geführt. Es ist meine Meinung, ich habe aber keine Doktrin aufgestellt.

    Hank Williams und Johnny Cash waren Country-Sänger. Da ist Deine Meinung leider ziemlich egal. Sie dient doch offenkundig nur dazu aus einer Musik, die Du gering schätzt, das zu retten, was für Dich da nicht reinpasst, weil es Deine Vorurteile nicht bestätigt.

    Auch einfache Farmer waren an der praktizierten Segregation beteiligt und hatte ihren Nutzen davon.

    Das gilt wohl letztlich für alle Weißen in den USA vor der Bürgerrechtsbewegung. Was macht nun gerade Farmer zu einer besonders verachtenswerten Spezies?

    Davon mal abgesehen: Könntest Du mal an konkreten Beispielen – Songs, Künstlern – verdeutlichen, was Dich zu Deinem Urteil führt, dass diese Musik (welche immer Du genau meinst), minderwertig ist?

    --

    #7046529  | PERMALINK

    anne-pohl

    Registriert seit: 12.07.2002

    Beiträge: 5,439

    Übrigens war auch Woody Guthrie, bevor er zum Protestsänger wurde, ein Countrymusiker. Wer Country Musik grundsätzlich als reaktionär bezeichnet und deshalb ablehnt, macht es sich zu einfach.

    --

    #7046531  | PERMALINK

    bullitt

    Registriert seit: 06.01.2003

    Beiträge: 19,555

    tolomoquinkolomEs begann mehr oder weniger mit Mountain Music/Old-Time Music/Hillbilly aus den Appalachen, die von und für ‘Hinterwäldler und Landeier’ gemacht wurde. Es folgten singende Cowboys, Western Swing, Carter Family, Bluegrass (aus Kentucky), Honky Tonk und endete in Nashville/Tennessee als peinliche Schlagererzeugungsindustrie. Und Schwarze kommen (fast) nicht vor.

    Sorry, zerflücke den Thread gerade etwas willkürlich, weil ich von hinten nach vorne lese. Habe aber auch den Eindruck, dass du alles ausblendest was nicht in dein Bild der ‚reaktionären Country-Musik‘ passt. Was ist in diesem Punkt z.B. mit dem Einfluss von Gospel auf Country ab den 1950er Jahren? Ein eindeutiger Beleg dafür, dass sich die scheinbar so klar abgesteckten musikalsichen Welten von Schwarz und Weiß sehr wohl begegeneten.

    --

    #7046533  | PERMALINK

    blitzkrieg-bettina

    Registriert seit: 27.01.2009

    Beiträge: 11,777

    Dass diese Musik in peinlicher Industrie endete, diese Entwicklung kann man aber überall machen, auch bei Schwarzer Musik.

    --

    Man hatte uns als Kindern das Ende der Welt versprochen, und dann bekamen wir es nicht.
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